Das Fenster zum Hof (USA, 1954)

  • Hast Du mir nicht in dem Thema "Die 39 Stufen" (1935) geschrieben, dass der Film "Das Fenster zum Hof" (1954) für 30 Jahre gesperrt wurde? Oder bin ich jetzt etwas durcheinander gekommen?


    Ich möchte mich wahnsinnig bei entschuldigen, daß ich unverzeihlicherweise von einer Aufrundung auf 30 Jahre schrieb.
    Selbstverständlich war der Film nur für 21 Jahre gesperrt.
    Wenn man also die Neusynchronisation von 1984 und den damit verbundenen Neustart berechnet, müßte man auf ca. 1963 kommen, wo der Film das letzte Mal im deutschen TV bezw. Kino lief.

    Allseitiger Unbeliebtheit erfreuen sich Deutsche, die über ein Gedächtnis verfügen und Geschichtskenntnisse besitzen.


    © Wilhelm Schwöbel (1920 - 2008), deutscher Zoologe und Aphoristiker

  • Ich mag James Stewart sowie Hitchcock sehr gerne. Deshalb musste ich mir diesen Film etwa vor einem Jahr unbedingt ansehen. 😄 Dazu noch mit Grace Kelly. Wow. Dieser Film hat eine dauerhafte unterschwellige Spannung. Das macht ihn so besonders. Man nimmt die ebenso starre Sichtweise des Hauptdarstellers ein und ist dieser Situation schier ausgeliefert. Manchmal hatte ich tatsächlich das Gefühl, alles passiert in meiner Nachbarschaft. Diese Filme damals waren ruhiger und spielen mit ganz anderen stilistischen Mitteln als heutzutage. Aber ich genieße diese Ruhe der Erzählweise regelrecht. Auf der DVD ist noch ein Special in dem nochmal Hitchcocks Absichten beim Dreh erläutert werden. Erstaunlich welche Kleinigkeiten hier eine Rolle spielen. Sowie auch Farben und Kleidung.

    Ein Wort noch zu ALF: ich kann mir die Folge bis heute nicht ohne Herzklopfen ansehen. Dahingehend ist ALF noch spannender. 🤣

  • Meine James Stewart Bewertung



    Nun zum Fenster: Wenn von der künstlerischen Freiheit gut Gebrauch gemacht wird, dann zählt für mich der Film zu jenen, wo es heißt "Basiert auf", ist er dagegen ziemlich werkgetreu, dann bin ich bereit "verfilmt" zu akzeptieren. Beim vorliegenden Film handelt es sich um ein Werk, "Basierend auf einer Kurzgeschichte" von Cornell Woolrich, die ich gelesen habe. Da die weibliche Figur im Original fehlt, dort ist es ein älterer Diener, hat hier Hitchcock viel künstlerische Freiheit hineingebracht.


    Der Film selbst ist natürklich klasse, bekommt allerdings den kleinen Beigeschmack, wenn ich den Vergleich mit der Vorlage ansetze.

  • Jimmy Stewart. Spitze. Du kennst dich wirklich aus Ursus. :thumbup: Alles top Filme. Lee Remick, Shirley Jones, Kim Novak, die Bacall ...das ganz große US- Kino.

    Die meisten Titel sagen mir was, viele der genannten Streifen hab ich im TV oder sonst irgendwie seit Mitte der 90er Jahre mal gesehen. An eine Wertung würd ich mich da gar nicht wagen. Da bin ich zu sehr Laie..;) 8)

    "Alkohol in Maßen genossen, schadet auch in größeren Mengen nicht"


    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Da bin ich zu sehr Laie..;) 8)

    Gerade weil ich selbst "Laie" bin, kann ich mir das erlauben. Die "Profis" würden mir den Kopf abreißen und stundenlang den Film Safe House mit Denzel Washington spielen.^^


    Ich durfte als Kind so vieles nicht (nur heimlich Oma/Opa) - Ich hab dann quasi meine Kindheit in hohem Alter nachgeholt. Erst kamen die Bücher dran, als der Hunger abflaute kamen die Filme an die Reihe, dann die Hörspiele und jetzt die Serien.


    Weshalb wohl kann ich mit über 40 noch Benjamin Blümchen hören oder die Gummibärenbande schauen?

    :D