Posts by Nostalgie Fan

    Neulich bin ich endlich dazu gekommen, mir den Film "Einmal eine große Dame sein" anzusehen. Der Film interessiert mich ja schon seit längerer Zeit sehr, wie ich auch in meinen vorherigen Beiträgen schon angemerkt habe. Noch kurz eine Anmerkung zu meinem ersten Beitrag hier im Thema: Als ich den vor ein paar Jahren verfasst habe, war ich etwas in Eile. Als ich mir den Beitrag eben noch mal angesehen habe, habe ich dort ein paar Rechtschreibfehler entdeckt. Damals muss ich wohl in der Eile das Korrekturlesen vergessen haben. Nach den vier Jahren, die dieser Beitrag nun schon alt ist, kann ich die Bearbeitungsfunktion leider nicht mehr verwenden. Ich hoffe, Sie stören Sich / Ihr stört Euch nicht zu sehr daran.


    Während ich mir den Film angesehen habe, musste ich feststellen, dass der Film auch für meine Nachforschungen zu dem Thema "Kinder- und Jugenddarsteller im alten deutschen Film" interessant ist. Darauf werde ich in diesem Beitrag noch näher eingehen.


    Ganz allgemein kann ich zu dem Film sagen, dass er mir sehr gut gefallen hat. Es handelt sich um eine Musikkomödie, ein Genre, was am Anfang der 1930er Jahre sehr gefragt war. Der Film beinhaltet sehr viele musikalische Darbietungen, der Übergang vom Dialog zur Musik ist häufig fließend, wie man es auch aus Operettenverfilmungen kennt. Künstlerisch ist das, finde ich, sehr gut umgesetzt und es verleiht den Musikdarbietungen eine ganz eigene Dynamik. Die Hauptdarstellerin Käthe von Nagy spielt ihre Rolle hervorragend. Es ist aus meiner Sicht einer ihrer besten Filme. Die männliche Hauptrolle spielt der Schauspieler Wolf Albach-Retty, ebenfalls hervorragend. Carola Höhn und Gretl Theimer, die ebenfalls an dem Film mitwirken, spielen ihre Rollen auch sehr überzeugend.


    Als ich mir den Film angesehen habe, ist mir aufgefallen, das an dem Film einige Kinder- und Jugenddarsteller mitgewirkt haben, die in den mir zugänglichen Besetzungslisten nicht gelistet sind und mir auch anderweitig nicht bekannt waren. Zum einen wirkten in einer Hotel-Szene am Anfang des Films drei Pagen-Darsteller mit, die in den Szenen bei den im Hotel befindlichen Telefonzellen zu sehen sind. Zwei dieser Pagen-Darsteller sind junge Erwachsene, den dritten Pagen-Darsteller schätze ich auf ca. 17 Jahre, dann wäre er also ca. 1917 geboren. Falls jemand von Euch / Ihnen nähere Informationen zu den Darstellern und ihrer Arbeit an dem Film hat, wäre ich aber immernoch sehr interessiert, Näheres zu erfahren, und würde diese Informationen dann im Bezug auf die Entstehungsgeschichte des Films in meine Arbeit mit einbeziehen.


    In einer Szene im großen Bekleidungsgeschäft ist an der Tür ein jüngerer Page zu sehen. Den Kinderdarsteller, der diesen Pagen verkörpert, schätze ich auf 12 Jahre, demnach wäre er ca. 1922 geboren. Außerdem ist in der Szene, als Kitty Holm mit dem vornehmen Wagen ihre Fahrt antritt, ein Kinderdarsteller zu sehen, den ich auf ca. 13 Jahre schätze, demnach wäre er ca. 1921 geboren. Diese beiden Kinderdarsteller könnten theoretisch noch leben, in der Realität ist es aber leider eher unwahrscheinlich. Auch wenn sie schon verstorben sein sollten, wäre ich immer noch sehr interessiert daran, Näheres über die beiden Kinderdarsteller in Erfahrung zu bringen, und vor allem Näheres darüber zu erfahren, wie sie zum Film gekommen sind, ob sie noch an weiteren Filmen mitgewirkt haben, etc...


    Bisher habe ich leider keine Informationen zu den Kinderdarstellern und ihrer Filmtätigkeit in Erfahrung bringen können, aber das kann sich ja noch ändern.


    Darüber hinaus wirkte in drei weiteren Szenen, die in jeweils drei unterschiedlichen Hotelunterkünften entstanden sind, jeweils ein Page mit. Jedoch sind die Szenen sehr kurz gewesen und daher kann ich nicht genau sagen, ob ein Pagen-Darsteller in mehreren Hotels den Pagen gespielt hat oder ob es wirklich drei Pagen-Darsteller sind. Bei den Pagen handelt es sich um Jugenddarsteller, die ich auf ca. 16-17 Jahre schätze (geb. 1917-1918). Da ich diesbezüglich mit meinen Nachforschungen auch noch im Dunkeln tappe, wäre ich an näheren Informationen sehr interessiert.


    Außerdem wirkten an dem Film noch zwei Jugenddarsteller mit, die namentlich in den Besetzungslisten des Films gelistet sind, zu denen mir aber auch noch wenig bekannt ist. Dabei handelt es sich zum einen um Herbert Maris (Bert Schmidt-Maris) (geb. 1917), zu dem ich auch schon ein Thema hier im Forum eröffnet habe: Herbert Maris / Bert Schmidt-Maris


    Bei dem zweiten Jugenddarsteller handelt es sich um Tommy Thomas, der laut der Besetzungsliste im Film einen Pfadfinder spielt. Leider habe ich im Film (zumindest in der Fassung, die ich gesehen habe) keinen Pfadfinder entdecken können. Eventuell gibt es unterschiedliche Fassungen von dem Film oder die Szenen wurden vor der Erstaufführung im Endschnitt entfernt. Zu Tommy Thomas habe ich bereits erste Anhaltspunkte, allerdings ist da noch vieles offen und unklar, mal schauen, was ich da noch in Erfahrung bringen kann.


    Ist Ihnen / Euch Näheres zu den Kinder- und Jugenddarstellern und zu den erwachsenen Pagen-Darstellern bekannt, die an dem Film mitgewirkt haben?

    Ist Ihnen / Euch etwas zu den Dreharbeiten des Films bekannt?

    Melde mich nun wieder zurück. Nachdem ich mich in meiner neuen Wohnung eingefunden habe und eine gute Einführungswoche ins Studium erlebt habe, freue ich mich auch, wieder im Forum vorbeischauen zu können! :)


    Vogel Specht

    Vielen Dank! :) Schau mal in Dein E-Mail-Fach, da habe ich Dir eine E-Mail geschrieben, weil ich nicht wusste, ob Dein PN-Speicher noch voll ist, das letzte Mal wurde mir angezeigt, das ich Dir keine PN schicken kann, weil Dein Speicher noch voll ist, wusste nicht mehr wie das jetzt ist

    In den letzten Tagen war ich zwar hier im Forum eingeloggt, hatte aber vergessen, mich auszuloggen. Wenn ich in ein paar Tagen (oder spätestens in einer Woche) wieder hier bin, werde ich die Beiträge der letzten Tage lesen. Jetzt erstmal habe ich viel zu tun (Umzug, Semesteranfang, etc...), freue mich aber auch schon und bin aufgeregt, wie es wird. Werde bald wieder im Forum vorbeischauen sobald ich dazu komme.

    Harper

    Vielen Dank für Deinen Beitrag (den Beitrag #25 hier im Thema). Hat mich sehr gefreut, ihn zu lesen! :)

    Pass aber lieber auf, welche Smileys Du verwendest, als ich auf die Links geklickt habe, um sie mir anzusehen, wurde mir ein Warnhinweis angezeigt (Überschrift: "Dies ist keine sichere Verbindung")


    In den letzten Tagen war ich hier eingeloggt, weil ich vergessen habe, mich auszuloggen. Habe seit einigen Tagen alle Hände voll zu tun. Die anderen Beiträge hier im Thema werde ich mir durchlesen, sobald ich dazu komme

    Auf Manfred Spitzer bin ich mit Vogel Specht im Thema "Schulsystem" auch zu sprechen gekommen, woraufhin er dort dieses Thema verlinkt hat. Sehr interessant. Werde mich hier im Thema auf jeden Fall noch einlesen.


    Hier ein relativ aktuelles Gespräch mit Manfred Spitzer zum Thema "Digitale Bildung in der Corona-Krise". Das Interview ist auf der Webseite des MDR in Videoform und auch in Schriftform abrufbar: https://www.mdr.de/medien360g/…d-spitzer-lernen-100.html

    Quote from Vogel Specht

    Auch von mir Glückwunsch an alle Gewinner. Fast etwas beschämend soviel abgekriegt zu haben

    Freu Dich doch einfach! :D


    Schämen musst Du Dich auf jeden Fall nicht! ;)


    Aber Deine Bescheidenheit ist sehr ehrenswert! :)

    Um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen: Natürlich kann ich keine allgemeine Aussage darüber treffen, ob in einem anderen Schulsystem alle Menschen begeistert lernen würden. Aber wenn man Schule so gestalten würde, dass der Spaß am Lernen erhalten bleibt, würden sich meiner Einschätzung nach, auch mehr junge Schulabsolventen dafür begeistern, einen Beruf zu erlernen, der sie interessiert. Aber natürlich sind Menschen unterschiedlich und es wird auch Menschen geben, die in ein anderes Schulsystem nicht reinpassen würden. Am besten wäre es daher aus meiner Sicht, wenn es unterschiedliche Schulangebote im Rahmen des staatlichen Schulsystems geben würde und nicht nur ein Modell wo alle irgendwie reinpassen müssen.


    Harper

    Was das Handwerk angeht, kann ich Dir vollkommen zustimmen, zumindest von dem her, was ich aus meiner Schulzeit mitbekommen habe. An staatlichen Schulen läuft (abgesehen vom Sport) fast alles theoretisch. In der Grundschule gibt es zwar noch Basteln, in den weiterführenden Schulen Werken, aber das wars dann auch schon. So kann man Schüler meistens nicht für Handwerksberufe begeistern. Und Schüler, denen Handwerksarbeiten eigentlich liegen würden, kommen gar nicht mehr damit in Berührung...

    Quote from Harper

    Ich frage mich wie man Leute zum freiwilligen Lernen bringt. Geht ja nur ohne bedinungsloses Grundeinkommen, und ohne gutes Erbe, und ohne Eltern die einem bedingungslos alles einfach geben. Was hätte man sonst für einen Elan zu lernen. Oder wie bekommt der Durchschnitt Elan zu lernen?

    Was das Bedingungslose Grundeinkommen angeht, gibt es aus meiner Sicht Vor- und Nachteile, aber das wäre ein Thema für sich. Aus meiner Sicht würde es schon weiterhelfen, wenn man es schafft, Kindern nicht den Spaß am Lernen zu nehmen. Das Kind / der Mensch lernt eigentlich gerne und er lernt gerade in den ersten Lebensjahren unglaublich viel. Das ist meistens auch noch so, wenn die Kinder in die Schule kommen. In der Schule geht der Spaß am Lernen aber dann meistens verloren. Nach dem Schulabschluss wollen die meisten Schüler am liebsten nie wieder etwas lernen. Und was sie gelernt haben, vergessen sie meistens nach ein paar Jahren wieder, wenn sie es nicht brauchen. Weil es eben in der Schule meistens auswendig lernen unter Zwang und Zeitdruck ist. Wenn es darum geht, Wissen zu erwerben und zu behalten, ein absolut unproduktives Unterfangen.

    Quote from Bruno

    Das Foto übrigens mit Gunnar Möller stammte aus der Szene, wo sie das Lied mit den unendlichen Strophen singt und Matterstock zur Weißglut bringt:

    "Komm lieber Mai und mache".

    Jetzt wo Du es schreibst, fällt mir auch folgendes auf: Auf dem ersten Bild ist Gunnar Möller direkt neben Jenny Jugo zu sehen. Ich hatte vergessen zu schreiben, dass Rudolf Reinhard auf dem zweiten Bild rechts neben Jenny Jugo zu sehen ist.

    Neulich habe ich mir im Rahmen meiner Nachforschungen zu dem Thema "Kinder- und Jugenddarsteller im alten deutschen Film" den Film "Unser Fräulein Doktor" angesehen. Da ich in letzter Zeit viel um die Ohren hatte, komme ich erst jetzt dazu, zu dem Film ein Thema zu eröffnen.


    Kurz vorweg: Bei dem Film handelt es sich, meiner Einschätzung nach, nicht um einen klassischen Jugendfilm. Zwar gibt es viele Szenen und Handlungselemente, wie man sie aus dem Jugendfilm kennt, aber letztendlich stellt die Liebesbeziehung zwischen der Lehrerin Dr. Elisabeth Hansen (gespielt von Jenny Jugo) und dem Lehrer Dr. Karl Klinger (verkörpert von Albert Matterstock) den zentralen Handlungsstrang dar, was für einen Jugendfilm eher untypisch ist. Dennoch handelt es sich im Bezug auf die Darbietungen der Kinder- und Jugenddarsteller um einen der besten Filme, die ich im Rahmen meiner Nachforschungen bisher gesehen habe!


    Jenny Jugo und Albert Matterstock spielen ihre Rollen als Verliebte, die sich sowohl lieben als auch heftig zanken können, gewohnt gut. Durch den Film bin ich auch auf den mir bisher unbekannten Schauspieler Hans Schwarz Jr. aufmerksam geworden, der die Rolle des Turnlehrers Jahnke spielt.


    Die Schüler der Abiturklasse von Dr. Karl Klinger wurden von Jugendschauspielern und Nachwuchsschauspielern gespielt. Insgesamt ca. 25 Nachwuchsschauspieler, eine ganz genaue Zahl habe ich leider nicht, da es keine Szene gibt, in der alle Schüler sichtbar im Bild sind. In den mir zugänglichen Besetzungslisten sind bisher folgende Jugend- und Nachwuchsschauspieler gelistet, die als Abiturienten (Primaner) an dem Film mitgewirkt haben:


    Hans Richter (1919-2008)

    Rainer Penkert (1921-2012)

    Bruno Roth (unbekannt-?)

    Helmut Withrich (unbekannt-?)


    An dem Film haben auch ca. 25 Kinderdarsteller (die ganz genaue Zahl habe ich auch hier nicht, weil es keine Szenen gibt, auf denen alle Kinderdarsteller im Bild sind) mitgewirkt, die die Schüler der Klasse von Dr. Elisabeth Hansen gespielt haben. In den Besetzungslisten des Films sind aber nur die drei Kinderdarsteller gelistet, die im Film die umfangreichsten Rollen gespielt haben. Dabei handelt es sich um:


    Gunnar Möller (1928-2017)

    Horst Rossius (unbekannt-?)

    Rudolf Reinhard (unbekannt-?)

    Jim Stetza (unbekannt-?)

    Jack Stetza (unbekannt-?)


    Gunnar Möller spielt hier eine seiner ersten Rollen. Von den Filmkritikern wurde er damals für sein Schauspiel sehr gelobt und nachdem ich den Film und die Szenen mit ihm gesehen habe, muss ich sagen, dass ich das durchaus nachvollziehen kann. Gunnar Möller konnte seine Filmlaufbahn als erwachsener Schauspieler fortsetzen und wurde vor allem durch den Film "Ich denke oft an Piroschka" (1955) sehr bekannt.


    Über den Kinderdarsteller Horst Rossius ist hingegen weniger bekannt. In dem Film "Unser Fräulein Doktor" spielt er die Rolle des Schülers Fritz Bührle hervorragend. Besonders gut gelungen ist aus meiner Sicht die Szene in der Fritz Bührle das Gedicht aufsagt und der Lehrer komplett entsetzt ist, weil ihm die Betonung nicht gefühlvoll genug ist. Auch seine Szenen mit Hans Richter sind, finde ich, sehr gut geworden. Er wirkte nach meinem Kenntnisstand als Kinderdarsteller an insgesamt drei Filmen mit. Was meine Nachforschungen zu ihm betrifft habe ich bereits erste Anhaltspunkte, mal sehen, was ich in Erfahrung bringen kann.


    Rudolf Reinhard habe ich hier zum ersten Mal in einem Film gesehen. Er spielt seine Rolle, den Schüler Hans Vogelsang, finde ich, gut. Schade, das er insgesamt nur an drei Filmen mitgewirkt hat. Über ihn ist mir bisher leider kaum etwas bekannt, aber das kann sich ja noch ändern. Er ist übrigens auf diesem Foto zum Film zu sehen (rechts neben Jenny Jugo) Unser Fräulein Doktor | film.at


    Außerdem wirkten die Kinderdarsteller Jim und Jack Stetza an dem Film mit. Die beiden Zwillinge wirkten (mal gemeinsam, mal einzeln) an einigen Filmen mit.


    Für meine Nachforschungen wäre es sehr interessant, die ehemaligen Kinder- und Jugenddarsteller zu den Dreharbeiten des Films befragen zu können. Abgesehen von Gunnar Möller könnten die anderen Kinderdarsteller, die an dem Film mitgewirkt haben, durchaus noch leben. Sie müssten so in seinem Alter sein, also zwischen 1927 und 1929 geboren sein. Eventuell gelingt es mir ja, einige ehemalige Kinderdarsteller zu kontaktieren, die eventuell bereit wären, mir von den Dreharbeiten und von ihrer Filmtätigkeit zu berichten.


    Gunnar Möller ist ja bereits 2017 verstorben. Soweit ich weiß hat er mehrere Interviews gegeben, die mir bisher aber nicht vollständig vorliegen. Eventuell wurde er ja auch mal zu seinen Anfängen beim Film und zu dem Film "Unser Fräulein Doktor" befragt. Werde versuchen, diejenigen zu kontaktieren, die ihn damals befragt haben. Eventuell gibt es eine Möglichkeit, sich die ganzen Interviews anzusehen.


    Darüber hinaus wäre ich an weiteren Informationen zu den Dreharbeiten und den mitwirkenden Darstellern interessiert.


    Ist Ihnen / Euch etwas zu den Kinder- und Jugenddarstellern bekannt, die an dem Film mitgewirkt haben?

    Ist Ihnen / Euch etwas zu den Dreharbeiten des Films bekannt?

    Quote from Vogel Specht

    Die, die im Leben individuell was großes Erreichen sind meistens die Schulversager gewesen.

    Wobei ich da auch vorsichtig wäre. Bei vielen berühmten Personen, bei denen ich mich mit den Biografien beschäftigt habe, habe ich eine große Bandbreite wahrgenommen. Von guter Schüler über mittelmäßiger Schüler bis Schulversager. Und Schulversager, die es im Berufsleben schwer haben, gibt es sicherlich auch, wobei das auch am System liegen kann, wo ja Abschlüsse vorgeschrieben werden, um Berufe überhaupt erlernen zu dürfen, etc...

    Lernen lernen, Anwendung von Wissen, Neugierde wecken beziehungsweise fördern, Empathie fördern, Wertschätzung vermitteln, das wären die Dinge, die aus meiner Sicht zu berücksichtigen wären um eine Schule zu einer guten Schule zu machen. Ein Fortschritt wäre es schon, wenn das Schulsystem all das nicht zerstören würde.


    Wie sehr unser Schulsystem Heranwachsenden schadet, ist mir erst nach meiner eigenen Schulzeit bewusst geworden. Ich kam als Schüler sogar ganz gut mit dem Schulsystem klar, was zweierlei Gründe hatte. Zum einen kann ich gut auswendig lernen. Zum anderen kam noch etwas hinzu, was mir auch erst später bewusst wurde: Wenn man mich zum Objekt von Bewertungen, Belehrungen oder Anordnungen machte, neigte ich dazu, mich selbst ebenfalls zum Objekt eben dieser Bewertungen, Belehrungen und Anordnungen zu machen. Zumindest in der zweiten Hälfte meiner Schulzeit war das so, in meinen ersten Schuljahren habe ich dann (natürlich heimlich) den Lehrer zum Objekt meiner Bewertungen gemacht ;)


    Wie diese Subjekt-Objekt-Beziehungen aussehen, erklärt der Neurobiologe Gerald Hüther häufig in seinen Vorträgen, es ist mit einer seiner Hauptkritikpunkte am Schulsystem.


    Viele Schüler verzweifeln auch daran, dass sie denken: Ich muss das jetzt alles lernen um es dann in der Arbeit zu wissen und danach vergesse ich es wieder, das macht doch keinen Sinn. Ich habe immer gedacht: Ich brauche es für die Arbeit und die Arbeit für die Note und die Note für den Job, also macht es Sinn". Ich hatte trotzdem viel Arbeit mit Hausaufgaben und auch wenig Zeit (zumindest in den letzten Schuljahren) aber es hat mich psychisch nicht so runtergezogen. Das war mein Glücksfall.


    Jedoch haben nur ca. 20% der Schüler das Glück so in das Schulsystem zu passen wie das bei mir der Fall war. Das habe ich dann später erfahren, als ich mich mehr mit der Schulkritik beschäftigt habe. Viele Schüler leiden sehr am Schulsystem, was letztlich auch die gesamte Gesellschaft beeinflusst (Näheres dazu unter anderem im Interview mit Gerald Hüther, was ich im ersten Beitrag verlinkt habe)

    No Nick

    Danke für die Erklärung! :)

    Soweit ich weiß ist Kinderarbeit in Deutschland verboten, von daher sehe ich diese Gefahr eher nicht. Allerdings, jetzt wo Du es sagst, ist da natürlich ein Punkt, den ich in meinen vorherigen Beiträgen zu wenig berücksichtigt habe: Wenn die Schulpflicht wegfällt, werden einige Kinder, die zuhause nicht die Möglichkeit haben, Bildung zu erfahren, Schwierigkeiten haben, gesellschaftlich teilnehmen zu können. Schwierige Sache. Ich denke, die beste Lösung wären Schulen, die Kindern eher entsprechen. Ansätze gibt es da viele. Nur umgesetzt wird meistens so gut wie nichts, viele Politiker sprechen das Thema nicht mal mehr an...

    Mit dem Jugendschauspieler Horst Teetzmann beschäftige ich mich ja auch schon seit einiger Zeit. Nun komme ich zum Glück endlich auch dazu, ein eigenes Thema zu ihm zu eröffnen. Für mich und meine Nachforschungen zu dem Thema "Kinder- und Jugenddarsteller im alten deutschen Film" ist seine Filmtätigkeit ja sehr interessant. Leider sind viele Filme von ihm öffentlich schwer zugänglich und auch ich hatte bisher bei vielen Filmen von ihm nicht die Möglichkeit, sie zu sehen. Er hat auch gerade am Anfang seiner Filmlaufbahn größere Rollen gespielt (wie beispielsweise in dem Film "La Paloma - Ein Lied der Kameradschaft" (1934)).


    Horst Teetzmann war auch als Synchronsprecher tätig: Horst Teetzmann – Die vergessenen Filme (wordpress.com)


    Wenn man recherchiert, findet man erstmal sehr wenig zu ihm. Über die ANNO-Suchmaschine der Österreichischen Nationalbibliothek habe ich doch noch einige Artikel, auch mit Fotos von ihm, finden können. Ich habe viele positive Kritiken zu ihm finden können. Die Artikel habe ich damals, als ich noch meinen alten Computer hatte (habe ja seit kurzem einen neuen Computer, weil mein alter nicht mehr funktioniert) über die Lesezeichenfunktion gespeichert. Die Lesezeichenliste habe ich über meine Festplatte abgesichert, finde sie dort aber nicht mehr wieder. Wenn ich sie wieder gefunden habe, verlinke ich die Artikel hier.


    Als ich vor ein paar Jahren zum ersten Mal auf Horst Teetzmann aufmerksam geworden bin, war von seinem Tod noch gar nichts bekannt. Unser Forenmitglied Austernprinzessin hat mich dann darauf aufmerksam gemacht, dass jemand das Todesdatum von Horst Teetzmann in Erfahrung gebracht hat. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass es noch jemanden gibt, der auch zu Horst Teetzmann geforscht hat und das Todesdatum in Erfahrung gebracht hat. Leider habe ich keinen Kontakt zu ihm. Es wäre für mich sehr interessant, mich mit ihm zu Horst Teetzmann auszutauschen.


    Sobald ich dazu komme, werde ich versuchen, Angehörige von Horst Teetzmann zu kontaktieren. Da der Name Teetzmann eher selten ist, könnte ich da gute Chancen haben.


    Darüber hinaus bin ich ja auch auf der Suche nach Zeitzeugen, die mit Horst Teetzmann zusammengearbeitet haben oder ihn anderweitig gekannt haben. Leider hielt sich mein Erfolg diesbezüglich in Grenzen. Durch Filmbesetzungslisten weiß ich, dass Horst Teetzmann in den 1930er Jahren mit den Kinder- und Jugenddarstellern Wolfgang Uecker, Joachim Horn und Günther Großkopf zusammen gefilmt hat, die ich bisher leider alle noch nicht erreichen konnte, was sich aber auch noch ändern kann. Das waren aber sicher nicht die Einzigen, meine Nachforschungen gehen auf jeden Fall weiter.


    Falls Ihnen / Euch noch etwas zu Horst Teetzmann bekannt ist, bin ich sehr interessiert daran, Näheres zu erfahren. Ich werde selbst auch daran arbeiten, soviel wie möglich über Horst Teetzmann in Erfahrung zu bringen und im Rahmen meiner Nachforschungen auszuwerten.

    Bruno

    Schade, aber so etwas kann natürlich passieren. Wenn ich viel um die Ohren habe, passiert es mir auch mal, dass ich ein Buch verlege. Wenn es Dir wieder über den Weg läuft, kannst Du mich ja informieren. Mal schauen, was ich bis dahin über andere Wege zum Film und zu den Darstellern in Erfahrung bringen kann. Darüber hinaus habe ich zurzeit ja auch noch viele Projekte, an denen ich arbeite. Wenn Du das Buch wieder gefunden hast, bin ich schon auf den Titel gespannt :)