Posts by Nostalgie Fan

    Die Schauspielerin Anna Dammann ist heutzutage auch weitestgehend in Vergessenheit geraten. In erster Linie war sie beim Theater tätig und spielte in vielen klassischen Theaterstücken mit. Sie wirkte allerdings auch an ein paar Filmen mit, unter anderem auch an dem Film "Mein Leben für Irland" (1941) durch den ich auch auf sie aufmerksam geworden bin.


    Auch sehr interessant: Die Akademie der Künste hat eine Anna-Dammann-Sammlung erhalten, die, der Beschreibung nach, sehr umfangreich ist und den Zeitraum von 1932 bis 1970 umfasst. Die Anna-Dammann-Sammlung ist bisher noch nicht erschlossen und kann auch noch nicht zur Einsicht bestellt werden, aber das wird schon noch kommen: https://archiv.adk.de/bigobjekt/28149


    Neulich habe ich ein interessantes Buch mit dem Titel "Anna Dammann. Tragik und Grazie in der darstellenden Kunst" aus dem Jahr 1999 entdeckt. Leider ist dieses Buch mittlerweile vergriffen: https://amzn.to/3hLMqfL [Anzeige]


    Eine Zusammenfassung oder eine Beschreibung habe ich leider nicht finden können, daher weiß ich nicht genau, ob es um die Schauspielerin Anna Dammann geht, jedoch ist das sicher gut möglich.


    Ist Euch / Ihnen etwas dazu bekannt?

    Im afrikanischen Staat Burundi wurde im Mai 2020 ein neuer Präsident gewählt. Gewinner der Wahl ist Evariste Ndayishimiye von der Regierungspartei CNDD-FDD. Jedoch wird davon ausgegangen, dass es bei der Wahl zu Wahlbetrug gekommen ist. Wahlbeobachter wurden vor dem Ende der Wahl ausgeschlossen. Der Gegenkandidat Agathon Rwasa legte Widerspruch gegen das Wahlergebnis ein: https://www.dw.com/de/kandidat…A4sidentenwahl/a-53562352


    Unter dem vorherigen Präsidenten Pierre Nkurunziza wurden viele Oppositionsparteien gewaltsam verfolgt und mussten ins Exil gehen. Trotz massiver Kritik (auch aus der eigenen Partei) kandidierte Nkurunziza für eine dritte Amtszeit, ein klarer Verstoß gegen die burundische Verfassung.


    Da Burundi zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, spielt auch das Thema "Entwicklungshilfe" eine wesentliche Rolle:


    Dieser Artikel ist beispielsweise ganz interessant: https://www.neckar-chronik.de/…euer-entfacht-414965.html


    Die burundische Regierung erwartet von den Entwicklungshilfeorganisationen, dass sie die ethnische Herkunft ihrer Mitarbeiter melden und bis 2021 eine Quote nach dem Arusha-Abkommen einführen: https://www.welt-sichten.org/a…-helfern-das-leben-schwer


    Die Bundesregierung plant, die staatliche Entwicklungshilfe auch für Burundi einzuschränken. Dies hängt auch mit der Politik in Burundi zusammen:


    1. https://www.faz.net/aktuell/po…-interessen-16850567.html


    2. https://www.zeit.de/politik/au…enleistung-menschenrechte



    Hier ein Überblick zu der Situation in Burundi: https://www.bpb.de/internation…-konflikte/212902/burundi

    Der Schauspieler Willy Birgel zählt ja zu den großen UFA-Stars der 1930er und 1940er Jahren. Und obwohl ich schon sehr viele Filme aus den 1930er und 1940er Jahren kenne, muss ich sagen, dass ich bisher kaum Filme mit ihm gesehen habe, obwohl er mich auch sehr interessiert. Habe diesbezüglich also noch viel Nachholbedarf. Mit dem Filmeschauen kommt man fast gar nicht mehr hinterher ;)


    Sein bekanntester Film ist soweit ich weiß "Der Blaufuchs" (1938) für den er gemeinsam mit Zarah Leander vor der Kamera stand. Den Film habe ich mir auch schon auf DVD zugelegt. Weitere Filme von ihm, die mich sehr interessieren, sind "Der Majoratsherr" (1944) und "Die Brüder Noltenius" (1945), die, soweit ich weiß, bisher leider noch nicht auf DVD erschienen sind.


    Vor einiger Zeit bin ich bei meinen Recherchen auf einen Biografie-Sammelband der Bucher-Gruppe aufmerksam geworden, der auch eine Biografie von Willy Birgel enthält. Das Buch war leider damals schon vergriffen: https://amzn.to/35xGTa4 [Anzeige]


    Kennt jemand von Euch die darin enthaltene Willy-Birgel-Biografie?

    Wie ich im ersten Beitrag schon geschrieben habe, ist es bereits längere Zeit her, dass ich den Film gesehen habe. Damals hatte ich noch nicht das Thema "Kinder und Jugenddarsteller im alten deutschen Film" für mich entdeckt. Daher habe ich damals beim Ansehen des Films auch nicht wirklich auf Günther Brackmann geachtet und kann mich auch nicht mehr so gut erinnern, wie oft und wie lange er in dem Film zu sehen ist.


    Vorhin habe ich eine kleine Info-Anzeige aus dem Jahr 1937 zu dem Film "Wenn Frauen schweigen" gefunden, ganz unten rechts auf der Seite ist sie zu finden: http://anno.onb.ac.at/cgi-cont…2&ref=anno-search&seite=8


    Von den mitwirkenden Darstellern sind nur einige gelistet, von denen die meisten Darsteller größere Rollen spielten. Günther Brackmann ist dort auch gelistet, daher scheint es möglich, dass Günther Brackmann auch mehrere / längere Auftritte im Film hatte. Den Film habe ich damals auf Youtube entdeckt, wo er jetzt aber nicht mehr zu finden ist. Daher kann ich mir den Film jetzt nicht mehr ansehen und meine Vermutung überprüfen.


    Außerdem weiß ich auch nicht mehr genau, ob neben Günther Brackmann auch noch andere Kinder- und Jugenddarsteller im Film als Pagen zu sehen sind, was für meine Nachforschungen sehr hilfreich wäre. Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend. Vielleicht lässt sich diesbezüglich wieder etwas in Erfahrung bringen

    Henry Metelmann war ein Soldat, Schriftsteller und Friedensaktivist. Bei meinen Recherchen zum Thema "Hitlerjugend" bin ich auf ihn aufmerksam geworden, da in Großbritannien ein Doku-Drama über seine Kindheit in Hamburg und seine Zeit bei der Hitlerjugend gedreht wurde. Der Trailer ist auf Youtube zu finden:




    Das Doku-Drama ist in seiner Filmografie auch noch gar nicht gelistet: https://www.imdb.com/name/nm0582503/


    Henry Metelmann ist im Hamburg geboren und aufgewachsen. Nach seiner Zeit als Soldat im Zweiten Weltkrieg wanderte er nach Großbritannien aus, wo er als Schriftsteller und Friedensaktivist tätig war.


    2001 wurde sein Buch "Through Hell for Hitler" veröffentlicht. Eine deutsche Fassung ist meines Wissens nicht erschienen: https://amzn.to/3hsQ25S [Anzeige]


    Die Zeitschrift "The Guardian" berichtete auch über ihn: https://www.theguardian.com/wo…11/sep/22/henry-metelmann

    Die Geschichte der Hitlerjugend interessiert mich schon seit längerer Zeit. Im Rahmen meiner bisherigen Forschungsarbeiten zum Thema "Kinder- und Jugenddarsteller im alten deutschen Film" gab es schon öfter Überschneidungen mit dem Thema "Hitlerjugend", zum einen, weil die Handlung einiger Jugendfilme der NS-Zeit sich in der Hitlerjugend abspielt und zum anderen, weil Kinder und Jugendliche, die als Komparsen an Filmen mitgewirkt haben, oft aus der Hitlerjugend der Stadt stammen, in der der Film gedreht wurde.


    Jedoch bin ich auch unabhängig von meinen Nachforschungen im Filmbereich an dem Thema "Hitlerjugend" interessiert. Besonders interessant finde ich die Vielschichtigkeit dieses Themas. Ich kenne einige Interviews von ehemaligen Hitlerjungen, die sehr unterschiedliche Erfahrungen in der Hitlerjugend gemacht haben. Um jetzt die beiden Extreme kurz darzulegen: Manche Hitlerjungen waren von der Hitlerjugend fasziniert und sind gerne und mit Begeisterung hingegangen. Andere Hitlerjungen haben unter der Hitlerjugend, der Disziplin und dem Drill gelitten. Natürlich ist das jetzt sehr holzschnittartig, wie gesagt, die Extreme. Dazwischen gibt es ein breites Spektrum an unterschiedlichen Erfahrungen.


    Interessant finde ich ja auch die rückblickende Betrachtung von Hitlerjungen im Bezug auf ihre eigene Zeit in der Hitlerjugend. Auch hier werden zwei Extreme deutlich: Ein Teil der ehemaligen Hitlerjungen ist diese Zeit als schöne Zeit in Erinnerung geblieben (zumindest bis der Kriegseinsatz begann). Andere ehemalige Hitlerjungen sehen sich als missbraucht und um ihre Jugend betrogen. Missbraucht wurden sie letztendlich ja auch. Die Hitlerjugend hatte im NS-Staat ja die Funktion, Menschen bereits im Kindes- und Jugendalter für den Krieg vorzubereiten.


    Hier noch ein paar Beispiele aus meiner Familie, die ich historisch auch sehr interessant finde:


    1. Mein Großonkel (väterlicherseits) weigerte sich, zur Hitlerjugend zu gehen. Wie genau er das gemacht hat, und was für Konsequenzen das für ihn hatte, weiß ich leider nicht. Er ist 2004 verstorben, als ich noch ein kleiner Junge war. Ich konnte ihn dazu also nie persönlich befragen.


    2. Mein Großonkel (mütterlicherseits) starb ebenfalls als ich noch ein Kind war. In seinem Nachlass fanden meine Eltern damals ein HJ-Abzeichen. Als wir bei ihm zum Kuchenessen eingeladen waren,(da kann ich mich noch dran erinnern, haben meine Eltern ihn zu seinen Erfahrungen in der Hitlerjugend gefragt. Er erzählte, dass er damals als Junge gerne in der Hitlerjugend war. Das HJ-Abzeichen hat er sich wahrscheinlich als Andenken an die Hitlerjugend und die gemeinsame Zeit mit seinen Freunden dort, aufgehoben. Sein Leben lang.


    3. Der Ehemann meiner Großtante (väterlicherseits) war damals ein sehr schüchterner Junge. Als er für die Hitlerjugend gemustert wurde, wurde ihm gesagt, er sei zu schüchtern und man könne ihn in der Hitlerjugend nicht gebrauchen. Er wurde nach Hause geschickt. In der Hitlerjugend ist er nie gewesen.



    Habe auch noch ein paar interessante Amateurfilmaufnahmen zum Thema "Hitlerjugend finden können:



    1. Ein Zeitzeuge kommentiert Filmaufnahmen von der Hitlerjugend Flensburg:




    2. HJ-Lager in Offenburg:




    3. Jungvolk-Parade




    4. Sportfest der Hitlerjugend:


    Der Schauspieler und Komponist Just Scheu ist heutzutage fast in Vergessenheit geraten. Über seine musikalischen Tätigkeiten ist nicht so viel bekannt. Er begann neben seiner Schauspielausbildung damit, Liedtexte zu schreiben und Musik zu komponieren.


    Als Schauspieler wirkte er auch an dem bekannten UFA-Film "Die große Liebe" (1942) und an dem frühen deutschen Farbfilm "Das kleine Hofkonzert" (1945) mit.


    Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Just Scheu bei dem Rundfunksender NWDR-Hamburg und leitete dort die "Funklotterie", deren Einnahmen hilfsbedürftigen Menschen zugute kamen.


    Just Scheu schrieb auch einige musikalische Bühnenwerke: https://dreimaskenverlag.de/autoren/just-scheu/titel


    Hier findet sich noch ein kleiner biografischer Artikel zu Just Scheu vom Drei-Masken-Verlag: https://dreimaskenverlag.de/autoren/just-scheu

    Konrad Wolf war einer der berühmtesten Filmregisseure der DEFA. Seine erste Filmerfahrung sammelte er bereits im Alter von 10 Jahren als er als Kinderdarsteller an dem Film "Kämpfer" mitwirkte.


    Die Filmuniversität in Potsdam-Babelsberg trägt seinen Namen (Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf) https://www.filmuniversitaet.d…uni/ueber-uns/konrad-wolf


    Die Autoren Antje Vollmer und Hans-Eckardt Wenzel haben eine Biografie über Konrad Wolf geschrieben, die 2019 veröffentlicht wurde. Von der Biografie sind schon jetzt nur noch Restposten erhältlich: https://amzn.to/321Q0h1 [Anzeige]


    Hier noch ein ausführlicher Artikel zur neuen Konrad-Wolf-Biografie: https://www.dw.com/de/neubewer…ur-konrad-wolf/a-49800912

    Bei dem Film "Kämpfer" handelt es sich um einen sowjetischen Film, der eine sehr interessante Entstehungsgeschichte hat. Er entstand auch unter der Mitwirkung von deutschen Filmschaffenden, die vor den Nationalsozialisten in die Sowjetunion geflohen sind. Der unter der Regie von Gustav von Wangenheim entstandene Film spielt in Deutschland und handelt von dem Widerstand der Arbeiter gegen die Nationalsozialisten.


    Zu den mitwirkenden Darstellern gehörte auch der damals 10-jährige Konrad Wolf, später wurde er einer der berühmtesten DEFA-Regisseure!


    Der Filmhistoriker Günter Agde hat ein Buch über den Film "Kämpfer" und seine Entstehungsgeschichte geschrieben, das 2001 erschienen ist. Mittlerweile sind leider nur noch Restposten zu bekommen: https://amzn.to/3h2wBR9 [Anzeige]