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Datum: 26.08.2008 | VÖ: 28.08.2008 | Herausgeber: WortArt/SPV/RandomHouse | Kategorie:

Wer kennt das nicht? Man liegt nachts im Bett und kann partout nicht einschlafen. Was macht man da? Man denkt an schne Sachen, versucht die Probleme des Vortages, die einem beschftigen, nicht weiter an sich ran zu lassen oder zhlt vielleicht sogar Schafe. Ich war schon das ein- oder andere mal so verzweifelt, dass es soweit kam. Doch geholfen hat das nie. Es war irgendwie viel zu anstrengend und alles andere als ermdend. Bewirkt hat es also eigentlich nur das Gegenteil. Dadurch, dass man sich so sehr auf das Schafe zhlen konzentrieren muss, wird man wach gehalten. Wie ich nun dank einer neuen CD, die sich genau mit diesem Thema auseinandersetzt, erfahren habe, haben britische Forscher der Universitt Oxford genau dies auch besttigt. Nun ist es also auch wissenschaftlich besttigt, dass das Schafe zhlen gar nichts bringt. Ich wollte mich im Netz mal schlau machen, woher die Sache mit dem Schfchen Zhlen eigentlich kommt. Eine eindeutige Antwort habe ich nicht bekommen. Die einen meinen, dass es daran liegt, weil Schafe zu kuschelige und langweilige Wesen sind, die anderen fhren es auf den Beruf des Schfers zurck. Aber nun gut. Der Knstler, der die eben erwhnte CD aufgenommen hat, dachte sich jedenfalls, dass es vielleicht hilfreicher ist, wenn man Schafe nicht selbst zhlen muss, sondern diese vorgezhlt bekommt. Man muss sich dann nicht mehr auf das Zhlen konzentrieren, kann sich zurck lehnen und soweit das Prinzip funktioniert dann gemtlich einschlummern. Aus eigenen Erfahrungen kann ich sagen, dass das Prinzip eigentlich hervorragend ist. Als jemand aus der Generation der Kassettenkinder kann ich das nur empfehlen. In meiner Kindheit gab kaum einen Abend, an dem ich nicht eingeschlummert bin, whrenddessen eine Hrspiel-Kassette gerade in hrbarer Reichweite abgespielt wurde. Gut, manchmal haben die Kassetten mehrere Durchlufe machen mssen, bis ein Ergebnis erzielt wurde, aber gut Unterhalten war man in jedem Falle. Die Unterhaltung bleibt zwar ein wenig auf der Strecke, wenn auf der "Schafe zhlen" CD der Kabarettist "Christian Macharski" seine 555 Schafe runter zhlt. Dafr geht es sehr ruhig und somit sehr einschlfernd zu auf dem Tontrger. Die Macher haben es sich nicht nehmen lassen, zwischendurch ein- bis zwei Gags einzubauen, damit es nicht zu monoton ist. So ist z.B. einmal ein mhendes Schaf zu hren, das den Sprecher bei seiner Arbeit strt und bei einer anderen Stelle hrt man eine Stechmcke, mit denen sicher schon jeder seine Erfahrungen gemacht hat, der schon fters nicht einschlafen konnte. Diese wird aber sehr schnell durch einen beherzten Schlag zunichte gemacht. In Wirklichkeit sind die Dinger leider nicht so einfach zu kriegen. Am Ende hrt man dann noch einmal den Sprecher, der sich mit den Worten "Schlafen Sie schon? Gut. Ich bin dann jetzt weg. Angenehme Trume" verabschiedet. Somit wei jetzt auch jeder, was alles auf der CD geschieht und muss sich nicht rgern, wenn er vorzeitig wegnickt. Man verpasst wirklich nicht viel.

Falls diese CD Leuten mit Einschlafproblemen weiterhelfen kann, hat sie ihren Zweck in jedem Falle erfllt. Ansonsten eignet sie sich wunderbar als Gag oder Geschenk. Das wars aber dann leider auch schon. Dennoch hat die "Schafe Zhlen" CD ihre volle Berechtigung. Auerdem hlt sie auch genau das ein, was sie verspricht und wird zu einem absolut fairen Preis angeboten. Gut ist auch, dass ein Hinweis angebracht ist, dass man diesen Tontrger nicht whrend einer Autofahrt hren sollte. (sk)

Wertung: 4 von 10 Punkten (4 von 10 Punkten)

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