Fringe, Bd. 1: Der Anfang

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Datum: 25.10.2011 | VÖ: 17.05.2011 | Herausgeber: Panini | Kategorie: Comic

"Fringe" hat sich mit der Zeit zu einer äußerst interessanten und komplexen Serie entwickelt. Bereits zu Beginn war klar, dass die Serie aufgrund der außergewöhnlichen Fälle, auf die das FBI hierbei trifft, etwas Besonderes ist. Ein toller Mix aus Mystery, Science Fiction, Drama und Humor, perfekt einbaut in eine Handlung, die sich größtenteils mit Grenzwissenschaften beschäftigt, sorgt dafür, dass sich "Fringe" immer noch großer Beliebtheit erfreut. Bis vor Kurzem strahlte ProSieben hierzulande die zweite Hälfte der dritten Staffel in Doppelfolgen aus, während die vierte Staffel von "Fringe" am 23. September in den USA startete. Und wo eine Serie erfolgreich ist, ist es auch nicht abwegig, neben dem Fernsehen noch weitere Medien zu nutzen. In diesem Fall ist die Rede vom Comic zur Serie und dem ersten Band mit dem Titel "Fringe Der Anfang". Dieser beinhaltet neben der Hauptgeschichte, einem Prequel, noch fünf weitere Fälle.

Der 148-seitige Comic konzentriert sich überwiegend auf die Beziehung zwischen Walter Bishop und William Bell und führt den Leser in die Anfangszeiten ihrer gemeinsamen Zusammenarbeit ein. Die Story beginnt daher mit dem Kennenlernen der beiden Wissenschaftler und ihren ersten Projekten. Doch eines Tages betritt ein unbekannter Mann ihr Labor und bietet Bell und Bishop an, in einer abgelegenen und in Alaska befindlichen Forschungsbasis zu arbeiten, um an einem streng geheimen Forschungsprojekt zu arbeiten. Schnell, jedoch bereits zu spät, wird den beiden allerdings klar, dass es aus der Forschungsstation kein allzu schnelles Entkommen zu geben scheint. Abgesehen davon wissen sie nicht, für wen genau sie arbeiten und welchem Zweck die ungewöhnlichen Forschungsprojekte dienen umso schwieriger fällt es den beiden, dieser Situation zu entfliehen

Zusätzlich zu diesem Prequel beinhaltet "Fringe Der Anfang" fünf Kurzgeschichten, die unabhängig von der Hauptgeschichte sind, sich aber dennoch gut der Serie zuordnen lassen, da auf gängige Elemente aus dem Serienvorbild nicht verzichtet wurde. So bekommt man hier ebenfalls außergewöhnliche Handlungen präsentiert. An dem Ganzen waren viele verschiedene Autoren beteiligt, was vor allem die Hauptgeschichte an einigen Stellen etwas wirr erscheinen lässt. Die Zeichnungen stammen mit Ausnahme von einer der Bonus-Storys glücklicherweise von nur einer Person. Tom Mandrake ist es dabei gut gelungen, sich an der Serie zu orientieren und dem "Fringe"-Kenner die bereits erwähnten bekannten Elemente zu liefern, sodass ein Wiederkennungswert vorhanden ist sowohl charaktertechnisch als auch allgemein auf die Mystery-Atmosphäre bezogen. Leider enthalten die Seiten des Comics keine Paginierung, was die Seitenangaben im Inhaltsverzeichnis unnötig erscheinen lässt.

Es fällt vermutlich schwer, dem Comic, beziehungsweise eher der Haupthandlung, komplett folgen zu können, wenn man "Fringe" noch nie gesehen hat. Dafür gibt es einfach zu viele Bezüge zur Serie, die dem vollkommen ahnungslosen Leser selbstverständlich nicht auffallen, den Spaß am Lesen jedoch umso mehr steigern, wenn man die Serie kennt. Für "Unwissende" stellen die Kurzgeschichten wahrscheinlich den interessanteren Teil des Comics dar. Zu Recht: Diese sind toll geschrieben und umgesetzt worden und daher für beide Zielgruppen (Kenner und Nichtkenner der Serie) spannend, wenn auch vielleicht etwas verwirrend. Das ist jedoch typisch "Fringe", was ich an dieser Stelle nicht negativ meine. Für Fans lohnt sich die Anschaffung des ersten Bandes zum "Fringe"-Comic definitiv, allen anderen empfehle ich vorher das Anschauen der Serie selbst. (sz)

Wertung: 7 von 10 Punkten (7 von 10 Punkten)

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