Fasching

  • In Verbindung mit Fasching stößt mir immer wieder übel auf, dass Personen, welches das ganze Jahr über meinen den Miesepeter spielen zu müssen, dann auf einmal zu den größten Spaßvögeln verkommen, weil das zu einer bestimmten Jahreszeit Usus ist.

    Na und? Schließlich gibt es auch einmal im Jahr Weihnachten. Da werden auch viele Menschen depressiv, melancholisch, religiös und/oder spendabel. Ist auch einmal im Jahr Usus.


    Andere fahren einmal im Jahr in längeren Urlaub und lassen dort die Sau raus (bspw. Mallorca/Ballermann oder Thailand). Ist auch einmal im Jahr Usus.


    Wieder andere feiern einmal im Jahr die Wiedervereinigung und werden dann besonders herzlich oder melancholisch. Ist auch einmal im Jahr Usus.


    Und nur, weil zu den jährlichen Wiederholungen auch Fasching gehört, stößt dir ausgerechnet jenes auf? Da würden mich andere Sachen mehr stören. Nämlich die, die das ganze Jahr den Miesepeter spielen und nicht einmal zum Fasching Spaß haben können, sondern auch das noch anderen vermiesen wollen. ;)


    "RTL macht im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht mehr Fernsehen, sondern Gewinn. Das Programm wird nur billigend in Kauf genommen."

    (Geert Müller-Gerbes, Journalist & TV-Moderator)


    "Die Zuschauer sind gar nicht so dumm, wie wir sie mit dem Fernsehen noch machen werden."
    (Hans-Joachim 'Kuli' Kulenkampff, Schauspieler & Quizmaster)


  • Pars pro toto - alle Deine Beispiel würde ich, je nach Sachlage, ebenso verurteilen.

    Ein Wolf ist vielleicht nicht so stark wie ein Bär oder ein Löwe ... aber ein Wolf tanzt niemals im Zirkus! (anonym)

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  • Pars pro toto - alle Deine Beispiel würde ich, je nach Sachlage, ebenso verurteilen.

    Das versteh ich absolut nicht. Wer sich nicht mal was gönnt oder Freude am feiern hat, der lebt doch nicht, oder? Worauf sollte man sich dann noch im Leben freuen, wenn nicht auf die Feste? Und ob man da ein bisschen mehr ausgibt oder sonst was, das ist doch Privatsache

  • Ich verurteile nicht die Teilnahme an gesellschaftlichen Zeremonien - darum geht es nicht. Meine Kritik galt der Diskrepanz im Verhalten, welche Menschen im Alltag gegenüber kulturellen Festlichkeiten aufweisen.

    Ein Wolf ist vielleicht nicht so stark wie ein Bär oder ein Löwe ... aber ein Wolf tanzt niemals im Zirkus! (anonym)

  • Meine Kritik galt der Diskrepanz im Verhalten, welche Menschen im Alltag gegenüber kulturellen Festlichkeiten aufweisen.


    Kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Du stellst also den normalen Alltag und "kulturelle Festlichkeiten" auf eine Stufe und kritisierst dann die unterschiedlichen Verhaltensweisen der Menschen anhand dieser? Sollte also ein Faschingsfan also nur dann einer sein dürfen, wenn er das ganze Jahr einen auf dicke Party macht? Festliche Tage (dazu zähle ich auch religiöse oder völkische Feste) werden nunmal völlig anders auf- und wahrgenommen als normale.


    Mal ganz davon abgesehen, dass ich mit jeglichen Feiertagen absolut nichts anfangen kann, seien diese jetzt religiöser oder politischer Natur, einen nihilistischen Unterton haben deine Aussagen bezüglich des Themas ja schon.

  • Ich stelle diese insofern auf eine Stufe, als sie Bestandteil der Lebenswelt entsprechender Person sind, deren Integrität bzw. - milder ausgedrückt - Persönlichkeit ja nicht anhand des Kalenders wechselt.
    Zitat:"Sollte also ein Faschingsfan also nur dann einer sein dürfen, wenn er das ganze Jahr einen auf dicke Party macht?" -> "dürfen"!? ...
    Streiche aus dem Satz die Überspitzung und Du findest einen Hinweis auf Ausgeglichenheit/Angemessenheit. Wobei ich hier sicherlich nicht anfangen möchte Bekehrungsarbeit zu leisten.
    Den Nihilismus meiner Aussagen bitte ich Dich allerdings genauer zu erläutern ...

    Ein Wolf ist vielleicht nicht so stark wie ein Bär oder ein Löwe ... aber ein Wolf tanzt niemals im Zirkus! (anonym)