• Gene Kelly gilt neben Fred Astaire als der berühmteste Musical-Schauspieler und Filmtänzer. Berühmt wurde er durch den Film "Es tanzt die Göttin" (1944). Seitdem wirkte er fast nur in Musicals mit. Einen weiteren großen Erfolg erlangte er mit dem Film "Ein Amerikaner in Paris (1951). Seine größten Erfolg erlangte er ein Jahr darauf mit dem Film "Singin in the rain (1952). Der Film gilt noch heute als das berühmteste Musical aller Zeiten.



    Ein Foto von Gene Kelly:


    1.[IMG:https://www.oldtimeradiodownloads.com/assets/img/serie/55b9f820be694__gene-kelly.jpg]

  • Ich hab mich noch nie für sie interessiert. Als Kind fand ich aber Schwarz-Weiss-Filme (mit ganz wenigen Ausnahmen) langweilig und nicht richtig greifbar. Erst durch die deutschen Helden meiner Kindheit (Heintje, Peter Alexander, Hansi Kraus - bin ich dann durch Leute wie Theo Lingen und Rudolf Schündler auf das richtig alte Filmerbe gestoßen). Die US-Filme reizen mich da irgendwie nicht so.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Mathias77

    Genau das verstehe ich auch nicht. Ich weiß zum Beispiel von meinen Verwandten, dass diese fast alle großen Hollywood-Stars noch kennen und meine Verwandten sind keine Film-Freaks (jedenfalls nicht alle), obwohl sie gerne Filme sehen. Mein Onkel erzählt mir auch immer wieder davon, wie viele US-Filmstars nicht mehr auf den Fernsehbildschirm zu sehen sind. Gerade die Stars des alten Hollywood-Kinos sind Legenden, die so ziemlich jedem bekannt sind / waren. Wer kennt nicht Filme wie "Vom Winde verweht" (1939) oder "Singin in the rain" (1952). Der US-Film ist, oder muss man leider schon sagen, war (?), auch verwurzelt in der deutschen Filmkultur. Auch mir ist es ein Rätsel, wie das Interesse am US-Film so schnell gesunken ist...


    Vogel Specht

    Das ist natürlich auch ein Faktor, der wesentlich ist, wenn man sein Interessensgebiet erschließt. Wenn man in seiner Kindheit Filmklassiker oder auch damals moderne Filme kennengelernt hat, dann weckt das natürlich ein Interesse, vorausgesetzt, die Filme gefallen einem. Das Interesse baut man dann in späteren Jahren weiter aus. Die Filme, die Du aus Deiner Kindheit kennst, haben (könnte ich mir denken) sicherlich auch Dein Interessensfeld nachhaltig geprägt.


    Natürlich baut man das Interesse dann später immer weiter aus. Ich bin zum Beispiel sowohl mit Hollywood-Filmen, als auch mit alten deutschen Filmen aufgewachsen. Das war anfangs noch relativ übersichtlich, da kannte ich nur den Film "Die Feuerzangenbowle" (1944) und die John-Wayne-Western. Aber dann habe ich immer weiter recherchiert und weitere Themengebiete erschlossen. So sind unter anderen auch die US-Filme und somit auch Gene Kelly für mich ein fester Bestandteil der Filmkultur und gerade der US-Film, mit dem mein Werdegang zum Film-Freak begann, hat für mich eine sehr hohe Bedeutung. Viele Hollywood-Stars haben mich durch mein filmisches Leben begleitet und somit sammle ich sowohl deutsche Filme als auch US-Filme fast immer nach den Filmen meiner Lieblings-Stars.

  • Nostalgie Fan

    Hmm, ja und ich wüsste auch nicht wie man da dahinter kommen könnte. Irgendwelche soziologischen Faktoren müssen da aber mitspielen. Viele Stars wie Ingrid Bergman, Greta Garbo, Peter Lorre, Conrad Veidt usw. sowie zahlreiche Regisseure wirkten im dt. Film genau so mit wie in den amerikanischen Filmen. Das Publikum des dt. Films interessierte sich damals auch für Hollywood. Schlager wie "Jetzt geht´s der Dolly gut, die sitzt in Hollywood" oder auch "Du bist meine Greta Garbo" zeugen davon. Die Filme wurden ja auch in den 30er/40er Jahren produziert - da ist für mich auch schon ein Vergleich mit der damaligen Mode, der Musik , den Essgewohnheiten usw. hier und dort interessant. Ich wusste auch immer die dt. Synchronsprecher sehr zu schätzen. Viele Stimmen kannte man ja auch von zahlreichen Serien.

  • Also ich kann hier ja nur für mich sprechen, aber ich liebe diese alten US Schinken.


    Mir geht es genauso wie ähnlich Nostalgie Fan, ich habe mit deutschen Tonfilm angefangen und bin dann mit meiner Sammelwut beim westdeutschen Film bis 1980 und US Produktionen bis ende der 1960er gelandet.


    Aber wie man auch deutsche Lieblingsschauspieler hat, hat man diese ja auch international (bei mir sind es Fernandel, Bob Hope, Jack Lemmon, Walter Matthau, Gene Kelly und noch ein paar mehr (bleibt aber Überschaubar)).


    Und von diesen versucht man dann die Filmographie einigermaßen zusammen zu kriegen. Bis auf Danny Kaye und Doris Day fast unmöglich. Leider!

    Aber das ist ja mit den alten UFA Stars auch nicht anders. Da ist ja leider auch viel verloren gegangen.


    Gerade reinbekommen:

    Gene Kelly - (1954) - Tief in meinem Herzen 720p HD Cameo


    (hier haben Gene und Fred Kelly einen Tanzauftritt in einer Cameo Rolle)

  • Vista61 schrieb:

    Aber wie man auch deutsche Lieblingsschauspieler hat, hat man diese ja auch international (bei mir sind es Fernandel, Bob Hope, Jack Lemmon, Walter Matthau, Gene Kelly und noch ein paar mehr (bleibt aber Überschaubar)).


    Und von diesen versucht man dann die Filmographie einigermaßen zusammen zu kriegen. Bis auf Danny Kaye und Doris Day fast unmöglich. Leider!

    Genau so geht es mir da auch. Ich habe im deutschen und auch im US-Film so viele Lieblingsstars, dass ich die hier gar nicht alle aufzählen kann. Zu meinen größten Favoriten des US-Films zählen Gene Kelly, Humphrey Bogart, Spencer Tracy, John Wayne, Laurel und Hardy, Cary Grant, Billy Lee und John Boles


    Von meinen Lieblings-Stars versuche ich auch, (fast) alle oder zumindest sehr viele Filme zu sammeln. Es gibt aber kaum einen Schauspieler, von dem ich so viele Filme habe. Selbst wenn ich relativ viele Filme von einem Schauspieler habe, habe ich im Verhältnis zu den Titeln, die in seiner Filmografie stehen, immer noch einen Bruchteil seines Gesamtwerkes. Aber das stört mich nicht sonderlich. So hat man halt immer noch etwas, was man sammeln kann...

  • Vista61

    Ich bin ja eher über den alten Hollywood-Film zum deutschen Film gekommen, das lief also bei mir umgekehrt.

    Hast du vlt. eine Idee zum Thema, warum der alte US-amerikanische Film (va. der 30er und 40er Jahre) mittlerweile so unpopulär geworden ist? Man merkt es ja an den mangelhaften DVD-Erscheinungen genauso so wie an dem was zB bei yt an VHS-Rips so hochgeladen wird. Damit meine ich die deutsch synchronisierten Filme. Ans englische Original kommt man noch eher ran. An den Rechten allein kann es nicht liegen, so schnell werden die doch nicht agieren können. Oder gibt es vlt. im deutschsprachigen Raum keine Sammlerkreise bzgl. alter Hollywood-Filme?

  • Mathias77 schrieb:

    Man merkt es ja an den mangelhaften DVD-Erscheinungen genauso so wie an dem was zB bei yt an VHS-Rips so hochgeladen wird. Damit meine ich die deutsch synchronisierten Filme. Ans englische Original kommt man noch eher ran. An den Rechten allein kann es nicht liegen, so schnell werden die doch nicht agieren können

    Handelt es sich denn bei allen Filmen, die sich im englischen Original auf Youtube finden lassen, auch um Filme, die deutsch synchronisiert wurden? Es gibt nämlich in den USA eine große Anzahl an sogenannten "Public-Domain-Filmen". Public-Domain-Filme sind rechtefrei. Weshalb es keinen Urheberrechtsinhaber mehr gibt, weiß ich nicht genau, aber in den USA ist es, anders als in Deutschland, so, dass die Filmstudios die Rechte an den Filmen haben. Eventuell, das weiß ich aber nicht genau, haben die US-Studios auf die Urheberrechte verzichtet, weil die Filme keinen Gewinn mehr abwerfen

  • Ich meine die deutsch synchronisierten Filme auf yt oder auch auf sonstigen Plattformen. Da ist sehr wenig von privaten Sammlern eingestellt (ein paar wenige alte Filme sind ja zB bei Netzkino offiziell zu sehen, aber das mein ich nicht). Mir ist auch aufgefallen, dass kaum (noch) jemand amerikanische Filme in dt. Sprache einstellt - das bestätigt ja schon das bestehende Desinteresse daran, man sieht es also nicht nur an den mangelhaften TV-Ausstrahlungen.