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Prof. Abronsius

unregistriert

141

Montag, 8. Oktober 2012, 14:28

Gern. Was ich vergessen habe: Im Fall von "Morgenrot" dürfte das Negativ sicher das Beste sein, was man für einen Transfer heranziehen kann. Kinokopien sind ja meistens 4. Kopiergeneration (oder höher) und deshalb deutlich unterlegen. Mich würde generell interessieren, von welchen alten deutschen Filmen noch die Kameranegative existieren. Da ist "Morgenrot" sicher eine fast luxuriöse Ausnahme.
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Registrierungsdatum: 1. September 2011

Beiträge: 1 340

142

Montag, 8. Oktober 2012, 15:59

Mich würde generell interessieren, von welchen alten deutschen Filmen noch die Kameranegative existieren. Da ist "Morgenrot" sicher eine fast luxuriöse Ausnahme.
Ja. Davon ist wohl leider auszugehen.
Umso tragischer, wenn man weiß, wie viele Negative von Ufa-Filmen den Krieg überlebt haben und sich Ende der 40er Jahre in den westlichen (!) Besatzungszonen befanden. Da gibt es Listen im Bundesarchiv...
Ich wette, die wenigsten dieser Negativen existieren heute nicht mehr ;(

Ausserparlamentarische Opposition
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Sebastian

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. April 2002

Beiträge: 49 063

143

Donnerstag, 11. Oktober 2012, 12:08

Vor wenigen Tagen ist eine Stummfilm-Edition der Süddeutschen Zeitung auf den Markt gekommen mit 10 DVDs, die es auch als Einzel-DVDs zu erwerben gibt:



Hier der Verweis: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B0…eutschfilmed-21

Darin enthalten:

Die Nibelungen (D, 1922-24, Fritz Lang)
Ich möchte kein Mann sein
Die Austernprinzessin
Faust
Panzerkreuzer Potemkin
Tartüff (D, 1926)
Irrwege einer Ehe
Die Frau, nach der man sich sehnt (D, 1929)
Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens (D, 1922)
Lichter der Großstadt
„Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“

André Gide
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Conrad

Profi

Registrierungsdatum: 25. Mai 2011

Beiträge: 1 597

144

Donnerstag, 11. Oktober 2012, 16:43

Die Nibelungen habe ich jetzt gesehen und auch von Faust einen Eindruck bekommen. Ich kann die DVDs nur empfehlen. Nosferatu hab ich mir jetzt auch bestellt. Das ist zwar mittlerweile meine 3. DVD mit dem Film, aber was macht man nicht alles für seine Nummer 1 ;) Schade finde ich nur, dass die Filmmusik von Hans Posegga nie auf DVD mit rausgekommen ist. Ich finde die Musik von Hans Erdmann zwar auch sehr gut, aber Posegga gefällt mir noch um einiges besser. Es ist zwar logisch, dass Erdmann als Originalkomponist vorgezogen wird, aber Posegga als zweiter Track auf einer Veröffentlichung wäre ja auch eine Option.
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Prof. Abronsius

unregistriert

145

Donnerstag, 11. Oktober 2012, 20:41

Faust hab ich mir vor allem deshalb gekauft, weil ich mit meiner Eureka-Edition nicht zufrieden bin, was die Bildqualität betrifft.
Unterscheidet sich der Transfer der SZ-Ausgabe von dem der Eureka?
Eine sehr schöne "Nosferatu"-Musik ist übrigens auch die von James Bernard (auf der britischen BFI-Ausgabe). Bernard, der langjähriger Komponist bei Hammer Productions war, knüpft mit dieser Musik an seine Arbeiten der 50er und 60er Jahre an und lässt "Nosferatu" wie ein Hammer-Film klingen - ohne ihn damit gegen den Strich zu interpretieren.
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Conrad

Profi

Registrierungsdatum: 25. Mai 2011

Beiträge: 1 597

146

Donnerstag, 11. Oktober 2012, 21:25

Die SZ-DVDs sind HD. Bei Faust hab ich auf dem Flachbildschirm schon einen deutlichen Unterschied gemerkt. Das liegt aber wahrscheinlich auch mit daran, dass Faust zu meinen Lieblingsfilmen gehört, und als ich die beiden DVDs verglichen habe, habe ich mich sehr auf die Qualität konzentriert. Wenn einem der Film nicht so wichtig ist, dann würde ich ihm nicht empfehlen, sich auch die SZ-DVD zu besorgen. Ich glaube, da fällt einem der Unterschied nicht mehr groß auf.
Das mit der Musik von Bernard interessiert mich. Auf youtube wird man diese Ausgabe ja bestimmt nicht sehen können, aber kannst du mir einen Film empfehlen, über den ich einen Eindruck bekomme?
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Prof. Abronsius

unregistriert

147

Donnerstag, 11. Oktober 2012, 22:32

Das mit der Musik von Bernard interessiert mich. Auf youtube wird man diese Ausgabe ja bestimmt nicht sehen können, aber kannst du mir einen Film empfehlen, über den ich einen Eindruck bekomme?
Am besten die "Dracula"-Filme von Terence Fisher, also "Dracula", 1958, oder "Blut für Dracula", 1966 - beide mit Christopher Lee.
Hier gibt es eine Kostprobe:
http://www.youtube.com/watch?v=c41qUVJ8fqk

Und hier einen Trailer zur restaurierten Fassung von "Dracula":

http://www.youtube.com/watch?v=MDTxHg7wyP0
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Conrad

Profi

Registrierungsdatum: 25. Mai 2011

Beiträge: 1 597

148

Freitag, 12. Oktober 2012, 11:04

Ich hab grad schon mal kurz reingehört. Dann ist Bernard's Track zu Nosferatu ja bestimmt ganz anders als der von Erdmann.
Dracula mit Christopher Lee habe ich bestimmt 20 Jahre nicht mehr gesehen. Damals war das deutsch synchronisiert und natürlich auf VHS-Kassette. Wie findest du denn den Hammer-Dracula im Vergleich zu dem von Universal? Christopher Lee und Bela Lugosi als Dracula sind ja beides Dracula-Legenden.
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Prof. Abronsius

unregistriert

149

Samstag, 13. Oktober 2012, 22:34

Wie findest du denn den Hammer-Dracula im Vergleich zu dem von Universal? Christopher Lee und Bela Lugosi als Dracula sind ja beides Dracula-Legenden.
Ich bin ein großer Anhänger der britischen Hammer-Horrorfilme. Gerade die frühen Produktionen (bis Mitte der 60er Jahre) finde ich größtenteils gelungen und atmosphärisch stimmig. Hammers "Dracula" weicht stärker als die Universal-Version von der Romanvorlage ab, vereinfacht die Handlungslinien und streicht das Figurenarsenal zusammen. Es ist also eine sehr freie, aber - wie ich finde - gelungene Adaption. Tod Brownings Film leidet in den in England spielenden Szenen sehr stark an den Limitierungen des frühen Tonfilms. Die Figuren reden ununterbrochen, und Aktionen werden wie im Theater oft in Dialoge umgesetzt, anstatt sie zu zeigen ("Mauerschau"). Der Anfang (in Draculas Schloss) ist natürlich großartig und auch von den Hammer-Filmen unerreicht. Christopher Lees Draculas ist ganz anders angelegt als Lugosis Vampir. Lugosis Brutalität ist meist hinter einer dandyhaften Maske versteckt. Lee dagegen wirkt immer unheimlich, manchmal fast bestialisch. Beides funktioniert auf seine Weise.
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Quax

Erleuchteter

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Beiträge: 3 666

150

Dienstag, 16. Oktober 2012, 22:07

"Atlantic" aus dem Jahre 1929. Dieser Filmklassiker kommt jetzt erstmals auf DVD heraus. Am 19. Oktober 2012 ist es soweit. Schade ist nur dass der Film am Cover nicht den richtigen Filmtitel "Atlantic" trägt sondern den Titel "Titanic - Tragödie im Atlantik".

"DEUTSCHLAND DVD-PREMIERE! DIGITAL REMASTERED!

Simultan in Deutsch, Englisch und Französisch gedreht, ist TITANIC der erste deutschsprachige Tonfilm. Und zugleich der erste Film, der sich mit dem Unglück der Titanic befasst, wobei man den Namen des Schiffs im Original änderte, da man auf die Überlebenden der echten Titanic Rücksicht nehmen wollte."





Regisseur: Ewald André Dupont

Darsteller:

Fritz Kortner
Elsa Wagner
Heinrich Schroth
Willi Forst
Julia Serda
Elfriede Borodin
Lucie Mannheim
Francis Lederer
Hermann Vallentin
Theodor Loos
Georg John
Philipp Manning
Georg August Koch
Syd Crossley


---------------------------
"Wer mit seinem Volk nicht Not und Tod teilen will,
der ist nicht wert, dass er mit ihm lebe."

(Jean Paul, 1763-1825, deutscher Schriftsteller)
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Sebastian

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. April 2002

Beiträge: 49 063

151

Dienstag, 16. Oktober 2012, 22:08

Vielen Dank für den Hinweis! Der Preis ist ja mal mehr als in Ordnung!
„Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“

André Gide
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Carry Klips

Fortgeschrittener

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152

Mittwoch, 17. Oktober 2012, 00:16

Das ist ja absolut fantastisch! Natürlich ist es überaus ärgerlich, daß der Film nicht unter seinem Originaltitel erscheint, aber es ist dennoch eine der besten Verfilmungen der 'Titanic'-Story, die ich kenne. Und nicht zuletzt kann man hier Willi Forst in seinem allerersten Tonfilm erleben. "Es wird ein Wein sein, und wir wer'n nimmer sein..."
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Quax

Erleuchteter

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Beiträge: 3 666

153

Mittwoch, 17. Oktober 2012, 15:22

Ich bin schon sehr auf die Bild- und Tonqualität von "Atlantic" gespannt. Welches Material stand zur Abtastung zur Verfügung? Schön wäre wenn das original Negativ der deutschen Fassung noch existiert. Dann zieht man einfach ein Dup.-Negativ mittels Nassumkopierung. Zuerst muss das original Negativ natürlich so gut wie möglich gesäubert werden. Dann werden die einzelnen gescannten Kader digital restauriert und eventuell noch gefiltert und in die richtige Reihenfolge gebracht. Und dann zieht man noch ein frisches Positiv.... Aber mal abwarten was man hier hineininvestiert hat.
"Wer mit seinem Volk nicht Not und Tod teilen will,
der ist nicht wert, dass er mit ihm lebe."

(Jean Paul, 1763-1825, deutscher Schriftsteller)
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Carry Klips

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154

Mittwoch, 17. Oktober 2012, 17:40

Was mich am meisten irritiert, ist die Laufzeitangabe: 87 min. Der alte Mitschnitt aus dem DDR-Fernsehen hat eine Länge von 96 min., ist also neun Minuten länger. Wenn's also kein Druckfehler ist und 97 min. gemeint war, dann fehlt hier was. Und wenn man sich schon nicht mal entschließen kann, den Originaltitel beizubehalten, glaube ich auch nicht, daß man da wahnsinning viel in eine Neukopierung investiert hat. Schon gar nicht bei dem sehr niedrigen Verkaufspreis.
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Prof. Abronsius

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155

Donnerstag, 18. Oktober 2012, 19:45

[...] aber es ist dennoch eine der besten Verfilmungen der 'Titanic'-Story, die ich kenne.
Nun ja, soweit würde ich nicht gehen. Der Film (ich kenne allerdings nur die englische Sprachversion) leidet doch sehr unter den typischen Schwächen des frühen Tonfilms. Visuell hat er fast nichts zu bieten außer statischen Einstellungen von Figuren, die im Angesicht des Todes ihre Redefreudigkeit entdecken. Man könnte es, in Anlehnung an "Singin' in the Rain", das "Sprich-in-den-Busch-Problem" nennen. Das Schiff geht dann auch preiswert und unspektakulär auf der Tonspur unter (das DVD-Cover ist leicht dramatisiert :) ). Insgesamt ein Film, der heute nur noch von historischem Interesse ist, aber auf jeden Fall eine unterstützenswerte Veröffentlichung.
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Carry Klips

Fortgeschrittener

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156

Donnerstag, 18. Oktober 2012, 20:20

Dann solltest du dir wirklich die deutsche Version anschauen, denn die englische Fassung finde ich auch unspektakulär in dem Sinne, wie du es beschrieben hast. In der deutschen Fassung bekommen die vielen Dialoge eine ganz andere Qualität, und der ganze Film ist viel stärker von den Schauspielern geprägt. Fritz Kortner wirkt viel zynischer als sein englischer Gegenpart, und Willi Forsts Dandyrolle wird hier erst zu dekadentem Leben erweckt. In der englischen Version fehlt natürlich auch ein Äquivalent zu Forsts "Es wird ein Wein sein"-Lied, das in diesem Kontext eine absolut sarkastische Bedeutung bekommt. Im ganzen wirkt die deutsche Fassung auf mich fast wie ein anderer, und bei weitem besserer Film.
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Prof. Abronsius

unregistriert

157

Donnerstag, 18. Oktober 2012, 20:25

Dann bin ich gespannt. :)
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fritz

Anfänger

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Beiträge: 3

158

Donnerstag, 18. Oktober 2012, 21:01

Vorsicht Filmfreunde - seid Ihr sicher, daß es sich überhaupt um die deutsche Fassung handelt?

Auf dem Cover sind die englischen Hauptdarsteller aufgeführt, die Laufzeit enspricht mit 87 Min. der englischen Fassung und die bei amazon.de angegebene englische Tonspur wäre für die deutsche Fassung auch eher ungewöhnlich.
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Carry Klips

Fortgeschrittener

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Beiträge: 388

159

Donnerstag, 18. Oktober 2012, 21:20

Mist! Du hast recht. Das hat dann amazon verbockt, denn die führen ja in ihrer Beschreibung die deutschen Darsteller auf. Da konnte wohl mal wieder jemand nicht mit imdb umgehen, und wir sind drauf reingefallen.... Sehr schade.
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Sebastian

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. April 2002

Beiträge: 49 063

160

Donnerstag, 18. Oktober 2012, 21:57

Willkommen in unserem Forum Fritz! Vielen Dank für diesen Hinweis!
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André Gide
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