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Conrad

Profi

Registrierungsdatum: 25. Mai 2011

Beiträge: 1 605

1

Sonntag, 11. März 2018, 22:02

Die Zeit der Demokratien geht (vorerst) zuende

Nachdem wir ja jetzt anfangen, die "zuende"-Threads aufzumachen, möchte ich mal mit einem etwas provokanten Thread weitermachen.
Ich kann das nicht mit Zahlen belegen, aber soviel ich weiß, hatten Demokratien in der Geschichte nie wirklich lange Bestand.
Dazu kommt, dass es eine extreme Ausnahme ist, dass es über siebzig Jahre in großen Teilen Europas keine Kriege gegeben hat. Mein Eindruck ist auf jeden Fall, dass wir hier unter einer gewissen Käseglocke sitzen und Demokratien als Selbstverständlichkeit annehmen.
In vielen Ländern geht die Tendenz eindeutig weg von Freiheit zu Überwachung, Ausgrenzung usw.
Ich meine schon, dass Erosionen zunehmend sichtbar werden.

Ich sage auch ganz ehrlich, dass mir das Sorgen macht.
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Vogel Specht

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. April 2002

Beiträge: 49 133

2

Sonntag, 11. März 2018, 22:06

Ich finde es gut, dass es viele Strömungen gibt, die versuchen Recht und Demokratie wieder einzuführen in Europa und den diktatorischen Entwicklungen entgegen zu treten. Seit wenigen Jahren steigt bei mir immer mehr die Hoffnung, dass die Demokratie vielleicht doch noch gerettet werden kann und die verkrusteten undemokratischen Strukturen (Stichwort EU) endlich überwunden werden können.
Der SPD-Mann im verlinkten Video im anderen Thema ist ein gutes Beispiel dafür - er steht gegen undemokratische Entwicklungen auf und erhebt seine Stimme. Meinen Respekt hat er!

Viele Menschen die sich vor 10-20 Jahren nicht für Politik interessiert haben, werden aktiv und bemühen sich darum, ihre demokratischen Rechte wahrzunehmen. Was sehr begrüßenswert ist.

Meine persönliche Angst vor einen großen Crash und einen großen Krieg ist weniger geworden, die Gefahr schwebt aber noch immer über uns und ich bin mir der Gefahr bewusst. Hoffe aber, dass Europa und die Welt noch die Kurve kriegt.
„Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“

André Gide
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Conrad

Profi

Registrierungsdatum: 25. Mai 2011

Beiträge: 1 605

3

Sonntag, 11. März 2018, 22:15

Ein Problem, das ich sehe, ist, dass sich Entwicklungen immer erst vom Ergebnis her rückwirkend beurteilen lassen. Es finden viele Entwicklungen statt, die wir in ihrer Tragweite überhaupt nicht überblicken.
Mir macht eine zunehmende Oberflächlichkeit Sorgen und eine große Tendenz zu kurzfristigen und einfachen "Lösungen", wohingegen viele Themen langfristig angegangen werden müssten.
Ich habe allerdings keine Ahnung, wer so etwas in die Hand nehmen könnte.

Das Thema Flüchtlinge wird zum Beispiel ausschließlich unter dem Blickwinkel "Wirtschaftsflüchtling" und "Kriegsflüchtling" angegangen. Dass es aber auch zunehmend mehr Klimaflüchtlinge geben wird, hat niemand auf dem Schirm.
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Vogel Specht

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. April 2002

Beiträge: 49 133

4

Sonntag, 11. März 2018, 22:16

Ich stimme Dir 100%tig zu
„Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“

André Gide
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Conrad

Profi

Registrierungsdatum: 25. Mai 2011

Beiträge: 1 605

5

Sonntag, 11. März 2018, 22:18

auch wenn ich mir sicher bin, dass wir von 2 ganz unterschiedlichen Dingen ausgehen


Das glaube ich auch, aber in diesem Fall ist es meiner Meinung nach tatsächlich wichtig, sich zuerst auf ein gemeinsames Ziel zu verständigen. Die Ausgangspunkte spielen da eine nachgeordnete Rolle.
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Conrad

Profi

Registrierungsdatum: 25. Mai 2011

Beiträge: 1 605

6

Sonntag, 11. März 2018, 22:20

Oh! Kann es sein, dass meine Antwort schon gar nicht mehr aktuell war? :D
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Vogel Specht

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. April 2002

Beiträge: 49 133

7

Sonntag, 11. März 2018, 22:21

Ich hab meine Antwort nochmal gekürzt. Aber passt, das kann gerne drin bleiben :-)

Jetzt geh ich erstmal was zu essen holen, bevor ich hier nicht mehr wegkomme und alle Läden zu haben ;-)
„Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“

André Gide
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No Nick

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 30. Oktober 2015

Beiträge: 3 053

8

Montag, 12. März 2018, 21:18

Es besteht in der Tat Anlass zur Sorge, was die Demokratien in Europa angeht: Ungarn, Polen, Österreich, Tschechien, und jetzt auch noch Italien sind deutlich nach rechts gerückt.

Was die EU angeht, so habe ich meines Wissens schon einmal etwas dazu geschrieben. Die EU ist kein souveräner Staat wie seine Mitglieder, hat daher auch keine ausgeprägte Staatsgewalt. Wer eine demokratisch organisierte EU will, der muss einen europäischen Staat schaffen, der die Souveränität der Mitgliedsstaaten aufhebt oder doch zumindest stark einschränkt. Ansonsten werden die Entscheidungen durch die Regierungen der Mitgliedsländer getroffen, die ja alle demokratisch legitimiert sind.

ab übermorgen auch wieder die deutsche... ;)
Pfui Deibel, ist die hässlich!
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Vogel Specht

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. April 2002

Beiträge: 49 133

9

Montag, 12. März 2018, 21:38

Auf die BRD bezogen haben wir das Thema ja schon öfter mal angesprochen in diesem Thema hier: Ist Deutschland dabei, ein totalitärer Staat zu werden?
„Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“

André Gide
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