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jh

Redakteur (jh)

Registrierungsdatum: 10. März 2004

Beiträge: 14 310

1

Freitag, 22. November 2013, 15:10

Welches Bild von uns selbst wird uns in amerikanischen Fernsehsendungen vermittelt?

Ich erlaube mir an dieser Stelle einmal, einen Thread zur aktuellen Kolumne von Corina Stiegler-Eisenschink zu eröffnen. Zunächst ein Link zur Kolumne:

Welches Bild von uns selbst wird uns in amerikanischen Fernsehsendungen vermittelt?

Es ist in der Tat traurig, dass hier die deutschen Synchronstudios anscheinend in vorauseilendem Gehorsam die Anspielungen auf die Deutschen in US-Serien verfremden, damit sich die deutschen Zuschauer nicht auf die Füße getreten fühlen. Woher wollen diese denn überhaupt so genau wissen, dass die Deutschen angeblich nicht selbst über sich lachen können oder sich nicht mit den Vorurteilen auseinandersetzen können? Ich denke, dass trifft überhaupt nicht zu. Außerdem bestätigen sie damit unfreiwillig nur ein weiteres Vorurteil über die Deutschen, nämlich dass die Deutschen angeblich keinen Humor haben.

Gerade in Sitcoms gehört es doch dazu, Nationen klischeehaft darzustellen, das macht schließlich den Witz aus. Wenn man darin Menschen anderer Nationen als "normal" und "gar nicht so viel anders als wir" darstellen würde, das wäre ja langweilig. Mal abgesehen davon nehmen sich die Amerikaner in ihren Sitcoms die ganze Zeit selbst auf die Schippe und spielen mit den Klischees über ihre eigene Nation, können also prima über sich selbst lachen. Und manchmal bekommen darin eben auch andere Nationen ihr Fett ab. Als Zuschauer sollte man das Ganze nicht zu ernst nehmen und nicht zu empfindlich darauf reagieren.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »jh« (29. November 2013, 18:21)

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jh

Redakteur (jh)

Registrierungsdatum: 10. März 2004

Beiträge: 14 310

2

Montag, 25. November 2013, 01:57

Auch wenn es in der Kolumne um amerikanische Serien gibt, passt dieses Beispiel einer neuen türkischen Serie, die in Deutschland spielt, gut zum Thema.

http://www.welt.de/vermischtes/article12…-Klischees.html

Der deutsche Nachbar Hans Müller sieht auf dem Foto irgendwie ein bisschen aus wie Horst Schlämmer.
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Kaya

Anfänger

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Beiträge: 6

3

Dienstag, 31. Mai 2016, 12:42

Solche Einmischungen von Synchronstudios sind völlig unnötig, ich denke, wir sind jetzt in unserer Gesellschaft an einem Punkt angelangt, so dass wir uns ernsthaft mit unserem Bild in der Welt auseinandersetzen können, ohne gleich neue Vorurteile zu schaffen. Sicher muss man aber auch kurz anmerken, dass in den letzten Jahren, vor allem in US- Serien von uns Deutschen immer nur ein Bild gezeigt wurde. Was ich schade finde und überholt.
"Aber was, wenn es kein Morgen gibt? Heute gab es nämlich auch keins!" (Und täglich grüsst das Murmeltier)
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