Das Testament des Dr. Mabuse (D, 1933)

  • Das Testament des Dr. Mabuse – Re-view




    Da leider Gottes gestern Abend meine komplette Re-view
    einfach so gelöscht wurde, konnte ich nun alles noch einmal von vorne
    schreiben. Ich hoffe ihr merkt, welche Mühe ich mir hiermit gemacht habe, da es
    nicht selbstverständlich ist, dass ich meine – vom alten Blog – auf Englisch
    verfasste Re-view dieses Filmes, jetzt in Deutsch übersetzt habe, aber ich
    finde, es gibt doch einige interessante Dinge, die man eventuell noch nicht
    über diesen Film weiß und die möchte ich gern mit euch teilen.


    Plot:


    Kriminalkommissar Lohmann (gespielt von Otto Wernicke),
    demselben Kommissar wie schon bei „M“, bekommt einen wichtigen Telefonanruf vom ehemaligen Polizisten Hoffmeister
    (gespielt von Karl Meixner). Aber bevor
    Hoffmeister ihm sagen kann, welch wichtige Entdeckung er gemacht hat, wird der
    Anruf durch Schüsse unterbrochen. Man hört nichts mehr. Dann fängt Hoffmeister plötzlich
    an zu singen „Gloria, Gloria, schön sind
    die Mädel mit 17, 18 Jahr.“
    Er ist
    verrückt geworden. Am Platz, von dem Hoffmeister aus anrief, werden keinerlei
    Spuren gefunden, die helfen herauszufinden, was mit ihm passierte. Nur einige
    Kratzer befinden sich an der Fensterscheibe und mit Hilfe des
    Kriminaltechnikers kann Lohmann feststellen, der Schriftzug lautet „Mabuse.“




    Dr. Mabuse (gespielt von Rudolf Klein-Rogge) war noch vor
    einigen Jahren ein hochgradiger, krimineller Intellektueller, der schließlich
    in eine Irrenanstalt kam, nachdem man ihn stellte. Der Chefarzt Dr. Baum (gespielt von Oscar
    Beregi Sr.) nahm sich Mabuse als „Vorbild“ für wissenschaftliche Zwecke und
    stellte somit fest, dass er anfing auf Papier zu kritzeln. Aus den Kritzeleien
    wurden Wörter, diese wiederum wurden irgendwann zu Sätzen und schließlich
    stellte er fest, dass Mabuse Anleitungen zur Ausübung des Bösen schreibt,
    obwohl er komplett verrückt ist. Dass Lohmann irgendwann weiß wer Mabuse ist,
    bringt ihm dann allerdings wenig, da dieser ihm kurz bevor er ihn überhaupt
    sprechen kann, verstirbt. Parallel zu den Mabuse Geschehnissen gibt es Thomas Kent
    (gespielt von Gustav Diessl), der genug von seinem kriminelle Leben hat – er gehört
    Mabuse’s Bande an – und einen Neuanfang mit Lilli (gespielt von Wera Liessem)
    starten will. Aber einfach so aufzuhören und die Organisation zu verlassen ist leichter
    gesagt als getan, denn wer den Schwanz einzieht wird hingerichtet und das meist
    von Sektion 2B, der wohl gefährlichsten Bande von Mabuse. Der Anführer dieser
    Bande heißt Hardy und wird dargestellt von Rudolf Schündler, der einige
    interessante Erinnerungen an den Filmdreh mit Lang hat:


    „Er wollte eine bestimmte Pose von mir. Sie kennen sicherlich die Szene
    wo der Hardy die Wendeltreppe hinunterläuft und das Telefon klingelt. Ich nehme
    ab und sage meine Zeilen und bei einem bestimmten Moment verlange Lang, dass
    ich meinen Kopf nach vorn strecke, damit er einen bestimmten Schatten wirft. Er
    wollte unbedingt diesen Schatten. Wir wiederholten die Szene einmal, zweimal,
    aber ich kriegte es einfach nicht hin. In der Drehpause ging ich auf und ab und
    meinte, dass es das jetzt gewesen sein muss, denn ich bin nicht gut als Hardy.
    Aber dann kam Fritz Lang zu mir, legte seine Hand auf meine Schulter und meinte
    ‚Ich habe mir etwas dabei gedacht, als ich die Leute für meine Charaktere
    aussuchte. Du bist Hardy. Was ist schon dabei? Du gehst halt die Treppe
    hinunter und wenn ich das Zeichen gebe streckst du deinen Hals nach vorn. So
    schwer ist das doch nicht. Das kannst du‘. Das ermutigte mich so doll, dass als
    wir die Szene dann noch einmal drehten,
    ich es konnte. […]



    Hardy war ein Homosexueller, der immer Pralinen aß und im Roman immer
    eindeutige, zweideutige Magazine las. Das kommt im Film nicht ganz herüber […]
    Bei der Schussszene zum Schluss im Appartement, gab es wieder ein Problem. Mehr
    oder weniger. Lang meinte, dass wenn ich mir die Kugel setze, mein Kopf an die
    Wand hinter mir, hinter dem Bett schlagen soll, damit es einen dumpfen Ton
    gibt. Er wollte diesen Ton unbedingt hören. Er meinte, nur so hört es sich
    realistisch an, da ja der Schädel von Hardy, durch den Schuss nach hinten an
    die Wand geschleudert wird und dann zerspringt. Den Ton bekamen wir nie hin und
    in jeder Neuaufnahme, so verlangte er, musste ich also meinen Kopf immer
    wieder gegen die Wand schlagen, nur damit er diesen Ton hört.“



    Dies ist nich der detailgetreue Wortlaut von Rudolf Schündler - doch so ähnlich erzählte er es.


    Teil 1 Re-View Ende

  • Es wurde tatsächlich viel weggelassen bei der Endszene im
    Schlafzimmer. Ich bin so glücklich und besitze einige Sekunden mehr, in der man
    sieht, was passiert nachdem sich Hardy den Schuss setzt. So wie Schündler es
    sagt, knallt sein Kopf gegen die Wand und danach fällt er nach vorn über das
    Bett, der Kopf berührt dann fast den Boden.





    Nach seinen ersten beiden Stummfilmen „Dr. Mabuse der
    Spieler 1&2“, begann Fritz Lang 10 Jahre später mit der Arbeit an „Das
    Testament des Dr. Mabuse“ – ca. 1932. Die Geschichte basierte wieder auf dem
    Roman von Norbert Jaques. Selbst, wenn man Mabuse dieses Mal nicht so oft zu
    Gesicht bekommt, sind es doch die Spuren, die er im Film hinterlässt, die ihn
    so gut charakterisieren und spannend machen. Im Gegensatz zu dem Stummfilm
    Mabuse, verhält sich dieser distanzierter und zurückhaltender – zumindest das,
    was von seiner Kraft herumgeht. Es sind ja letztendlich die Menschen, die von
    Mabuse verleitet wurden, die Schandtaten zu begehen, deren Charakter die
    Handlungen mal mehr und mal weniger spannend machen. Niemand hat Mabuse je gesehen. Das Einzige
    was sie von ihm wissen und kennen ist eine schattenähnliche Gestalt hinter
    einem Vorhang. Der Einzige, der aus Mabuse’s Truppe menschliche Gefühle zeigt
    ist Kent, der auch sicher ist diese zu verlassen. Auch Karetzky (gespielt von
    Theo Lingen) ist, was Menschlichkeit angeht einer derjenigen, die zumindest
    hinterfragen, wozu Mabuse diese ganzen Dinge begehen lässt. Diese
    Menschlichkeit Karetzky’s kommt leider viel zu komisch herüber sodass die
    Zuschauer ihn mehr als Witzfigur, als als Mensch mit ernsten Zweifeln
    betrachten könnten. Dabei bin ich mir sicher, meint Karetzky es ernst.







    Inspektor Lohmann ist der perfekte deutsche Kommissar! Ein
    wenig gemein im Umgang mit seinen Mitmenschen und auch nicht auf den Mund
    gefallen, aber er hat die Erfahrung und das Recht sich in gewissen Situationen
    an oberste Front zu stellen und Revier zu markieren. Das Interessante an Mabuse
    – im Gegensatz zu „M“ – ist hier, dass Kent viel früher herausfindet, was
    Mabuse im Schilde führt, währenddessen die Polizei fast bis zum Schluss im
    Dunkel tappt. Doch er und Lilli kommen nicht dazu es Lohmann zu sagen – wobei Lilli
    Kent erst einmal davon überzeugen musste zu Lohmann zu gehen, denn von allein
    hätte er es nicht getan – denn die müssen nun ihr eigenes Leben erst einmal
    retten, da nämlich Sektion 2B ihnen zuvorkam und sie abfing.







    Die gesamte Schauspieler-Mannschaft scheint mir eine
    hervorragende Wahl von Lang zu sein, nur Wera Liessen scheint fehl am Platz. Sie
    spielt eine von Liebe besessene, teilweise ziemlich ignorante, treudoofe und
    für die 30er Jahre sogar schon ziemlich altmodische Frau. Das allerdings kann
    aber auch durch die Veränderungen Lang’s von Roman zu Film kommen. Die
    Übergänge sind nicht zu fließend wie von „M“. Für den Film lies Fritz die Namen
    der Figuren ändern. So wurde aus Norbert Jaques Original Dr. Born, Dr. Baum.
    Lilli hieß früher Helli und war die Tochter von Dr. Born. Dies gab ihr nicht
    nur mehr Charakter innerhalb des Films, sondern auch eine gewisse Komplexität
    in der Handlung. Im Buch tauchte auch eine mysteriöse Frau namens Lara auf, die
    sich dann auf eine Romanze mit Dr. Born einlässt. Nun habe ich einfach mal 1
    und 1 zusammengezählt – so gut wie ich Fritz kenne – und nehme stark an, dass
    er einfach aus Lilli einen Mix von Helli und Lara gemacht hat. Der Film zeigt
    auch nur in einer Rückblende, wie sich Kent und Lilli das erste Mal begegnen.
    Im Buch allerdings wird alles viel ausführlicher beschrieben und Helli – auch wenn
    es heißt, dass sie keine Ahnung davon hatte – hilft Kent sogar aus dem
    Gefängnis auszubrechen.






    „Das Testament des Dr. Mabuse“ war für Lang wieder eine neue
    Form des Ausprobierens. Er versuchte sich an neuen Ton-Ideen und Farbmixungen.
    Wir sehen Hoffmeister, der sich hinter dieser Box versteckt, das einzige
    Geräusch was wir hören ist ein ständiges Pochen und Hämmern. Woher es kommt kann man als Zuschauer nur
    ahnen, dann kommen noch die beiden Männer mit in den Raum herein, die keinen
    Ton sagen, nur mit Körpersprache agieren und man sitzt da und denkt sich es
    könnte sich wieder um einen Stummfilm handeln.







    Dann packt Lang an die Enden bestimmter Szenen einzelne
    Geräusche oder Dialoge, eine Technik, die heute oft noch verwendet wird. Man
    könnte sagen, Fritz war der Pionier dieser Technik. Er konnte den Film geradeso
    1933 fertigstellen, doch es sollte 18 Jahre dauern, bis der Rest der Welt zum
    ersten Mal etwas von ihm hört. (Nicht nur weil Goebbels der Vorsitzende der
    deutschen Filmindustrie war) Auch wenn Fritz Halbjude war (so heißt es
    zumindest) versuchten die Nazis keinen Druck auf ihn auszuüben, was allerdings
    ins Gegenteil umschlug. So wurde schließlich der Film zuerst radikal gekürzt
    und zensiert und später komplett verboten. Anstelle des deutschen Originals zeigten
    die Nazis das französische Cover. Es war derselbe Film, mit denselben Sets, nur
    anderen Schauspielern (einige blieben gleich, so zum Beispiel Karl Meixner, der
    mit perfektem Französisch brilliert). Diese Art des Aufnehmens war billiger und
    einfacher und man musste sich nicht in Unkosten für die Synchronisation
    stürzen. Dieser Film allerdings wurde nicht von Lang persönlich geschnitten,
    sondern von seinem Kollegen Lothar Wolff in Paris. Fritz Lang war in Berlin zu dem Zeitpunkt.







    (Fritz einmal mit der deutschen Lilli und der französischen
    Lilli)



    Diese französische Version ist die Einzige, die in den USA
    bekannt war bis 1951. Sie wurde 1942 dort veröffentlicht, somit kannten die
    Amerikaner unsere deutschen Kult-Schauspieler nicht einmal, wussten damit auch
    nicht, dass Lohmann wieder derselbe aus „M“ ist. Der Titel des 1942
    veröffentlichen französischen Mabuse Films (der übrigens so einige Lücken
    aufweist – hier wird komplett auf die Arbeitsamt Szene verzichtet) lautet „The
    last will of Dr. Mabuse“ oder „Le testament du Dr. Mabuse“. Das Original – wie bereits
    erwähnt – wurde erst 1951 nach Amerika gebracht und dort als „Krüppelfilm“ unter
    die Leute gebracht, da er so gekürzt war, man hätte ihn mit Metropolis
    gleichstellen können. Auf eine Länge von nur noch 80 Minuten kam dieser Film
    unter dem Namen „The Crimes of Dr. Mabuse“ heraus. Die Amerikaner dachten, es
    handle sich um eine Neu-Auflage der französischen Version und schenkten dem
    traurigen Original somit kaum Beachtung.





    Nachdem die Dreharbeiten zu Dr. Mabuse fertig waren, verließ
    Fritz Lang Deutschland. Doch gegen seine Behauptungen aus Deutschland geflohen
    und nie mehr wiedergekehrt zu sein, sprechen seine Reisepass-Einträge. Er
    kehrte regelmäßig zurück, nicht nur für die Scheidung seiner noch Ehefrau Thea
    von Harbou.





    Für mich ist „Das Testament des Dr. Mabuse“ DER Lang-Film!
    Nicht „M“ und auch nicht „Metropolis“, allerdings – um zu einem Abschluss zu
    kommen – möchte ich dass ihr euch einmal fragt, wieso sämtliche Titel Lang’s mit
    „M“ beginnen. So bin ich bis heute am Diskutieren ob nicht der Mörder von „M“
    heimlich von Mabuse besessen war und in seinem Auftrage, gemordet hat, denn
    dann wüssten wir, dass das „M“ nicht Mörder, sondern „Mabuse“ heißt.



    Ich empfehle jedem
    der diesen Film noch nie gesehen hat und nun neugierig geworden ist, ihn sich
    anzuschauen, es ist auf alle Fälle immer Zeit wert, denn Lang-Film heißt „Qualität“!





    10/10 Punkte



    -
    Charlie



    Part 2 Ende

  • Wow danke für diesen Ausführlichen Rückblick! Deine letzten Zeilen kann ich aber nicht so ganz utnerschreiben - "M" würde ich noch über "Das Testament des Dr. Mabuse" setzen. Mit "Metropolis" möchte ich ihn nicht vergleichen, weil da vieles anders ist. Aber ansonsten bin ich voll Deiner Meinung!


    Die Erinnerungen von Schündler sind ja großartig! Woher stammen sie? Hat er eigentlich mal eine Biographie geschrieben?


    Ich finde in dieser Telefon-Szene so schön, wie er "Siebenzig" sagt, das kennt man heute in dieser Form garnicht mehr, da man ja immer nur "Siebzig" sagt.


    Du hast einige Sekunden mehr von der Suizid-Szene? Auch von anderen Szenen? Woher stammt das Material? Sind das "Schnittabfälle" oder sind das unveröffentlichte (?) Szenen von einer Urfassung des Films?


    Was Lohmann angeht bin ich genau Deiner Meinung. Er ist perfekt. Ernst Gennat http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Gennat soll ja ein Vorbild gewesen sein für die Figur des Lehmanns.


    Als ich den Film das erste Mal geschaut habe, ging es mir auch so, dass ich zu Beginn mich gewundert habe und erst überlegte ob es ein Stummfilm ist. Aber das sind so typische Dinge, die man bei Lang findet. So eine Szene gibt es ja bei "M" vor der Razzia. Er hat in diesen beiden Filmen so unendlich viel anders gemacht, manche Sachen wurden später nicht mehr so gemacht, manche wurden zum Standart in der Filmlandschaft.


    Die Geschichte mit der Flucht aus dem Deutschen Reich kenne ich auch. Da sieht man mal, wie man aufpassen muss bei manchen Aussagen, mancher Leute. Ich formuliere es mal höflich und sage, dass er ein "Schlitzohr" war. Vom Menschlichen abgesehen: einige seiner Stummfilme und die beiden Ton-Krimis sind einfach großartige Werke.


    Werra Liessem finde ich auch sehr enttäuschend, sie und die ganze Liebesgeschichte mindern die Qualität des Mabuse-Films in gewisser weise. Trotzdem würde auch ich 10 von 10 Punkten geben.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Die Erinnerungen von Schündler sind ja großartig! Woher stammen sie? Hat er eigentlich mal eine Biographie geschrieben?


    Ich finde in dieser Telefon-Szene so schön, wie er "Siebenzig" sagt, das kennt man heute in dieser Form garnicht mehr, da man ja immer nur "Siebzig" sagt.


    Du hast einige Sekunden mehr von der Suizid-Szene? Auch von anderen Szenen? Woher stammt das Material? Sind das "Schnittabfälle" oder sind das unveröffentlichte (?) Szenen von einer Urfassung des Films?

    Ich weiß nicht ob Rudi jemals etwas nieder schrieb, soviel ich weiß gibt es keine Autobiographie von ihm, oder sonst irgendwelche Schriften. Aber seine Erinnerungen habe ich von einem Interview welches ich kaufte von einem Sammler das heißt "Schündler Privat, Dr. Mabuse im Gedächtnis" und war nur in England erhältlich, was mich sauer machte, da ich übelst viel dafür bezahlen durfte. Bis ich irgendwann herausfand, dass genau dieses Interview unter anderem Namen auf der Criterion DVD "The testament of Dr. Mabuse" als Extra unter dem namen "Mabuse in mind" drauf ist. (Hab ich natürlich auch) Und da sind als Extras auch die paar Sekündchen drauf, wo Hardy nach unten fällt. Diese Einstellungen gibt's im Film nicht. Also wenn du die sehen willst, musst du dir die Criterion DVD bestellen.

  • Oh danke für den Hinweis! Ob es sich um Schnittreste oder herausgeschnittenes Material aus der Urfassung handelt weisst Du aber nicht? Ärgerlich dass Du soviel bezahlt hast... toll aber, dass so ein Gespräch existiert. Wurde das aus Privatinittiavie gedreht oder von einer Professionellen FIrma fürs Fernsehen beispielsweise?


    Schriftstücke gibt es von ihm mit Sicherheit. Nur ob es auch autobiographisches gibt, das ist die Frage... mal schauen was so auftaucht im Laufe der Zeit. Vieles müsste ja die Familie besitzen.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Oh danke für den Hinweis! Ob es sich um Schnittreste oder herausgeschnittenes Material aus der Urfassung handelt weisst Du aber nicht? Ärgerlich dass Du soviel bezahlt hast... toll aber, dass so ein Gespräch existiert. Wurde das aus Privatinittiavie gedreht oder von einer Professionellen FIrma fürs Fernsehen beispielsweise?


    Schriftstücke gibt es von ihm mit Sicherheit. Nur ob es auch autobiographisches gibt, das ist die Frage... mal schauen was so auftaucht im Laufe der Zeit. Vieles müsste ja die Familie besitzen.

    Es sind Probeaufnahmen würde ich sagen. Der Kamerawinkel ist eindeutig Probe. Wenn du auf meinen Blog klickst da ist links in meiner Sidebar das gif wo Rudi seine Setcards durchblättert, das ist zum Beispiel von dem Interview. Der Anfang. Gedreht wurde es von einem Schüler der Potsdamer Hochschule für Film und Fernsehen 1984. Hast du ne Ahnung wie ich damals ausgerastet bin als ich hörte dass da ein Interview mit ihm existiert und man das nur aus England bekommt X( Als ich es hatte bin ich tausend Tode gestorben denn das ist ja immerhin 4 Jahre vor seinem Tod und trotzdem sitzt er da wie ein Checker :D :love: Und er ist so unheimlich liebenswert, dass man echt traurig werden kann wenn er erzählt.

  • Ahh falsch gelesen. Ich hab gelesen dass ich drauf kllicken muss und dann was sehe. Jetzt versteh ichs. Verstehe. Dachte dass das gif aus einem Spielfilm stammt wo er einen Schauspieler spielt der seine Fotos anschaut. Toll, dass das aus dem Gespräch stammt.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Ahh falsch gelesen. Ich hab gelesen dass ich drauf kllicken muss und dann was sehe. Jetzt versteh ichs. Verstehe. Dachte dass das gif aus einem Spielfilm stammt wo er einen Schauspieler spielt der seine Fotos anschaut. Toll, dass das aus dem Gespräch stammt.

    Ich musste weinen wo er das gemacht hatte, danach entschied ich dass das gif meine blog-signatur wird. :S <3 Es freut mich außerdem dass du die Re-view so positiv aufgefasst hast. Wenn du dir das Original auf Englisch noch einmal durchlesen willst, kannst du das machen. :) Nicht jeder bei tumblr fasste die Re-view positiv auf :sleeping: Leider Gottes...


    http://mephistosschreck.tumblr…s-testament-des-dr-mabuse

  • Mein englisch ist nicht so gut, deswegen belass ich es lieber dabei :D Aber super, dass du dir die mühe gemacht hast. Da werden hier im Forum sicher auch noch andere Freunde der alten Filme Spaß daran haben. Bin sehr auf weitere Meinungen gespannt.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Mein englisch ist nicht so gut, deswegen belass ich es lieber dabei :D Aber super, dass du dir die mühe gemacht hast. Da werden hier im Forum sicher auch noch andere Freunde der alten Filme Spaß daran haben. Bin sehr auf weitere Meinungen gespannt.

    Das würde ich mir wünschen :D

  • ?Das Testament des Dr. Mabuse? war für Lang wieder eine neue
    Form des Ausprobierens. Er versuchte sich an neuen Ton-Ideen und Farbmixungen.

    Hallo Charlie,
    ich habe nicht Dein komplettes Review gelesen, sondern bin nur über die oben zitierte Stelle gestolpert.
    Kannst Du mir kurz mitteilen, was unter "Farbmixungen" zu verstehen ist? Waren Teile des Films viragiert?
    Grüße!

  • Hallo Charlie,
    ich habe nicht Dein komplettes Review gelesen, sondern bin nur über die oben zitierte Stelle gestolpert.
    Kannst Du mir kurz mitteilen, was unter "Farbmixungen" zu verstehen ist? Waren Teile des Films viragiert?
    Grüße!

    Soweit ich weiß hatte Fritz spezielle Filmrollen mit denen er sich ausprobierte. Er legte zum teil auch zwei übereinander um einen bestimmten schwarz-ton hinzubekommen, näheres weiß ich allerdings leider nicht.


  • Soweit ich weiß hatte Fritz spezielle Filmrollen mit denen er sich ausprobierte. Er legte zum teil auch zwei übereinander um einen bestimmten schwarz-ton hinzubekommen, näheres weiß ich allerdings leider nicht.

    Aha, interessant. Es wäre mir auch völlig neu gewesen, dass bei diesem Film viragiert worden ist, aber Farbmixungen klang nicht nach Schwarz-Weiß, daher die Frage :)
    Dass man in der Weise mit S-W-Film experimentiert hat, ist mir allerdings auch völlig neu!

  • Das zeigt mal wieder wie sehr Lang experimentierte. In seinen frühen Tonfilme hat er ja unendlich viel Stilmittel mit drin die neu, alt und/oder aussergewöhnlich waren.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Er war ja nicht der Einzige der sich ausprobierte. Lubitsch hat sich manchmal sogar bei Lang Informationen für seine eigenen Filme geholt und Rat gesucht und vice versa. Nur halt, was diese Methode des Filmanfangs in stumm und sich dann steigernd in einen Dialog, sich aufbauend, angeht, da war Fritz der Pionier.

  • Kann jemand sagen, wer die Putzfrau in "Das Testament des Dr. Mabuse" gespielt hat? Mit dem Satz "Den mècht ich mal sehen, der mir beisst!" - großartig! Die ist sicher öfter mal aufgetreten im Film oder wo anders.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Administrator

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