Sprachpflege

  • Ich finde es sehr schlimm, dass die Öffentlich-Rechtlichen Anstalten auch immer mehr gendern. Ideologisch passt das ja, aber der Sprachverfall wird dadurch weiter befördert :-(


    Hier eine Gender-Blüte vom ZDF, gefunden bei Facebook


    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Bandmitgliederinnen! Und aussen? :D Das ist so lächerlich! Die machen das aber nicht im Fernsehen, oder?
    Auf der Straße sehe bzw höre ich keinen der so redet, das setzt sich NICHT durch bei der Bevölkerung und das ist auch gut so!
    Irgendwer hatte mal vorgeschlagen für das lächerlicher Sternchen, dieses afrikanische Klicken mit mit der Zunge zu machen! :D

    - Oh Jegerl, gut dass mich dran erinnerst! - An wos? - Nojo, na was kommt nach dem 31. März? - Der 1. April! - Richtig! Er weiss wieder besser! Jetzt derfst weiterschnupfern!

  • Anne Will hat das schon in ihrer Sendung verwendet.


    Aber selbst wenn es nicht verwendet wird, ich kriege es ja im eigenen Umfeld mit, wie Kinder immer auf die weibliche Person bestehen. Wenn früher eine Frau gesagt hat "ich werde Moderator" heisst es heute zwingend "ich werde Moderatorin" - was ja in Ordnung ist, aber die allgemeine Verwendungsform, die für alle Gültig ist, fällt immer mehr unter den Tisch.


    Und wie Jürgen von der Lippe schon richtig sagte: Frauen haben in der deutschen Sprache schon ihre Extrawurst. Mit dem Gendern wird das total ins Absurde getrieben.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • ..ich glaube auch, dass sowas (medial gefördert) auf die Dauer Eingang in die Sprache findet. Wer soll es denn aufhalten? :/;(

    "Alkohol in Maßen genossen, schadet auch in größeren Mengen nicht"


    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • So isses und das braucht auch kein Mensch! Was das Gendern für einen Sinn hat erschliesst sich mir nicht, das selbe bei P.C. warum, wozu was ändern was lange gut funktioniert hat? Probleme machen wo keine sind ist doch sinnlos!
    Moderatorin geht ja noch! Aber für mich bleibt es Moderator, denn das schliesst ja beide geschlechter ein, also warum so ne Extrawurst? ;)

    - Oh Jegerl, gut dass mich dran erinnerst! - An wos? - Nojo, na was kommt nach dem 31. März? - Der 1. April! - Richtig! Er weiss wieder besser! Jetzt derfst weiterschnupfern!

  • Die Extrawurst ist ja in Ordnung und ist in der deutschen Sprache ja veranlagt. Aber wenn man den Beruf im allgemeinen Meint oder eben alle Menschen beider Geschlechter, dann sollte man die allgemeine Form auch weiterhin nutzen können, ohne ideologisch gleich abgestraft zu werden.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Die Extrawurst ist ja in Ordnung und ist in der deutschen Sprache ja veranlagt. Aber wenn man den Beruf im allgemeinen Meint oder eben alle Menschen beider Geschlechter, dann sollte man die allgemeine Form auch weiterhin nutzen können, ohne ideologisch gleich abgestraft zu werden.

    Beide Geschlechter...das ist ja gut und schön. :);) Jetzt gibt es aber bestimmte Leute, die sprechen von mehr als zwei Geschlechtern. :/:/ Das ist evtl. auch ein Hintergrund für diese Misere. :rolleyes:

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    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Genau.


    Und das Problem ist ja nicht, dass man die allgemeine Form nur noch den Männern zuordnet, sondern, dass man neben der weiblichen Form nun die allgemeine Form noch verweiblicht mit dem Sternchen (was jedoch offiziell heissen soll, dass damit dann alle gemeint sind, aber auch ohne Genern ist in der allgemeinen Form schon alles mit drin)

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    André Gide

  • Der erste Beitrag in diesem Strang ist von 2011. Kann man sagen, dass die Anglizismen mittlerweile Eingang gefunden haben? :/


    Zum Theme Kulinarisches: da haben die Anglizismen noch nie so geglänzt.. kein Eintopf, kein Strudel und keine Kaltschale mehr. Stattdessen "Bowls", "One-pots" und "Cookies" . Namentlich und inhaltlich wirkt das alles sehr gleichgeschaltet und zwar weltweit. Krautsalat gibt es auch keinen mehr - es muß ein Coleslaw auf amerikanisch sein...mit Majo etc. Ist in Köln so, in Graz und in England. Alles "moderne" Brauhausgerichte. Dazu noch Chili-Bier aus der Steiermark, aus München oder Auckland. Naja..:/||||

    "Alkohol in Maßen genossen, schadet auch in größeren Mengen nicht"


    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Wenn mans streng nimmt in der Kaiserzeit (aber natürlich sehr dezent): Cakes, Baby usw.


    Vorher warens die Gallizismen. Die waren im 18. Jahrhundert wohl ähnlich stark vertreten wie aktuell die Anglizismen, wobei ich wage zu behaupten, dass es aktuell schlimmer ist. Bzw. es seit 10-20 Jahren wieder einen Gegentrend gibt, die 90er Jahre waren der Höhepunkt für mich. Ich erlebe immer mehr wie wieder bewusst deutsche Worte verwendet werden (Verweise statt links, Bildschirmfoto statt Screenshot), aber manche Wörter etablieren sich einfach dauerhaft.


    Dafür verschwinden andere: Moonboots z.B.

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    André Gide

  • Vogel Specht Ist es. Aber ich würde schon sagen, dass das in den letzten 10 Jahren gewaltig zugenommen hat und ich hab nicht den Eindruck, dass sich die Leute heute noch dagegen wehren. Ganz im Gegenteil. Das wird eher alles akzeptiert oder man findet es auch noch "gut"...Es wird eben einfach nicht mehr kritisiert oder zurückgewiesen..

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    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Ich sehe die größere Gefahr im Neusprech und in der Verdrehung der Bedeutung der Worte. Die Anglizismen sind für meinen Geschmack auf dem Rückzug, auch wenn sie ihre Spuren hinterlassen.


    Und Gegenbewegungen gibt es zum Glück immer, ich verwende ja konsequent die Worte Klapprechner oder Taschentelefon, ganz in der Tradition von Zesen


    https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_von_Zesen

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    André Gide

  • Wenn mans streng nimmt in der Kaiserzeit (aber natürlich sehr dezent): Cakes, Baby usw.

    Stimmt natürlich, aber das war eher ein Thema für die Schönen und Reichen. (das waren nicht viele) . Cakes und Baby´s gab es zB im Alpenländischen nicht so, deswegen ist es da vlt. auch schwierig, das direkt zu vergleichen. Argrarländer wie Österreich oder Bayern hatten mit den Anglizismen weniger zu tun und wenn, dann betraf es nicht den Bräu in der Vorstadt und seine Gäste, sondern eher die großbürgerlichen Hotelgäste. (zB Kitzbühel) Dort wurde auch eine Mock-Turtle-Suppe serviert.

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    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Wobei aber zumindest meine beiden Beispiele sich voll im deutschen Wortschafts etabliert haben, auch wenn sie vorerst nur von den höheren Kreisen verwendet wurden.

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    André Gide

  • Die Anglizismen sind für meinen Geschmack auf dem Rückzug, auch wenn sie ihre Spuren hinterlassen.

    Ich würde schon meinen, dass sich bestimmte Anglizismus- Begriffe fest etabliert haben. Einen Rückzug kann ich im Zeitalter der internationalen, sozialen Medien für mich nicht erkennen. :)8)

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    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Also ich bin mir sicher, dass seit 20 Jahren eine Besserung da ist.


    Was ich neben dem Neusprech und dem Verdrehen der Bedeutung noch als sehr unangenehm empfinde ist der grammatikalische Anglizismus - "Ich liebe es" sagt man inzwischen zu alles in jeden. Dabei war "Liebe" mal ein sehr sehr starkes deutsches Wort. Jetzt wird es inflationär verwendet, weil die Amis auch ständig "I love it" sagen und es in der Synchronisation in der Form leicht zu übertragen ist. Obwohl "Ich mag es" könnte man auch gut einsetzten bei den Lippenbewegungen.


    Ebenso "nicht wirklich"

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    André Gide

  • Wobei aber zumindest meine beiden Beispiele sich voll im deutschen Wortschafts etabliert haben, auch wenn sie vorerst nur von den höheren Kreisen verwendet wurden.

    "Cakes" oder auch "Steaks" waren zB nachweislich ein Begriff für die Dienstbotenklasse, die eben auch mal ihre Freizeit beim Heurigen, Brauhaus etc. verbracht hat. Trotzdem gab es damals nicht diese Fülle an Anglizismen und ich glaube, es ist mehr geworden und wird eher mehr und nicht weniger werden..Wer soll es aufhalten? :/;)


    Die Wirtschaft ist mittlerweile nicht nur international, sondern auch global ausgerichtet. Da kann ich keine Tendenzwende erkennen.

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  • Wer soll es aufhalten? :/;)

    Solange ich lebe, werde ich es aufhalten. Und wenn meine Kinder es mir nicht gleich tun, werden es vielleicht meine Enkelkinder übernehmen. Ansonsten kann ich mich ja gleich begraben, wenn ich es nur noch als aussichtslos erachte. Wie war das mit dem Weltuntergang und dem Baum pflanzen? ;-) Und selbst wenn das größte Elend folgt und erst in 2000 Jahren die Menschen sich langsam wieder regenerieren, seien es nur 2 Dutzend, die vielleicht überleben. Und wenn die sich an Dinge orientieren, für die wir gesorgt haben, dass sie die Zeit überdauern..... und wenns nicht mal die Sprache ist, weil alles zerstört wurde, es geht um jeden noch so kleinen Funken, den wir weiter tragen und der ein Samenkorn für eine neue Blüte sein kann. Tut mir leid für den Pathos, aber was soll man auch anderes darauf schreiben? Ich sehe es positiv, es tut sich viel. Und ich beobachte die Lage seit der Jahrtausendwende sehr genau. Es tut sich auch viel im Negativen, aber auch das braucht es um das Positive zu bewirken.

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    André Gide