La Planète sauvage (1973)

  • Ein weiterer Kultfilm von René Laloux.


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    "Auf dem Planeten Ygam werden die Om, eine menschliche Rasse, von den riesenhaften Draag als Haustiere für deren Kinder gehalten. Tiwa, ein Draag-Mädchen, darf den Om-Jungen Terr behalten, nachdem einige Draag-Kinder seine Mutter zu Tode haben fallen lassen und Tiwa ihn anschließend entdeckt hat.

    Tiwa erhält tägliche Lektionen mittels eines Geräts, das sie auf ihren Kopf aufsetzt. Terrs Halsring, der seine Flucht verhindert (durch eine Art Rufgerät wird er wie durch einen Magnetismus zu diesem Gerät gezogen) kommt mit Tiwas Lerngerät in Berührung, wodurch er ihre Lektionen mitlernen kann. Schließlich gelingt es Terr, zusammen mit dem Lerngerät zu entkommen. Er wird von einem Om-Mädchen, das bei einer Gruppe freilebender Oms lebt, gefunden. Nach anfänglichem Widerstand der freien Om verwenden diese das Lerngerät, um sich das Wissen der Draag anzueignen. Die Draag entscheiden sich nun zu einer Ausrottungsaktion gegen die Om, viele Om lassen dabei ihr Leben. Einem Teil gelingt es zu einer Art Technikfriedhof zu entfliehen. Mit zwei Raketen fliegen die überlebenden Om zu einem Satelliten, wo sie tanzende steinerne Paare vorfinden. Diese werden von den Draag für ihre tägliche, lebenswichtige Meditation und Fortpflanzung gebraucht. Als die Om sie mittels ihrer Raketen zu zerstören beginnen bleibt den Draag nichts anderes übrig als um Friedensverhandlungen nachzusuchen. Die Om erhalten mit einem neuen künstlichen Satelliten eine neue Heimat, womit der Krieg ein Ende findet.

    Der Planet Ygam erscheint im Film als eine surrealistische Welt. Bei den Streifzügen Terrs und der freien Om werden immer wieder Szenarien dargestellt, in denen es zu geradezu absurden, zuweilen dadaistisch anmutenden Abläufen in der Natur kommt: So verspeist etwa ein Muttertier ihr frisch geschlüpftes Junges, kurz nachdem sie es noch liebkost hat."