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gh

Redakteur (gh)

Registrierungsdatum: 2. Mai 2009

Beiträge: 2 326

1

Donnerstag, 9. Juli 2009, 23:23

Welche Erinnerungen habt ihr an Ereignisse aus den 70ern?

Die Frage ist für alle, die sich noch an diese Jahre erinnern können. Was war für euch ein wichtiges Ereignis in den 70ern? Einschulung? Schule abgebrannt? Ölkrise? Einfach erzählen, welches Ereignis es war und warum es bei euch immer noch so in Erinnerung geblieben ist.

Ich fange einfach mal an:
Für mich war die Ölkrise ab Oktober 1973 bemerkenswert. Ich war zu dieser Zeit 12 Jahre alt und in einem Schülerwohnheim in Werl, wo wir dann im Herbst alle die Auflage bekamen, am Wochenende die Zentralheizung auf 1-2 herunterzudrehen. Normalerweise fuhren wir Freitags nach Hause und kamen Sonntagabend wieder zurück - per Zug, per Fahrrad oder die Eltern brachten uns per Auto. An den normalen Wochenende war daran auch nichts besonderes. Als aber die autofreien Sonntage angeordnet wurden, war es schon merkwürdig. Die, die mit dem Fahrrad fuhren, grinsten darüber, dass viele von ihnen über die Autobahn gefahren sind, was geduldet wurde angesichts der fehlenden Autos. Für die Zugfahrer änderte sich nichts, denn öffentliche Verkehrsmittel fuhren ja, auch die Busse und Taxen innerhalb Werls, um vom Bahnhof zum Wohnheim zu kommen. Wer aber bisher von den Eltern gebracht wurde, musste diesmal ebenfalls den Zug nehmen. Einige wurden aber auch erst am frühen Montagmorgen gebracht, damit sie noch ihr Schulzeug packen konnten - einige hatten es aber auch übers Wochenende mitgenommen und wurden von den Eltern direkt vor der Schule abgesetzt.

Einige sind aber auch übers Wochenende im Wohnheim geblieben. So auch ich. Man genoss die Ruhe in den Fluren, hatte jede Menge Freizeit (zuhause wurde man nämlich meist voll verplant) und konnte in Ruhe durch die Stadt gehen, mit dem Rad in der Gegend rumfahren, ins Kino gehen, fernsehen, lesen etc., ohne dass man gestört wurde. Ich gehörte schon zu den oberen Klassen und bewohnte bereits ein Einzelzimmer. Es war etwas kleiner als die anderen, weil durch mein Zimmer der große Kamin des Hauses durchführte und von mir quasi als Raumteiler genutzt wurde. Der Riesenvorteil daran war: Während bei allen anderen die Thermostate in ihren Zimmern laufend kontrolliert wurden und dauernd runtergedreht wurden (weil es halt kühl war), konnte ich mein Thermostat ganz auf Null drehen, denn der Kamin brachte mollige Wärme in meine kleine Bude. Darum war ich auch selten allein, wenn ich da war :) , denn es war richtig mucklig. Dazu liefen dann Otto-Platten, der gerade groß bekannt wurde. Von Einschränkungen aufgrund der Ölkrise war ich jedenfalls kaum betroffen. Oder besser: gar nicht. Für mich persönlich eine herrliche Zeit!

"RTL macht im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht mehr Fernsehen, sondern Gewinn. Das Programm wird nur billigend in Kauf genommen."

(Geert Müller-Gerbes, Journalist & TV-Moderator)


"Die Zuschauer sind gar nicht so dumm, wie wir sie mit dem Fernsehen noch machen werden."
(Hans-Joachim 'Kuli' Kulenkampff, Schauspieler & Quizmaster)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »gh« (10. Juli 2009, 01:55)

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No Nick

unregistriert

2

Donnerstag, 9. Juli 2009, 23:47

Meine frühesten Kindheitserinnerungen reichen in die späten 70er Jahre zurück. Soweit ich damals auf mein kurzes Leben zurückblicken konnte, war ich immer 4 Jahre alt und hatte deshalb den Glauben, es sei mein Schicksal, 4 Jahre alt zu sein. Meine Brüder waren 6 bzw. 8 Jahre alt, und wenn mich jemand fragte, wie alt ich sei, behauptete ich, ich sei schon 9, denn ich wollte der älteste sein. Einmal bin ich sogar von einer Tante für meine Schwindelei gerügt worden. Die Erwachsenenlogik blieb mir lange verschlossen, und ist es mir teilweise heute noch. Warum fragte mich jemand, die es doch schon wusste, wie alt ich wohl bin? :S

Doch dann kam der 19. Mai 1977. Es war Christi Himmelfahrt und - was viel wichtiger war - mein 5. Geburtstag. Die Geburtstagstorte sehe ich heute noch vor mir: komplett mit Schokolade überzogen mit einer riesigen 5 aus Sahne in der Mitte. Meine Mutter hatte wenige Tage zuvor einen fast bis zur Unkenntlichkeit zusammengefalteten 50-Mark-Schein auf der Straße gefunden und davon diese Torte bezahlt.

Während mir in meiner Kinder- und Jugenzeit die Geburtstage wichtig waren, feiere ich sie heute kaum noch. Ich bin halt in der Tat älter geworden, viel älter, als ich es mir seinerzeit wünschte. Und wenn ich all diese Jahre seit damals gedanklich noch einmal so überschlage, ist das, was die Zeit mit uns macht, immer wieder faszinierend und beeindruckend. Die jüngeren werden das auch noch erfahren. 8)

Wie es sich für die 70er gehört, trug ich übrigens einige Zeit lange Haare, wie aus einem Super-8-Film von Weihnachten 1976 hervorgeht. Meine Mutter hätte sich halt gern ein Mädchen gewünscht... ;( :D
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sk

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. April 2002

Beiträge: 38 282

3

Freitag, 10. Juli 2009, 10:29

Die Geschichte als du 4 warst finde ich super. Mir kam es irgendwie nie so vor, dass ich "ewig" ein alter habe :)

Da ich 1984 geboren bin, kann ich hier sonst leider nicht mitreden.
„Ich will nicht sagen, dass ProSieben lange Werbung macht, aber während des letzten Werbeblocks ist der Mond doch merklich weitergezogen.„
Dany Robert Hunselar


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jh

Redakteur (jh)

Registrierungsdatum: 10. März 2004

Beiträge: 13 606

4

Freitag, 10. Juli 2009, 20:24

@No Nick: Als ich ein kleines Kind war, dachte ich auch, wenn man ein Kind ist, bleibt man immer Kind.
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sak

Administrator (sak)

Registrierungsdatum: 26. Juli 2007

Beiträge: 3 011

5

Samstag, 11. Juli 2009, 10:49

@No Nick: Als ich ein kleines Kind war, dachte ich auch, wenn man ein Kind ist, bleibt man immer Kind.
Das denke ich heute manchmal noch! ;)
"Wir sind alle Individuen!" - "Ich nicht!"
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gh

Redakteur (gh)

Registrierungsdatum: 2. Mai 2009

Beiträge: 2 326

6

Samstag, 11. Juli 2009, 13:23

Ich gehörte nicht dazu, weil ich wusste, dass ich irgendwann erwachsen werde. Aber ich hatte immer noch auf Peter Pan und Glöckchen gehofft, dass sie mich mal besuchen und mit dem Elfenstaub einstäuben, um ins Neverland zu gelangen, damit ich Kind bleibe. Ums Fliegen selbst ging es mir dabei nicht mal.

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(Hans-Joachim 'Kuli' Kulenkampff, Schauspieler & Quizmaster)

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No Nick

unregistriert

7

Sonntag, 12. Juli 2009, 03:25





@No Nick: Als ich ein kleines Kind war, dachte ich auch, wenn man ein Kind ist, bleibt man immer Kind.
Das denke ich heute manchmal noch! ;)



Ein Stück weit bin ich heute auch noch Kind, das ist mir auch wichtig. Aber schön zu wissen, dass es mir nicht alleine so ging.

Dafür bin ich schon früh aufgeklärt worden. Das ist so lange her, dass ich mich gar nicht erinnern kann. Die Story vom Storch hörte ich erst später. :love:

Wer weiß, was ich mir da zusammengereimt hätte. 8|
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gh

Redakteur (gh)

Registrierungsdatum: 2. Mai 2009

Beiträge: 2 326

8

Sonntag, 12. Juli 2009, 12:08


Ein Stück weit bin ich heute auch noch Kind, das ist mir auch wichtig. Aber schön zu wissen, dass es mir nicht alleine so ging.

So gesehen, bin ich auch ein großes Kind. Sonst wäre ich nicht soviel im Web, dem Sandkasten für Erwachsene (natürlich auch für Kinder), sondern nur ab und an, wenn es unbedingt nötig wäre.

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sk

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 13. April 2002

Beiträge: 38 282

9

Sonntag, 12. Juli 2009, 17:10

Kind bleiben ist ne sehr wichtige Sache. Sollte sich jeder bewahren.
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Grüner Blitz

Redakteur (drh)

Registrierungsdatum: 3. Juni 2005

Beiträge: 8 375

10

Dienstag, 14. Juli 2009, 21:24

Das stimmt! ich weiss nicht, von wem dieses Zitat ursprünglich stammt, aber irgendwann habe ich im internet gelesen:"Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt ist ein mensch".

P.S.: Ich habe als Kind auch irgendwie gedacht (eventuell sogar gehofft) ich bleibe immer ein kind. Aus heutiger Sicht hätte ich nichts dagegen, wenn es wirklich so gekommen wäre! ^^
Der Flötenschlumpf fängt an
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gh

Redakteur (gh)

Registrierungsdatum: 2. Mai 2009

Beiträge: 2 326

11

Dienstag, 14. Juli 2009, 22:00

Es ist ja ausschließlich die Rede vom "Kind im Manne", nie vom "Kind im Weibe". Die Frauen, die ich darauf mal ansprach, meinten, dass das durchaus korrekt sei. Wenn ich dann den Spruch "Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch" dazunehme, muss ich folglich daraus schließen, dass Frauen nicht als Menschen anzusehen sind. Korrekt? :D

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Grüner Blitz

Redakteur (drh)

Registrierungsdatum: 3. Juni 2005

Beiträge: 8 375

12

Dienstag, 14. Juli 2009, 22:19

Erscheint logisch :D
Der Flötenschlumpf fängt an
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gh

Redakteur (gh)

Registrierungsdatum: 2. Mai 2009

Beiträge: 2 326

13

Dienstag, 14. Juli 2009, 23:15

Wundert mich, dass der feminine Anteil der Mitglieder sich noch nicht gerührt hat angesichts einer solch frauenfeindlichen Äußerung. ?(

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jh

Redakteur (jh)

Registrierungsdatum: 10. März 2004

Beiträge: 13 606

14

Dienstag, 14. Juli 2009, 23:33

Vielleicht, weil die Frauen diese Sichtweise kindisch finden.
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gh

Redakteur (gh)

Registrierungsdatum: 2. Mai 2009

Beiträge: 2 326

15

Dienstag, 14. Juli 2009, 23:48

Warum auch nicht. Bin schließlich ja männlich . . . :)

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