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Datum: 01.08.2012 | Kategorie: TV-Szene

Rund 60 Millionen Euro zahlen die ffentlich-rechtlichen Sendeanstalten bislang im Jahr fr die Einspeisung ihrer Programme in die Kabelnetze an deren Betreiber die natrlich auch noch Kabelgebhren von den Kunden erhalten. Diese Form der Finanzierung ist aus Sicht von ARD und ZDF aber nicht mehr zeitgem. Daher haben sie den entsprechenden Vertrag zum 31. Dezember dieses Jahres gekndigt. Freilich bedeutet das nicht, dass die Programme dann nicht mehr zu empfangen sind zumindest die Hauptsender mssen die Netzbetreiber dennoch ausstrahlen, lediglich bei den Zusatzangeboten, etwa den Digitalsendern, knnte es eventuell zu Einschrnkungen kommen, sofern die Kabelanbieter sich aufgrund der fehlenden Gebhren dafr entscheiden sollten, sich bei der Einspeisung auf das z beschrnken, zu dem sie ber die "Must-Carry-Regelung" verpflichtet werden knnen.

Kabel Deutschland, der derzeit grte Anbieter, geht allerdings noch einen Schritt weiter: Der Netzbetreiber plant eine Klage gegen ARD und ZDF, die laut eines Gutachtens durch den Rundfunkstaatsvertrag und den damit verbundenen Versorgungsauftrag zur Zahlung der Einspeiseentgelte verpflichtet seien, schlielich knnten sie nicht die kostenlose Verbreitung der von ihnen produzierten Programme erwarten zumal ARD und ZDF auch fr die Ausstrahlung via Satellit und DVB-T bezahlen mssen. Sollte keine Einigung erzielt werden knnen, droht Kabel Deutschland jedenfalls damit, die ffentlich-rechtlichen Sender nicht mehr auszustrahlen. (ck)

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