Ferienheim Bergkristall - Die komplette Serie

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Datum: 08.11.2009 | VÖ: 12.10.2009 | Herausgeber: Icestorm Entertainment GmbH | Kategorie: Serie

20 Jahre ist es her, als der letzte Vorhang fr das "Ferienheim Bergkristall" im Kulturhaus Zinnowitz fiel. Dabei sollte nach dem Ende der Erfolgsserie "Maxe Baumann" ursprnglich nur eine Folge des neuen Bhnenformats, nach den Drehbchern von Hans-Joachim Preil,
fr den Jahreswechsel 1983/1984 produziert werden. Doch die Auffhrung "Silvester fllt aus" erfreute sich solch groer Beliebtheit, dass man fr die kommenden Jahre jeweils eine neue Silvesterfolge produzierte. Von 1983 bis 1989, mit Ausnahme des Jahres 1988, entstanden somit sechs Folgen, die auch fr das Fernsehen aufgezeichnet wurden. Die Handlungen hneln sich jeweils in dem Punkt, dass Silvester vor der Tr steht und alle Vorbereitungen fr ein festliches Programm getroffen werden. Mit abwechslungsreichem Tanz und Gesang, aber vor allem Humor und Engagement wird das Publikum bestens unterhalten. Das besondere an dieser Serie ist, dass die Kulisse nur aus einem einzigen Bhnenbild besteht. Dieses wurde aber weitlufig und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Zahlreiche Gegenstnde und deren Anordnung machen die Atmosphre heimisch und gemtlich. Auch das Lachen des Publikums im Hintergrund wirkt natrlich und herzlich. Zur wohligen Atmosphre tragen aber vor allem die Charaktere bei. Im Mittelpunkt stehen die Schauspieler Willi Scholz als Heimleiter Helmut Oberpichler und Alfred Mller als Postbote Alois Wachtel. Die scherzhaften Sticheleien zwischen den beiden werden schon zu Beginn der ersten Folge deutlich und durchziehen die gesamte Serie. Genauso wie auch Alfred Mllers bestechender Charme, seine Hingabe zum Spiel sowie Mimik und Gestik. Als Alois Wachtel stiftet er oft zu lustigen Aktionen an, die dann meist mit berraschungen oder seiner Sympathie zu einem Glschen Schnaps zutun haben. Er spielt einen Charakter, der einfach in diese Umgebung gehrt und schon immer dort gelebt hat. Ein Mann mit Lausitzer Dialekt und lndlicher Herzlichkeit. Alois ist hilfsbereit und hat eine unnachahmliche Art von Humor. Besonders seine witzigen umgangssprachlichen Wortverfremdungen, wie: "Das is e Lneal" oder die Feststellung: "Ich brauche kein Jagdgewehr ich bin ein Lottojger ohne Gewhr" bringen das Publikum zum Lachen. Oberpichler dagegen nimmt das Hochdeutsche sehr ernst und wundert sich des fteren ber so manchen Ausdruck. Aber auch die zahlreichen weiteren Darsteller tragen ihr Bestes zur Unterhaltung bei und haben eine genauso wichtige Stellung auf der Bhne. So ist die stark schselnde Fotografin Frulein Fitzmann (Margitta Preil) immer fr einen Schnappschuss zu haben oder der Skilehrer und Masseur Hans Gnther Koch (Joachim Kaps) fr so manchen Streich von Alois zu begeistern. Auch der gern gesehene Gast Charlotte Heimbold (Brigitte Krause) geht mit ihrem Mann und in einer spteren Folge mit ihren Freundinnen gefhrlichen Hobbys nach, bei denen immer etwas passiert und die Verletzten dann im Ferienheim wehleidig und amsant zugleich ihr Leid klagen. Insbesondere die etwas lebhafteren und exzentrischen Gste halten die Handlung in Schwung. In den letzten drei Folgen spielte Hans-Joachim Preil sogar selbst mit. Er erschuf den Charakter Hugo Stieglitz, der gemeinsam mit seiner Frau Herta (Georgia Kullmann) im Ferienheim arbeitet. Hugo Stieglitz wird von Alois scherzhaft Zeisig genannt, was immer wieder fr einen Lacher sorgt. Des Weiteren traten auch Prominente Gste, wie Peter Borgelt und Margot Ebert, auf, die dann auch whrend des Stcks als Prominente angesehen wurden und im Ferienheim unter den anderen Gsten eine besondere Stellung genossen.

Das Filmmaterial ist in einem auffallend guten Zustand! Die Farben sind satt, Konturen scharf und auch der Ton ist deutlich und ohne Aufflligkeiten. Doch wie bei "Maxe Baumann", gibt es aber das Problem, dass bei raschen Bewegungen, das Bild ein wenig verzgert wirkt und die Schauspieler etwas unscharf und "verwaschen" sind. Anfangs strt es noch, nach lngerem Anschauen gewhnt man sich aber schnell daran und dann fllt es nicht mehr auf. Das kann man fr eine sonst qualitativ hochwertige Bearbeitung in Kauf nehmen! Als Bonus gibt es ein extra fr diese Verffentlichung produziertes Interview mit dem bereits 83-Jhrigen Alfred Mller. Eine Liste ber alle Mitwirkenden, sowie der Trailer ber die "DDR-DVD-Verffentlichungen" sind enthalten. Das Men wurde mit Musik unterlegt. Leider konnte ich mir kein eigenes Bild von der Box und dem beiliegenden Booklet machen, so dass es dafr, sowie fr die kleinen Schwchen im Bild, insgesamt zwei Punkte Abzug gibt. (sl)

Wertung: 8 von 10 Punkten (8 von 10 Punkten)

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