Star Trek Enterprise 04: Der Romulanische Krieg - Unter den Schwingen des Raubvogels (1)

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Datum: 08.02.2015 | VÖ: Juli 2014 | Herausgeber: Cross Cult | Kategorie: Roman

"Star Trek Enterprise" stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Gewiss, Prequels waren dank George Lucas seiner Zeit en vogue, jedoch wurden sich die Trek-Autoren der Natur eines Prequels erst gewahr, als es lngst zu spt und die Serie bei den Fans schon lngst unten durch war. Der verbleibende Rest erfreute sich an einer gelungenen vierten Serienstaffel, startete Petitionen zur Fortsetzung, doch der Sender hatte den Geldhahn ein fr allemal zugedreht. Ideale Voraussetzungen also fr die Romanautoren, die Brcke zwischen "Enterprise" und den spteren Serien zu schlagen und auf all die interessanten Aspekte einzugehen, die die TV-Autoren ignoriert oder vergeigt hatten.

Die "Mission" der Romanfortsetzungen bestand von Anfang an darin, nach der Grndung der Koalition der Planeten (dem Vorlufer der Fderation) den in einer TV-Folge angedeuteten Krieg mit den Romulanern darzustellen. Nur hatte bis zur besagten TV-Folge nie jemand einen Romulaner persnlich erblickt. Das vielschreibende Autorenduo Michael A. Martin und Andy Mangels machte sich daran, die Lcken zu fllen und an die Serie anzuknpfen. Mittlerweile ohne seinen Schreibpartner brachte Martin erst einmal den Frachter "Kobayashi Maru" ins Spiel und versuchte, diesen in die Romulanerkrise zu integrieren. Ein zwiespltiges Vorhaben.

Nun knpft er mit "Unter den Schwingen des Raubvogels" direkt an und erzhlt, wie sich der romulanische Krieg aus seiner Sicht entwickelt und zugetragen hat. Das Mammutwerk wurde fr den deutschen Markt auf zwei Bcher aufgeteilt, ein dritter Band ("Die dem Sturm trotzen") schliet die Story ab und beendet zugleich die Romanserie.

Der Roman offenbart erneut smtliche Strken und Schwchen der TV-Serie und ihrer Folgeromane: Das einst Mystische wird entzaubert und entpuppt sich als alles andere als mitreiend. Archer und seine Crewmitglieder bleiben weiterhin blass und auch der auferstandene Trip kann die teils widersprchlichen Charakterisierungen nicht ausgleichen.

Hervorragend gelungen ist jedoch die deutsche Verffentlichung von Cross Cult: Das nichtssagende Originalcover wurde erneut durch eine Zeichnung des groartigen Martin Frei ersetzt, das mit den beiden Folgeromanen ein fortlaufendes Bild ergibt. Bravo! Wenn also auch der Inhalt nur fr absolute Die-Hard-Fans der Serie interessant sein mag, im Buchregal sieht es klasse aus. (fk)

Wertung: 6 von 10 Punkten (6 von 10 Punkten)

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