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Datum: 30.05.2014 | VÖ: 21.03.2014 | Herausgeber: Alive AG | Kategorie: Film

Es gibt bereits mehrere Filme, die Gedchtnisverlust als Basis fr ihre Handlung nutzen. Neben einer ernsteren Verarbeitung des Themas wie etwa in "Memento" existieren auch Filme, die diesbezglich auf Humor abzielen. Ein bekanntes Beispiel ist hier die "Hangover"-Filmreihe. Ernsthaftigkeit hin oder her: Dass man den Protagonisten bei der Suche nach Erinnerungen an die Vergangenheit begleitet, sorgt fr einen besonderen Unterhaltungsfaktor, vor allem da der Zuschauer aufgrund des gleichen "Wissensstandes" eher mit der Hauptfigur mitfhlen kann als in anderen Filmen. So wird auch bei "Implanted" mithilfe dieser Thematik versucht, den Zuschauer zu fesseln.

Ethan (Justice Leak) erwacht nach einer Operation am Gehirn im Krankenhaus. Ihm fehlen jedoch smtliche Erinnerungen, sogar jene an Personen, wie beispielsweise an seinen Vater (Robert Pralgo). Obwohl vereinzelt Bruchstcke aus Ethans Vergangenheit zurckkehren und sich auch die Beziehungen zu Familien und Freunden etwas stabilisieren, ist er aufgrund der Unvollstndigkeit seiner Erinnerungen immer noch uerst unzufrieden. Als ihm sein bester Freund ein Foto gibt, welches Ethan zusammen mit einer Frau (Elizabeth Keener) zeigt, beschliet er, mehr ber seine Vergangenheit herauszufinden.

Die Erzhlweise, bei der dem Zuschauer nach und nach nur Bruchstcke der Auflsung prsentiert werden, hat durchaus ihren Reiz, vor allem wenn diese am Ende ein sinnvolles Gesamtbild ergeben. "Implanted" gelingt dies jedoch nicht vollstndig. Was vielversprechend anfngt, verluft sich in einer Handlung, die mit der Zeit eher mehr Verwirrung als Aufklrung stiftet und auch am Ende noch zu viele Fragen offen lsst; und das trotz der Bemhung, eine plausible Lsung zu liefern. Die Schauspieler liefern passable Leistungen, wirken in der deutschen Synchronisation allerdings nur halb so emotional wie im Original. Lobend hervorzuheben ist jedoch der Soundtrack, welcher passend eingesetzt wurde und die Atmosphre des Films ideal unterstreicht.

Der ab 16 Jahren freigegebene Film kommt in einer einfachen DVD-Hlle mit Wendecover daher. Neben dem 83-mintigen Film an sich (mit separater Kapitelauswahl) befinden sich neben den Spracheinstellungen lediglich der Originaltrailer zum Film sowie eine Trailershow auf der Disc. Auf weiteres Bonusmaterial wurde somit gnzlich verzichtet.

Auch wenn man bei DVD-Verhltnissen kein optimales Bild erwarten kann, fllt dieses hier unterdurchschnittlich aus wirkt konstant verschwommen und teilweise verrauscht. Es existieren zwar Szenen, in denen dieser Effekt wahrscheinlich gewollt ist; diese zeichnen sich allerdings zustzlich durch starke berbelichtung aus, die schon fast einen Trance-hnlichen Zustand bewirkt.

Der Ton bietet keine Hhepunkte, da es sich in dieser Hinsicht eher um einen ruhigen Film handelt so werden die Surround-Lautsprecher eher selten angesteuert. Zur Auswahl stehen die Sprachen Deutsch (Dolby Digital 5.1 und 2.0) und Englisch (Dolby Digital 5.1), wobei selbst in der synchronisierten Fassung gelegentlich englische Stimmen im Hintergrund wahrzunehmen sind. Es stehen keine Untertitel zur Auswahl.

"Implanted" ist ein Film, der die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers erfordert, doch selbst dann auf den meisten Seiten vermutlich Verwirrung bewirkt. Trotz verheiungsvoller Handlungsbasis wurde einiges an Potenzial verschenkt, weshalb auch die interessanten Stilmittel letztendlich nicht mehr viel retten knnen. Auch bei der DVD-Umsetzung hat man sich wenig Mhe gegeben, so fallen neben der schlechten Bildqualitt die nicht vorhandenen Untertitel und das fehlende Bonusmaterial negativ auf. (sz)

Wertung: 4 von 10 Punkten (4 von 10 Punkten)

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