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Datum: 09.12.2012 | VÖ: 19.10.2012 | Herausgeber: Pidax film media Ltd. (AL!VE) | Kategorie: Film

Dieser Schwarz-Weiss Film aus dem Jahr 1969 fhrt mit seinem Titel erst einmal vllig in die Irre. Denn wer einen Thriller erwartet liegt komplett daneben. Vielmehr handelt es sich um eine Krimi-Satire im Stile eines Bhnenstcks. Eine weitere berraschung bietet der Film durch seine Story, die genau so auch heute Aktualitt besitzt. Keine schlechte Leistung nach 43 Jahren!

Es geht um den Kleinkriminellen Rudi Bhm (stark gespielt von Helmut Qualtinger). Als er seinen alten Schulkameraden Lehmann (Gnter Pfitzmann) trifft kommt ihm eine fatale Idee. Denn dieser ist Schriftsteller und sehr erfolgreich mit seinen Tatsachenberichten ber groe Verbrechen. Um richtig abzukassieren erzhlt ihm Rudi also, er wre ein Frauenmrder. Es kommt also zum Vertrag mit dem windigen Literatur-Agenten Marojan.

Die Lge wird allerdings relativ schnell vom Kriminalrat Rose aufgedeckt. Statt die Sache nun abzublasen vereinbaren die Drei von Geld- und Sensationsgier getrieben einen fatalen Plan. Rudi soll wirklich zum Frauenmrder werden, damit die Geschichte wahr wird und man den "Tatsachenbericht" gewinnbringend verkaufen kann. Ohne jede Reue wird also ein Opfer fr Rudi gesucht. Rudi begeht bei der Ausfhrung seines ersten Mordes allerdings einen fatalen Fehler.

Der ganzen Film trieft vor schwarzem Humor und Seitenhieben gegen die Medien. Die Story funktioniert dadurch auch heute noch und hat nichts von ihrem bitterbsem Charme verloren. Zwar ist die Inszenierung (sehr Theater-nah) nicht mehr zeitgem und wird vielen modernen Fernsehzuschauern ungewhnlich vorkommen, allerdings bleibt gutes Handwerk eben gutes Handwerk.

Da der Film bis in die Nebenrollen exzellent besetzt ist (u.a. zu sehen sind Ingrid van Bergen, Martin Hirthe oder Henning Schlter) kann bedenkenlos zugegriffen werden. "Tagebuch eines Frauenmrders" ist beste deutsche Fernsehunterhaltung. (sc)

Wertung: 8 von 10 Punkten (8 von 10 Punkten)

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