Star Trek - Vanguard 8: Sturm auf den Himmel

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Datum: 14.10.2012 | VÖ: 01.06.2012 | Herausgeber: Cross Cult | Kategorie: Roman

"Noch einmal strmt, noch einmal, liebe Freunde", zitiert der klingonische General Chang im sechsten Star-Trek-Kinofilm den irdischen Dichter Shakespeare. Kein besseres Zitat lsst sich auch fr den abschlieenden Band der Vanguard-Saga finden. Und irgendwie ist es gar nicht weiter verwunderlich, dass auch Chang im groen Finale eine Rolle spielt. Aber der Reihe nach...

Das Raumschiff Sagittarius unter Captain Nassir erhlt den Auftrag, die berreste des Tkon-Imperiums aufzusuchen, um dort eine Waffe gegen die bermchtigen Shedai zu finden. Romulaner und Klingonen wissen um die Macht der fremden Shedai-Technologie und gehen eine unheilvolle Allianz ein, die dem Hause Duras an die Spitze des Klingonischen Reiches verhelfen soll. Nachdem die Sagittarius mit groer Mhe einige Artefakte bergen kann und sich den Weg zur Station zurck erkmpft hat, finden Archologe Ming und Geheimagentin T'Prynn eine Mglichkeit, die Artefakte gegen die Shedai zu verwenden. Doch Stationskommandant Nogura erhlt den strikten Befehl, die Technologie als Waffe verwendbar zu machen. Die Tholianer, einst von den Shedai als Energiequellen fr deren Technologie erschaffen, wollen um jeden Preis verhindern, dass sich jemand die Technologie zu Nutze macht. Sie senden eine bermchtige Flotte zur Station Vanguard.

ber weite Strecken folgt David Mack mit seinem Abschlussroman dem Ton und der Geschwindigkeit der drei vorigen Romane und rckt interstellare politische Verstelungen in den Vordergrund. Die Shedai, in den drei ersten Romanen als bermchtiger Gegner aufgebaut, werden in "Sturm auf den Himmel" leider relativ schnell abserviert. Hatte man sich nach "Das jngste Gericht" mit dem Erscheinen des "Vorvaters" eine interessante Wendung versprochen, wird dieser kurzerhand in die Luft gesprengt. Die Motive der Tholianer bleiben grtenteils ebenfalls ungeklrt, und die Entschlsselung des Meta-Genoms scheint noch in weiter Ferne zu liegen. Als Entschdigung gibt der letzte Vanguard-Roman jedoch Aufschluss ber klingonische Interna (Sturka, Gorkon und Chang) sowie das Verhltnis der Duras-Familie zu den Romulanern. Wie im ersten Roman "Der Vorbote" darf die Enterprise unter Captain Kirk ins Geschehen eingreifen und einen heroischen Auftritt hinlegen. Insgesamt wirkt der Roman ein wenig hastig konzipiert und geschrieben, allerdings hatten die ersten drei Romane der Serie die Messlatte auch unglaublich hoch gelegt.

Wie im allerersten Band schliet ein Interview des bersetzers mit David Mack das Buch ab (auch das Autorenduo Ward/Dilmore und Ex-Lektor Palmieri drfen zu Wort kommen). Und Digital Artist Doug Drexler liefert mit dem Coverartwork noch einmal einen wahren Augenschmaus ab. Insgesamt macht "Sturm auf den Himmel" noch einmal richtig Spa und ist ein wrdiger Abschluss einer einzigartigen Serie im Trek-Universum, wenn der Roman auch bitters endet. brigens erscheint (laut dem Interview am Ende des Buches) noch ein E-Book mit einem Epilog zur Serie, der erneut auf der Enterprise spielt. Ob diese allerletzte Vanguard-Geschichte auch in deutscher Sprache erscheint, ist derzeit noch offen. (fk)

Wertung: 9 von 10 Punkten (9 von 10 Punkten)

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