Die Macht der Elemente (Blu-ray)

Zurück zur Übersichts-Seite

Datum: 21.05.2012 | VÖ: 17.10.2011 | Herausgeber: Polyband | Kategorie: Dokumentation

"Die Macht der Elemente" ist eine vierteilige Dokumentarserie, welche die in der antiken Naturbetrachtung blichen vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Wind zum Gegenstand hat. Allerdings werden diese Begriffe der vier Elemente in den jeweils ca. 45-mintigen Folgen recht grozgig ausgelegt. So spielen "Feuer und Flamme" im sprichwrtlichen Sinne im ersten Teil eigentlich nur eine kleine Rolle, viel mehr werden darin die fossilen Energietrger und die Energieerzeugung behandelt. Der zweite Teil zeigt, wie die Menschen seit je her das Wasser beherrschen und fr ihre Zwecke nutzen und dass das fr den Menschen nutzbare Wasser nur einen geringen Teil des weltweiten Wassers ausmacht. In der dritten Folge ber das Element Erde werden sowohl die Gewinnung von Bodenschtzen als auch die Gefahren, die vom Inneren der Erde ausgehen, nmlich Vulkanausbrche und Erdbeben, thematisiert. Der letzte Teil hat den Wind und die globalen Windsysteme und ihr Nutzen fr die Menschen, insbesondere fr die Seefahrt, aber auch die Gefahren wie etwa Wirbelstrme oder regionale Klimavernderungen zum Gegenstand. Zusammenfassend betrachtet steht in dieser mehrteiligen Dokumentation berwiegend die Nutzung und Ausbeutung der natrlichen Ressourcen im Mittelpunkt, whrend die von der Natur ausgehenden Bedrohungen einen nicht ganz so breiten Raum einnehmen. Dass von einer bernutzung dieser Ressourcen auch Gefahren fr die Zukunft ausgehen knnen, bleibt in dieser Dokumentation ebenfalls nicht unerwhnt.

Bei der Beurteilung einer derartigen Dokumentarreihe sollte man bercksichtigen, dass bei einem Thema wie den klassischen vier Elementen jedes dieser Elemente ein sehr weites Feld darstellt, sodass es fr die Macher dieser Reihe mit Sicherheit ein uerst schwieriges Unterfangen gewesen sein muss, geeignete Beispiele zu finden, die in einer nur ca. dreiviertelstndigen Folge das Element ausreichend reprsentieren knnen. Man scheint bei der Auswahl der Beispiele hauptschlich darauf geachtet zu haben, dass man diese gut inszenieren kann, denn diese Dokumentarreihe lsst vor allem die Bilder sprechen. Dem Zuschauer werden hufig spektakulre Aufnahmen gezeigt, Luft- und Nahaufnahmen, Zeitlupen oder Bilder von beeindruckenden Landschaften sind ebenso zu sehen wie zahlreiche Computeranimationen, bei einer berwiegend guten Bildqualitt. Die Gewichtung der Themen scheint jedoch teilweise etwas unausgewogen, so ist es z. B. schade, dass in der Folge zum Element Wasser die vom Wasser ausgehenden Gefahren wie z. B. Hochwasser und Flutwellen nicht strker thematisiert werden. An manchen Stellen erscheint der Stil auch ein wenig reierisch, in einer hnlichen Art, wie man es etwa vom Discovery Channel kennt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Moderator Dirk Steffens spektakulre Aktionen unternimmt, wie z. B. mit einem Schutzanzug ins Feuer zu gehen oder sich von einem Berg abzuseilen. Auch seine gelegentlichen, etwas flapsigen uerungen wirken in einer Dokumentation nicht immer angebracht, wenn diese einen einigermaen serisen Eindruck erwecken mchte. Fr die serise Note sorgt jedoch eine vertraute und unverwechselbare Stimme, die man bereits aus vielen anderen Naturdokumentationen kennt, nmlich jene von Christian Brckner.

Zusammenfassend betrachtet kann diese Dokumentationsreihe als einigermaen ansprechend angesehen werden, mit einigen Abstrichen. Man erkennt auf jeden Fall, dass ein groer Aufwand hinter diesem Vierteiler steckte. Ein Schwachpunkt ist allerdings, dass lediglich die Dokumentation auf der Blu-Ray zu finden ist und ansonsten keinerlei Extras, wobei gerade bei einer solchen aufwendigen Produktion ein Making-Of womglich interessant gewesen wre. Die Blu-Ray wird in einem Pappschuber ausgeliefert, die Aufmachung ist nett, aber keinesfalls herausragend. (jh)

Wertung: 6 von 10 Punkten (6 von 10 Punkten)

Jetzt kaufen

Besuchen Sie unser Forum!

Hinweis: Unsere Kritiken geben logischerweise die Meinung des jeweiligen Autors wieder und sind NICHT zwingend identisch mit der Ansicht der gesamten Redaktion.