Die Elfen - Folge 2: Firnstayns Kinder

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Datum: 24.11.2011 | VÖ: 30.09.2011 | Herausgeber: Folgenreich | Kategorie:

Seit ein britischer Schriftsteller Stan Nicholls im Fahrwasser der "Herr der Ringe"-Filmtrilogie einen Erfolgsroman namens "Die Orks" verffentlicht hat, der sich mit den ungeliebten Kreaturen aus Tolkiens Epos beschftigt, erscheinen alle Naselang weitere Fantasy-Trilogien von jungen Autoren, die den Erfolg Nicholls' wiederholen mchten. Der deutsche Autor Bernhard Hennen hat sich der Elben angenommen und beginnend mit "Die Elfen" und "Elfenwinter" eine umfangreiche Serie ber das noble Volk gestartet.

Nachdem die Bcher bereits in gekrzter Form als Hrbuch erschienen sind, hat sich Autor Hennen mit Hrspiel-Erfolgsproduzent Dennis Ehrhardt ("Dorian Hunter") zusammengeschlossen und eine voraussichtlich fnfteilige Hrspielserie entworfen. Die drei ersten Teile sind seit Ende September 2011 im Handel erhltlich.

Schwertmeister Ollowain begibt sich ins Fjordland, um die verwundete Knigin Emerelle in Sicherheit zu bringen. Zusammen mit Knig Horsa Starkschild stellt er ein Heer auf, um den Trollen nach ihrem berraschendem Angriff entgegenzutreten.

Wie eigentlich alle Produktionen aus dem Hause Folgenreich, zeichnet sich auch "Die Elfen" durch einen umfassenden Einsatz professioneller und bekannter Sprecher aus. Der in Hrspielen eher selten zu hrende Bernd Rumpf (deutsche Stimme von Liam Neeson) als Ollowain gibt einen uerst glaubwrdigen Protagonisten, aber auch andere Sprecher (u. a. Martin Kessler, Helmut Zierl, Luise Lunow) geben ihr bestes, um der Fantasy-Welt Leben einzuhauchen. Die beraus gelungene Sound- und Musikkulisse tut ein brigens, um den Hrer in eine faszinierende Mrchenwelt zu entfhren.

Das Hrenswerteste an "Die Elfen" bleibt allerdings der Input von Dennis Ehrhardt, der aus einem eher gewhnlichen und genre-typischen Fantasy-Roman eine spannende Inszenierung gezaubert hat, die sich durch all die Stilmittel auszeichnet, die schon die Schwesterserie um den Dmonenkiller von anderen Hrspielserien abhob: ineinander verschachtelte Handlungsstrnge (nicht immer chronologisch erzhlt, aber nie zu komplex, um ihnen nicht folgen zu knnen), offene Szenenenden, dramatisch lange Expositionen und erzhlerlose Blenden zu anderen Szenen (auch wenn hier gelegentlich ein Erzhler eingreift). Fr Fantasy-Fans ist diese Skript-Kunst sicher gewhnungsbedrftig, sind sie vom groen Vorbild Tolkien doch eher lineare Strukturen gewohnt.

Die zweite Folge schafft es, das gute Debt inhaltlich und inszenierungstechnis zu bertreffen, schon alleine, da Knigin Emerelle (gesprochen von Daniela Hoffmann, der deutschen Stimme von Breitmaulfrosch Julia Roberts) diesmal romanvorlagenbedingt schweigen muss. Somit schneidet das Hrspiel auch in meiner Wertung besser ab als der Vorgnger. (fk)

Wertung: 8 von 10 Punkten (8 von 10 Punkten)

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