Kabuki Quantum Figther

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Datum: 14.01.2011 | VÖ: 1992 | Herausgeber: HAI | Kategorie: Nintendo NES

Wie so viele NES-Spiele habe ich mir auch "Kabuki Quantum Fighter" in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends zugelegt. Ich vermute, dass es in einem Spiele-Paket mit drin war, das ich mir bei ebay gnstig ergattert hatte. Das Titelmotiv des Spiels und der Name hat mich immer sehr angesprochen, doch ausfhrlich hatte ich es bislang noch nicht gespielt. Das liegt hauptschlich daran, weil ich das Modul nur sehr selten zum Laufen gebracht habe. Als das Spiel dann mal lief, war ich schnell gefrustet, weil ich Probleme mit der Steuerung hatte und weil es sich trotz der coolen Optik offenbar dann doch um ein durchschnittliches Action-Adventure ohne Besonderheiten im Stil von "Mega Man" oder "Batman" handelt. So landete das Spiel wieder in der Kiste und es dauerte einige Jahre, bis es mich dann vor wenigen Wochen wieder anlchelte.

Aber kommen wir erst einmal zum Spielprinzip. "Kabuki Quantum Fighter" spielt im Jahr 2056: Ein Virus hat einen Satelliten bernommen und schleust sich in die gesamte Elektronik der Erde ein. Um den Virus zu bekmpfen, wird der Geist von Conel Scott O'Connor an eine Maschine angeschlossen, damit er einen Kabuki Kmpfer steuern kann. Dieser kmpft gegen die Mutanten, die der Virus hervor gebracht hat und versucht, die Erde von dieser Seuche zu bereinigen.

Das Spiel wurde 1990 in Japan verffentlicht, ein Jahr Spter in den Vereinigten Staaten und im Jahr 1992 dann auch in Europa. Die Grafik ist sehr einfach, dafr ist die Steuerung fr ein NES-Spiel hervorragend. Man braucht zwar eine Weile, bis man ein Hndchen dafr kriegt, aber dann macht das Spiel eine Menge Spa. Man selbst steuert den Kabuki Figther, der eine sehr lssige Krperhaltung an den Tag legt und lange, rote Haare hat, die gleichzeitig seine Waffe darstellt. Denn durch das ausschtteln der Haare (fast schon Headbangen) kann er Gegner vernichten. Geschrieben liest es sich etwas komisch, aber im Spiel schaut das sehr cool aus. Auerdem hat man die Mglichkeit Geschosse abzufeuern (meist Feuerblle), fr die man jedoch Energiepunkte sammeln muss. Diese erscheinen, ebenso wie Herzen, die die Lebensenergie wieder auffllen, ab und zu, wenn man einen Gegner vernichtet hat. In erste Linie luft man wie bei vielen 2D-Spielen von links nach rechts, oben nach unten oder unten nach oben durch das Bild, kann sich ducken, dann in dieser Position mit der Hand schlagen (im Stehen geht das nur mit den Haaren) und relativ kleine sowie grere Sprnge vollziehen. In den einzelnen Levels findet man immer wieder Halterungen an die man sich durch das Drcken des A-Knopfes festhalten kann. Anschlieend kann man sich dann zur nchsten Haltung schwingen oder auf Plattformen. Abhngig davon, wie fest man drckt, fliegt man mit viel oder mit wenig Schwung durch die Gegend. Auch beim normalen Hpfen ist es so, dass man durch die Art des Drckens entscheiden kann, ob es ein kurzer oder ein weiter Sprung sein soll. Wenn man dies gut im Gefhl hat, steuert sich das Spiel hervorragend.

Frust ist trotzdem vorprogrammiert. Denn bis man die Steuerung gut kann, vergeht eine Weile. Auerdem gibt es viele heikle stellen, die man selbst als gebter Spieler oft nicht so hin bekommt, wie man es mchte. Entweder geht das auf die Energie, wenn man von einen Gegner an dieser Stelle immer wieder getroffen wird, oder die Zeit beginnt gegen einen zu laufen, wenn man eine bestimmte Plattform immer wieder verfehlt bei einem Sprung. Die Zeit ist in manchen spteren Levels sehr knapp bemessen. Aber auch sonst ist das Spiel sehr anspruchsvoll. Und das ist auch der Reiz daran. Zwar hat man ein paar Leben zur Verfgung und auch eine begrenzte Fortsetzungsmglichkeit ("Continue") gibt es, doch es dauert eine Weile bis man das Spiel so gut beherrscht, dass man es bis zum Ende durch spielen kann, ohne "Game over" zu gehen. Denn auf eine Speichermglichkeit oder eine Passwortfunktion hat man leider komplett verzichtet. So ist man als Spieler immer wieder dazu gezwungen, von vorne zu beginnen und die ersten Levels so zu perfektionieren, dass man in den spteren Levels genug Leben brig hat, diese zu meistern. Immerhin gibt es ab und an ein Bonusleben, was sich aber alles in allem sehr im Rahmen hlt.

Wenn man das Spiel dann einmal gut beherrscht, wird man feststellen, dass es leider sehr kurz ist. Dies ist wohl auch der Grund, warum es keine Speichermglichkeit gibt. Lediglich fnf bzw. sechs Levels mit ungefhr zwei kleinen Zwischenlevels sind vorhanden. Jedes Level ist in wenigen Minuten durch gespielt soweit man es beherrscht und anschlieend wartet noch ein Endgegner, die ebenfalls sehr anspruchsvoll sind. Wenn man gut ist, hat man "Kabuki Quantum Figther" in ca. 30 40 Minuten bereits durchgespielt. Ich persnlich habe das Spiel jedoch noch nicht ganz geschafft, weil der letzte Endgegner sehr sehr schwer ist. Wie ich mittlerweile heraus gefunden habe, ist dieser nur zu besiegen, wenn man es schafft, in den vorherigen Levels reichlich Energiepunkte anzuhufen, damit man, nachdem man den letzten Endgegner das erste Mal geschwcht hat, Dynamit auf ihn werfen muss, was eben jene Energiepunkte bentigt. Eine andere Mglichkeit, ihn zu schlagen, habe ich bisher noch nicht gefunden.

Einerseits ist es natrlich extrem nervig, dass man ein Spiel nur unter solchen Voraussetzungen schaffen kann, andererseits hat genau das den Reiz, das Spiel immer mehr zu perfektionieren. Und das sorgt fr den Suchtfaktor, das ein Spiel bentigt, um richtig fesseln zu knnen. Ich selbst habe groes Gefallen an "Kabuki Quantum Fighter" gefunden. Es macht sehr viel Spa in dieser "coolen" Form durch die Levels zu laufen und die Gegner in Form von Monstern aller Couleur (Menschenhnlich, Kakalakenhnlich und viel undefinierbares) zu vernichten. Die anspruchsvollen Levels sorgen dafr, dass es nicht langweilig wird und die Funktion, sich durch die Gegend zu hangeln, macht einfach Spa, zumal es fr diese Art des Spielgenres etwas ganz besonderes ist. (sk)

Wertung: 8 von 10 Punkten (8 von 10 Punkten)

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