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Ulrich Knig, der Regisseur von TV-Dauerbrennern wie "Um Himmels Willen" oder "Meister Eder und sein Pumuckl" hat sich bereit erklrt, uns per E-Mail einige Fragen zu beantworten.

Redaktion: Sie stammen aus einer Familie, die viel im Filmgeschft ttig war. Ihr Vater Hans H. Knig war Regisseur und Autor und sein Bruder Filmproduzent. Wie war es fr Sie, in diesem Umfeld aufzuwachsen, hat Sie das irgendwie geprgt und inwiefern war es ein Grund, selbst ins Filmgeschft einzusteigen?

Die Filmttigkeit des Vaters hrte auf, als ich 10 Jahre alt war. Danach schrieb er nur noch Romane, haupts. fr Illustrierte. Da war ich natrlich schon infiziert, hatte "Heie Ernte" und "Jgerblut" an den Drehorten erlebt. Natrlich bestand der Freundeskreis meines Vaters aus Filmleuten, zumal Gerd Frbe und Dieter Borsche in der unmittelbaren Umgebung wohnten.

Redaktion: Fhlen Sie sich von dem Schaffen Ihres Vaters beeinflusst?

Natrlich. Mit zehn Jahren schrieb ich, gemeinsam mit einem Freund, das Drehbuch: Der Wilderer vom Gerlosstein. Leider waren nach kaum 20 seiten bereits alle erschossen, oder in die Schlucht gestrzt, woraufhin wir uns einer anderen Ttigkeit (Indianer-Spiele) widmeten.

Redaktion: Wie sahen Ihre ersten eigenen Schritte im Filmgeschft aus?

Klassische "Kaffee-Holer" Laufbahn. Aufnahmeleiter-Hilfe, 2. Aufnahmeleiter, 1. Aufnahmeleiter, Regieassistent. Damals hielt ich nicht viel von Filmhochschulen und wollte es lieber von der Pieke auf lernen.

Redaktion: Gab es neben der Filmerei noch Ausflge in hnliche Gefilde?

Nein! In Saarbrcken machte ich als ersten Film berhaupt ein Satirisches Magazin mit inszenierten Sketchen, danach eine Show-Serie. Auch danach gab es parallel zu sog. Fiction-filmen die Rock-Pop-Serie "Scene 76 (77 + 78)", nebenbei die erste Sendung von Thomas Gottschalk vor Publikum.

Redaktion: Fr die damals noch sehr junge Produktionsfirma INFAFILM haben Sie 1978 die 5-Teilige Fernsehserie "Geheimtip fr Tommy" mit Towje Kleiner in der Hauptrolle gedreht. War das das erste grere Projekt, bei dem Sie Regie fhrten?

Nein! Geheimtip fr Tommy war ein gemeinsames Projekt von Jochen Filser (BR-Redaktion Familie) Towje Kleiner (Hauptdarsteller) und Ulrich Knig (Regisseur), die zu gleichen Teilen als Autoren fungierten. Das war eine total verrckte Serie (Eigenproduktion BR) um einen Reporter, der immer in seiner Tollpatschigkeit in Krimmiflle geriet, wobei wir in Wirklichkeit aber Sportarten verkauften (Boxen, Reiten, etc.) Die Serie war enorm erfolgreich, jedoch den BR-Chefs nicht geheuer. Also wurde fr die zweite Staffel ein "richtiger" (langweiliger) Autor gefunden, der die Bcher schrieb. Der Produzent Korytowsky kam dazu, mit dem ich dann im Anschluss auch die Umsetzung des Pumuckl entwickelt und verwirklicht habe.

Redaktion: Viel kann man ber "Geheimtip fr Tommy" im Internet und in Fachliteratur nicht in Erfahrung bringen. Wie kam die Serie damals an? Und was waren die Besonderheiten?

Wir hatten um 16:00 Uhr am Mittwoch eine Quote von 14-16%, was noch nie da gewesen und den Redaktions-Oberen nicht ganz geheuer war. Also fingen sie an sich damit zu beschftigen und haben es lieber erst mal gestoppt (Eine Geschichte, die uns nebenbei Helmut Dietl schon nach den ersten Quoten prophezeit hatte). Es wre wohl besser gewesen nur 10% Quote zu haben.

Redaktion: Die Serie scheint in der Versenkung verschwunden zu sein. Wie erklren Sie sich das?

Siehe vorher.

Redaktion: Waren auer Towje Kleiner, Rosl Mayr und Volker Prechtel noch andere interessante Schauspieler mit von der Partie?

Da ich keine Besetzungsliste mehr habe fllt mir noch Mogens von Gadow ein, der auch beim Pumuckl mitspielte.

Redaktion: Die Idee, den Pumuckl ins Fernsehen bzw. auf die Leinwand zu bringen, gab es schon vor "Geheimtipp fr Tommy". Wie kam es dazu, dass dann doch noch etwas aus dem Projekt "Pumuckl" wurde?

Da gab es viel Hick-Hack mit Redaktionen, dem ZDF und dem Glck, dass Korytowski und Knig "nochmal" zu einem Zeitpunkt nachfragten, als die Rechte mal wieder frei waren und Frau Kaut vom ZDF die Nase voll hatte.

Redaktion: Den Pumuckl "sichtbar" zu machen ist natrlich nicht einfach. Welche Methoden hatte man sich berlegt, dies umzusetzen und warum hat man sich schlielich dazu entschieden, den Pumuckl zeichnen zu lassen?

Es gab 3 berlegungen. Puppentrick, Blue-Box mit verkleinertem Menschen im Studio, oder Zeichentrick. Die Entscheidung wurde mir von Korytowski berlassen und ich habe mich klar fr den Zeichentrick entschieden.

Redaktion: Dass "Meister Eder und sein Pumuckl" eine teure Angelegenheit werden wrde, war sicher von Anfang an klar. Wie konnte man das Projekt dennoch realisieren?

Dank des Geschicks von Manfred Korytowski, der (mit Co-Produzenten) den Etat aufbringen konnte.

Redaktion: Wie ist man auf das Hinterhaus in der Widenmayerstrae als Schauplatz gekommen?

Wir drehten "Geheimtip fr Tommy" nebenan und der Architekt Ingo Tgel schlug es vor.

Redaktion: Bevor es den ersten Kinofilm und die Serie gab, wurden kleine Pumuckl-Spots produziert, die meines Wissens nach im BR in Verbindung mit Werbeblcken gezeigt wurden. Wir entstand die Idee dazu?

Wir brauchten ein "Einarbeitungsfeld" und die Rundfunkwerbung des BR neue Spots als Werbetrenner. (Wollten mal was anderes, als immer nur den LEO)

Redaktion: In der Fernsehserie wurde der Meister Eder deutlich ruhiger und warmherziger gezeichnet, als es in den Hrspielen noch der Fall war. Haben Sie das damals bewusst so inszeniert?

Allerdings! Das ist der Schlssel zum Erfolg. Zwei Rumpelstilzchen htte nicht funktioniert. Wir brauchten einen "Opa" als Gegengewicht.

Redaktion: Wie zeitaufwndig war die Produktion einer Pumuckl-Staffel? Von der Planung, dem Drehbuchschreiben, dem Drehen selbst, das Zeichnen und der Synchronisation der Serie, bei dem Sie sicherlich berall mit anwesend waren, ist sicherlich viel Zeit ins Land gezogen?

Die Planung der ersten Staffel begann im Herbst 1978 und Schluss war im Herbst 1982.

Redaktion: Sie haben am Drehbuch der einzelnen Folgen mitgewirkt. Wie kann man sich das vorstellen? Haben Sie die Hrspielskripte oder Bcher von Ellis Kaut zur Hand genommen und das umgeschrieben zu Drehbchern?

Erstmal das und Dinge ber die ich mit Frau Kaut nicht diskutieren wollte, hab ich beim Dreh gendert. So sind wohl 50% anders geworden.

Redaktion: Viele Dinge wurden bei "Meister Eder und sein Pumuckl" spontan gemacht. So haben beispielsweise Gustl Bayrhammer und Hans Clarin einfach nicht aufgehrt zu sprechen, als eine Folge zu Ende war. Deswegen hrt man die Beiden selbst beim Abspann noch aus dem Off. Auch die Folge mit dem Pudding wurde noch ein zweites Mal synchronisiert, da ein Hans Clarin erst gegen Ende den Running Gag mit dem "Puddling" eingebracht hat. Wie wichtig waren fr die Serie solche spontanen Einlagen? Vielleicht haben Sie noch eins oder zwei weitere Beispiele?

Das ging permanent so. Horst Schier, der Kameramann und ich haben stndig irgendwelche Dinge gesehen, erfunden, etc, die wir bernommen haben. (Allerdings war ich immer sehr gut vorbereitet, konnte also immer abwgen, was die nderung bedeutet.)

Redaktion: Wie wurden fr "Meister Eder und sein Pumuckl" die Schauspieler ausgesucht? Dass eine Rosl Mayr zu jener Zeit so eine Art Pflichtprogramm war, ist verstndlich. Aber eine Ingeborg Moosholzer hatte mal abgesehen von einigen kleinen Auftritten bisher wenig schauspielerische Referenzen.

Der Moosholzer spielte als Edelkomparse mit und seine Frau war oft dabei, glaub die machte dann auch Kinderbetreuung und es dauerte nicht lang, bis Schier und ich sie vor die Kamera "gezerrt" haben.

Redaktion: Spielte es damals in irgendeiner Form eine Rolle, dass viele der damaligen Schauspieler (Elisabeth Volkmann, Franz Muxeneder, Rosl Mayr, Margot Mahler, Walter Feuchtenberg) zum Teil Stammschauspieler in den populren Sexfilmen der 70er Jahren waren?

N! Muxeneder hatte schon in Filmen meines Vaters gespielt und alle anderen sind tolle Schauspieler.

Redaktion: 1988 sorgte der Kinofilm "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" international fr groes Aufsehen, u.a. wegen des Zusammenspiels aus Zeichentrickfiguren und realen Personen. Htte "Meister Eder und sein Pumuckl" nicht das Potential gehabt, International besser vermarktet zu werden?

Da mssen sie Leo Kirch fragen, der die Vermarktungsrechte hatte.
Immerhin lief der Pumuckl in ganz Europa/Japan und noch heute hre ich von Cuba Urlaubern, dass sie Pumuckl im mexicanischen Fernsehen gesehen haben.

Redaktion: Die "Pumuckl-Werkstatt" wurde nach den Dreharbeiten zur zweiten Staffel abgerissen. War fr Sie zu dieser Zeit klar, dass es mit Ihnen zu keinen weiteren Pumuckl Produktionen kommen werden wird bzw. wie haben Sie die Situation bzw. die Chancen und Umsetzungen fr eventuell weitere Produktionen entgegengesehen.

Fr mich war mit 52 Folgen und einem Kinofilm das Thema "Pumuckl" erzhlt!

Redaktion: Hatte Gustl Bayrhammer, der seit dem mit dem "Meister Eder" Stigma behaftet war, damals noch Lust auf weitere Pumuckl-Produktionen?

Nein! und wenn, so sagte er mir, dann nur mit einem Regisseur Knig. (Deshalb war sein Auftritt im "blauen Klabauter" auch auf Anfang und Ende reduziert.) eigentlich sollte das eine Reise von Eder und Pumuckl in die Karibik werden, doch die Geschichte war zu schwach so wurde es dann am Ende eine Fahrt auf der Donau.

Redaktion: War jemals von einer dritten Staffel die Rede?

Mit mir nicht.

Redaktion: Ist man auf Sie zugekommen, als man den zweiten Pumuckl-Kinofilm drehen wollte?

Ja! Aber das von einem Amerikaner und einem deutschen Verleiher geschriebe Drehbuch gefiel mir nicht.

Redaktion: Sie haben einige Zeit bei der Fernsehsendung "Verstehen Sie Spaß…?!" mitgearbeitet. Dort haben Sie u.a. den "Spavogel" entwickelt und gesprochen. Welche Ttigkeiten haben Sie dort noch ausgebt und ber welchen Zeitraum erstreckte sich die Arbeit fr diese Sendung?

Keine weitere und keine Ahnung, wie lang das ging. Angefangen hat es glaub ich 1982 und ging so 2 Jahre, bis ich Kurt Felix nicht mehr ertrug.

Redaktion: Wie kam es dazu, dass Sie fr "Verstehen Sie Spaß…?!" gearbeitet haben?

Die hatten Pumuckl gesehen.

Redaktion: Wie war es bei so einer groen Show mitarbeiten zu knnen?

Nix besonderes. Ich hatte schon bei unzhligen groen Shows als Aufnahmeleiter mitgemacht. (ZDF-Nightclub etc.)

Redaktion: Warum haben sich die Wege wieder getrennt?

Ich stehe ungern in der zweiten Reihe!

Redaktion: Haben Sie whrend der Zeit bei dieser Show etwas lernen oder mitnehmen knnen fr weitere Projekte?

Das ist immer so wenn nicht, wre das traurig.

Redaktion: Nach "Meister Eder und sein Pumuckl" haben sie bei "Franz Xaver Brunnmayr" wieder mit Gustl Bayrhammer in der Hauptrolle eine Serie gedreht. Haben Sie sich damals so gut verstanden oder war das Zufall?

Das war zwischen der ersten und der zweiten Staffel Pumuckl. Bayerhammer und Knig haben sich immer super verstanden. Und wir waren beide keine einfachen Menschen, doch uns ging es immer um die Sache weshalb wir tatschlich 10 Jahre ohne Auseinandersetzungen auskamen. Irgendwie war es auch eine Art Vater Sohn Beziehung.

Redaktion: Fiel es Ihnen leicht, sich nach einer so intensiven Zeit mit der Pumuckl-Produktion sich auf etwas anderes zu konzentrieren?

Das entspricht meinem Naturell. Ich mache immer wenigstens drei-vier Sachen parallel und sei es nur, dass ich mich mit neuen Ideen fr neue Filme beschftige. Eingleisiges Arbeiten war schon in der Schule mein Untergang.

Redaktion: Waren Sie bei dieser Serie ausschlielich Regisseur?

Ja!

Redaktion: Hatschipuh wurde komplett von Ihnen entwickelt und verwirklicht. Wie kamen Sie auf die Idee zu der Figur Hatschipuh und was waren Ihre Intentionen?

Angefangen hat es beim Synchron von Pumuckl. Der musste niesen und im Buch stand: "Hatschiiii puh. Das ist ein Name, dachte ich mir.
Beim Dreh von Brunnmayr drehten wir auf dem Sappl-Hof bei Bad Tlz in einer Scheune mit Handgehauenen Balken. Da msste was spielen mit Fabelwesen dachte ich mir und das war die Geburt von Hatschipuh.

Redaktion: War es leicht fr Sie als Pumuckl-Regisseur den Hatschipuh Film zu realisieren?

Eigentlich schon.

Redaktion: Gab es jemals Plagiatvorwrfe, was den Hatschipuh angeht?

Nein.

Redaktion: Wie wurden die Sprecher der Butzemnner ausgewhlt?

Aus meinem "Spavogel-Hrspiel-Umfeld".

Redaktion: Warum haben Sie fr die Hauptrolle Toni Berger ausgewhlt?

Weil ich ihn schon lange kannte (Pumuckl und 2. Hauptrolle Brunnmayr) und ihn fr einen tollen Schauspieler hielt (leider inzwischen Vergangenheitsform)

Redaktion: Was war der Grund, warum die Figur Hatschipuh nicht weiter verarbeitet wurde in Filmen, Bchern oder weiteren Hrspielen?

Weil neue dinge kamen und ich nicht mein Leben lang Spezialist fr Zeichentrick/Kinder-filme sein wollte.

Redaktion: Gerade der Hatschipuh-Film erfreut sich ungebrochener Beliebtheit, was durch das Internet und der DVD-Verffentlichung noch mehr gefrdert wird. Freut Sie so etwas und spielt man da nicht mit dem Gedanken, doch noch einmal etwas in dieser Richtung anzugehen?

Klar freut das einen. Hatschipuh wre heute eine 3D Animation und ziemlich kostspielig. Hab dafr gerade fr den WDR "Tischlein deck dich!" gemacht.

Redaktion: Bei TKKG sind sie vom Kinderfilm zum Jugendfilm bergegangen. War es reizvoll fr Sie, so einen Abenteuerfilm zu drehen?

Na klar.

Redaktion: Hat man Ihnen bei der Umsetzung des Films alle Freiheiten gelassen oder waren Sie sehr eingeschrnkt, was das Einbringen von eigenen Ideen angeht?

Zu meiner berraschung hat sich Bernd Eichinger berhaupt nicht eingemischt.

Redaktion: "Um Himmels Willen" ist eine Serie mit der Sie schon mehr Jahre verbracht haben als beispielsweise mit "Meister Eder und sein Pumuckl". Ist noch immer kein Ende in Sicht?

Nicht solange die Zuschauerzahlen nicht sinken.
Da ich immer noch andere Filme mache, ist das auch nicht so "einseitig"

Redaktion: Auch bei dieser Serie merkt man Ihnen den Spa am Drehen an. Szenen die pltzlich in Western-Manier gedreht werden oder einfache Dialoge und Wortspiele, die mit viel Witz gefllt sind, lassen Ihre Handschrift erkennen. Wie wichtig sind Ihnen solche Feinheiten und Spielereien?

Ohne das htte ich keine Lust dazu und wenn ich mal keine Lust mehr habe, dann mach ich auch keine Filme mehr.

Redaktion: War es fr Sie schwer, von der Kinderfilm-Schiene abzukommen?

Wehe, man hat in einem Genre mal richtig Erfolg. Allerdings hat mir das ja auch Spass gemacht

Redaktion: Nach "TKKG" haben Sie nur noch fr das Fernsehen (TV-Serien und TV-Filme) gearbeitet. Wrde es Sie mal wieder reizen einen Kinofilm zu drehen? Oder andere auergewhnliche Projekte?

Klar, wenn der richtige Stoff kommt.

Redaktion: Was waren rckblickend die Projekte, die Ihnen am meisten Spa gemacht haben?

Oft die Letzten.

Redaktion: Mal abgesehen vom Pumuckl. Auf welche Ihrer Produktionen werden Sie heute am meisten angesprochen?

Um Himmels Willen

Redaktion: Gerade in den 70er und 80er Jahren haben Sie mit einer ganzen Generation groartiger bayrischen Schauspieler gedreht. Gustl Bayrhammer, Toni Berger, Willi Harlander, Ludwig Schmid-Wildy, Karl Obermayr, um nur einige zu nennen. Glauben Sie, dass es heute noch mglich wre so ein Ensemble an beliebten und gern gesehenen Volksschauspielern aufzubauen? An Potential mangelt es sicher nicht, eher wohl an den ntigen Produktionen?

Nicht so lange Sender, wie der BR auf diesem Sektor so jmmerlich versagen. Es gibt quasi keine Serien mehr, wo solche "Gren" heranwachsen knnen.

Redaktion: Ist es schwieriger geworden in den letzten Jahrzehnten, qualitativ hochwertige Filme und Serien zu drehen? Zeit und Budgedmangel sind an der Tagesordnung. Das ffentliche Auskotzen von Sascha Hehn ist das jngste Beispiel in dieser Richtung.

Wir hatten vor 15 Jahren fr eine Folge von Um himmels Willen 12 Drehtage. Jetzt sind es 9 und uns gehts noch gut. Kollegen haben teilweise nur noch 7-8 Tage. Das ist der Punkt, wo es an die Substanz geht. Da kann gute Vorbereitung und technische Weiterentwicklung von Filmmaterial und Lampenqualitt nicht mehr helfen.

Redaktion: An welchen Projekten arbeiten Sie zur Zeit?

Ab 16. September geht es wieder weiter mit Um himmels Willen

Redaktion: Kurzes Frage-Antwort Spiel. Was fllt Ihnen zu den folgenden Punkten zuerst ein:

- Lieblingsfilme: unzhlige. Herr der Ringe, Blade Runner, Alien, der einzige Zeuge, Lawrence von Arabien, Frago, McCabe and Mrs. Miller, Tiger and Dragon, Leon der Profi, Das fnfte Element, fr eine Insel brauch ich nicht 10- sondern 250 Filme.

- Vorbilder: richtige Vorbilder eigentlich nicht. Oft denke ich, den Film htte ich auch gerne gemacht (aber ohne Missgunst!)

- Rosl Mayr: ein Unikum.

- Schmid-Wildy: toller lustiger Mensch und Schauspieler.

- Zuletzt gekaufter Tontrger: Hab mir "Oh how we danced!" von Jim Capaldi (Schlagzeuger von Trafic und Freund von Steve Winwood) mit dem ich 1977 mal gedreht habe als CD gekauft weil die Platte zu viele Knackser hat. Sollte auf EBAY 152 Euro kosten. Hab dann auf EBAY Worldwide gesucht und sie in Australien fr 33$ = 24 Euro gekauft. Geschickt wurde sie dann aus Russland???? Hallo???, aber sie ist wohl tatschlich original und spielt.

- Zuletzt gekaufte DVD: Unheimliche Begegung der dritten Art und 12 Monkeys auf BlueRay

- Zuletzt gesehener Film: Im Kino. Mamma Mia musste mit und fands dann klasse.

Redaktion: Vielen Dank fr das Interview! Die letzten Worte gehren Ihnen.

Der Worte sind genug gewechselt!

Der Beitrag wurde am 06.09.2008 von sk verfasst.

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