Fünf Freunde - Folge 141: ...und das rätselhafte Spukhaus

In der Nähe von Kirrin wurde ein Spukhaus errichtet und der Erfinder sucht Leute, die das neue Freizeitangebot ausprobieren. Da lassen sich die Fünf Freunde nicht lange bitten. Das Haus ist voller rätselhafter Dinge, zwischen denen man sich auch schnell verirren kann. Als die Freunde plötzlich die Hilferufe einer älteren Dame hören, lassen sie nichts unversucht, um sie zu finden - und stoßen schon bald auf ein neues Rätsel: Im Zimmer von Mary Wilson wurde eingebrochen! Aus Sorge um die alte Dame gehen sie jedem Hinweis nach und kommen einem bösen Gauner auf die Schliche.


Beim Anhören des neusten Abenteuers der Fünf Freunde erlebte ich verschiedene Gefühle – leider waren die wenigsten davon positiv.


Es fängt damit an, dass die Julian, Dick, Anne und George mit Onkel Quentin und Tante Fanny zusammen am Frühstückstisch sitzen. Natürlich darf auch die olle Töle Timmy nicht fehlen, die aber seit Jahrzehnten mit denselben, viel zu oft eingesetzten, Tönen vom Band vorlieb nehmen muss. Bereits in dieser Szene ärgere ich mich – neben einem hanebüchenen Aufruf zum Testen eines Spukhauses, damit die Geschichte losgehen kann - über Ivo Möllers schauspielerische Leistung. Bisher hatte er mich in seiner Rolle als Julian nie gestört, doch dieses Mal übertreibt er dermaßen, dass ich mich wirklich frage, warum Heikedine Körting (Regie) hier nicht eingreift – oder ob sie gar diese Art der Interpretation forciert hat?


Möller ist allerdings nichts im Vergleich zu Theresa Underberg, deren panische Anne mich dermaßen nervt, dass ich einige Male am Lautstärkeregler drehe, weil ich das Gehabe nicht mehr ertrage – Anne ist keine drei Jahre alt … wer hat sich das überlegt bzw. diese Leistung durchgewunken?


Was Möller und Underberg zu viel machen, tun Maud Ackermann als Tante Fanny und Gordon Piedesack als Onkel Quentin zu wenig. Bei Ackermann merke ich null Emotionen und Spiel, auch Piedesack klingt abgelesen – und übrigens: Seit wann ist der griesgrämige Onkel plötzlich so ein gesprächiger Sonnenschein?


In die Riege des absoluten Schlechtspiels kann sich dann meiner Ansicht nach gleich noch Tilo Schmitz als Dr. Oliver Wilson einreihen. Selten habe ich so miserable Sprecherleistungen in einer Europa-Produktion erlebt.


Das Spukhaus ist dann alles andere als gruselig, Anne nervt und heult, dass sie wieder nach draußen möchte und wird von den anderen natürlich gepampert. George sagte keinen Pieps, als sie Timmy nicht mit ins Haus nehmen darf – normalerweise wäre das ja wieder ein gefundenes Fressen für einen Tobsuchtsanfall des renitenten Wildfangs!


Die Geschichte um Mary Wilson zieht sich dermaßen in die Länge, dass ich beginne, mich zu langweilen. Irgendwann kommt noch Wut hinzu, weil die blinde Dame

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als dermaßen dämlich dargestellt wird, dass sie zwar jedes Telefonat aufzeichnet, aber die verstellte Stimme ihres eigenen Neffen nicht erkennt.


Nach einer guten Stunde – die mir vorkam wie ein halber Tag – ist dann das absurde Spukhaus-Abenteuer endlich zu Ende.

Wenn nicht Hedi Kriegeskotte als Mary Wilson wäre, die einen richtig guten Job macht und die Grundgeschichte Potenzial hätte, wäre Folge 141 in absoluter Totalausfall, der aber auch so wohl nie wieder im CD-Spieler landen wird.


Wertung: 4 von 10 Punkten

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