Gruselserie 7: Mondära – im Todesgriff der Würgepflanze

Nächtliche Todesschreie in einer Senioren-Residenz. Einbildung oder Realität? Eine alte Mitbewohnerin löst sich scheinbar in Luft auf und hinterlässt einen schaurigen Fund! Wieder einmal ist Hattie Millers Scharfsinn gefragt! Gemeinsam mit ihrem Mann Henry begibt sie sich auf Spurensuche und begegnet dem unfassbaren Grauen: MONDÄRA!


Wer hätte es gedacht? Nachdem mich die Gruselserie bisher nicht wirklich begeistern konnte, liefert André Minninger mit „Mondära – im Todesgriff der Würgepflanze“ eine wirklich gute Vorlage. Besonders der Beginn sorgt mit seiner Mischung aus Spannung und Komik (Henry Miller als sturzbetrunkener Ehemann) dafür, dass man bei der Stange bleibt.


Es folgt ein wie üblich grandioser Auftritt von Judy Winter als gestrenge stellvertretende Heimleitung und eine Geschichte, die zwar sehr vorhersehbar und geradlinig erzählt wird, aber aufgrund vieler kleiner Streitereien zwischen Hattie Miller (Elga Schütz) und ihrem Mann Henry (Eckard Dux) hörenswert ist.


Zu hinterfragen wäre, ob es wirklich so schlau ist, die Lösung des Falls quasi schon im Hörspieltitel zu veröffentlichen. „Spuk im Altenheim“ oder ähnliches wäre sicherlich eine bessere Wahl gewesen. Andererseits war bereits die Original-Gruselserie aus den 1980er Jahren besonders plakativ und hat nie einen Hehl daraus gemacht, worum es geht.


Obwohl mit den Sprechern wirkliche Hörspiellegenden ins Studio Körting geholt worden, hätte ich mir bei Schütz und Dux gewünscht, dass sie ihre Dialoge flüssiger vortragen. Es klingt an einigen Stellen doch recht abgelesen. Im Gegensatz dazu sorgt Katja Brügger mit ihrem Mini-Auftritt als neugierige Heimbewohnerin Maggie für einige Lacher.


So darf es gern weitergehen mit der Gruselserie... warten wir mal ab, was das achte Abenteuer mit dem vielversprechend trashigen Titel „Frankensteins Nicht – Erbin des Wahnsinns“ bietet, das im Mai erscheint.


Wertung: 7 von 10 Sternen

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