Wen die Götter lieben

Der österreichische Film, der bereits in der Stummfilmzeit und auch in den frühen 30er Jahren tolle Werke hervorbrachte, wurde in den späten 30er und frühen 40er Jahren im Deutschen Reich nach den Anschluss weiter gepflegt. Ein schönes Beispiel ist der biografische Historienfilm "Wen die Götter lieben", der aus dem Leben des musikalischen Genies Wolfgang Amadeus Mozart erzählt.


Die Geschichte beginnt im Jahr 1777, als Mozart mit seiner Mutter nach Paris reist. In Mannheim machen die Reisenden einen Zwischenstopp. Mozart besucht dort Aloisia Weber, in die er sich verliebt hat. Noch ahnt Mozart nicht, dass seine restliche Parisreise eine schwere Zeit für ihn einleitet. Erst stirbt seine Mutter in der französischen Metropole, dann beginnt seine erfolgreiche Karriere zu bröckeln...


"Wen die Götter lieben" wurde im Jahr 1942 an originalen Schauplätzen in Wien oder auch Salzburg gedreht und weist eine großartige Liste an Schauspielgrößen der damaligen Zeit auf. So sind neben Hans Holt in der Hauptrolle als Wolfgang Amadeus Mozart auch Winnie Markus, Irene von Meyendorff, Paul Hörbiger, Annie Rosar, Curd Jürgens, Fritz Imhoff, Rene Deltgen, Erna Berge oder auch Rosa Albach-Retty in diesem zeitlosen Film zu sehen.


Inhaltlich lässt er kaum einen Wunsch offen. Das, was der Film werden wollte, wurde er auch, nämlich ein glanzvoller Historienfilm mit biografischen Charakter. Der Spielleiter Karl Hartl war in diesen Jahren schon ein angesehener Mann und hat sein Handwerk verstanden. Das ist dem Film anzumerken.


Die DVD-Firma Morisel hat diesen Klassiker nun erstmals auf DVD veröffentlicht. Die Bild- und Tonqualität lässt dabei keine Wünsche offen. Der Film hat natürlich schon 70 Jahre auf dem Buckel und das sieht, respektive hört man auch, aber da habe ich schon deutlich schlechtere DVD-Auswertungen gesehen.


Ansonsten ist das Produkt mit dem Notwendigsten ausgestattet. So bekommt man neben einer simplen aber ansprechenden Gestaltung des Produktes sonst wenig geboten. Auf der Hülle findet man einige Impressionen aus dem Film, sowie alle wichtigen Daten zum Film und zum Produkt. Im Inneren der Hülle findet man das DVD-Scheiberl, wie man zu Mozarts Zeiten wohl gesagt hätte. Statt eines Beiheftes bekommt man dort durch das durchsichtige Plastik lediglich noch ein alternatives Titelbild ohne FSK-Logo zu sehen, sowie Werbung für weitere Morisel-DVDs. Auf dem Silberling selbst findet man ein einfach gestaltetes Menü mit dem Hauptfilm und einer Vorschau zu weiteren DVDs. Das wars dann. Auf Untertitel für Hörgeschädigte, Texttafeln oder anderes Bonusmaterial hat man verzichtet.


Wem es nur um den Film geht, macht mit dieser Veröffentlichung aber nichts falsch. "Wen die Götter lieben" ist ein zeitloser Klassiker, den man sich immer wieder ansehen kann und der für alle Freunde alter deutscher Filme und Schauspieler, sowie Freunden von Mozarts Werk absolutes Pflichtprogramm sein sollte. Von daher gehen auch bei dieser Morisel-Veröffentlichung unterm Strich wieder die Daumen nach oben.


Wertung: 7 von 10 Punkten

Autor: Sebastian Kuboth
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