Blau blüht der Enzian

Auf "Schloss Thannberg" ist der Kunde König - zumal er auch der einzige ist. Um ihn zufriedenzustellen, wird improvisiert, verkleidet und gezaubert. Das Wintersemester an der Hotelfachschule "Schloss Thannberg" ist beendet, Direktor Bonelli entlässt seine Schüler in die Ferien und tritt ebenfalls den wohlverdienten Urlaub an. Lilo, die Nichte des zerstreuten Hausmeisters Haselmeier und der Musterschüler Pinky nutzen währenddessen die sturmfreie Bude als Gratis-Unterkunft. Die Freunde sind im Anmarsch, die Stimmung ist euphorisch - jetz,t gilt es nur, noch Bonellis 15.000,- DM auf das Konto einzuzahlen, die Heizung kräftig einzuschüren, und Kitzbühl kann erobert werden. Ein Windstoß befördert das Geldkuvert unbemerkt in den Kohlenkessel, die Urlaubsträume gehen in Flammen auf. Wie sollen die jungen Leute innerhalb von 14 Tagen den Schaden ersetzen? Alle sind sich einig - nur ein Wunder kann da helfen, und das klopft an der Türe: H. C. Morton, ein Multimillionär mit Gefolgschaft, auf der Suche nach einem Hotel. Für den Vorzugspreis von 1.000,- Dm Pro Tag gewähren Ihm die angehenden Gastronomen gerne Einlass. Doch diesen mürrischen Zeitgenossen zufriedenzustellen ist einfach gesagt, as getan.


Was soll man zu diesen Film großartiges sagen? "Blau blüht der Enzian" ist eine typische Produktion aus den frühen 70er Jahren. Die Handlung ist, wie man es natürlich nicht anders erwartet, relativ Flach. Einige Jugendliche brauchen innerhalb kurzer Zeit viel Geld. Aus diesem Grund wird aus einem Internat ein Grand-Hotel. Wie so oft werden Filme mit schlechter Handlung durch Besetzung von bekannten Schauspielern aufgewertet. Dies ist hier nicht anders. Neben Hansi Kraus, Ilja Richter, Hans Terofal, Jutta Speidel, Willi Harlander, Jacques Herlin und Eddi Arent sieht man den damals noch relativ jungen Heino, wie er "Blau blüht der Enzian" trällert. Zum Schluß muß noch erwähnt werden, daß auf der DVD (MCP) wohl nicht mehr der Original-Vorspann zu sehen ist. Statt einem normalen Vorspann sieht man komischerweise einzelne Bildfetzen mit den Namen der Schauspieler eingeblendet. Achja und Jacques Herlin hört sich an, als wäre er von Ilja Richter nachsynchronisiert worden.


Am Äußeren der DVD gibt es nichts auszusetzen. Titelbild und Hülle wurden absolut akzeptabel umgesetzt, jedoch wurde wieder einmal auf ein Beiheft verzichtet.


Das Menü ist in Ordnung und Bonusmaterial gibt es wieder einmal keins. Diesmal ist aber wirklich nichts zu finden. Neben einer Kapitelwahl gibt es ein paar Texte (keine Trailer!) zu anderen Filmen.


Für den niedrigen Preis, für den diese DVD erhältlich ist, ist es sicher nicht falsch, sich diesen Film zu zulegen. Ein so großes Aufgebot mit vielen bekannten Gesichtern bekommt man nicht oft geboten. Wer Filme dieser Art mag macht bei einem Kauf sicher keinen Fehler.


Wertung: 6 von 10 Punkten
Autor: Sebastian Kuboth


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