Gottschalk Live

Kaum zu glauben, was für ein Wirbel vor Sendungsbeginn von "Gottschalk Live" durch die Medien ging. Jedes kleinste Detail wurde zuvor von der Presse aufgesaugt. Etwa der Aufzeichnungsort, das Design des Studios oder die Inhalte der Sendung. Und am Ende waren es dann doch nur knapp dreißig Minuten, in denen Thomas Gottschalk seine neue tägliche Sendung präsentieren und vorstellen konnte.


Dabei waren die Erwartungen sicherlich hoch – und im Nachgang wurden diese weder erfüllt noch komplett unterboten. Es war eine Sendung, die anders ausgefallen ist, als man es sicherlich erwartet hätte. Erwartet habe ich etwa ein etwas reiferes "taff". Doch das Sendeschema von minutenlangen Einspielern blieb komplett aus. Vielmehr war es eine typische ARD-Talkshow, die jedoch komplett ohne politische oder gesellschaftliche Themen auskommt. So fällt in etwa die Definition des Formats aus.


Doch alles zu seiner Zeit: Es ging los mit einem gefühlt ewigen Monolog Gottschalks. Dieser beinhaltete unter anderem den thematischen Werdegang seiner neuen Show. Diese wird stark Social Media-lastig sein, was jedoch in der ersten Sendung noch nicht wirklich sonderlich deutlich wurde. Als Gast begrüßte der Showmaster dann Michael Bully Herbig. Dieser stellte seinen neuen Film "Zettl" vor, der ab dem 2. Februar in den deutschen Kinos zu sehen sein wird. Kurios: Noch im anfänglichen Monolog berichtete Gottschalk davon, wie er extra auf Nicolas Cage als Gast verzichtete, da dieser ja nur seinen aktuellen Kinofilm promoten würde.


Etwas steif wirkte Thomas Gottschalk lediglich an zwei Momenten während der Sendung. Nämlich unmittelbar nach den Rückblenden aus den aufs Minimum reduzierten Werbepausen. Ohne jegliche lockere Anmoderation ging der Entertainer direkt in die Themen über. Den einen oder anderen Lacher konnte Gottschalk seinen Zuschauern jedenfalls entlocken, das ist sicher.


Unterm Strich blieb eine recht kurzweilige Sendung, die sich zunächst einmal entwickeln muss. Deshalb ist es momentan auch noch nicht möglich, ein abschließendes Fazit zu ziehen. Die Zeit wird das Ergebnis mit sich bringen.

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