Der Urvogel

Eimersbach ist ein kleines Dorf in Bayern und gleichzeitig der Spielort des zwanzigminütigen Kurzfilmes "Der Urvogel". Alois, der Förster im Ort, ist schon seit Jahren mit seinem Zwillingsbruder Vitus, dem Friseur, zerstritten. Kaum treffen beide aufeinander, gibt es Krach. Grund dafür ist der schon ewig anhaltende Streit, dass Vitus die Familientradition nicht aufrechterhalten hat, durch die Försterprüfung gefallen ist und Friseur anstelle von Förster geworden ist. Am liebsten würde Vitus jede Gelegenheit wahrnehmen, um seinem Bruder endlich mal eins auszuwischen. So nimmt das Dorfleben seinen Lauf. Eines Tages hört Alois zusammen mit seinem Stammtischkumpel und dem hiesigen Studienrat Karl Vogler den Schrei des seit 1885 ausgestorbenen Urvogels "Orneopterix". Die Sensation im Dorf ist perfekt und sogar die Presse in Form des Reporters Markus Kraft wird angelockt. Alois wird vom Münchner Schönheitschirurgen Dr. Karwendel, der einen Wink von Vitus bekommen hat, darauf angesetzt, ihm den Urvogel zu schießen, so dass dieser ausgestopft in seiner Praxis in München hängen könne. Gesagt, getan. Doch mittlerweile ist das ganze Dorf dem Vogelwahn verfallen und versucht ebenso den Vogel aufzuspüren. Angeführt von Karl Vogler und der geistlichen Unterstützung des schwäbichen Pfarrers Fredl Hoffmann, der vorsichtshalber noch einmal die Fangnetze weiht, begibt sich das restliche Dorf auf die Vogeljagd. Als Vitus mitbekommt, daß ganz Eimersbach auf die Hatz geht, wird ihm plötzlich klar, was er angerichtet hat. Denn letztendlich ist er nicht ganz unschuldig am Auftauchen des Urvogels. Und plötzlich befindet sich nicht nur der Urvogel in Gefahr, sondern auch Vitus’ Sohn Peter...


Der Urvogel ist eine Produktion die ohne Fördermittel gedreht wurde. Dennoch wurde der Film, wenn man diesen Nachteil begutachtet, gut umgesetzt. Der Urvogel ist eine Satire auf das Bayrische Dorfleben und macht von der ersten Minute an Spaß. Hansi Kraus, der gleich drei Rollen spielt, kommt in diesem Film besonders zur Geltung.


Die Aufmachung ist zwar nicht wie bei einer DVD, die von großen Firmen hergestellt wird, jedoch merkt man, daß man sich sehr viel Mühe gemacht hat. Die DVD kann sich auch optisch sehen lassen.


Das Menü ist schön und übersichtlich gestaltet. Auch das Bonusmaterial kann sich sehen lassen. Beim "Making of" kann man über 10 Minuten lang einen Blick hinter die Kulissen werfen. Mir persönlich fehlen nur einige ausführliche Interviews mit einzelnen Darstellern. Ansonsten gibt es nichts zu bemängeln.


Fazit: Für alle die Hansi Kraus nicht nur in seinen alten Rollen mögen, sondern ihn auch mal in einem aktuellen, Heimat-satirischen Kurzfilm sehen möchten (in drei verschiedenen Rollen!), den kann man den Film nur ans Herz legen! Mir macht dieser 20 Minuten Film mehr spaß als einige der billigen 70er Jahre Komödien mit Hansi Kraus.


Wertung: 5 von 10 Punkten
Autor: Sebastian Kuboth

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