Posts by Film-im-Film

    Wahrscheinlich spielt das wissen mit das der Film von Harland (von vielen ja nur als der Regisseur von jud Süß gesehen)

    Da achtet man wahrscheinlich auch seitens der Murnau Stiftung eher auf Propaganda :/

    Stimmt, das könnte auf jeden Fall ein Grund dafür sein. Bei Harlan ist meiner Meinung nach das gefährliche, dass er bei weitem nicht so plump arbeitete wie andere Regisseure des NS-Staats, sondern relativ subtil vorging (von "Jud Süß" jetzt mal abgesehen - da kann er in seiner Autobiographie so viel Rechtfertigungen probieren, wie er will). Seine Filme sind handwerklich zumeist einwandfreie Dramen, die einen manchmal sogar fast vergessen lassen, was für Botschaften sie aussenden ("Die goldene Stadt" z.B., der abzüglich seiner rassistischen Ausfälle gegen Tschechen eigentlich schon fast ein ganz normaler Heimatfilm sein könnte).


    Wie gesagt, ich fand den "Herrscher" einfach weniger problematisch als andere Filme der Zeit, die man problemlos im heimischen Handel erwerben kann. Kann aber natürlich auch sein, dass ich einfach einige Sachen im Film gar nicht so richtig mitbekommen habe.

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    Die Montecarlos - Magdalena


    Das Titellied des Films Liebe kann wie Gift sein (1958). Ist mir heute auf einmal wieder im Kopf gewesen :D

    Als ich heute in den Film in der Arte Mediathek hineinsah, war ich doch einigermaßen über die doch erstaunlich schlechte Qualität überrascht! Einen Film dieses Standards ist man normalerweise nicht von Arte gewohnt. Umso mehr verwunderlich, da in den letzten Jahren eine Vielzahl an frisch restaurierten Titeln erschienen sind, die es verdient hätten, in der Arte-Reihe gezeigt zu werden.

    Schon der Stummfilm "Filibus" ließ mich wegen der schlechten Bildqualität etwas ratlos zurück......

    Das war bei King Vidors tollem Film "The Crowd" vor einiger Zeit auch so. Aber Arte kann eben auch nur mit dem arbeiten, was sie zur Verfügung gestellt bekommen.


    Edit: die dringende Frage dahinter ist ja die: wieso werden so viele tolle alte Filme durch die Rechteinhaber nicht angemessen (erneut) restauriert? Da gäbe es so viele tolle Werke, die es verdient hätten.

    Wie einige hier wissen dürften, habe ich mittlerweile doch schon einige Filme von Veit Harlan gesehen - darunter auch Der Herrscher aus dem Jahr 1937, mit dem sich der Regisseur endgültig bei Goebbels für spätere berüchtigte Propagandafilme empfehlen konnte.


    Emil Jannings spielt den Fabriksbesitzer Matthias Clausen, der nach dem Tod seiner Frau eine neue Liebe bei der Sekretärin Inken Peters (Marianne Hoppe) findet. Die Familie Clausens ist darüber gar nicht erfreut, man fürchtet ob der Heiratspläne um das eigene Erbe. Der Patriarch soll entmündigt werden. Dazu kommt es zwar nicht, aber die Familie bleibt zerstritten. Clausen vermacht sein Werk am Schluss dem Staat.


    Für mich persönlich ist Der Herrscher ein überaus gelungener Film, dessen Einstufung als Vorbehaltsfilm ich ehrlich gesagt nicht wirklich nachvollziehen kann. Sicher, er schafft es geschickt, propagandistische Elemente (Führergedanke, Unterordnung persönlicher Befindlichkeiten unter das Gemeinwohl im Staat) in eine dramatische Handlung einzubetten. Aber wenn ich daran denke, was für Filme aus der Zeit, die - meiner Meinung nach - um einiges offenkundiger in ihren Botschaften und ihrer Rhetorik sind (etwa "Robert Koch, der Bekämpfer des Todes") problemlos auf DVD bezogen werden können, wundere ich mich schon ein bisschen, was gerade an Der Herrscher so schlimm sein soll. Gerade dieser Film würde sich meiner Meinung nach prächtig eignen, um über das Filmschaffen im 3. Reich angeregt zu diskutieren.


    Wie findet ihr persönlich denn den Film? Für mich ist er auf jeden Fall ein handwerklich gelungener früher Harlan. Die VHS-Kassette aus der Zeit, als der Film noch eine normale FSK-Freigabe hatte, suche ich schon länger, hatte aber bislang kein Glück.


    Hier ist zumindest einmal der digitalisierte Filmanfang auf filmportal.de:


    Filmanfang | Der Herrscher | filmportal.de

    Es scheint wirklich noch kein Thema zu diesem Western zu geben - dann eröffne ich mal eins :) dieser Film von John Ford handelt von Ethan Edwards (John Wayne) - einem Heimkehrer aus dem Bürgerkrieg, der die Farm seines Bruders aufsucht. In der Gegend finden immer wieder Überfälle der Comanchen auf weiße Familien statt. Es erwischt auch die Familie von Ethans Bruder, die von Chief Scar (in der - meiner Meinung nach eher misslungenen - deutschen Synchronisation "Häuptling Schwarzer Falke" genannt) ermordet wird, bis auf die beiden Töchter Lucy und Debbie. Ethan, blind vor Hass, macht es sich zur Lebensaufgabe, die beiden zu finden...


    Ein absoluter Klassiker, ein wirklich phänomenaler Western, der einige der schönsten Bilder bietet, die ich bislang gesehen habe. Er hat allerdings lange gebraucht, um bei mir zu zünden, weil mir der Rassismus vieler der Figuren sauer aufgestoßen ist und das immer noch irgendwie tut. Waynes Figur des Ethan Edwards ist allerdings wirklich komplex angelegt. Die Entfremdung des Charakters von allen anderen Personen im Film, denen sein Hass irgendwann auch zu viel wird, ist eines der bestimmenden Themen des Films, der damit schon bisweilen wie ein Abgesang auf die Mythen des Wilden Westens wirkt (was Regisseur John Ford in seinen folgenden Meisterwerken "Zwei ritten zusammen" [1961] und "Der Mann, der Liberty Valance erschoss" [1962] noch expliziter zum Ausdruck brachte).


    The Searchers, wie dieser Film im Original heißt, gilt als einer der Lieblingsfilme berühmter internationaler Regisseure von David Lean bis hin zu George Lucas, Wim Wenders, Martin Scorsese, Jean-Luc Godard, Sergio Leone und Francis Ford Coppola.

    Ich finde es ja schön, dass man meiner absoluten Lieblingsserie immer wieder geradezu magische Fähigkeiten nachsagt. Aber letztendlich sind diese "Vorhersagen" einfach ein paar Zufälle, die sich bei 35 Jahren satirischer Gesellschaftskritik wohl zwangsläufig ergeben. Dass ein paar Storylines und Gags dann eben wirklich passieren, ist logisch. Zumal Trump ja 1999 schon mal kandidieren wollte, also auch damals war das jetzt keine "Vorhersage", sondern man hat diese Nachricht einfach aufgegriffen und verarbeitet :)

    Weil ich die Folge gestern geschaut habe:


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    "Wenn ich Miss Babcock davon erzählen darf, arbeite ich ein Jahr umsonst!" :D :D :D

    Wer erklärt mir bitte, was eine Laserdisc ist :|

    Entschuldigung, daran hatte ich nicht gedacht ?(

    Also, eine Laserdisc schaut ungefähr so aus wie eine DVD in der Größe einer Schallplatte. Die ersten Scheiben und Player erschienen 1978 in den USA, bald darauf auch in Europa. Sie waren qualitativ den VHS-Bändern auf jeden Fall überlegen (was den Ton angeht, gibt es bis heute Laserdiscs, die die späteren DVDs und Blu Rays übertreffen - die konnten nämlich nicht nur unkomprimiertes digitales Stereo, sondern später auch Surround Sound und sogar DTS) und wurden mittels Laser abgetastet. Darum waren sie in der Regel haltbarer als andere Formate der Zeit und wegen der besseren Auflösung insbesondere bei Cineasten beliebt - aber auch dementsprechend teuer. Drum kennt das Format außerhalb von Enthusiastenkreisen auch eigentlich keiner mehr.


    Falls du Zeit und Lust darauf hast, hier ist ein 10 Minuten langes Präsentationsvideo von Philips aus den frühen 80ern:


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    Das wäre der Song, von Shania Twain und dem Singer-Songwriter Breland:


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    Letzte Woche habe ich das Original erstmals gesehen und für gut befunden. Keine Ahnung, ob ich mir den neuen Film geben muss - wobei, immerhin ist Shania Twain auf dem Soundtrack-Album dabei, das gefällt mir schon mal ^^