Petta Frederik: 6. 12. 1913 – 10. 5. 1981
Posts by Organoeda
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Syma Delmar: 11. 9. 1898 – 4. 7. 1925
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Vorhin ist die Postkarte von Ossi Oswalda angekommen
Es ist eine jener Karten, wo ein Filmstar sich für einen vorher erhaltenen Gruß bedankt. Wer dieser Herr König war, wird sich nur schwer herausfinden lassen. Die konkreten Filmpläne könnten aber ein Hinweis auf den Zeitpunkt des Versands liefern. Projekte in Wien hatte sie ja vor allem Ende der 20er Jahre.Möglicherweise war es ein Herr Hönig, wenn man sich das H von "Herr" ansieht.
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Oh, davon wusste ich gar nichts!
Ein Sinnbild ihrer Schönheit! 
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So schnell wird eine Austernprinzessin also zum "gefallenen Mädchen"...

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Danke für den Lagebericht. Aber du weißt ja: Sag niemals nie!

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Eduard Eysenck: 28. 3. 1889 – 28. 5. 1968
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Käthe Dyckhoff: 14. 2. 1918 – 4. 2. 1999
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Auf Wikipedia wurde inzwischen mehrfach versucht, einzufügen, dass Klaus Bergatt am 10. 10. 2001 in Hamburg verstorben sei. Allerdings wird dies mit einen angeblichen Nachruf aus dem Hamburger Abendblatt zu belegen versucht, der bereits zum Zeitpunkt der Einsetzung in den Artikel nicht mehr aufzurufen war (das Online-Archiv des HHer Abendblattes ist seit Anfang des Jahres nicht mehr erreichbar), sodass ich nicht genau weiß, was von dieser Behauptung zu halten ist...
Bei dieser Wikipedia-Bearbeitung handelte es sich tatsächlich um einen Aprilscherz. Eine Anfrage beim Berliner Einwohnermeldeamt hat ergeben, dass Klaus Bergatt in Wirklichkeit am 16. September 2014 verstorben ist.
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Hertha Guthmar: 13. 12. 1904 – 13. 1. 2003
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Hilde Jansen: 24. 12. 1914 – 12. 4. 1995
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Baby Gray: 20. 12. 1907 – 2. 10. 1982
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Ich zähle die Tage...

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Danke! Leider durfte ich das Foto bei Wikipedia nicht hochladen, weil es noch nicht gemeinfrei ist

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Corry Bell: 10. 5. 1904 – 2. 10. 1985
(zum heutigen 40. Todestag!)
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Wie recht Hanne Brinkmann mit ihrer Widmung doch hatte

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Wirst du die Quellenangabe einfordern?

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Die Veröffentlichung der Biographie von Berthe Ostyn nehme ich zum Anlass, diesen Thread mal wieder zu füttern, da es sich um eine der aufwendigsten und langwierigsten Recherchen handelt, die ich bisher durchgeführt habe.
Die über viele Jahrzehnte in einschlägigen Publikationen sowie später online zugänglichen biographischen Informationen reichten trotz intensiver Bemühungen etlicher Forscher nicht aus, um Licht ins Dunkel zu bringen. Den Stein ins Rollen brachte letztlich eine Notiz im Nachlass des Exilforschers Günter Peter Straschek, der in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt/Main verwahrt wird. An einer völlig unvermuteten Stelle (nämlich in einem "Konvolut von Unterlagen zum Buchstaben Z") finden sich auf der Rückseite eines Blattes Vermerke zu Berthe Ostyn, darunter u. a. "Oppermann (?)" sowie "mit Sicherheit nach Großbritannien exiliert" und "war/ist verheiratet mit dem Inhaber von Hormo-Pharma".
Anhand des Fragezeichens sowie der Beschaffenheit dieser Informationen war ersichtlich, dass Straschek offensichtlich mit einer Person gesprochen hatte (ca. in den 1970ern), die einst in Kontakt zu Berthe Ostyn stand, sich aber nicht mehr sicher war, ob sie mit bürgerlichem Namen tatsächlich Oppermann hieß.
Da das tradierte Geburtsdatum auf „23. Februar 1906 Aachen“ lautete, lag es nahe, dort weiterzusuchen – allerdings war Vorsicht geboten, da Geburtsjahrgänge von Schauspielerinnen bekanntlich meist etwas „aufgemöbelt“ sind. Eine Durchsicht von Aachener Taufbüchern ergab dann, dass der Name Oppermann dort kaum vorkommt, der Name Offermann dafür aber sehr häufig. Nachdem ich zwischenzeitlich eine falsche Fährte zu einer Bertha Offermann verfolgt hatte, die am 22. Februar 1899 geboren war, kam mir die Idee, bei Ancestry nach Trägern des Namens Offermann in Breslau zu suchen – denn dass Berthe Ostyns Eltern später dort lebten, war bereits aus „Geliebter Kintopp“ bekannt. Die Suche förderte nach wenigen Klicks einen kaufmännischen Direktor namens Josef Offermann zu Tage, der 1943 im Alter von 66 Jahren in Breslau starb und gebürtig aus Aachen stammte. So weit, so gut.
Da die Benutzungspolitik des Stadtarchivs Aachen – vorsichtig formuliert – problematisch ist und dort auch sonst etliche Schwierigkeiten auftraten (die einen eigenen Beitrag wert wären), musste ich einen anderen Weg finden, die bisher gewonnenen Erkenntnisse nutzbringend zu verwerten. Da fiel mir ein, dass in den Jahrzehnten um 1900 häufig alle Geburten, Heiraten und Sterbefälle von den Standesämtern an die örtlichen Tageszeitungen gemeldet und dort veröffentlicht wurden. So begann ich im Online-Portal „Zeitpunkt NRW“ die Aachener Tageszeitungen der Jahre vor 1906 zu durchforsten – immer die Ausgaben nach dem 23. Februar. Da die sog. Volltextsuche fehlerbehaftet ist, war die Recherche in diesem Fall manuell zu erledigen. Es hat einige Zeit gedauert, aber letztlich stieß ich auf eine Notiz, der zufolge dem Commis Josef Offermann im Februar 1900 eine Tochter namens Josefine Bertha geboren worden sei.
Mit diesen konkreten Daten konnte ich mich nun an das Stadtarchiv Aachen wenden und eine Kopie des standesamtlichen Geburtseintrags anfordern. Die Schwierigkeiten, die dort – wie jedes Mal – wieder auftraten, will ich an dieser Stelle aussparen. Jedenfalls waren im Geburtseintrag keine späteren Lebensereignisse beigeschrieben. Ich war also genauso schlau wie zuvor. Jedoch fand ich bei Ancestry nun einen Heiratseintrag einer Josephine B. Offermann, die 1935 in England einen Eugen Schultz geheiratet hatte. Da nur der alphabetische Index online ist, musste ich mir eine Kopie des eigentlichen Eintrags beim General Register Office in London bestellen. Diesem Eintrag war dann zu entnehmen, dass Frau Offermann tatsächlich mit der Aachenerin identisch ist, von Beruf "actress" und in 1. Ehe mit Wilhelm Aloysius Eugen Ottow verheiratet war. Dessen Geburtsurkunde (wiederum bei Ancestry online) enthält den Vermerk, dass er 1935 in Hildesheim zum 2. Mal geheiratet hatte. Also schrieb ich ans dortige Stadtarchiv und erbat mir Kopien der Sammelakten zu diesem Heiratseintrag. Diese waren glücklicherweise erhalten (ist nicht immer der Fall) und brachten schließlich den entscheidenden Durchbruch, da sie das Scheidungsurteil von Eugen Ottows 1. Ehe enthielten. Zum Zeitpunkt der Scheidung im Jahr 1931 wohnte dessen Ehefrau Josefine Bertha Ottow, geb. Offermann, in der Paulsborner Straße 72 b in Berlin-Wilmersdorf – exakt dieselbe Adresse, an der auch Berthe Ostyn in den Berliner Adressbüchern dieser Jahre verzeichnet war!
Somit lagen nun vier Merkmale vor, die unabhängig voneinander sowohl von Berthe Ostyn als auch von Josefine Bertha Offermann bekannt waren: Geburt an einem 23. Februar in Aachen, Eltern lebten später in Breslau, Beruf Schauspielerin, Wohnadresse zu Beginn der 1930er: Paulsborner Straße 72 b. Es konnte also kein vernünftiger Zweifel mehr an der Personengleichheit bestehen.
Ein weiterer Mosaikstein war eine gerichtliche Nachlassakte, die ich mir vom Staatsarchiv Breslau schicken ließ. Darin wurde anlässlich des Todes von Josef Offermann 1943 festgestellt, dass seine Tochter "Bertha Chaw" zu dieser Zeit in London lebte, aufgrund des Kriegszustandes aber momentan keine Kontaktmöglichkeit bestünde. Chaw – also eine neuerliche Eheschließung? Doch meine Irritation ob des unüblichen Namens (der in der englischen Sprache nicht existiert) sollte sich bestätigen: Sämtliche Recherchen danach verliefen im Sand. Leider nahm ich meine Ahnung, dass es sich in Wirklichkeit vielleicht um den ungleich häufigeren Namen "Shaw" handeln könnte, damals zu wenig ernst, sodass meine Forschungen an diesem Punkt vorläufig stagnierten. Erst als ich mich nach etlichen Monaten dazu aufraffte, nochmals systematisch alle Optionen auszuloten, konnte ich anhand einer australischen Wählerliste von 1980 (Ancestry) feststellen, dass sich die Shaw-Hypothese bewahrheiten sollte. Der Eintrag – lautend auf Berthe Josephine Shaw – motivierte mich, der Fährte in Down Under nachzugehen und es dauerte nicht mehr allzu lang, bis ich im Western Australian Death Register fündig wurde: Berthe Josephine Shaw, geborene Offerman (!), starb am 29. Mai 1992 in Perth.
Ferner war noch festzustellen, dass mitnichten eine dritte Eheschließung vorlag, sondern vielmehr Eugen Schultz – der in Berlin übrigens tatsächlich Mitinhaber der Hormo-Pharma war – mitsamt seiner Familie aus Gründen der Assimilierung den Familiennamen „Shaw“ angenommen hatte.
Von der Friedhofsverwaltung der westaustralischen Hauptstadt Perth erhielt ich dankenswerterweise eine Kopie der Karteikarte betreffend Berthe Shaw, der ich den Namen der Person entnehmen konnte, die 1992 das Begräbnis organisiert und bezahlt hatte. Wie sich nachträglich herausstellen sollte, handelte es sich hierbei um die Tochter, von deren Existenz ich wenige Wochen später durch Eugen Shaws Entschädigungsakte erfuhr, die ich beim Berliner Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten einsehen konnte. Leider musste ich feststellen, dass die Tochter bereits 2017 verstorben ist. So schrieb ich einen Brief an deren über 80-jährigen Ehemann, der zum Glück noch an der angestammten Adresse lebte. Er war „delighted“ über meine Zeilen und gab mir bereitwillig Auskunft über Berthe Ostyns zweite Lebenshälfte, während ich ihn über ihre erste aufklären konnte. Ironie pur: Die Familie wusste zwar von der Schauspieltätigkeit Berthe Ostyns, kannte aber ihr Pseudonym nicht. Somit mussten ihre Recherchen nach Filmen erfolglos bleiben. Die hiesige Film- und Forscherwelt suchte hingegen immer vergeblich nach dem bürgerlichen Namen! Nun endlich konnten die beiden Lebenshälften zusammengeführt werden.
So weit in aller Kürze (?) die Genese der nunmehr vorliegenden Biographie, um zu verdeutlichen, wieviel Schweiß und Tränen oft hinter nackten Lebensdaten stecken. Zugleich soll diese Schilderung auch Anreiz für Interessierte in vergleichbaren Fällen sein, da kompetenter Zuwachs für die leider kleine Forschergemeinde nur von Vorteil sein kann.
Abschließend möchte ich noch Thomas Städeli (http://www.cyranos.ch) danken, der mir für den Wikipedia-Eintrag freundlicherweise einen hochauflösenden Scan seiner handsignierten Autogrammkarte von Berthe Ostyn zur Verfügung gestellt hat.
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Berthe Ostyn: 23. 2. 1900 – 29. 5. 1992
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Da ich in den letzten Tagen unterwegs war, kann ich leider erst heute daran erinnern, dass am 13. August 1975 und somit vor 50 Jahren Eva Speyer verstorben ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Eva_Speyer