Posts by Grete Ly

    Hier in Hugo Quittner`s "Rotenturm-Kino", welches schon 1910 bestand und am Fleischmarkt 1 zu Wien lag, fand am 02. März 1923 die Österreich-Premiere von "Nosferatu" statt.

    Es hatte zu dieser Zeit einen Fassungsraum von 305 Personen. Gegründet wurde es 1910 von Stadtbaumeister Viktor Schwadron und erbaut von Arthur Baron erbaut.
    Hugo Quittner war ab 1914 Direktor.

    Ende 1939 gerät das Rotenturm-Kino in die Insolvenz. Die Photographie stammt aus dem Jahre 1920.


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    Etwas zur vollständigen Musik zu "Nosferatu" von Hans Erdmann Guckel.


    Die bekannte "Fantastisch-romantische Suite" von Erdmann, welche erhalten ist durch einen Druck bei Bote und Bock 1926 veröffentlicht, aber eben unvollständig.

    Diese Suite ist aber nicht alles, denn mit den Stücken können nur ca. 60 % des gesamten Filmes bespielt werden. Die Restauration der Erdmann Musik durch Heller enthält dadurch natürlich Fehler, durch die damals notwendige Flickschusterei.

    Die Restaurierung der Nosferatu-Musik entspricht nicht dem Original-Arrangement der Uraufführung. Zudem entspricht auch die Restaurierung des Nosferatu Filmes selbst nicht der Uraufführungsfassung. Das hat mehrere Gründe. Bei der Restaurierung wurde Szenen eingefügt, welche in der deutschen Ur-Fassung nie enthalten waren.

    Dazu kommt die völlig falsche Laufzeit des Filmes, durch die fehlerhaft eingesetzten 18 Bilder/sec.. Dies ist viel zu langsam. Keiner der damals entstandenen Stummfilme lief mit 18 Bildern.

    Ein Stummfilm muss schneller laufen, da es ein Stummfilm und kein Tonfilm ist. Der Rhythmus der Stummfilme wird durch den zu geringen Ablauf vollständig gestört. Das bemerkt man schon an den Zwischentiteln, welche bei 18 Bildern viel zu lang erscheinen.

    Nun aber zur bisher unvollständigen Erdmann Musik.

    In unserem Archiv befindet sich eine Liste von Themen, welche für Nosferatu geschrieben, sich aber nicht in der bekannten Suite befinden. Mittlerweile sind mir sämtliche Thementitel bekannt. Die komplette Nosferatu-Komposition wurde nämlich in sehr geringer Auflage gedruckt und ist noch existent.

    Georg Fiebiger hatte ebenfalls nur Themen Erdmanns verwendet, um die Tonfilmfassung "Nosferatu der Vampyr" (1930), sowie die Stummfilmfassung der "12. Stunde" (1929) zu unterlegten. Darunter zwei längere Stücke, welche sich nicht vergleichbar in der "Fantastisch-romantischen Suite" finden lassen.

    Zudem ist die Komposition als Druck erhalten, aber nicht in der Fassung von Bote und Bock, sondern vollständig.


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    Hardy von Francois, gebürtig Bernhard Hermann Bruno Louis von Francois, (* 07. Februar 1879 zu Potsdam; † 21. Dezember 1951 zu Berlin-Schöneberg) war ein deutscher Regisseur und Schauspieler.


    Seine Eltern waren der preußischer Oberst Hermann Karl Bruno von Francois (1856–1933) und dessen Ehefrau Elisabeth Emma Olga von Besser (* 30. März 1859). Sein Großvater war der Generalmajor Bruno von Francois (1818–1870). Dadurch war seine Großmutter Marie Amalie Helene von Wentzel (* 05 Sept. 1829)

    Er ehelichte den 10. September 1902 Hedwig Wagner. Die Ehe wurde wieder geschieden. Anschließend heiratete er am 8. März 1926 Elsa Gerda Falk (* 15. August 1899), eine Tochter des Plauener Spitzenfabrikanten Falk.


    Er starb früh morgens um 6.30 Uhr, den 21. Dezember 1951 in seiner Wohnung zu Berlin-Schöneberg.

    Der Totenschein benennt folgende Todesursachen: Doppelseitige Pneumonie, Herzmuskelschaden, Angina Pectoris, Asthma cardiale. Der Tod wurde gemeldet durch seine Witwe Elsa Gerda von Francois.


    Er wird sehr oft verwechselt mit dem Intendanzrat Bernhard Hermann.



    Auch in unserer Verlags-Wiki nachzulesen.

    http://www.gotha-wiki.org/index.php?title=Hardy_von_Francois


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    Nur mal wieder ein Wort zur "Wikipedia".


    Ich habe mal wahllos 10 Personen aus dem Gebiet Stummfilmschauspieler herausgesucht.


    Ich habe in jedem Artikel zum Geburtort, oder Datum, oder Sterbeort, oder Sterbedatum, oder Ehelichungsdatum, FEHLER entdeckt.


    Verlasst Euch nicht auf die Inhalte der Wikipedia. Es sind wirklich in jedem Artikel Fehler drin. Ich überprüfe das nun schon seit Jahren und ich fand bisher keinen einzigen fehlerfreien Artikel.


    Dahier mal das Beispiel Heinrich Witte (1888-1933).


    Oben der falsche Wikipedia Eintrag und unten die richtige Primärquelle.


    Seit Jahrzehnten der selbe Fehler zum Geburtsort. Nein. Heinrich Witte wurde nicht in Berlin geboren. Er starb nur dort. Geboren wurde er, wie hier auf seinem Totenschein lesbar, in Minden. Auch seine Geburtsurkunde liegt uns im Archiv vor.


    Liebe Wikipedia Schreiber. Ich werfe Euch nicht vor, das ihr keine Genealogen seid. Ich werfe Euch vor, trotz Eurer Unkenntnis der Materie, fehlerhafte Artikel zu schreiben.

    Dann schreibt lieber garnichts. Oder überprüft wenigstens Eure Eintragungen anhand von Primärquellen. Abschreiben aus irgendwelchen älteren Print-Werken, welche meist mehr Fehler als Wahrheiten bieten, ist keine gute Idee.

    Ich kann Euch auf Anhieb tausende Fehler melden. Aber ich bin nicht dafür da, Eure Arbeit zu tun.

    Personen aber, welche Eurer Wikipedia vertrauen, nutzen vielleicht die falschen Daten und haben dann in Ihren Arbeiten schwerwiegende Fehler. So darf es nicht sein.

    Überprüft also Eure Eintragungen anhand von Urquellen. Speziell was Daten und Orte betrifft.


    Und noch was. Das Problem ist nicht die Wikipedia selbst, sondern sind hauptsächlich die Administratoren, welche nicht in der Lage sind die Materie zu beherrschen oder gar fruchtbare Überprüfungen vorzunehmen.


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    Heinrich Eberhard Wrede


    deutscher Schauspieler


    Diese Daten sind neu durch mich erarbeitet und noch sonst nirgends nachlesbar.


    geb: 25. Juli 1880 um 22.30 Uhr in der Bellealliance Str. No. 15 zu Berlin als Sohn des Johannes Heinrich August Franz Wrede (Stabsarzt a.D. u. Doct. d. Medizin) und der Ida Franziska Jakobine Dorothea Wrede geb. Reschke.


    1. Ehe: 21. Dez. 1908 zu Berlin Schöneberg mit der Schauspielerin Martha Auzinger geb. Holitscher (geb. 30.05.1884 zu Röhrenbach(Nieder-Österreich) als Tochter des Josef Arnold Holitscher (Doc. d. Medizin) und der Ernestine Schmiderschütz. Als Trauzeugen fungierten das Schriftstellerehepaar Siegfried und Lisbeth Spiro. Scheidung dieser Ehe den 29.April 1920 (Landgericht III, Berlin Schöneberg)


    2. Ehe: 07. Jan. 1928 zu Berlin Wilmersdorf mit der Schauspielerin Mathilde Emma Antonie Kasak geb. Wötzel (geb. 03. Sept. 1889 zu Hamburg) als Tochter des Alfred Maria Wötzel und der Alma Maria Johanna Wötzel, geb. Kröger. Als Trauzeugen fungierte das Ehepaar Walther und Frieda Wrede. Die Ehe endete durch den am 18. Jun. 1928 (Berlin, Krankenhaus Urban) bereits erfolgten Tod der Ehefrau.


    gest: 15. Nov. 1935 zu Berlin Wilmersdorf (Krankenhaus).


    Dahier auch der Eintrag in unserer Verlags-Wiki.

    http://www.gotha-wiki.org/inde…e=Heinrich_Eberhard_Wrede


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    PEGGY LONGARD IDENTIFIZIERT


    Diese Daten sind neu durch mich erarbeitet und noch sonst nirgends nachlesbar.


    Bisher war nicht bekannt wer sich hinter dem Pseudonym Peggy Longard verbarg.

    Sie tauchte 1919 im deutschen Stummfilm wie aus dem nichts auf und verschwand ebenso spurlos 4 Jahre später.


    Nach umfangreicher Recherche kann ich nun erstmals bekannt geben, um wen es sich wirklich handelte.


    Hedwig Charlotte Braun, geb. 20. Jan. 1892 zu Berlin als Tochter des Bankiers Oser Braun und der Auguste Charlotte Maria Henriette Hansine Braun geb. Krack.

    * verehelicht 26. Jul. 1913 zu Berlin mit dem Kaufmann Richard Löwenthal, geb. 07. Sept. 1887 zu Altona, als Sohn des Malers Moses Löwenthal und der Jenny Löwenthal geb. Simon.


    Ihe Ehegatte übernimmt nach dem ersten Weltkriege die Direktion der Firma Gut & Co.


    1919 nimmt sie den Namen Peggy Longard an und spielt in Stummfilmen für einige Jahre tragende Rollen.

    Einer der Finanziers dieser Filme ist ihr Gatte, welcher bei der Thea-Film im Vorstand sitzt.

    So arbeitet sie unter anderem für die National-Film AG, Berlin und die Thea-Film, Berlin.

    Nach dem relativ geringem Erfolg der Fortunato-Filmreihe steigen die Löwenthal`s wieder aus dem Filmgeschäft aus.

    1932 versucht sie mit ihrem Gatten nochmals eine Film-Produktionsfirma aufzubauen, aber die Sache zerschlägt sich.

    Für das Jahre 1932 konnte man den Namen Peggy Longard noch einmal in einem Berliner Telefonbuch lesen, mit dem Zusatz: Schauspielerin.


    Im Herbst 1938 schiffen sich die Löwenthals nach Brasilien ein und werden dort beide am 22.11.1938 in den Einwanderungsregistern geführt. 1944 erhaltenen sie ihre dauernde Aufenthaltserlaubnis zugesichert.


    Sie leben dort in St. Paulo und kehren nie wieder nach Deutschland zurück.


    Durch ihren Vater Oser Braun (geb. 09. Jun. 1842 zu Meseritz), ist sie die Enkeltochter des Handelsmannes Moses Israel Braun und dessen Gattin Debora Freyer.

    Durch ihre Mutter Auguste Charlotte Maria Henriette Hansine Krack (geb. 30. Jan. 1863 zu Schwerin), ist sie die Enkeltochter des Joachim Johann Heinrich Friedrich Krack und seiner Gattin Christine Wilhelmine Henriette Rehse.


    Ich veröffentliche vorerst kein Sterbedatum und keinen Sterbeort. Eins sei nur noch verraten: Sie lebte noch 1960.


    Auf dem Bilde ihr Eintrag im Geburtenregister.


    Übrigens sind der größte Teil der Angaben in der Wikipedia - wie immer dort - falsch.


    In unserer Verlagswiki ist die Revision nun öffentlich Online: http://www.gotha-wiki.org/index.php?title=Peggy_Longard


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    Die Abteilung Zellstoffwerke zu Königsberg (Ostpreussen), "Koholyt AG" der Hugo Stinnes GmbH.


    Seit 1923 war dort Guillermo Lorey als Prokurist angestellt und gesandt in geschäftlichen und rechtlichen Angelegenheiten in die Aussenstelle Berlin, Potsdamerstraße.

    Im gleichen Jahre gründen drei Herren die Pan Film AG. Der Chemiker W. Seibold, der Produzent E. Dieckmann und oben genannter G. Lorey, mit einem Kapital von 1 Million Reichsmark.

    Durch die Verbindungen Lorey`s zu dem Kartenfabrikanten Beer flossen von dort die Produktionsgelder für die erste Produktion "Schatten" ein.


    Durch die Arbeiten der Psychologin Karen Horney, Mutter der Schauspielerin Brigitte Horney, wurde das Drehbuch sehr stark beeinflusst.

    Die Verbindung zu ihr entstand durch den Gatten Dr. Oscar Horney (DAFU), welcher auch die Verbindung zu den Koholyt Werken brachte. Er war bereits 1921 dort im Vorstand.


    "Schatten" war die vierte Produktionsarbeit des Nosferatu-Produzenten E. Dieckmann. "Eolus" aus 1922, der 1924 zusammen mit "Nosferatu" in den amerikanischen Verleih ging, war wohl seine beeindruckendste Produktion. Es kommt noch hinzu der nie aufgeführte, aber vollendete "Non Mortuus". Und natürlich nicht zu vergessen seine fünfte Produktion, der nicht in Deutschland gelaufene Film "Blaubart" (1923/24) mit Jannings. Dieser lief nur kurz im Ausland und danach nie wieder.


    Die gesamten Daten dieses kurzen Auszuges sind durch Quellen unseres Archives belegbar, neu erarbeitet und deshalb noch nirgends nachzulesen.


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    Als Greta Schröder dem großen Paul Wegener am 16. März 1927 ihr Ja-Wort gab, ging diesem Ereignis eine sehr schwere Geschichte voraus. Greta ehelichte im Oktober 1913 in Budapest den Tänzer und Schauspieler Ernst Mechlovits, der sich Ernst Matray nannte. Als sie sich in den frühen zwanziger Jahren von ihm scheiden lies, ging dieser Sache bereits ein gegenseitiger Ehebetrug voraus. Ernst Matray hatte eine Liaison mit seiner Tanzpartnerin Katta Sterna und Greta war Paul schon seit den späten 1910er Jahren nicht abgeneigt. Dieser aber war seit 13. März 1917 mit der böhmischen Schauspielerin Lyda Salmonova verheiratet, von welcher er sich am 09. März 1925 scheiden lies. Dieser Scheidung gingen bereits Pressemitteilungen in 1924 voraus. Darin erwähnt, die später geplante Ehe mit Greta Schröder-Matray. Greta war unentschlossen und wusste die Hochzeit ständig wieder zu verschieben. Am 08. März 1927 dann aber, ehelichte Ernst Matray die Schwester seiner Tanzpartnerin Katta, Maria Charlotte.

    Darauf hin gab Greta Ernst entgültig auf und ehelichte eine Woche später Paul Wegener.

    Sie tritt in den folgenden Jahren nur noch mit Paul auf der Bühne auf und dreht keine Filme mehr. So ist sie mit Paul in den Stücken „Der Gedanke“, „Der Vater“, „Die Raschoffs“ und „Maria Magdalena“ auf den Bühnen Deutschlands und Österreichs zu sehen. Ebenso erfolgt 1929 eine Tournee nach Süd-Amerika.

    Am 07. Oktober 1932 dann ist die Ehe am Ende und die Scheidung findet auf dem Landgericht Berlin III statt. Entgegen der nachehelichen Beziehung zu Matray, welche man keineswegs als freundschaftlich bezeichnen kann, wird die Nachehe zwischen ihr und Paul ein liebesvolles, eng-freundschaftliches Verhältnis. Paul selbst gestattet, das sie unter dem Namen Greta Wegener im Jahre 1937 in England zwei Filme dreht. Er verschafft ihr auch die Rolle der Gräfin von Voß in Veit Harlan`s „Kolberg“, nachdem er bereits am 23. Mai 1936 seine letzte Ehe mit der Schauspielerin Elisabeth Christiane Hildebrandt, geb. Rohwer eingegangen war, welche zuvor seit 1922 mit dem Schauspieler Paul Rudolf Hildebrandt verehelicht und sich 1934 von diesem scheiden ließ.

    Nach Ende des II. Weltkrieges, daß Paul Wegener in seinem Haus in Berlin-Wilmersdorf erlebt, tritt der sowjetische Oberkommandierende General Bersarin an den Schauspieler heran. Er kennt Paul noch aus dem großen „Golem“ Film, den er schon als junger Mann liebte. Er läßt vor Paul`s Haus ein Schild zum Schutz aufstellen mit folgender Aufschrift:

    "HIER WOHNT PAUL WEGENER, DER GROSSE KÜNSTLER! GELIEBT UND VEREHRT AUF DER GANZEN WELT."

    Greta ging nach dem Kriege nach Wien und trat dort noch über 10 Jahre in hochgelobten Stücken auf. Auch einige Spielfilme konnte sie noch realisieren.

    Paul Wegener starb am 13. September 1948 um 2.15 Uhr, nachdem er Tags zuvor eine Schlaganfall erlitten hatte und an dessen folgen (Kreislaufversagen) starb. Er wurde am nächsten Tage vom Bestatter Karl Dutzmann aus Berlin-Lichterfelde abgeholt und auf dem Friedhof Heerstraße einige Tage später zur ewigen Ruhe gebettet.

    Greta lebte noch bis zu ihrem Tode im Jahre 1980 in Berlin-Steglitz.

    Das linke Photo zeigt Greta und Paul in dem Stück "Jacqueline", noch vor ihrer Heirat. Das rechte Bild zeigt Beider Eheurkunde.

    Ernst Matray ging nach Hollywood.

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    Wie gesagt, wir werden ja sehen ob das Buch dieses Jahr rauskommt... :/

    Es kommt. Warum soll es nicht kommen? Es ist völlig normal im Verlagswesen, das bei wissenschaftlichen Publikationen ein Termin allein schon deshalb verschoben wird, da neues Forschungsmaterial auftauchte.


    Es ist jetzt fertig. Wird gedruckt und damit ist es da.


    Ich bringe jeden Monat einen historischen Bildband, jeweils zu deutschen Städten. Die erscheinen stets pünktlich, aber da gibt es auch das Problem mit dem Virus nicht.


    Das Nosferatu-Buch ist eine völlig andere Dimension und wird weltweit erwartet. Da ist es schon nötig eine große Veranstaltung mit wichtigen Gästen zu bringen.

    Jens Spahn war es auf jeden Fall nicht klar. Der hat noch im Oktober gesagt, dass es keinen Lockdown wie im Frühjahr mehr geben würde.


    Naja, mir egal! Wir werden ja sehen ob das Buch dieses Jahr rauskommt... X/

    Wie sich zeigte hatte Herr Spahn Unrecht und war einer Täuschung erlegen. Wenn Herrn Spahn das im Oktober noch nicht klar war, dann ist das sehr traurig. Jeder vernünftig und logisch denkende Mensch wusste was kommt. Pandemien funktionieren schon seit tausenden Jahren gleich.


    Eine öffentliche Veranstaltung, zur Veröffentlichung des Buches im September 20, wäre nur mit sehr begrenzter Anzahl von Besuchern möglich gewesen. Und eine Vorführung vor mehreren hundert Besuchern nicht möglich.


    Selbstverständlich kommt es dieses Jahr.

    HIER FAND DIE WELT-URAUFFÜHRUNG STATT.
    Das Welturaufführungs-Kino von "Nosferatu". Das "Flora" in der Wagenstraat zu Den Haag (Holland).
    Hier lief "Nosferatu" am Donnerstag den 16. Februar 1922 das erste mal öffentlich in der Urfassung von 1760 Metern Länge.

    Die angebliche "Uraufführung" zu Berlin am 04. März 1922, wurde damals zwar als solche beworben, war aber keine mehr, da die Kinos in Holland am ursprünglichen Kinostarttermin, welcher für Deutschland verschoben war, festhielten.

    Auch diese Länge ist immer falsch angegeben. Durch die Zensur kam damals eine etwas längere Fassung, welche aber nie aufgeführt wurde. Man hat damals nur alles Material, welches für Inland und Export gedacht war in einer Vollfassung durch die Zensur gebracht. Diese Fassung sollte aber nur alles Material durchbringen. Der Film durfte danach kürzer sein, aber kein zusätzliches Material enthalten. So wurde er danach für Export und Inland extra und jeweils anders heruntergeschnitten und montiert. Jede Fassung enthielt manchmal etwas längere oder kürzere Szenen. Teils ohne Schattenaufnahmen, teils mit.

    Da nur ein vollständiges Negativ zur Verfügung stand, wurden für den Export mehrere Dup-Negative gezogen. Es wurde mit einer Kamera gedreht, einige Szenen aber mehrfach.

    Copyright Text by Jens Geutebrück

    Überlichweise liest man zur Uraufführung des Films überall und immer das Datum 04. März 1922, Berlin.


    Das ist falsch!

    Die Welturaufführung des Films fand am 16. Februar 1922 in Den Haag statt. Dies ist die früheste nachweisbare öffentliche Aufführung des Films.

    Am 04. März 1922 zu Berlin, war nur die deutsche Erstaufführung, wird aber überall fälschlicherweise als Uraufführung angegeben.

    Einer der Gründe, warum unser Werk "Der Fall Nosferatu" so wichtig ist. Denn bisher wurden, was die Geschichte des Filmes betrifft, nicht nur kleine Fehler gemacht. Nein. Eigentlich wurde in den letzten Jahrzehnten viel Unsinn zum Film geschrieben. Viel falsch, ungenau, teils übertrieben, völlig verzerrt dargestellt.

    Copyright by Jens Geutebrück