Posts by Grete Ly

    Unsere Nennung im umfangreichen Artikel "Der Ruf des Totenvogels" von Matthias Rude in der neuen Ausgabe der Melodie und Rhythmus, welche ich als Belegexemplar vom Verlag erhielt und welche ab 01. April offiziell zu kaufen war.


    Grund: Wir widerlegen (mit Primärquellen!) in unserer "Nosferatu-Chronik" die jahrzehntelang fälschlich existierende und quellentote These, das Nosferatu (1921) ein Film mit antisemitischen Tendenzen wäre und es damals Rechte Geldgeber gegeben hätte. All dies ist völlig falsch und an den Haaren herbeigezogene Mutmaßungshistorik.


    Noch dieses Jahr erscheint der erste Band unserer Chronik.

    Ist denn das Nosferatu-Buch inzwischen erschienen? Nur bei Amazon wurde es zuletzt noch beworben, Dussmann macht es nicht mehr. Letzter Erscheinungstermin war März 2022.

    Das Buch erscheint nicht mehr in dieser gekürzten Form , sondern als Dreibänder. Die Mengen an dazugekommenen Material wurden im letzten Jahr zu umfangreich.


    Die "Nosferatu-Chronik" erscheint in drei Bänden von ca. je 400 Seiten. Sie wurde durch Holger Mandel und mich erarbeitet und fußt auf jahrelangen Recherchearbeiten.


    Der erste Band beschäftigt sich mit der Vorgeschichte des Stoffs und umfasst die Zeit von 1250 bis 1920. Der zweite Band behandelt die Zeit von 1921 bis 1932. Der dritte Band beleuchtet die Nachgeschichte von 1933 bis 2022. Jeder der Bände ist zudem umfangreich mit seltenen Material bebildert.


    ISBN 1. Band: 978-3-948152-99-4

    ISBN 2. Band: 978-3-948152-60-4

    ISBN 3. Band: 978-3-948152-61-1


    Aufgrund gewisser Differenzen habe ich einen früheren Mitautor aus dem Vertrag entlassen. Uns (Holger Mandel und ich) war die wissenschaftliche, wenn auch übertrieben penible Aufarbeitung des Themas wichtiger und somit wurde natürlich eine weitere Verschiebung des Veröffentlichungstermins notwendig. Da wir aber das neu hinzugekommene Material unmöglich vorenthalten konnten, haben Holger Mandel und ich entschieden das Buch nur noch als reine Chronik zu bringen. Eine Volltextfassung würde den Rahmen komplett sprengen.


    Bei dieser Arbeit geht es uns nicht um Verkaufszahlen. Es geht hier rein um die Richtigstellung der gesamten Geschichte um den Film.


    Die Bücher erscheinen im "Verlag und Archiv Geutebrück" und es ist geplant den Vertrieb der Bücher über den Belleville Verlag laufen zu lassen.


    Regelmäßig aber veröffentlichen wir Auszüge zu unserer Arbeit. Vornehmlich, auch wenn das merkwürdig klingt, bei Facebook. Dort gibt es ein kleines geschlossenes Stummfilmforum mit nur 39 Mitgliedern. Allesamt Spezialisten in ihrem Fach. Gern können dort Beitrittsanfragen gestellt werden. Bevorzugt sind Mitglieder mit Klarnamen oder wenigstens vernünftigen Profilbild.


    https://www.facebook.com/groups/400798120388998


    Auch unser lieber Admin Vogel Specht ist dort anzutreffen. :)


    Man möge es uns bitte nicht verübeln, dass wir das gesamte Projekt umwarfen. Es kommt aber sicher, da die Arbeit unbedingt an die Öffentlichkeit muss.


    Der erste Band soll auf jedenfall dieses Jahr kommen. Aufgrund der genauen und umfangreichen Quellenangaben und Endnoten arbeiten wir mit Hochdruck. Die weiteren zwei Bände waren auch für dieses Jahr geplant, wird aber zu eng werden. Deshalb wird sich das auf den Bildern vorhandene Jahr bei Band 2 und 3 auf 2023 ändern.


    Unter diesen Links spricht Holger Mandel zu den Dreharbeiten:


    Grete Ly, Quax, ich habe das kurzfristig aus dem Scheitel geschlossen als ich grad auf dem Sprung zu einem Online-Meeting war. Vielleicht lag ich da aber auch falsch. Aber ich glaube nicht, dass das wichtig genug ist, um eine Grundsatzfrage daraus zu machen. Es geht ja nicht um Coronaregeln oder den Rundfunkbeitrag ;) Ich kann auch glücklich weiterleben, wenn Carl Auen Beidhänder oder Rechtshänder war ;)

    ...wenn es Carl Auen ist! Auen ist zwar möglich, bin mir aber nicht ganz sicher. Ich schau immer sehr auf die Ohren. Der Darsteller im Ausschnitt hat aber so verdammt kleine Ohren. Unnormal kleine Ohren.

    Die Cinémathèque Française hat hier die deutsch-französische Co-Produktion "Cagliostro" (1929) online gestellt. Regie führte Richard Oswald. In den Hauptrollen sind u.a. Hans Stüwe und Alfred Abel zu sehen.

    Sehr schöne Abtastung. Basiert zum großen Teil was die Schnittfolge betrifft auf der Pathe 9,5mm Fassung. "Cagliostro" kam sowohl auf kleinen Pathe-Baby Spulen raus, wie auch auf 3 großen Rollen von Pathescope. Inhalt identisch (Bei Pathescope sind die Zwischentitel durchlaufend, aber in den Pathe-Babys als Stoptitel mit 2-3 Bildern eingefügt). Gibt es auf 9,5mm mit deutschen, englischen und französischen Zwischentiteln. Wurde in den frühen 1930er Jahren in dieser Fassung in den jeweiligen Ländern umfangreich vertrieben.


    Man hätte erwähnen sollen, das der Film nie gänzlich verschollen war, denn die 9,5mm Fassung, welche auf die gleiche Länge kommt, war immer erhalten und wird auch heute noch - wenn auch selten - im Web auf 9,5mm angeboten. Ich besitze die 9,5mm Fassung auch.


    Natürlich muss die Vollfassung bisher als noch verschollen gelten.

    Irgend etwas scheint mit dem Veröffentlichungsdatum des Ausschnittes nicht zu stimmen. Da steht 13.08.34. Die Hochzeit fand aber Mittwoch den 15. August 1934 um 12 Uhr im Amsterdamer Rathaus statt.


    Auch an der ursprünglichen Quelle der Datei ist ein falsches Veröffentlichungsdatum genannt:

    https://www.openbeelden.nl/media/1245830


    Ich habe eine Meldung mit den entsprechenden Quellen dort hin gesendet. Sollte geändert werden.

    Ich glaube mit "Die Konkurrenz platzt" könntest du schon richtig liegen.

    Der Frack sieht wirklich sehr ähnlich aus und die Dame wäre dann Maria Corda.

    Maria Corda sieht der Dame aus dem Fragment auch sehr ähnlich. Und Hugo Fischer-Köppe könnte auch stimmen.

    Wieso konntest du das Fragment auf eine AafA-Produktion von 1929 eingrenzen ?

    Das es späte Zwanziger sind, kann man allein an der Mode erkennen. Dann das Standphoto mit dem Frack und noch Hugo Fischer-Köppe. Da Fischer-Köppe aber in "Donauwalzer" nicht drin ist, konnte es nur "Die Konkurrenz platzt" sein. Da ich selbst täglich mit alten Filmmaterial zu tun habe, kann man schon auch daran erkennen, das es sich um spätes zwanziger Jahre Material handelt, (Körnigkeit, Grautöne usw.) Wollte Dich schon nach einem Bild der Perforation fragen, kam dann aber so weiter. Fischer-Köppe half mir nur, es genau einzugrenzen. Und dann noch die Mode. Diese gesamten Eindrücke kommen zusammen und man so etwas eingrenzen.


    Die "Aafa Film AG" bestand bereits seit 1920- ursprünglich noch unter anderem Namen - , hatte 1929 Gabriel Levy, Emil Cohn und Paul Nitzpon im Vorstand und saß in der Friedrichstraße 223. Gabriel Levy war seit 1920 auch Geschäftsführer der "Ambos-Film GmbH", die er 1920 mit Rudolf Dworsky gegründet hatte. Bei Emil Cohn handelt es sich um den ehemaligen Geschäftsführer der Blitz-Apparate GmbH, die bereits seit 1917 bestand. Und natürlich Paul Nitzpon - der ursprünglich von der 1922 neu gegründeten "Norddeutschen Industrie & Handelsgesellschaft" kam - von der 1927 gegründeten Konsortial-Film GmbH, über die auch viel zu erzählen ist. Er kommt aber bereits 1926 als Prokurist zur Aafa und steigt 1927 zum stellvertretenden Mitglied des Vorstandes auf; seine Prokura erlischt.

    Ja, der Herr im zweiten Fragment ist mit Sicherheit Harry Liedtke, aber wer ist die Dame ?

    Nur über die Identifikation der Dame dürfte der Filmtitel herauszufinden sein. Hmm.

    Zum zweiten Fragment mit Liedtke: In Frage kommen zwei Produktionen der Aafa-Film aus 29. Einmal die Konkurrenz platzt" und dann noch "Donauwalzer". Ich tendiere zur ersteren, kann dies aber momentan nicht überprüfen, da mir keine Filmkopie vorliegt. Es schaut aber aus wie "Die Konkurrenz platzt". Denn der einzelne Herr auf der Treppe scheint auch Hugo Fischer-Köppe zu sein. Und Liedtke trägt genau den gleichen Frack wie auf dem bekannten Standphoto, welches es auch als Postkarte gibt. Wie gesagt, dies bleibt aber bislang nur eine Vermutung und muss nun genauer anhand von weiteren Standphotos überprüft werden.

    Jens Geutebrück: Statement zu Galeen, Herzog und unsere demnächst erscheinenden Werke um den Film "Nosferatu".


    Lieber Specht. Der Link funktionierte nicht. Dahier ein korrekter. Mit besten Grüßen Jens


    Im Statement nenne ich als Ablauf der Rechte Galeens den 30.12. 2019. Da Galeen am 30. Juli 1949 starb, wird immer bis Ablauf das 70. Jahres nachher gerechnet.


    Wie ich auf Facebook dank Grete Ly gerade erfahren habe, plant ARTE aktuell wohl eine Dokumentation zum Film "Nosferatu".

    Lieber Specht.


    Ja. Habe aber aus gewissen Gründen, welche ich bei Facebook bereits genauer beleuchtet hatte, die Mitarbeit komplett abgelehnt. War meiner Meinung nach alles sehr pseudo-wissenschaftlich angelegt. Ich kann nicht in so einer Doku auftreten und dann erwarten das unsere "Nosferatu-Chronik" und die Volltextfassung "Der Fall Nosferatu" ernst genommen werden.


    Für die bereits Ungeduldigen muss eine Entschuldigung für die Verspätung der Veröffentlichung unserer Arbeiten ausreichen. Gründe: Nachlassinformationen Wagner, Nachlassinformationen Seibold, Nachlassinformationen Goron.


    Dieses Material kam erst in den letzten Monaten an und enthält wirklich interessante Details. Es wäre unverantwortlich solche Info`s vorzuenthalten nur wegen des Erscheinungstermins.


    Nun ist die Chronik fertig und wir sind ca. in der Hälfte mit den Fuss- und Endnoten. Insgesamt nach Fertigstellung wird es einen Umfang von ca. 1000 Seiten haben.


    Die Noten fallen sehr umfangreich aus. Was aber notwendig ist. Besonders betrifft das die Jahre 1920 bis 1934.


    Keine Sorge. Die Arbeiten erscheinen auf jedenfall. Sobald wir mit den Noten fertig sind, geht die Chronik zuerst in Druck und ab da arbeitet Rolf Giesen an der verständlicheren Volltextfassung.


    Liebe Grüße

    Jens Geutebrück


    Die Arbeit ist in unterschiedliche Chronologien gegliedert. Hier mal zwei kleine Beispiele aus der Personenchronik. Zudem gibt es die umfangreichere Chronik der Ereignisse, welche wir gerade benoten. Wir versuchen wirklich jede Information mit Primärquellen zu belegen. Es gelingt. Die Primärquellen machen diese Arbeiten unangreifbar. Nachdem alles fertig, wird es kurz vor Druck nochmal neu gesetzt und was die Rechtschreibung und kleinere Kommapatzer betrifft überprüft und berichtigt.

    Ich war damals sehr oft in München und Berlin und hab das immer mal so mitgenommen.

    Hatte dann ab 1999 Interviews für Dokumentationen produziert. U.a. Helma Sanders-Brahms und Monika Zinnenberg.

    Vorsprechen war nicht. Die suchten Statisten für die Schlusssequenz. Zuschauer uns so weiter. Ob es das Material noch gibt, weiß ich nicht.

    In der veröffentlichten Fassung gar nicht. Es gab noch Material mit einigen Aufnahmen im Vordergrund, welches erst gar nicht mit reinkam. Anscheinend basieren die Darstellerangaben auf Produktionslisten.