Posts by Michel

    Sehr schön, immer dran bleiben, auch wenn es lange dauert! Manchmal kann die lange Zeit nämlich deprimierend wirken, wenn man partout nicht fertig wird, weil man noch was findet, noch was verbessert usw..
    Ich interessiere mich speziell für Kleindenkmäler, weil ich einem Heimat- und Geschichtsverein bin und Geschichte im generellen spannend finde, weil ich vom Landesamt als ehrenamtlicher Obmann für historische Grenzsteine ernannt worden bin und zu guter letzt habe ich vor einigen Jahren bei mir im Ort den Ehrenfriedhof restauriert. Wir haben eine regional einzigartige Gedenkstätte, da vor 100 Jahren jeder der 68 Gefallenen des 1. Weltkrieges ein eigenes Steinkreuz zu seinem Gedenken gesetzt bekam, statt des üblichen einen Denkmals.


    Ich habe dann paar Jahre lang Daten und Fotos der Gefallenen gesammelt, Ausstellungen daraus gemacht und es vor zwei Jahren als Buch veröffentlicht. Mittlerweile seit sieben Jahren sammle ich zum Zweiten Weltkrieg und bin ganz aktuell dabei dort auch ein Buch zu erstellen mit knapp 400 Seiten. Ich hoffe, dass ich es nach über eineinhalb Jahren Verzögerung fertig bekomme. Die erste Hälfte ist als Erstfassung bereits ausgedruckt. Ich war letzte Woche in der Eifel Fotos eines Kriegsgrabes zu machen. Ich versuche auch noch Fotos von Kriegsgräberstätten in Regensburg, Bamberg oder Oderberg, an der pol. Grenze zu bekommen. Aber da komme ich leider aktuell nicht so einfach hin. Fotos der Gefallenen sind besonders schwer zu bekommen nach 76 Jahren Kriegsende. Aber zu 138 von 192 Personen habe ich bisher was bekommen können. Jedes Foto ist da ein Ansporn weiterzumachen. Plötzlich werden dann aus stummen steinernen Denkmälern sprechende...

    Bin gerade durch Zufall auf das Thema hier gestoßen. Schon ein bisschen älter, aber ich finde es ist immer aktuell.

    Da ich was thematisch ähnliches mache, interessiert mich das sehr was aus diesem Buch bisher geworden ist? Wie weit ist dieses Projekt, gibt es da konkrete Ziele, Zeit usw. Bei meinem geschichtlichen Interesse dreht sich sehr vieles um steinerne Kleindenkmäler. Diese "stummen" Steine können viel erzählen, wenn man sie zu verstehen weiß.



    Ich packe gerade die letzten Sachen für den Urlaub, nachher geht es mit dem WoMo nach Schweden mit dem Hauptziel wandern auf Fårö (Gotland). Zur Einstimmung gibt's Linn Koch-Emmery, eine schwedische Künstlerin. Ich mag ihren rotzigen Stil.

    "Die Hermannsschlacht" gibt es bereits seit 2009 auf DVD vom Westfälischen Medienzentrum. Mit 47-seitigen Begleitbuch. Vielleicht auch interessant ist vom selben Anbieter die 2006er DVD "Der Ruhrkampf "mit Filmaufnahmen aus dem Rheinland 1921-25. Die Aufnahmen wurden damals von einem Kameramann Albert Khan's gemacht. Mit 32-seitigen Begleitbuch. Ob es die DVDs noch gibt, weiß ich nicht. Habe sie vor vielleicht 7-8 Jahren gekauft

    Jetzt neu in der Edition Filmmuseum 119

    Katja Raganelli porträtiert zwei weithin vergessene Pionierinnen Filmgeschichte: Die Französin Alice Guy, die erste Filmemacherin der Welt, die in den USA ein Filmstudio aufbaute und leitete, sowie Margery Wilson, Stummfilmstar in Filmen von David Wark Griffith und William S. Hart, deren eigene Regiearbeiten heute als verloren gelten. Die Doppel-DVD präsentiert rare Filmdokumente und Interviews mit Zeitzeugen sowie sieben neu restaurierte Komödien von Alice Guy Blaché. Ermöglicht wird eine Neubewertung der Filmgeschichtsschreibung, in der die Rolle der Frauen noch immer marginalisiert wird.


    https://www.edition-filmmuseum…198_Alice-Guy-Blach-.html

    Gerade wurde, nicht sonderlich überraschend, das Midgadsblot Festival in Norwegen abgesagt. Da will ich schon vier Jahren mal hin, habe bereits seit 2019 ein Ticket und letztes Jahr das Wohnmobil auf dieses Jahr verschoben - ging zum Glück kostenfrei. Das Festival war der Hauptgrund für den Urlaub. Das nervt echt. Es wird wohl so ausgehen, dass ich stattdessen nach Schweden fahre und dort wieder die Natur genieße und viel wandere. Norwegen ist noch zu, Schweden offen. Außerdem braucht man da keine Fähre die man buchen muss.

    Ich habe den Film damals noch als stark gekürzte DVD von "Der Standard" geholt. Als dann später das Crowdfunding gemacht wurde musste ich mich einfach beteiligen und danach die vollständige Version holen. Schon erstaunlich wie sehr Bettauer die Zukunft vorausgesehen hat. Das macht die Sache eigentlich um so schlimmer. Man hat damals durchaus schon wissen können wohin das ganze führen kann und ist blindlinks da rein marschiert. Leider gibt es auch noch heute solche Blinden...

    Ja viele Jahrzehnte lang, da nur wenige Platten gepresst wurden. Diese Aufnahme wurde erst vor einigen Jahren gefunden. Es existiert nur diese eine Schellackplatte. Son House war ein Blues Musiker der schon in den 20ern unterwegs war. Man entdeckte ihn dann aber erst in den 50ern wieder, wodurch der eine zweite Karriere begann. Da war diese Aufnahme schon verschollen.

    Ich mag sein raues, fast schon aggressives Spiel.

    Gerade auf einem kleinen X(-Japan) Revival. Heute eine originalverpackte japanische Thrash-Metal Compilation von 1991 importiert. Ich finde es schade, das die jap. Musikindustrie hier gänzlich unbekannt ist, dabei sind sie nicht selten technisch versierter im Spiel.

    Danke! Das ist ja auch doof gemacht. Auf ihrem Vimeo Konto haben sie nur die Einführungen, aber nicht die Filme. Und auf ihrer HP sind die Filme eingebettet von Vimeo, die auf ihrem Konto wiederum "unsichtbar" sind X/. Habe ich halt einen Film verpasst.

    Wo sind den die Filme genau online? Bei vimeo war mal Ost und West online aber vor-/gesten hätte Looping the Loop dort sein sollen, heute Geld! Geld Geld! Ich bin jeden Tag auf der Seite, aber finde nichts?:?:Oder hat sich im Programm was geändert?


    Scherben

    Deutschland 1921 – Regie: Lupu Pick – Drehbuch: Carl Mayer – Kamera: Friedrich Weinmann – Ausstattung: Heinrich Richter – Darsteller: Werner Krauß, Hermine Straßmann- Witt, Edith Posca, Paul Otto, Lupu Pick – Produktion: Rex-Film GmbH, Berlin –

    Anfang der 1920er Jahre wurde der Ruf nach dem künstlerisch wertvollen Film in den Feuilletons der Zeitungen immer lauter: „Dass eine Regeneration der Filmkunst dringend notwendig ist, wird niemand leugnen. Sie ist nicht nur wünschenswert aus rein ideellen künstlerischen Gründen, sondern auch aus geschäftlichen. Denn die Sensationssucht im Film wird und muss ja bald auf einem toten Punkt angelangt sein. Sensationen wollen überboten sein. Was heute sensationell wirkt, vermag es schon nicht mehr in wenigen Wochen. Da ist ein Abbau unumgänglich nötig.“ (Berliner Börsenzeitung, 29.8.1920) Die Schaffung des „Kammerspielfilms“ wurde als künstlerisches Ziel formuliert. Marianne Trebitsch-Stein schrieb im Neuen Wiener Tagblatt: „Der angestaunte Großfilm baut Massenszenen auf, durchmisst in endlosen Meilen die weite Welt, geht durch Jahrhunderte der Historie. Der Kammerspielfilm taucht in der Seele des Menschen unter. Bedarf die eine Richtung technisch emporgeschraubte Vorstellungsfähigkeit des phantasiebegabten Weitblickes in unbegrenzte Zeiten, so verlangt die andre den stillen Dichterblick, den Dichterblick ins Menschenschicksal. Deutschland allein darf einen Filmautor auch Dichter nennen. Einen einzigen: Carl Mayer. Er hat die Psychologie, die schicksalsschwere Poesie des Menschenalltags in den Film gestellt. Er war’s, der diese Richtung als erster intensiv erfasste, der seinen Film SCHERBEN ersann.“


    Mayer hatte als Komparse und Theatersekretär an kleinen Theatern in Linz, Salzburg und Innsbruck gearbeitet, bevor er 1917 nach Berlin kam und durch seine Mitarbeit am Drehbuch zu DAS CABINET DES DR. CALIGARI beim Film Fuß fassen konnte. In seinen daraufhin entstandenen Drehbüchern verfolgte er konsequent eine komprimierende Dramatik, eine Konzentration auf den filmischen Ausdruck und Reduktion unnötiger Zwischentitel. Er arbeitete eng mit den Regisseuren F. W. Murnau und Lupu Pick zusammen, die sein Interesse an stilistischen Experimenten teilten. Mayer war Anfang der 1920er Jahre enorm produktiv, im Laufe des Jahres 1921 kamen allein acht Filme (!) ins Kino, die auf Drehbüchern von Mayer basierten.


    SCHERBEN wurde bei seinem Erscheinen als Meiserwerk gefeiert. Hans Wollenberg jubelte in der Lichtbild-Bühne: „Ein meisterhaftes Filmwerk. Die Tage, Stunden, Minuten rinnen dahin in und um die Bahnwärterhütte. Da bedarf es keiner Zwischentexte. Was geschieht, ist nicht Schein, sondern wirkliches Geschehen, von der Photo-Linse wie zufällig festgehalten. Geschehen freilich, das bis ins kleinste Detail von verhaltener Dramatik vibriert. Das packt, das wirkt, das ist Wahrheit, das ist Film! Nicht äußere Sensationen machen’s, sondern die überwältigende innere Wucht, die den Menschen in einem jeden von uns ergreift. Ein guter Film, so hörte ich, ist der, der dem simplen Proletarierkind ebensoviel zu bieten weiß, wie dem differenziert empfindenden Sprössling der Tiergartenvilla. Hier ist dieser Film!“ Eine Besprechung in der Berliner Volkszeitung ließ durchblicken, dass die Begeisterung der Kritiker sich keineswegs mit den Reaktionen des Publikums deckte: „Dem Regisseur Lupu Pick ist hier etwas gelungen, was der höheren Entwicklung des Films überaus förderlich ist. Sein Werk beweist, dass ein Regiekünstler Worte durch ein fein nuanciertes Spiel, durch kultivierte Fotografie ersetzen kann. Mehr solcher Filme, undas Publikum wird den Weg, der aus dem Sensationskitsch herausführt, munter und entschlossen mitgehen (das Pfeifkonzert bei der Uraufführung dieses Films spricht d a f ü r !).“

    Die Restaurierung des Filmmuseum stützt sich bei der Einfärbung auf Beschreibungen in den zeitgenössischen Kritiken und Hinweisen im Filmmaterial. Die Begleitmusik zu SCHERBEN entstand im Rahmen eines Improvisationsworkshops am Standort Wuppertal der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Sie wurde live aufgeführt und mitgeschnitten am 12. August 2016 im Rahmen der Internationalen Bonner Stummfilmtage. Mitwirkende waren Christian Roderburg (Percussion), David Geer (Violoncello), Marija Vadishute (Akkordeon), Samuel Selzam (Vibraphon und Percussion) und Di Wu (Gitarre).


    Der Film ist mit umfangreichem Zusatzmaterial zusammen mit Friedrich Wilhelm Murnaus Film DER GANG IN DIE NACHT in der Edition Filmmuseum auf DVD erschienen: edition-filmmuseum.com/product_info.php/info/p177_Der-Gang-in-die-Nacht.html


    (Stefan Drössler)