Posts by Mathias77

    Ist leider wirklich so. Die (prozentuell gesehen 2 x Mal mehr als in der BRD ) EU-Ausländer in Österreich haben da in letzter Zeit ganz schön was beigetragen. Das Kiezdeutsch ist zwar in Berlin entstanden, greift aber hier gewaltig und zwar generationsübergreifend. Es gibt ein paar Artikel und Kommentare zum Thema, aber letztlich ist es den Leuten hier egal ansonsten würde das wesentlich mehr thematisiert werden.

    Shairaptor

    In Österreich hier haben wir fast schon einen sprachlichen Knock-out. Ich weiß manchmal gar nicht mehr wo mir der Kopf steht. =O Da werden Artikel, Vorwörter und auch sonstiges seit NEUESTEM ganz einfach weggelassen. Mitten im Dialektsatz!!!

    Das hab ich auch in der BRD schon so gehört, allerdings passiert das dort in den Großstädten eher bei den Jugendlichen. Hier hört man es auch schon bei den 70jährigen. Als hätten die alle ihre Sprache verlernt in den letzten 2 Jahren. Voll krass die ganze Geschichte, echt jetzt...

    Eine Rückkehr zu traditionellen Dialekten und Akzenten seh ich ehrlich gesagt nicht. Man sollte neben der Globalisierung auch nicht den Einfluss anderer Nationalitäten und Volksgruppen (EU-Bürger) vergessen, die Asylanten sind auch mit von der Partie.

    Ich hab hier eh schon was zum Thema Kiezdeutsch bzw. Kurzdeutsch geschrieben. Das spielt letztlich alles mit rein, find ich.

    Shairaptor

    Also ich für meinen Teil sehe das Dialekt- und Akzentsterben total. Das erleb ich auch täglich vor meiner eigenen Haustür. Ich leb hier übrigens in einem relativ ländlichem Umfeld, trotzdem autsch.. Seit ein paar Jahren erst, früher war es kein Thema..


    Könnte es sein, dass es da in Bezug mit Vogel Specht auch bloß ein Missverständnis ist? Er sieht zB ja das positive Entgegenwirken gewisser Gruppen, Institutionen usw. offensichtlich sehr fördernd und bleibt dabei auch ein Optimist.

    Ich bin ja auch ein alter Fan der Stadt Köln (dafür gibt´s persönliche Gründe, hat nichts mit Fußball zu tun.;).). Da merkt man auch den Rückgang dieses typischen rheinländischen Akzent-Einschlages und ich bin schon seit Jahren immer wieder dort.

    Ich hab auch schon mit vielen Bekannten darüber diskutiert. Die geben mir da recht. Kölsch als "Sprooch" wird im Alltag de facto nicht mehr gesprochen und viele junge Menschen dort haben dieses "rheinländische" nicht mehr im Akzent drin. Da gibt es auch einen Artikel dazu. Kölsch wird zwar zB über die "Höhner" und auch sonst musikalisch gerne gebracht, aber im Alltag sieht das dann doch anders aus.


    https://www.welt.de/regionales…koelsche-Sprache-aus.html

    ..aber rückläufig ist das rollende R sicher. Je jünger die Leute sind, desto weniger hört man es. Irm Hermann wäre auch noch ein bayerisches Beispiel. Hier wieder was aus Österreich.




    Das rollende "R" wird zusehends zurückgedrängt, was bestimmte Sprachen und Akzente angeht. Ich hab mal wo gelesen, dass würde in unserem Fall am Einfluss der französischen Sprache auf die deutsche liegen. Leider finde ich die Quellenangabe dazu jetzt nicht.


    Bei den Engländern sind es dann wohl die Amis ? Erstere hatten nämlich früher auch das "Rollen" drauf.


    Noel Coward als Musterbeispiel...






    Ich für meinen Teil rolle beim Sprechen das R in der Mundart, nicht aber im Schrift-bzw. Hochdeutsch. Meine neueste Spracherkenntnis ist das - also ganz persönlich jetzt. ^^


    Vor 30 Jahren wurde das R auch noch in den ORF- Nachrichten gerollt, jetzt hört man das generell eigentlich nicht mehr.


    Der Film ist derzeit im englischen Original auf YT eingestellt. Selten sowas, was MGM-Filme betrifft.

    Interessant ist auch die Überfahrt auf der "Queen Mary" und die darauffolgende Diskussion. "In Amerika sagt man so, in England so"..."Hi" oder "How do you do?" ohne eben die Frage zu beantworten usw. Auch der damals noch eindeutige Akzent-Unterschied wurde in dieser Produktion sehr herausgearbeitet. V.a. was die Gouvernante betrifft.




    Shairaptor

    Da gibt's zwar sicher, wie Sebastian schreibt, positive Gegenentwicklungen, aber ich hab das auch so ähnlich erlebt wie du, denk ich. Akzente in etwa von Carolin Reiber und Ramona Leiß (ich nehme an du meinst in etwa diesen Akzent?) sind mainstreammäßig in Bayern sicher vorbei.

    Vlt sollten wir in den thread "Dialekte und Sprache" wechselen? Ich hab da neulich was zu Mooshammer gepostet...


    Dialekte & Sprache