Posts by Volker

    Sogar einer meiner Lieblingsschauspieler, nämlich PAUL BILDT, wollte sich gemeinsam mit seiner Tochter das Leben nehmen. Die Tochter starb, er wurde gerettet und konnte erfolgreich seine Laufbahn bei Bühne und Film (u.a. als "Glasmännlein" in der Märchenverfilmung "Das kalte Herz") fortsetzen.

    Für mich war die bei ARTE gezeigte und in der Mediathek befindliche Version besonders interessant, weil mit Dagny Servaes und Paul Askonas zwei unserer früheren Sachsen-Meiningischen Hofschauspieler mitwirkten.

    Da ich Erich Will einige Male interessant fand, wollte ich mich mal mit ihm beschäftigen. Damals gab es dann leider einen Eintrag seiner Agentur, dass Will verstorben sei. Das war schon 2013. Das genaue Datum und den Sterbeort teilte man mir nicht mit. Ich konnte zudem ermitteln, dass Will bereits 1926 in Danzig geboren wurde.

    Durch den Hinweis eines früheren Schauspielerkollegen konnte ich ermitteln, dass sich die Schauspielerin MARIA WENDT um schlappe 19 Jahre verjüngte! Sie soll sogar im Pass radiert haben und wurde im Standesamt Leipzig (Sterbeort) und in der dortigen Meldekarte mit dem falschen Datum geführt. Einst an Berliner Bühnen aktiv und mehrere Jahre mit dem Stummfilmschauspieler Rudolf Lettinger verheiratet, spielte sie nachweislich nur 1913 im Stummfilm "Eva". Das will aber nichts heißen - wir kennen die teils dürftigen Besetzungslisten jener Zeit. Filmisch war sie bei der DDR-Filmgesellschaft DEFA wieder tätig, u.a. in "Carola Lamberti - Eine vom Zirkus", "Das Fräulein von Scuderie" (beide Filme mit Henny Porten, die auch Hauptdarstellerin in "Eva" war) sowie als altes, dankbares Mütterchen im Märchenfilm "Das Feuerzeug".

    Man weiß gar nicht, was er nach 1962 in seinen beiden letzten Lebensjahrzehnten gemacht hat. Da er einst kleinere Rollen bei der DEFA hatte, interessierte ich mich für ihn. Ich konnte jedenfalls nichts über berufliche Stationen nach seinem anscheinend letzten Ausflug vor die Kamera ermitteln. Er starb 1984.

    "Ruthchen" Hellberg durfte ich zweimal in ihrer Münchener Wohnung besuchen. Sie begann ihre Laufbahn damals an der Seite ihrer Mutter an unserem Theater und hatte viel zu erzählen - auch aus späteren Zeiten. Inzwischen ist ja ein Buch über sie erschienen.

    Elisabeth Hruby: 29.06.1871 Dresden - 04.07.1948 Berlin

    Ehemann Josef Klein (Joseph Klein) neben der Bühnenarbeit auch im Stummfilm tätig

    Sohn Wolfgang Klein (1908 - 1944) ebenfalls Schauspieler, auch beim Film

    Da Elisabeth Hruby einst zu unseren "Meiningern" gehörte, habe ich sie vor Jahren schon erforscht. Die Witwe des Schauspielers Josef Klein starb 1948 in Berlin.

    Ich stöhne ja auch oft, wenn manche Leute Wiki als DIE Quelle schlechthin betrachten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass gerade im Bereich Schauspieler (wo ich mich etwas auskenne) viele Fehler zu verzeichnen sind - bis hin zu total falschen Lebensläufen (weil es z.B. zwei Künstler mit dem gleichen Namen gab oder Vater und Sohn in einen Topf geworfen wurden). Einige Ergänzungen und Korrekturen gehen auf mich zurück. Mir ist es mal passiert, dass ich in einer FB-Gruppe den Tod einer Schauspielerin vermeldete und als Reaktion darauf vom Admin dieser großen Gruppe öffentlich als "Lügner" bezeichnet wurde - er habe bei Wiki nachgesehen und dort stehe nichts vom Ableben.... Mein Satz lautet oft: Wer sich auf Wiki verläßt, ist oft verlassen...