Posts by Fräulein G.

    Ist ja witzig - ich bin auch vor kurzem durch Zufall auf Austin Egen gestoßen und hatte ebenfalls angefangen zu googlen.

    Bei mir war der Auslöser, dass er viele Lieder der 20er/30er Jahre gesungen hat, aber im Gegensatz zu anderen, bekannteren Versionen mit vollständigem Text. Von ihm stammt zum Beispiel die einzige mir bekannte Version mit dem vollständigen Strophen-Text von Werner Richard Heymann‘s „Du bist das süßeste Mädel der Welt“. Im Film „Liebeswalzer“, wo der Titel drin vorkommt, hat er laut Filmportal auch mitgespielt. Die deutsche Version des Films ist ja verschollen, deshalb kann man‘s nicht nachprüfen, aber ich würde darauf tippen, dass er das Lied im Film gesungen hat (Willy Fritsch sang ja nicht selbst darin). Es heißt zwar immer, Leo Monosson habe für Fritsch gesungen, aber Egen‘s Stimme ist der von Fritsch viel ähnlicher, und von ihm gibt es eben diese vollständige Version. Von Monosson nicht.

    Ich war übrigens kürzlich in der Ausstellung „Kino der Moderne“ in Berlin. Da lagen auch einige Tagebücher und Briefe als Exponate im Schaukasten, wo Leute über Filme geschrieben hatten. „Aktuelles“ Thema also 😉

    Falls Du Möglichkeiten hast wieder Bücher für Pressezwecke zu kriegen, denk da bitte 1x an TV-Kult.

    Ich verstehe das mit dem Buch, ich lese auch lieber auf der Couch. 😉 Aber ich hab zur Veröffentlichung vor 2,5 Jahren ein Pressekontingent bekommen, das schon lange verbraucht ist. Seitdem muß ich die Bücher (mit Rabatt) kaufen, um sie z.B. bei Lesungen verkaufen zu können. Deshalb lohnt sich eine Bestellung erst wieder, wenn ich eine Veranstaltung habe. Ich verkaufe ja sonst über den regulären Handel und hab keinen Webshop, deshalb also auch kein Lager. Wenn ich Einzelexemplare bestelle, ist die Rabattspanne leider so niedrig, da kann ich das Buch fast normal im Laden kaufen.

    Allerdings weiß ich natürlich auch aus eigener Erfahrung, dass es gerade dann, wenn es um Herzensthemen geht, bei denen man natürlich auch Botschaften vermitteln will, schwierig ist, so eine Distanz aufzubauen. Deshalb kann ich es sehr gut nachvollziehen, dass dir diese Kritik so nahe geht.

    Danke, Ludwig traut man . 🙂

    Ja, wie gesagt - mittlerweile hab ich mich auch wieder eingekriegt. Ich arbeite ja sonst auch mit Musikern, denen ich immer einbläue: „any promotion is good promotion“. Also wende ich‘s jetzt mal auf mich selbst an. 😉

    In diesem Film spielten unglaubwürdige Darsteller mit: Günter Lamprecht, Uwe Ochsenknecht, Martin Semmelrogge und vor allem Grönemeyer.

    Auch da bin ich komplett anderer Meinung. Semmelrogge war danach nie wieder so gut (war ja auch irgendwann im Knast dann, oder?). Und Grönemeyer spielt genial.

    Aber "Es geschah am hellichten Tag" hat mich irgendwie nicht mitgenommen. Der Film ist überall hoch gelobt, wirkt auf mich aber so "gewollt" und typisch bider-50er Jahre.

    Siehst Du - und genau ‚das‘ finde ich so gruselig. Diese verklemmte, biedere Atmosphäre und heile Welt, und dann läuft da dieser Kindermörder mit der weißen Weste rum.


    Bzgl „Das Boot“ - am Mittwoch saß ich zufällig mit einer jungen Videoregisseurin zusammen, erzählte ihr von dem Forum und unserer Diskussion. Und fragte dann: würdest Du sagen, Das Boot ist ein Actionfilm oder ein Psycho-Drama? Woraufhin sie wie aus der Pistole geschossen meinte: ein Psycho-Drama! Ihr Freund meinte dann: nee, ein Actionfilm!

    Wo ich dann so dachte: vielleicht gucken Frauen den ja auch anders?

    Dankeschön, Mathias77 . 😔

    Mittlerweile hab ich mich auch wieder beruhigt ob der Kritik. Aber im ersten Moment ist man erstmal wie k.o. geschlagen. Es ist ja jedermann‘s gutes Recht es schlecht zu finden und auch so zu bewerten. Aber ich finde 1 Punkt...das würde ich persönlich z.B. einer aus dem Internet zusammenrecherchierten 100-Seiten-Kladde mit Grammatik- und Interpunktionsfehlern, unscharfen bzw. tausendmal gesehenen Bildern und fragwürdigem Inhalt geben. Aber nur, weil ich‘s langweilig finde und mich irgendein „Resümée“ nervt, 4 von 5 Punkten abzuziehen, ist schon krass. Wie bewertet sie dann ein Buch, das wirklich so ist wie von mir oben beschrieben? Null Punkte? Gar nicht = im Verhältnis besser?

    Wenn sie 2 von 5 Sternen gegeben und dazu geschrieben hätte, dass sie‘s voll langweilig und bemüht fand, wäre ich wahrscheinlich auch gekränkt, aber still, denn dann wäre die Bewertung dennoch irgendwie nachvollziehbar. Aber so?

    Außerdem stimmt das nicht, was sie über Dinah Grace schreibt. Weder musste diese nach dem Krieg den Lebensunterhalt bestreiten noch hat Willy Fritsch nach ihrem Tod noch „unbedeutende Filme zugeschanzt“ bekommen. Er hat im Gegenteil aufgehört zu filmen. Aber wahrscheinlich hat sie gar nicht bis zum Ende gelesen, sondern ist irgendwo kleben geblieben auf dem Kaugummi. 😁


    Zurück zu den Filmen. Beim diesjährigen Cinefest ist ja auch wieder ein Fritsch-Film dabei und stellt sogar das Festival-Titelbild: Amphitryon! 😊

    Das Schöne ist, dass sich eine Veröffentlichung im Netz und eine Buchveröffenltichung nicht beisst.

    Sehe ich anders. Ich würde es online definitiv kürzen, denn das ist doch Dein „Schatz“.

    Ich bin immer fassungslos, wenn ich sehe, wie mein eBook, das im Handel nicht mal drei Euro kostet, dann noch als pdf auf irgendwelchen illegalen Plattformen angeboten wird. Wo ich dann denke: was sind das für Menschen, die einem Urheber die paar Euro mißgönnen.

    Ja das ist auch das was ich so faszinierend finde. Wenn die Frau aber nur kurze Aufzeichnungen notiert hat, sind die Tagebücher dann überhaupt interessant für Lesungen?

    ‚Das‘ hatte ich mich als einziges auch gefragt, nachdem ich die Ankündigung einer Lesung in der Deutschen Kinemathek gesehen und davor ja einen Blick ins Buch geworfen hatte. Ich war selbst nicht bei dieser Lesung - wahrscheinlich war es auch eher ein Vortrag oder eine Diskussion. Verpackt in eine „Lesung“. Deshalb meinte ich ja: man könnte es noch besser machen, und durch das, was in Deinem Archiv schlummert, hast Du ja die Grundlagen dafür.

    Oh. Dankeschön. 😌 Das lindert den Schmerz, nachdem ich gerade eben gesehen habe, dass gestern jemand bei Amazon das Buch zerrissen hat: 1 von 5 Sternen - da schluckt man erstmal. Natürlich versucht man immer, die Kritikpunkte nachzuvollziehen, und ein genannter Kritikpunkt - dass die Inhaltsangaben zu den Filmen zu lang(weilig) sind - kam ja auch schon öfter, und wenn die Rezensenten dafür Sterne abziehen, muß man es verstehen. Aber dass das Buch so großer Müll ist, dass man nur 1 Stern geben kann - also sinngemäß: schlechter geht es nicht - mag ich irgendwie nicht glauben. Das verletzt dann doch ein bißchen. Und ärgert mich natürlich, weil dieser Komplettverriss jetzt zuoberst steht und alle es zuerst lesen.


    Warum jetzt plötzlich so viele Filme rauskommen, wundert mich selber. Dass das an der Biografie liegen ‚könnte‘, haben schon mehrere gesagt, auch aus meinem Bekanntenkreis. Das wäre natürlich schön, denn das war ja die ursprüngliche Intention für das Buch: Willy Fritsch‘s Platz in der Filmgeschichte wieder ins Bewusstsein zu rücken. Aber es wäre vermessen, wenn ich das jetzt selber behaupten würde, und ich glaube auch nicht, dass die Aufmerksamkeit dafür groß genug war. Ich denke, das ist eher glücklicher Zufall.


    Was Quax meint, nämlich dass eine Veröffentlichung von „Melodie des Herzens“ zum 90-jährigen Jubiläum des Tonfilms Sinn gemacht hätte, zumal das Jahr „1929“ in vielen Filmreihen und den Medien gerade so große Aufmerksamkeit genießt, hätte ich ebenfalls gehofft. Aber wird nicht passieren, dafür ist der Vorlauf jetzt zu kurz, das wäre sicher schon angekündigt worden, wenn es so wäre. Auch mit Filmvorführungen. Das Murnau-Filmtheater hat teilweise schon Dezember-Termine angekündigt, aber dieser Film ist nicht darunter.

    Ah vielen Dank für den Hinweis. Was für "Tagebücher" sind das denn? Haben da leute ihre Meinungen zu den Filmen, die sie gesehen haben, niedergeschrieben?

    Nein, das sind Aufzeichnungen einer jungen Frau aus Leipzig, die über ihre Kinobesuche Buch geführt hat. Aber eher so protokollarisch. Dennoch interessant.


    Aber so ein Buch mit „Rezensionen“ von Zeitzeugen fände ich super-interessant, weil die normalen Zuschauer den Film als Unterhaltung innerhalb ihrer Lebenssituation empfunden haben, wohingegen ihn Kritiker stets eher unter rein künstlerischen Aspekten rezensieren.