Posts by Fräulein G.

    Schöne Fotos.;) Habe auch eine Menge Presse-Fotos aus dem Film. "Der Mann, der seinen Mörder sucht". Wunderbarer Film.

    Das witzigste für mich an dem genannten Film ist die Szene, wo Rühmann im Cabriolet - ich glaube: stehend? Hab den Film schon eine Weile nicbt mehr gesehen - so eine Straße langfährt und rechts von ihm sieht man kurz den Berliner Funkturm bzw. das Messegelände aufblitzen und links von ihm die große Baustelle eines Hauses. Ich hab in diesem Gebäude mindestens einmal pro Woche beruflich zu tun, und es zu betreten, kommt jedesmal einer Zeitreise gleich. Es handelt sich nämlich um das 1929/1930 und damit zur Drehzeit des Films im Bau befindliche Haus des Rundfunks. Als ich damals zum ersten Mal den Film sah, dachte ich so: hä? Die Strasse kommt mir aber bekannt vor. Daraufhin hab ich in Zeitlupe geguckt und realisiert, dass es das Haus des Rundfunks - im Bau - ist. Das war total spooky.

    Ich "hatte" den Roman dazu - leider wurde nichts mehr mit dem "fertig" Lesen daraus. Hatte es in einem Antiquariat erstanden. Gerade weil es auch eine "Frau" schrieb, wollte ich es lesen. (Es war wohl seine Gattin - Thea Von Harbou) - Sie hatte auch "Das indische Grabmal" verfasst.


    Vielleicht komme ich wenigstens dazu, den Film zu schauen.

    In der Tat schrieb das Buch - und Drehbuch - seine Frau, und interessant ist ja auch eigentlich, warum der Film „Frau im Mond“ heißt und nicht „Reise zum Mond“ oder so. Was ja eigentlich naheliegender wäre. So aber wird die Figur der Friede (Gerda Maurus) in den Mittelpunkt gerückt, die beruflich auch noch Astronomiestudentin ist, was den Film damit seinerzeit sehr modern machte und auch zeigte, welchen Stellenwert sich Frauen 1929 bereits erobert hatten. Sie studierten, und nicht etwa Ernährungswissenschaft, sondern Astronomie. Im Film selbst agiert Friede ja dann auch viel furchtloser und fortschrittlicher als ihr Verlobter.

    Jedenfalls steht der Film damit in der Tradition der neuen Frau der 20er Jahre, wo Frauen nicht nur technische Berufe (z.B. auch am Bauhaus o.ä.) ergriffen, sondern auch Pilotinnen wurden (Kunstfliegerin Thea Rasche = beste Langstreckenfliegerin der Welt 1928) usw.

    Es gab (und gibt wohl auch immer noch) Gerüchte unter den Herold-Fans, dass Peter Kraus von den Erwachsenen "installiert" wurde, um die Jugend halbwegs auf dem Pfad der Tugend zu halten.

    Naja, also wenn ich mir die Songtexte so angucke, doch wohl eher andersrum, oder? 😁


    Peter Kraus „Sweety“:


    Sweety, geh' nicht an mir vorbei
    Sweety, ich weiss was für uns zwei
    Heute abend gibt es Mondschein
    Und dann möchte ich belohnt sein
    Für die lange lange Wartezeit
    Sweety, wo schaust du denn da hin
    Sweety, wen hast du denn im Sinn
    Heute abend gibt's nur eines
    Denn ich führe dich, mein Kleines
    Heute in die grosse Seligkeit


    versus Ted Herold „Moonlight“:


    Moonlight, die Nacht ist schön,
    Moonlight, unsagbar schön,
    Lass mich glücklich sein in deinem Zauberschein
    Dann frag ich nicht mehr: warum?
    Die andern wissen alle, wie schön es ist zu zwein
    Warum bin ich allein?
    O ho ho ho


    Ähm... 😇

    Was mich ja mal interessieren würde: was war eigentlich der erste Thread/Beitrag hier im Forum ever?

    Schon lustig, wenn man sich noch vorhandene Beiträge von 2002 oder so durchliest. Gerade las ich einen über Tom Cruise in seinem „neuesten“ Film „Vanilla Sky“ ... 17 Jahre her. 😉

    Ich habe einen Film mit dem Titel "West-Berlin 1974" gefunden. Es hat sich viel verändert seitdem.


    Auch der Flughafen Tempelhof ist zu sehen:


    https://www.youtube.com/watch?v=vW4is88CWd8

    Am Sonntagabend lief im rbb-Fernsehen eine Doku namens „Mythos Kreuzberg“. Vielleicht hat das ja jemand gesehen. Wollte gerade den Link posten, aber ist leider in der Mediathek nicht vorhanden, und weil diese Doku schon von 2008 war, habe ich auch bei YT geguckt, aber dort wurde es mehrfach gelöscht.

    War jedenfalls sehr sehenswert. Ein Bericht aus einer anderen Welt irgendwie. Echte Subkultur und nicht so gesteuert und aufgesetzt wie heute.

    Am Samstag war in der „Augsburger Allgemeinen „ ein Bericht zum 80. Geburtstag von Peter Kraus zu lesen. War ganz interessant.

    Schade, dass das ZDF keine Geburtstagsshow aufzeichnet bzw. sendet.

    Wer ihn sehen will, kann auch zu den Konzerten kommen. Er tourt nochmal richtig dieses Jahr, hier die Termine. Finde ich sehr bemerkenswert mit 80! Da kann sich ja sogar Mick Jagger eine Scheibe von abschneiden - 80 ist der immerhin noch nicht. 😉

    Ein kleiner Bummel durch Berlin 1932..


    https://www.youtube.com/watch?v=xq7uVm7zRLc&t=247s

    ... und schon deaktiviert auf YT. Schade. Sah so aus als ob ich ihn noch nicht kannte. 😕


    Korrektur:

    Ups - stimmt nicht. Nur die externe Wiedergabe ist deaktiviert.

    Als Vergleich: Frankreich gibt jährlich 400 Millionen Euro für die Erhaltung der Filme aus

    Keine Entschuldigung für die Murnau-Stiftung


    https://www.goethe.de/de/kul/flm/20365887.html

    Wie k.r. und ALEXA oben schon schrieben: es wäre auch möglich, sich das Geld für Restaurierungen über die individuelle DVD- oder File-Erstellung zu holen, allein der Wille fehlt.

    Wenn ich z.B. bei der ARD einen Mitschnitt von irgendwas anfordere, zahle ich pro 10 Minuten oder so, und außerdem hat die Kopie ein Wasserzeichen, es kann also nachverfolgt werden, wenn man kopiert oder bei YT hochlädt. Das finde ich gut so, denn dadurch muß jeder selbst kaufen, aber Fakt ist: es ist generell möglich zu kaufen, und das ist ja das wichtigste.

    Warum die FWMS das nicht macht, ist mir ein Rätsel.

    Vor allem wird ja auch viel im Ausland angeboten. Z.B. „Hungarian Rhapsody“ mit Willy Fritsch. Regulär aus den USA bei Amazon.com im Angebot. Qualität okay.

    Warum wird der nicht auch von einem deutschen Anbieter verkauft?


    Und bzgl der Qualität: wenn man etwas wirklich haben will, ist auch die Qualität egal. Dass trotzdem gekauft wird, sieht man ja an der Langlebigkeit von rarefilms & Co.

    Hat sich jemand von Euch „Bella Germania“ im ZDF angeguckt, die dreiteilige Familiensaga über italienische „Gastarbeiter“ in Deutschland ab den 1950er Jahren?


    Was haltet Ihr von der Mini-Serie?


    Ich bin ja zwiegespalten, ehrlich gesagt. Hatte mich sehr auf die Ausstrahlung gefreut, aber stoße mich an Dingen, die mir normalerweise nie auffallen in Filmen. Zum Beispiel das Licht- und Farbkonzept. Stört mich sonst null, aber diesmal merke ich irgendwie total, wie wichtig das sonst ist. Geht Euch das auch so? Bei (als bestem Vergleich) „Kudamm 56“ gelang es mir voll, in die Serie einzutauchen, das sah alles so komplett echt aus. Aber bei „Bella Germania“ hat man die ganze Zeit das Gefühl, es ist in den 80er/90er Jahren gedreht. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll, aber das Bild ist irgendwie zu klar, die Farben passen gefühlt nicht zu den 1950ern usw. Die Zeitensprünge von 2013 zurück nach 1958 sehen farblich und einstellungsmäßig komplett identisch aus, und das sollte nicht sein, finde ich. Das muß ein Regisseur doch auch sehen!?

    Ich verstehe trotzdem immer noch nicht, warum dieses Ufa-Streamingportal „Ufafilm.de“ offenbar nicht funktioniert hat bzw. warum sich die Murnau-Stiftung hier so schnell wieder rausgezogen hat.


    Oder warum es nicht innerhalb von Sky so einen Channel gibt. Den Heimatkanal mit den ganzen ollen Schinken gibt‘s ja immerhin auch, warum machen sie das nicht für alte (Stumm-) Filme? Wäre alles mit Code versehen und könnte keiner mitschneiden.