Posts by Fräulein G.


    Falls jemand Lust hat in Berlin:

    Am kommenden Freitag, 27.03. geht‘s im Ausstellungsraum des Romanischen Cafés um Willy Fritsch. 😊 Der Eintritt ist frei.

    Fräulein G.

    Da gratuliere ich Dir zu der zweiten und erweiterten Auflage Deiner Willy-Fritsch-Biografie! :)

    Es freut mich sehr, dass Du das Projekt noch erweitern konntest und ich bin schon sehr gespannt darauf, die neue Willy-Fritsch-Biografie zu lesen! :)

    Dankeschön, lieber Nostalgie-Fan! 😌 Ja, sie ist um einiges detaillierter als der Vorgänger, mehr Fokus auf’s Ausland, mehr Originalzitate und vor allem mit doppelt soviel Fotomaterial. Jetzt ist sie endlich „richtig“ fertig. 😉

    Ich hoffe, es gefällt. 🙏


    Ich lese daraus am 27. März 2026 in Berlin.

    Wurde gestern angekündigt im Romanischen Café (Ausstellung). Ist kostenlos.

    Diese Art von Filmen hatte ja jeder Schauspieler der NS-Zeit irgendwo in der Filmografie. Selbst Hans Söhnker, der ja nun wirklich im Privaten nachweislich opponiert und z.B. Menschen jüdischen Glaubens bei sich versteckt hat usw.


    Was ich damit zum Ausdruck bringen wollte, ist, dass Hans Albers ja immer post-war quasi gern zum Widerstandskämpfer stilisiert wurde, weil er nicht zu Goebbels-Empfängen ging usw.

    Aber dass er dann trotzdem in solchen Filmen spielte, zeigt ja, dass er trotzdem irgendwie verstrickt war. Was man angesichts seiner jüdischen Ehefrau aber nachvollziehen kann, dass er dann Kompromisse einging, und das sage ich ja dann auch im Podcast.


    Fritsch hingegen war Parteimitglied. Da hätte man ja sogar erwarten können, dass er in mehr als nur 3 propagandistisch genutzten Filmen spielt. Genau genommen könnte man den Film „Am Seidenen Faden“, der bei Wikipedia ja sogar als „antisemitisch“ diskutiert wird, sogar noch hinzufügen, dann wären es 4.


    Wobei ich es im Fall dieser Wikipedia-Zuschreibung persönlich anders sehe, denn mit diesem Vergleich verharmlost man erstens die wirklich antisemitischen Filme und die Begründung ist zweitens auch nicht logisch, denn niemals wäre es 1938, als der Film entstand, der Hauptfigur möglich gewesen, die Tochter des vermeintlich jüdischen Spekulanten zu heiraten, der im Film selbst ja auch nicht als „jüdisch“ bezeichnet wird. Die Behauptung, er habe eine antisemitische Ausrichtung, stützt sich dort auf eine Quelle, wo der Autor selbst zugibt, den Film nicht gesehen zu haben und der an anderer Stelle derselben Quelle auch behauptet, der Regisseur R.A. Stemmle sei NSDAP-Mitglied gewesen. Er stützt diese Behauptung offenbar auf dessen Roman „Ich war ein kleiner PG“. Das ist aber keine Autobiografie von Stemmle, sondern eine Satire. Insofern ist das alles ein bisschen hanebüchen.

    Was aber stimmt, ist, dass in „Am Seidenen Faden“ 2x1 Dialogzeile drin ist - davon eine gesprochen von Fritsch in seiner Rolle -, wo es sinngemäß darum geht, dass der Spekulant im Film mit „jüdischem Kapital“ Geschäfte machen würde. Diese zwei Sätze sind aus der heute im Umlauf befindlichen, „harmlosen“ Version rausgeschnitten, denn sie sind natürlich klar antisemitisch.


    Insofern - man kann sich schon vorstellen, was Fritsch, der zwar keine jüdische Frau, aber eben viele jüdische Freunde hatte und bis 1938 sogar seinen jüdischen Manager noch finanziell unterstützte, oder Albers oder Rühmann oder eben auch Henckels oder Moser innerlich gefühlt haben, wenn sie solche Sätze sagen oder solche Drehbücher vorgelegt bekamen, während sie sich nach außen hin mit dem System arrangierten.

    Hab's mir grad angehört :) Vielen Dank für's schnelle Sprechen Fräulein G. ^^ Da kann man sehr gut zuhören.


    Grad den Vergleich Fritsch - Albers im Dritten Reich finde ich sehr spannend. Wenn man sich heute die Propagandawerke vor Augen hält, die Albers so hinterlassen hat, hat er ganz sicher die schlechtere Lösung gewählt, ganz egal, was da im Hintergrund steht. Man kann nicht jedesmal die Biografien der Darstellenden recherchieren, wenn man sich eine Filmografie anschaut.


    Grundsätzlich muss man aber auch sagen, dass der Typ Mann, für den Fritsch aufgebaut war, immer schlecht altert. Komiker tun sich da halt einfach leichter. Ich persönlich finde, sein modernster Film - zumindest den, den ich kenne - ist "Glückskinder", gerade wegen der witzigen und flotten Dialoge mit Willy Fritsch.

    Berliner & Berlinerinnen sprechen alle schnell! Das Tempo der Stadt! 😁

    Danke. 🤗


    Gerade willte ich mal wieder was für den Wiily Fritsch-Thread tun, da steht es schon drin.


    Hoffe, es gefällt! Ich war ja nicht ganz unbeteiligt und fand es sehr kurzweilig, das Gespräch. 😊


    In der Hamburger Morgenpost waren auch 4 Seiten drin am 30.01. Kann hier allerdings leider wegen Urheberrecht nur den Bezahlschranke-Link posten:

    Fräulein G. kündigt auf Willy Fritschs Facebook-Account eine spannende Überraschung für Dienstag an :) :)

    Ähm - ja, stimmt. Wusste gar nicht, dass Du folgst. 😁

    Hätte es hier im Forum auch nochmal erwähnt, aber ich habe hier jetzt so lange nichts mehr gepostet (auch wenn ich regelmäßig reingucke), dass ich nicht ausgerechnet damit wieder ins Haus fallen und alle belästigen wollte. 😉

    Aber jetzt hast Du‘s gepostet. 😊

    Ja, es ist unglaublich, wie umfangreich binnen 10 Jahren viele Archivbestände digitalisiert wurden, so dass man alles mögliche rausfischen konnte, worauf ich 2016 - als die Erstausgabe fertig wurde - noch nicht gestoßen bin. Viele Ergänzungen, die einfach noch mit rein mussten, und da eh die Erstauflage erfüllt war, hat‘s ganz gut gepasst. Aber es brauchte natürlich nochmal einen Anlass, damit es Sinn macht, und Fritsch würde am Dienstag 125 werden, daran hab ich mich orientiert. Das war‘s dann aber final - mehr gibt‘s nicht mehr rauszufinden. Hab auch schon was anderes angefangen, für das jetzt endlich der Kopf frei ist. 😉

    Mannomann - diese Liste wird immer länger, und nächstes Jahr kommen dann wieder die Filmanfänge der in 2024 mit über 2 Mio geförderten Titel dazu… Ich frag mich, warum man soviel Geld ausgibt, wenn zahlreiche dieser alte Filme doch nie jemand sehen kann. Im Kino oder in Streamingdiensten werden sie so gut wie nie gezeigt, und als DVD/BluRay kaufen kann man sie auch nicht.


    Z.B. „Ein toller Einfall“ (1932): 2023 offenbar top restauriert, seitdem wirklich nie irgendwo öffentlich gezeigt, geschweige denn kommerziell zu erwerben, aber alle Nase lang taucht der Film bei YouTube auf, dort allerdings als unrestaurierter, alter TV-Mitschnitt aus dem DDR-Fernsehen, und das gucken dann alle für umsonst, anstatt durch Kauf oder Stream die Restaurierungskosten nachträglich zu mindern. Auch YouTube lässt ja kommerzielles Streaming zu - warum wird die restaurierte Fassung dann nicht legal hochgeladen? Ein toller Einfall, kann man da nur kopfschüttelnd sagen. 🤔

    ORF III begeht am 25.10. den 200. Geburtstag von Johann Strauss mit zahlreichen Spielfilmen zum Thema:


    ‚Ewiger Walzer‘ (1954)

    ‚Johann Strauss - Der König ohne Krone‘ (1986)

    ‚Wiener Blut‘ (1942)

    ‚Eine Nacht in Venedig‘ (1953)

    ‚Die Fledermaus‘ (1961)

    sowie noch die 4-teilige Serie ‚Die Strauss-Dynastie‘.

    In einer englischen Zeitung - The Illustrated London News vom August 1929 - hab ich kürzlich einen Bericht gefunden mit Szenenfotos, die nicht im Film enthalten sind. Ich war ziemlich geflashed, ehrlich gesagt.

    War jemandem von Euch das bekannt?


    „Erbsen auf halb 6“, „Nichts als Gespenster“, „Das Blaue vom Himmel“, „Nacht ohne Morgen“, „Nebel im August“ usw. Alle großartig!

    Sie ist für mich dieselbe Kategorie wie eben Christian Friedel. Auch er ist durch „Babylon Berlin“ ja erst so richtig bekannt geworden, aber hat im Vorfeld echte Arthouse-Kracher gedreht. Mein Favorit ist „Ende der Schonzeit“, wo er neben Brigitte Hobmeier spielt. Ich hab den Film bestimmt schon 10x gesehen, er ist so top gespielt. Ebenso „Das Weiße Band“, „Elser“, „Die Dasslers“, „Parfum“…alles mega gespielt!


    Ein anderer ist mir noch eingefallen: Lars Eidinger. Ebenfalls top! Wer ihn noch nicht gesehen hat: im Film „Nahschuss“ ist er unübertroffen!

    Was die Namen angeht:


    Haberlandt wurde hier zwar nicht erwähnt, aber vlt. würde Fräulein G. sie in diese Liste einreihen?

    Oh ja - Fritzi Haberlandt gehört NATÜRLICH dazu! Wie konnte ich sie vergessen - sie hat großartige Spielfilme gedreht, und ihre Darstellung in „Babylon Berlin“ war phänomenal!


    Tom Cruise halte ich für absolut legitim, denn die Art, wie er dreht, macht ihn zu einem großen Schauspieler. Wer sonst dreht schon alle seine Stunts selbst? Das verdient echte Hochachtung, und seine Filme sind zwar nicht gerade Arthouse-Kino, aber Publikumsrenner.

    Weiß jemand von euch ob das Glas-Atelie das die Deutsche Bioscope 1912 gebaut hat noch irgendwo auf den Gelände in Babelsberg steht?:/ Vileicht sogar die Fabrik welche ja ursprünglich dort einmal stand? hier ein Bild der beiden Gebäude

    Das Gebäude links auf dem Foto gibt‘s noch - ist, glaube ich, ein Verwaltungsgebäude heute. Das Glasatelier existiert nicht mehr. An dieser Stelle steht heute eine große Eiche. Die ist allerdings mittlerweile mindestens so historisch wie das Glasatelier einst war und möglicherweise dessen direkter „Nachfolger“ auf dem Gelände. 😉

    Klaus-Maria Brandauer fehlt m.M.n. noch.


    Ich finde, dass auch aktuell gerade wieder eine großartige Riege an nationalen Schauspielerinnen und Schauspielern herangewachsen ist. Wenn Du die Frage in 15 Jahren nochmal stellst, kommen garantiert Albrecht Schuch, Philipp Hochmair, Sandra Hüller und Christian Friedel dazu. Besonders Christian Friedel, der ja eigentlich schon seit 10 Jahren großartige Filme, oft auch mit historischem Bezug, macht und parallel Theater spielt, ist spätestens seit „The Zone Of Interest“ und „Babylon Berlin“ auf so vielen Titelseiten internationaler Magazine vertreten, das ist wirklich unglaublich!

    Das ist allerdings kein regulärer Anbieter, sondern sowas wie YouTube im Streaming 😉 - zugegeben aber der einzige, wo man diese alten Filme noch bekommt.


    Austernprinzessin : meiner Meinung nach ja eines der größten Unverständnisse der Filmgeschichte, dass der Film bisher nie offiziell veröffentlicht wurde - weder als VHS noch als DVD, weder im Aus- noch im Inland. Lediglich als Stream auf dieser vor einigen Jahren mal kurzzeitig aktiven Ufa-Film-Streaming-Plattform der FWMS wurde er damals offiziell gezeigt.

    Dabei hätte er dieselben logischen Voraussetzungen für eine kommerzielle Veröffentlichung wie „Die Drei von der Tankstelle“ oder „Einbrecher“ - letzterer weit weniger erfolgreich bzw. populär als „Ein Blonder Traum“, aber früh als DVD veröffentlicht.

    Aber mit einem Drehbuch von Billy Wilder, „Ein blonder Traum“ als ein bekanntes Synonym des Films der späten Weimarer Republik und inkl. eines der berühmtesten und immer wieder für heutige Verfilmungen dieser Zeit genutzten Musikstücke der Geschichte („Irgendwo auf der Welt“), einer Storyline mit Bezug zu Heute, populären Darstellern usw. usw. kann es eigentlich nur eine Rechtsfrage sein, die eine Veröffentlichung als DVD/Blu Ray bisher verhindert hat, denn das macht ja gar keinen Sinn sonst. 🤷🏻‍♀️ Dafür spricht auch, dass der Film im Vergleich zu anderen (z.B. dem eigentlich unpopuläreren, aber inhaltlich mit denselben Attributen versehenen „Ich bei Tag und Du bei Nacht“) weitaus seltener in Nostalgie- oder Museumskinos läuft. Auch das muss ja an irgendetwas liegen.

    Also, wenn‘s nur um deutsche Filme geht, hätte ich für


    * 1925: Ein Walzertraum,

    natürlich mit Willy Fritsch. 😉


    Für 1950 bin ich ratlos. Hier würde ich nur einen internationalen Film empfehlen, nämlich Boulevard der Dämmerung.


    Aber benennen würde ich für


    * 1975: Nachtblende,

    mit Romy Schneider.

    Ich sehe gerade, dass offenbar noch gar nichts zur neuen Plattform von Wikimedia gepostet wurde, die Anfang des Monats offiziell angekündigt wurde. Oder ich hab‘s übersehen. Aber ich poste es einfach (noch)mal:


    WIKIFLIX


    Wie das -flix schon assoziiert, handelt es sich gewissermaßen um eine Streaming-Plattform, die Public Domain-Quellen gesammelt abbildet. Genaueres erklärt die oben verlinkte Pressemitteilung.