Posts by Carry Klips

    Großartige Nachrichten. Besonders der Jenny Jugo Film..

    Ja, wunderbar! Besonders weil der bisher bei Sammlern nur in ziemlich unterirdischer Qualität existiert, wenn ich nix verpasst habe.... "Der Raub der Mona Lisa" ist allerdings wahrscheinlich der wichtigere Film (den ich weitaus eher als einen Willi Forst- Film denn als einen Gründgens-Film ansehen würde, aber egal). Ich hoffe nur, daß sich irgendjemand mal erbarmt und auch die frühen Forst-Filme "Ein Tango für dich" und "Ein Burschenlied aus Heidelberg" herausbringt oder zumindest mal auf Sky laufen lässt, wo "Mona Lisa" ja vor ein paar Jahren für kurze Zeit lief.


    Bruno, wo erscheinen denn "Pygmalion" und "Mona Lisa"? Filmjuwelen?

    Interessant und bezeichnend, daß "Schatten der Weltstadt" also bereits 2006 von der Murnau-Stiftung restauriert wurde, und der Film meines Wissens bisher trotzdem nicht auf arte gezeigt oder anderweitig veröffentlicht wurde...

    „7 Ohrfeigen“ kommt auch als BluRay...

    Ich selbst hoffe auf Veröffentlichung der ebenfalls neu digitalisierten Filme „Die Reise nach Tilsit“, „ Liebe, Tod und Teufel“ sowie „Donogoo Tonka“....

    Und sofern ich weiß, sind auch Harlans "Das unsterbliche Herz" und Guters "Ihr dunkler Punkt" (der vielleicht beste aller Harvey/Fritsch-Stummfilme) bereits digitalisiert .... also: fingers crossed!

    Ich hoffe, dass beide auch noch auf Blu-Ray veröffentlicht werden. Wie bisher die anderen Filme vom selben Label auch. ;)

    "Ich bei Tag und du bei Nacht" erscheint definitiv auch als blu ray und ist als solche auch bereits bei amazon gelistet. Ein entsprechendes Listing fehlt für "7 Ohrfeigen" noch, aber vielleicht kommt das ja noch (andererseits ist der andere Harvey/Fritsch-Film bei Concorde, nämlich "Glückskinder", noch immer nur auf dvd erhältlich).


    Und so sehr ich deine Kritik an Veröffentlichungen 'nur' auf dvd nachvollziehen kann: angesichts der grottigen Qualität, die die bisher kursierenden Sammler-Versionen von "7 Ohrfeigen" haben, ist eine offizielle Veröffentlichung egal auf welchem Medium für mich ein Grund, schon mal den Champagner kaltzustellen. Hätte niemals erwartet, daß der Film nochmal irgendwo erscheint. Das Schöne an dieser Concorde-Reihe ist jedenfalls, daß nach all den Jahren mit oftmals eher mediokren Filmen bei BlackHill jetzt offenbar endlich ein Label dabei ist, die wirklich wichtigen UFA-Klassiker herauszubringen.

    Natürlich ist der Film auch für die US-DVD zunächst digitalisiert worden, bloß eben von einer schlecht erhaltenen amerikanischen Verleihkopie aus den 30er Jahren, die zudem noch eingebrannte englische Zwangsuntertitel hat, wenn ich mich recht erinnere. Da der Film in den USA gemeinfrei (public domain) ist, ist diese Veröffentlichung natürlich legitim, zumal sie in einer Reihe erschienen ist, die sich offenbar dem Filmschaffen bekannter Opernsänger der 30er und 40er Jahre widmete und sicherlich vor allem für die Verehrer dieser Sänger gedacht war. Aber gerade deswegen ist das von einer 'professionellen' Aufbereitung/Restauriering natürlich weit entfernt.

    Die US-DVD enthält in recht schlechter Qualität die für den amerikanischen Markt gekürzte Version (97 min. NTSC); die vollständige Fassung in exzellenter Qualität gab es mal vom Filmmuseum Austria (105 min. PAL, also umgerechnet etwa 15 Minuten länger!) - und zwar nur auf VHS! Dabei ist das eine Veröffentlichung aus den 2000er Jahren, als DVDs eigentlich schon der Standard waren. Und gerade dieser Film hätte es absolut verdient gehabt, auf DVD zu erscheinen.


    Aber egal: laßt bloß die Finger von dieser viel zu teuren US-Fassung, die in absolut jeder Hinsicht der österreichischen VHS unterlegen ist. In Der US-Version fehlen ganze Nebenhandlungen...

    Ich hätte nicht gedacht, daß irgendwas die exzellente "Walzerkrieg"-Veröffentlichung in diesem Jahr toppen könnte, aber dieser Film - wenn er tatsächlich kommt - schafft das leicht...


    Wirklich einer meiner absoluten Favoriten des Weimarer Tonfilms, und ich kann es kaum erwarten, den dann endlich in adäquater Bildqualität und korrektem 1.19-Format sehen zu können. Ich will nur hoffen, daß dann die Veröffentlichung auch die kurze Passage enthält, bei der der Ton verlorengegangen ist: momentan kursieren zwei verschiedene Fassungen, eine mit, und eine ohne diese Sequenz.

    Ich persönlich würde einen Film als 'Tonfilm' nur dann hervorheben, wenn es mir darum geht, ihn von zeitlich nahe liegenden Stummfilmen abzugrenzen. Heutzutage ist praktisch jeder Film ein Tonfilm, und es würde einfach überhaupt keinen Sinn machen, das besonders hervorzuheben. Stattdessen verdienen heute gedrehte stumme Filme, so selten wie sie sind, natürlich gerade deswegen als solche hervorgehoben zu werden: siehe "The Artist" oder der weniger bekannte, aber umso großartigere spanische Film "Blancanieves" (Pablo Berger, 2012).


    Einen Film als Tonfilm von Stummfilmen aus der selben Ära abzugrenzen ist für mich persönlich immer dann interessant, wenn damit eben - wie beim frühen Tonfilm meistens der Fall - auch eine unterschiedliche filmische Ästhetik bezeichnet wird (im Positiven wie im Negativen, da stehen dann sprachlicher Witz und musikalische Einlagen eben oftmals der 'unbeweglichen' Tonfilmkamera gegenüber). Manchmal ist es auch interessant, einen Film als Tonfilm hervorzuheben, wenn eben der Übergang vom stummen zum tönenden Film in manchen Ländern länger gedauert hat als anderswo. Niemand wird es für besonders wichtig halten, daß ein deutscher Film von 1935 tönend ist; dagegen mag es vielleicht wichtig sein, daß in Japan ein bedeutender Regisseur wie Yasujiro Ozu im selben Jahr nun endlich seinen ersten Tonfilm gemacht hat; oder umgekehrt noch 1936 mit "Kosmische Reise" ein letzter wichtiger Stummfilm in der Sowjetunion entstehen konnte.

    Würde ich nicht unbedingt sagen. Die tontechnisch wirklich schlimmen Sachen von BlackHill/Universum/Murnau Stiftung sind eigentlich alles DVDs aus den frühen 2000ern. Bei den neueren Veröffentlichungen war der Ton eigentlich immer zumindest ordentlich; dafür hat man dann allerdings häufiger mal einen optisch überrestaurierten Look (zum Beispiel die Filme in der Murnau-Jubiliäumsbox oder auch die TV-Ausstrahlung von "Quick").


    Aber im großen und ganzen kriegen sie's mittlerweile doch um einiges besser hin als vor 10 oder 15 Jahren. Ich habe keinerlei Einwände hinsichtlich der relativ neuen Veröffentlichungen von "Gold", "Walzerkrieg", "Münchhausen", "Immensee" und "Opfergang".

    Ich habe so eine Aussage mal im Forum goldensilents.com gemacht (Gibt's schon lang nicht mehr), und dort wurde mir vehement widersprochen. Die Filme hätten so "gut" auszusehen wie möglich, auch wenn das "besser" sei als bei ihrer Uraufführung.

    Der Punkt ist eigentlich, daß vermutlich die Filme bei ihrer Uraufführung alle tatsächlich so aussahen wie ein heutzutage auf Celluloid neu gedrehter Film. Die wenigen Beispiele, in denen tatsächlich noch die Originalnegative der alten Filme in sehr guter Qualität vorliegen, machen das ganz klar. Beste Beispiele sind Fritz Langs "Spione" und Murnaus "Schloss Vogelöd", die beide spektakulär aussehen obwohl sie 90 Jahre alt sind. Da kann man auch nicht mehr ernsthaft etwas verbessern wollen.


    Allerdings sind das leider die Ausnahmen, und wenn man dann bei einer Restaurierung versucht, beispielsweise das Filmkorn zu reduzieren oder Kratzer etc. übermäßig zu beseitigen, dann entsteht leider der so häufig beklagte 'überrestaurierte Look'. Nur ist der dann ganz sicher nicht besser als bei der Uraufführung. Und von den grauslichen Versuchen, den Ton zu 'verbessern', unter denen so viele deutsche Filme der 30er Jahre leiden, will ich gar nicht erst wieder anfangen...

    Da bin ich völlig anderer Meinung. Einer der größten Reize (zumindest für mich) bei diesen alten Filmen ist es, daß sie sozusagen die Erfahrung einer 'Zeitreise' in eine völlig andere (Kino-)Welt vermitteln, und diese andere Welt ist eben in den allermeisten Fällen eine schwarz-weiße gewesen. Ich denke auch, daß die Regisseure /Kameramänner der damaligen Zeit die Filme eben auch so ausgelegt haben, daß sie in schwarz-weiß wirken können. Farbe dagegen verlangt eventuell andere Prioritäten, hat andere Gestaltungsmöglichkeiten, die dann aber auch wieder in Regie-Entscheidungen einfließen dürften. Und gerade die Laurel und Hardy-Filme fand ich koloriert ziemlich ihres Charmes beraubt...


    Ich gebe zu, daß da sicherlich auch Sehgewohnheiten eine Rolle spielen, insbesondere bei Stummfilmen, die man zuerst schwarz-weiß gesehen hat und die dann neu mit Virage restauriert worden sind. Ich kann mich immer noch nicht mit den orangenen "Nibelungen" anfreunden, und auch bei "Der müde Tod" oder "Scherben" dreh' ich die Farbe raus bei den neuen DVD-Fassungen... Andererseits ist die Viragierung bei einem Film wie "Caligari" dann doch ein absolutes Muss; aber da gehe ich dann eben davon aus, daß die Einfärbungen beim Dreh schon mit eingeplant worden sind als künstlerisches Element.


    Aber wie dem auch sei: ich möchte einen Film im Prinzip immer so sehen, wie er ursprünglich geplant war. Und deswegen geht für mich die "Tankstelle" in Farbe überhaupt nicht....

    Weißt du was über den Ritt auf der Kanonenkugel? Bei den bisherigen Fassungen fiel da immer ein Schatten auf die Rückwand. War das ein ursprünglicher Fehler, oder ist die Szene jetzt anders und ohne Schatten?

    Nein, das ist ein ursprünglicher Fehler, und der Schatten ist immer noch da. Ich muß allerdings gestehen, daß mir das vor deinem Post bisher nie aufgefallen war...

    Total gekünstelte und überzogene Farben, der Ton hat ne Macke usw.

    Genau das ist ja meiner Meinung nach bei der neuen Restaurierung eben nicht der Fall; die Farben sehen für mich sehr natürlich und überhaupt nicht überzogen aus. Und trotzdem gibt es bei den amazon-Rezensenten ein paar, die die alte Version vorzuziehen scheinen.

    Das Bedauerliche an der neuen Münchhausen-Edition ist allerdings, daß man die Premierenfassung so übernommen hat, wie man sie vom Gosfilmofond bekommen hat. Man hat sich zwar bemüht, die verblichenen Farben wieder etwas an die restaurierte Version anzugleichen, aber dennoch bleibt das Ganze vom Sehvergnügen her dann doch um einiges gegenüber der Verleihfassung zurück. Hätte man denn nicht einfach in die restaurierte Fassung die fehlenden Szenen einschneiden können? Natürlich hätte man dann den Unterschied an diesen Stellen sofort gesehen, aber das hat ja bei "Metropolis" auch niemand ernsthaft gestört, und so könnte man den Film auch ohne 'wissenschaftliches Interesse' immer in der längeren Fassung gucken; in dieser Form macht man das einmal, und greift danach dann doch auf die weitaus besser aussehende Verleihfassung zurück.


    Über die neue Restaurierung der Verleihfassung gibt es bei amazon übrigens schon lebhafte Diskussionen. Ich gestehe, daß auch ich zunächst recht irritiert war vom weitaus 'farbloseren' Look der neuen Version; bis ich dann mal die neue und die alte Restaurierung im direkten Vergleich geschaut habe. Und danach war für mich klar, daß die neue Fassung in der Tat viel mehr wie Agfacolor aussieht, die alte Fassung dagegen einen sicherlich inkorrekten und zudem 'verschmiert' wirkenden Technicolor-Look hat, so als handele es sich in der Tat um eine schlechte Kopie von "The Thief of Bagdad" von 1940. Die neue Fassung hat dagegen gedämpftere, aber sehr differenziert und wunderbar aussehende Pastelltöne. Und auch die Details sind viel, viel besser als in der alten Version. Was ist denn eure Meinung?

    Ich hab' die neue DVD gerade gesehen. Keine Restaurierung was Kratzer und Ähnliches angeht, aber davon abgesehen absolut hervorragende Transferqualität und erstmals im korrekten 1.19-Bildformat. Informatives Beiheft dazu. Da bleiben wirklich keine Wünsche offen, und über den Film an sich muß man kaum Worte verlieren. Das ist natürlich absolut federleichtes Entertainment, aber nicht nur wegen der stellaren Besetzung ist dies ein unwiderstehlicher Film. Wundervolle Musik, und brilliantes Spiel bis in die kleinsten Nebenrollen. Warum es so lange gedauert hat, bis der auf DVD erschien, ist mir ein Rätsel. Aber gut, nun haben wir ihn endlich. Und ich bin immer noch hingerissen von Hanna Waag als Königin Victoria... ;)