Posts by Carry Klips

    Bin auch sehr enttäuscht vom "Vetter aus Dingsda" (also von der technischen Qualität der DVD). Bleibt leider die Frage wie es mit den nächsten Veröffentlichungen weitergeht. Normalerweise wäre Paula Wessely/ "So endet eine Liebe" für mich ein Blindkauf, aber nach zwei Enttäuschungen bin ich mir da jetzt nicht mehr so sicher ...

    "So endete eine Liebe" sah zumindest in der 69-minütigen Version, die regelmäßig auf Sky Nostalgie lief, sehr ordentlich aus. Es gibt aber auch eine 78-minütige Version, die es vor etwa 35 bis 40 Jahren auf VHS von Roger Vollstädt gab. Die sah deutlich schlechter aus (ganz allgemein) und hatte zudem an einigen Stellen französische Untertitel, wenn ich mich recht erinnere. Aber es war halt eben eine vollständigere Fassung, und theoretisch sollte ein Label, welches den Film auf DVD veröffentlicht, beide Fassungen sichten und dann aus den jeweils besten Materialien eine mehr oder weniger komplette Version erstellen. Wie wahrscheinlich das im Falle von Mr. Banker Films ist, kann sich wohl jeder selbst ausrechnen...


    Allerdings wäre es ja schon mal gut zu wissen, wie lang denn die DVD-Version ist.

    Und auch die UFA-Filmnächte in Berlin gibt es dieses Jahr als Livestream: https://www.ufa-filmnaechte.de/livestream


    Mit einer neuen Restaurierung von Lubitschs "Carmen" (ich nehme mal an, endlich mit deutschen Zwischentiteln) und Franz Ostens "Die Leuchte Asiens" ist das Programm ja schon mal ziemlich attraktiv. Ansonsten gibt's noch "Nosferatu" (ich liebe diesen Film, aber ist der nicht mittlerweile wirklich übermäßig bekannt?)

    Stimmt, Qualität kann man vergessen, hier wurde nichts restauriert bzw. aufgearbeitet…

    Das Beste ist noch das Wendecover.

    Da Bruno ja schreibt, dass die Bildqualität okay sei, wenn denn mal eine Passage störungsfrei ist: mich würde interessieren, wie stark 'abgespielt' die Kopie aussieht im Vergleich zum Beispiel zu der ja auch alles andere als gut erhaltenen, aber zumindest sehr ordentlich gemasterten neuen Veröffentlichung von "Der Kongress tanzt". Mit anderen Worten: ich kann damit leben, wenn die einzig erhaltene Kopie halt ziemlich 'zerschossen' aussieht, aber was nicht geht ist, wenn die dann auch noch wie "Der Diamant des Zaren" vom selben Label sub-optimal digitalisiert ist.

    Das sieht wie das Programm eines jeden Wald-und-Wiesen-Programmkinos aus (nur daß diese Programmkinos dann wenigstens aktuelle Filme zeigen!). Und natürlich ist kein einziger der Filme, was die Rechte angeht, im Bestand der Murnau-Stiftung.


    Wenn man die Ankündigung genau liest, dann war es allerdings nicht die Stiftung, sondern zwei Filmtheater, die sich dieses Kino3 ausgedacht haben. Und als solches ist es ja auch okay, bloß durch die Verknüpfung mit der Murnau-Stiftung wirkt es ein wenig wie Etikettenschwindel. Mag schon sein, daß sie da dann in Zukunft auch mal "Metropolis" oder "Nosferatu" streamen, aber auf ihren 'ungesehenen' Schätzen wird die Stiftung wohl weiter sitzenbleiben wollen...

    Es würde ja schon helfen, wenn die Murnau-Stiftung oder das DFF ähnlich wie das Filmmuseum München einen Online-Kanal ins Leben rufen würde, wo sie die Sachen dann in ordentlicher Qualität zum Streaming anbieten, meinetwegen auch kostenpflichtig. Damit könnten sie, wenn sie's professioneller/hochwertiger anstellen als der halbherzige Versuch mit diesem Ufa-Portal vor ein paar Jahren, sogar Geld verdienen, wenn sie Filme auswählten, die bisher nicht auf DVD erschienen sind. Aber 1080p und mindestens 3 bis 4 GB pro Film müßten es halt schon sein, und nicht so ein murksiges 900MB-File wie neulich "Der Kampf ums Matterhorn" bei youtube...

    Nicht vom Filmmuseum München, sondern vom DFF: Der restaurierte frühe Luis Trenker-Film "Der Kampf ums Matterhorn" (1928) von Nunzio Malasomma und Mario Bonnard ist jetzt für eine Woche mit neuer Musik und filmwissenschaftlicher Einführung bei youtube zu sehen (im Rahmen der Reihe "A Season Of Classic Films"):

    Der Film ist gerade beim amerikanischen Kino Label auf BluRay erschienen! Leider mit Regionalcode A, daher wohl für die meisten hier nicht abspielbar. Aber für alle, die den trotzdem gucken können: eine wirklich ausnehmend große Verbesserung gegenüber der alten DVD, von der ich wirklich die Finger lassen würde. Die BluRay glänzt mit komplett unmanipuliertem Ton (man versteht endlich jedes Wort!), und es ist eben auch ein sehr gelungener neuer Transfer im korrekten 1.19-Bildformat, was für mich einen deutlichen Unterschied macht. Dazu gibt's auch noch einen Audiokommentar (in Englisch, natürlich), den ich noch nicht gehört habe. Also: ganz definitive Empfehlung, und ich hoffe mal, daß diese neue Version bald auch hierzulande erscheint. Diese frühen deutschen Siodmak-Filme haben es eh alle verdient, endlich mal offiziell veröffentlicht zu werden.

    Ich habe soeben die heute in der Reihe "Vergessene Deutsche Filmklassiker" erschienene DVD dieses sehr schönen Weimarer Tonfilms mit Liane Haid und Ivan Petrovich in den Hauptrollen gesehen. Über den Stil dieser Tonfilmoperette und insbesondere die hier beinahe noch hinreißender als sonst eh schon agierende Liane Haid muß ich wohl kein Loblied mehr singen, denke ich.


    Was allerdings die DVD-Veröffentlichung angeht: es scheint sich hierbei um das Ausgangsmaterial der schon seit mindestens zehn Jahren - vermutlich noch um einiges länger - in Sammlerkreisen kursierenden Version zu handeln, und obwohl sich gegenüber meiner bisherigen Version durchaus einige Verbesserungen erkennen lassen, so muß ich doch sagen: diese DVD ist auf dem Level einer guten Bootleg-Version, nicht mehr und nicht weniger. Wer sich hier einen neuen Scan auf dem Level des Jahres 2020 erhofft hat, dürfte arg enttäuscht sein. Sehr viele Szenen sind sehr unscharf, besonders zu Anfang des Filmes, und leider ist auch hier das originale 1.19-Bildformat nicht beachtet worden, was dann leider zu den bekannten 'abgeschnittenen' Köpfen führt (nicht so schlimm wie bei manchen anderen Transfers, aber es stört halt doch und ist heutzutage eigentlich nicht mehr akzeptabel). Mit anderen Worten: eine DVD, wie sie vielleicht vor zwanzig Jahren okay gewesen wäre. Zumindest der Ton ist allerdings zufriendenstellend.


    Das sollte jetzt niemand, der den Film noch nicht hat, davon abhalten, diesen wie gesagt äußerst stilvollen und unterhaltsamen Film zu erwerben, aber ich finde schon, daß - wenn es denn tatsächlich am Ausgangsmaterial gelegen haben sollte - ein paar Worte vom Label hilfreich gewesen wären, die unübersehbaren Schwächen dieser DVD einordnen zu können. Aber es gibt hier einfach gar nichts, auch keine sonstigen Extras. Und selbst die Plot-Zusammenfassung auf dem Cover ist fehlerhaft (Petrovich arbeitet NICHT als Pilot einer Flugzeugfabrik, sondern als Monteur in einer Automobilfabrik....).

    Ja, klar, ich habe bloß die alte Version noch, weil die neueren Versionen offenbar Probleme haben (oder hatten), Screenshots in unverändertem Bildschirmformat zu erstellen (was ich aus bestimmten Gründen brauche). Aber viel wichtiger für mich war, daß eben auch weder mein Fernseher noch mein BluRay-Player mit diesem File zurechtkommen, da ich Filme nicht auf dem Laptop gucken mag.


    Wie auch immer, ich habe einen Weg gefunden, das für mich als normales 1080p-File offline nutzbar zu machen. Sieht gut aus.

    Nachtrag: leider kommt auch 'offline' weder meine VLC-Version 2.04 noch mein 4k-TV oder mein 4k-Blu-Ray-Player mit diesem File zurecht. Muß wohl an dem verwendeten V9-Codec liegen. Der Blu-Player produziert im Gegensatz zu VLC oder dem TV immerhin noch ein Bild, aber das ist extrem 'stotternd' und nicht anschaubar (und nein, es hat nichts mit der hohen Auflösung an sich zu tun, ich habe Files die noch höher aufgelöst sind und problemlos laufen, allerdings mit einem anderen Codec...).

    In 1440p... oui... das kriegt mein alter Laptop anscheinend gar nicht mehr geregelt in voller Auflösung ;)


    Egal, zumindest auf dem TV sollte es gut aussehen. Großartig, daß sie sich bei diesem wunderbaren Film, einem der besten und anrührendsten mit Franziska Gáal, anscheinend alle Mühe gegeben haben.

    Da bin ich völlig deiner Meinung: natürlich sind die Tonfilme (noch) besser, und der Vergleich mit der Screwball-Comedy trifft sehr gut, was Jenny Jugo durchaus auch von anderen deutschen/österreichischen Komödien-Schauspielerinnen der 30er Jahre unterscheidet. Aus dieser Zeit fallen mir als deutsche Screwballs ansonsten nur noch "Glückskinder" und "Sieben Ohrfeigen" ein, die ja beide ganz offensichtlich an amerikanischen Vorbildern orientiert sind (bzw., wenn man es unfreundlich ausdrücken will, abgekupfert sind), und im Vergleich dazu haben die Jenny Jugo-Filme da dann doch mehr 'Eigenständiges'. Aber die für mich allerbeste deutsche Screwball-Komödie, leider viel zu wenig bekannt, wäre wohl "In Flagranti" (1943) mit Ferdinand Marian und Margot Hielscher...


    Aber um zumindest wieder irgendwie den Bogen zum Thema Filmarchiv Austria/unbekannte österreichische Filme zu schlagen: neben einer Jenny Jugo-Retrospektive würde ich mir unbedingt auch eine Franziska Gáal-Retro wünschen. Mit "Katharina die Letzte" ist zwar einer ihrer allerbesten und anrührendsten Filme im Rahmen der laufenden Reihe angekündigt, aber das ist halt der einzige, der ohnehin in digitaler Qualität als TV-Mitschnitt vorliegt. Der ebenfalls großartige "Kleine Mutti" (auch von Hermann Kosterlitz/Henry Koster) dagegen fehlt noch immer in einer brauchbaren Version, und ihre anderen Filme aus den 30ern sind ja auch alle äußerst sehenswert...

    ein Großteil der Rechte liegt für DVD Veröffentlichungen bei Filmjuwelen...

    Ja, aber leider haben sie mit "Mädchenjahre einer Königin" und "Pygmalion" zwei eher untypische Jenny-Jugo-Filme herausgebracht. Nicht daß ich die schlecht fände, im Gegenteil.


    Aber mit Jenny Jugo verbinde ich eben in allererster Linie die - auch erotisch aufgeladenen - Komödien wie "Fünf von der Jazzband" und ganz besonders "Wer nimmt die Liebe ernst". Die liegen zwar beide unter Sammlern in brauchbarer Qualität vor, und vor kurzem hat ja auch das Filmmuseum München mit "Looping The Loop" endlich einen der gesuchtesten Stummfilme mit Jenny ins Netz gestellt, aber trotzdem: angesichts der Klasse und des Charmes dieser Schauspielerin ist das, was man so bekommen kann, mehr als dürftig. Was würde ich zum Beispiel für eine gute Version von "Pechmarie" geben (einer ihrer allerbesten Filme, finde ich...)