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    https://vimeo.com/433907023

    Vom Reiche der sechs Punkte

    Deutschland 1927

    Regie: Hugo Rütters

    Drehbuch: Hugo Rütters, Robert Wirtz, Hubert Horbach

    95 Minuten


    Darsteller: Herr Metzler, Lotte Kleinschmidt, Robert Wirtz, Hubert Horbach, Josef Petri, Josef Bleilevens, Josef Mainz, Johannes Nießen, Paul Peter Zielinski, Alois Kremer


    Filmrestauratoren beschäftigen sich gerne immer wieder mit den großen Klassikern der Filmgeschichte, die kontinuierlich überarbeitet und verbessert werden. So wird der Markt inzwischen überschwemmt mit immer mehr „definitiven“ und „ultimativen“ Fassungen der großen Titel, während kleine, unbekannte Filme übersehen werden und dem altersbedingten Verfall ausgesetzt sind.


    VOM REICHE DER SECHS PUNKTE ist ein Film, über den sehr wenige Informationen vorliegen. Gerhard Lamprecht listet in seinem Katalog „Deutsche Stummfilme“ das Zensurdatum 31.12.1927, eine Zensurlänge von 2.339 Metern, die Produktionsfirma „Neuland-Kinematographie GmbH, Köln am Rhein“, den Regisseur und Drehbuchautoren Dr. H. Rütters, der einen „Stoff von Dr. med. R. Wirtz und Horbach“ bearbeitet habe. Ansonsten finden wir nur die Anmerkung „Ein medizinischer Stoff mit Spielhandlung“, der „als Spielfilm anerkannt“ wurde.


    Wie weit der Film verbreitet wurde, wissen wir nicht. Kritiken aus Filmzeitschriften der 20er Jahre scheint es ebenso wenig zu geben wie Erwähnungen in Filmgeschichten und Nachschlagewerken. Die Akten des Rheinischen Blindenfürsorgevereins, der den Film in Auftrag gab, sprechen von Vorführungen in 32 deutschen Städten. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um Sondervorführungen, wie jene in Klagenfurt und Villach, die die Deutsche Kärntner Landeszeitung "Freie Stimme" im April 1929 ankündigt, bei der "dreißig Prozent der Einnahme der heimischen Blindenfürsorge zufallen" sollten. Stolz vermerkt der Rheinische Blindenfürsorgeverein, dass eine Kopie des Films nach Finnland verkauft wurde. Dies lässt den Rückschluss zu, dass der Film in weiteren anderen Ländern nicht gelaufen sein dürfte.


    Das finnische Filmarchiv hat die Nitrokopie der finnischen Fassung sorgfältig aufbewahrt und deutschen Archiven zur Restaurierung angeboten. Der Film war somit nie „verschollen“ oder „verloren“ – es hat sich nur niemand für ihn interessiert, weil ihn niemand kannte. Auch das Filmmuseum München entschloss sich erst nach einer Sichtung, in die teure Umkopierung des Films auf Sicherheitsfilm zu investieren und deutsche Zwischentitel wiederherzustellen. Der Wortlaut der Zwischentitel konnte weitgehend der vom Bundesarchiv-Filmarchiv aufbewahrten Zensurkarte entnommen werden – wobei zahlreiche grammatikalische und sachliche Fehler korrigiert werden mussten, die wahrscheinlich auf eine schlampige Abschrift zurückzuführen sind.


    So konnte der Film 2006 von der Bonner Kinemathek im Rahmen des 22. Internationalen Bonner Stummfilmfestivals und 2007 auch in Düren, dem Ort seiner Uraufführung am 13. Dezember 1927, wieder vorgeführt werden.

    Die Reduzierung von Filmgeschichte auf einen Kanon weniger allgemein anerkannter Meisterwerke ist eine bedauerliche Tendenz, die den Blick verengt. Oft sind es gerade die marginalen Filme, die uns überraschendere und manchmal auch tiefere Einblicke in Lebenswelten und Zeitumstände geben als manches „zeitlose Meisterwerk". VOM REICHE DER SECHS PUNKTE ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für einen aufklärerischen Dokumentarfilm aus den 20er Jahren, der geschickt Spielszenen, dokumentarische Aufnahmen und Lehrfilminhalte miteinander verbindet und uns auch heute noch zu beeindrucken und zu berühren vermag. Daneben bietet der Film einzigartige Aufnahmen aus Köln, dem im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstörten Düren und den Dörfern und Landschaften der Eifel.


    Für die DVD-Veröffentlichung in der Edition Filmmuseum (edition-filmmuseum.com/product_info.php/info/p50_Vom-Reiche-der-sechs-Punkte.html) spielte Joachim Bärenz eine einfühlsame Musikbegleitung ein und stellte die Deutsche Hörfilm die erste Audiodeskription für einen Stummfilm her, die 2008 mit dem Deutschen Hörfilmpreis auszeichnet wurde.

    (Stefan Drößler)

    Kafkas Arbeiten könne man einfach als "kritisches Aufzeigen von Realitäten mittels der Verfremdung" sehen, habe ich vor 44 Jahren mal geschrieben ... das weiß ich noch auswendig.

    Also z.B. daß wir käferiger sind als uns lieb ist. Und auch entsprechend wahrgenommen werden. Auch von Eltern und Geschwistern.

    Das mag schmerzen, aber wenn man's mal kapiert hat, geht's.


    8)

    Das Problem ist dass ich Käfer nicht ausstehen kann. Ja ich habe auch schon verstanden dass der Käfer eine Metapher ist ;)

    ich habe gestern Nacht geträumt dass ich aufwache und ein Käfer bin. Selber Schuld warum habe ich mir auch gestern Franz Kafkas Novelle "Die Verwandlung" aus dem Jahre 1912 zu Gemüte geführt... Ziemliches verworren das Ganze...:D Das Buch meine ich :/

    Ja der Beitrag ist sehr sehr sehenswert. Ich habe ihn mal auf VHS von einem Bekannten überlassen bekommen. Ich glaube in dieser Sendung erzählt Ilja Richter, dass Theo Lingen in echt gar nicht oder kaum genäselt hat. Wenn jemand die Stelle findet, bitte Bescheid geben.

    mach ich:)

    Ich habe vorhin ein Autogramm der Schauspielerin Gertrud Giers (1855-1910) ersteigert. Vom Februar 1883, also 101 Jahre vor Vogel Spechts Geburt und 89 Jahre vor No Nicks Geburt;) Und 14 Jahre vor Ossi Oswaldas Geburt ^^

    Es ist ein "Kabinett-Foto". Weiß jemand von euch, was das genau ist? :/

    Nur 19 Jahre vor meiner Geburt - 1902 :D

    Ging mir genau so . Im ersten Tonfilm in dem ich ihn kenne ," Er oder Ich " (1930) ,ist Harry immerhin 15 Jahre älter .

    Kurt Vespermann habe ich erkannt und im Netz ein frühes Vergleichsbild von ihm gefunden :

    (Spielfilm/Hauptfilm)

    • Kriminalfilm aus dem Jahre 1915
    • Länge: 1022m 38min
    • Land: Deutschland
    • Regie: Harry Piel
    • Drehbuch: Harry Piel
    • Kurzinhalt:
      Baron von Bode will in die Hochalpen in Urlaub fahren. Vor der Bergtour aber lässt er sein Leben auf eine Million Franc versichern. Auf der Straße kann er der Baronin Lucie Ruß das Leben retten und gerät in ein merkwürdiges Abenteuer. Seine Versicherungspolice wird gestohlen, und aus den Alpen weist er den Berliner Detektiv Voß an, den Dieb suchen. Der hat auch bald die Spur eines Verdächtigen, die er bis zum Urlaubsort des Barons verfolgt, wo er sich mit seiner Assistentin als Ehepaar verkleidet einnistet. Es kommt zu merkwürdigen Bergunfällen des Barons, die er aber immer überlebt. Währenddessen verfolgt der Detektiv weiter den Verdächtigen - der sich schließlich als Agent der Versicherung entpuppt, der dem Baron mehrmals das Leben gerettet hat. Die Baronin Ruß ist die wahre Verbrecherin.
      weniger
    • Produktion: Messter-Film GmbH

    Achso du kennst schön die Lösung. Ich dachte, dass du es selbst nicht weißt und Hilfe bei der Identifizierung benötigst...

    Glückwunsch !

    Ein sehr schönes Stück..........hatte ich auch schon lange im Auge. Aber meine Sturm und Drang - Zeit ist schon vorbei.

    Vor ein paar Jahren hätte ich keine Minute gezögert.

    Es liegt mir schon vor und es ist in Top Zustand. Nicht gefaltet. Farben sind sehr schön. Und es ist sehr groß. ;) Größer als DIN A0 :thumbup: