Posts by Claudia K.

    "Das verrückte Labyrinth" habe ich erst gestern mit meiner kleinen Tochter mal wieder gespielt, als die Große mit der Oma bummeln war. Ich fand das Spiel als Kind schon genial und finde es noch immer super interessant. Ich muss mal recherchieren wie die Meisterausgabe aufgebaut ist. Ich erinnere mich, dass es dazu Werbung im TV damals gab...?

    Der Grundaufbau ist erst mal ähnlich. Die Dinge, die man sammeln muss, sind auf kleinen, durchnummerierten Plättchen aufgedruckt, die anfangs im Labyrinth platziert werden. Diese müssen in der richtigen Reihenfolge gesammelt werden, also von der 1 aufsteigend und es versuchen somit alle gleichzeitig, dieselben Zutaten zu bekommen, anstatt dass jeder das sucht, was er auf seiner Karte hat. Außerdem bekommt jeder Spieler eine Karte mit bestimmten Zutaten. Gelingt es ihm, diese zu ergattern, bekommt er dafür Extrapunkte. Und jeder hat drei Zauberstäbe, die er einsetzen kann, um zwei Spielzüge hintereinander zu machen. Dadurch wird es etwas schwieriger und komplexer als beim verrückten Labyrinth, daher ist es auch erst ab 10 empfohlen und nicht ab 7 wie das andere.


    Da es im Solospiel aber letzten Endes kaum eine Rolle spielt, ob ich nun die Plättchen der Reihenfolge nach einsammle oder ob ich eben die Symbole der Reihenfolge nach ablaufe, welche die Karten vorgibt und ich doch meistens alleine spiele, habe ich vorrangig danach entschieden, welches ich etwas hübscher finde. Wobei ich die Zauberstäbe trotzdem nutze, die erlauben mir dann halt wahlweise, zweimal zu schieben oder einmal zu schieben, aber zwei Symbole abzulaufen. Ist eigentlich alleine eh egal, aber ich mag auch Zauberstäbe haben :-D

    Ich mag moderne Elemente bis zu einem gewissen Maß. In Stuttgart war ich mal in einer Inszenierung von "Wie es Euch gefällt", die ich ganz furchtbar fand. Es war das erste und einzige Mal in meinem Leben, dass ich eine Inszenierung in der Pause verlassen habe und ich habe noch nie so einen Andrang an der Garderobe erlebt. Es war bis zur Unkenntlichkeit verfremdet. Da bin ich dann doch altmodisch. Wenn eine Frau sich als Mann verkleidet, dann sehe ich sie lieber in Männerkleidung als nackt mit so einem komischen hautfarbenen Kostüm mit einem herumbaumelnden Penis und dass die Leute Müllsäcke tragen, muss auch nicht sein. Und dann wurden auch noch kiloweise Tomaten zermatscht, hoffentlich wenigstens unverkäufliche Ausschussware, Rumschmierereien mit Lebensmitteln finde ich einfach unnötig. Das ist nun schon Jahre her, aber es war einschneidend genug :-D


    Überhaupt, ich bin nicht prüde, wenn es passt, dass sich wer auf der Bühne auszieht, ist es okay. In einer Hamlet-Inszenierung hat sich Hamlet ausgezogen, als er sagte "Ach schmölze doch dies allzufeste Fleisch", genauer gesagt hat er sich erst seiner Kleidung entledigt und dann sah es aus, als wolle er sich auch noch seinen Körper "ausziehen". Das habe ich an dieser Stelle verstanden, es ergab für mich Sinn. Und wenn Romeo und Julia in ihrer Hochzeitsnacht ins Bett gehen und sich dabei ihrer Kleidung entledigen, ist das auch völlig logisch.

    Oft habe ich mich bei Ausziehaktionen aber auch schon gefragt, was das nun soll, weil es für mich keinen erkennbaren Grund gab, warum sich ein Schauspieler an einer bestimmten Stelle entblößt.


    In den letzten Jahren habe ich aber keine solchen Inszenierungen mehr gesehen. Einmal gab es bei uns im Theater eine moderne Variante von Romeo und Julia mit ein paar Abweichungen vom Original, die fand ich aber trotzdem gut. Überhaupt ist die Palette ja sehr breit. Manchmal muss man halt wissen, in welches Theater man geht. In Stuttgart ist z.B. das Alte Schauspielhaus im Vergleich zum Schauspielhaus etwas klassischer aufgestellt, auch mal mit modernen Elementen, aber traditioneller, weniger experimentell. Wobei ich auch beim Schauspielhaus schon schöne Stücke gesehen habe.


    Was das Video angeht, so stimme ich der Aussage zu, dass Regieanweisungen und Co. im Kontext ihrer Zeit betrachtet werden sollten. Würden alle Theater es immer 1:1 so umsetzen, wäre es ja auch irgendwie langweilig. Ich schaue mir gerne verschiedene Inszenierungen der gleichen Stücke an und finde es spannend, was es da für Unterschiede gibt. Ob klassisch oder modern, ich mag eigentlich die gesamte Bandbreite, aber ich mag nicht, wenn es zu effekthascherisch ist oder ich vor lauter Verfremdung das Stück nicht mehr erkenne.

    Ich habe mir selbst zu Weihnachten eine gebrauchte Ausgabe von "Das Labyrinth der Meister" geschenkt, da ich es vom Design her etwas hübscher finde als "Das verrückte Labyrinth" und ich ein Spiel wollte, das ich gut alleine spielen kann. Ich finde das hat etwas sehr Entspannendes, alleine durchs Labyrinth zu wandeln, ähnlich wie Patiencen spielen (mache ich auch gerne)

    Ich hab Raclette gegessen, Harry Potter geguckt und ab Mitternacht vom Sofa aus mit bestem Blick auf den Abendhimmel beobachtet, wie andere Geld verbrennen. Gratis-Feuerwerk ist doch auch schön ^^


    Gutes Neues, liebe Forenmenschen :-)

    Nicht gerade, aber heute Mittag hatte ich in meinem Lieblingscafé eine Kartoffelsuppe mit gerösteten Zwiebeln und gesalzenem Karamell. Ich bin eh ein großer Fan von Kartoffelsuppe, aber dass die so lecker sein kann, wow. Muss mal schauen, ob ich das auch hinbekomme, flüssiges Karamell zu machen.

    Über einen lustigen Zufall: Auf Belletristica schreibe ich gerade zur Übung kurze Texte, bei denen Primzahlen in aufsteigender Folge zugleich die vorgegebene Wortanzahl darstellen. Also ein Text mit 2, 3, 5, 7, 11, 13 Wörtern usw.

    Damit jemand außer mir blickt, was ich da mache, gibt es ein Vorwort. Das habe ich einfach runtergeschrieben, ohne auf die Wortanzahl zu achten. Vorhin schaue ich in die Übersicht, und was sehe ich? Es sind 137 Wörter, eine Primzahl :D.

    Das sehe ich auch so. Wird ja in dem Artikel auch als Grund genannt, und den finde ich durchaus wichtig. Ein weiterer Punkt ist, dass der ÖPNV ja möglichst attraktiv sein sollte, damit er genutzt wird. Auch Nichtgebrechliche schätzen kurze Wege. Wenn der Weg vom Bus zum Geschäft kürzer ist als der vom Parkplatz, ist man vielleicht eher bereit, das Auto stehen zu lassen, als wenn man ein paar Meter weiter laufen muss. Könnte mir zumindest vorstellen, dass das bei vielen der Fall ist.

    Ich habe die Tage die 2. Staffel des Telltale-Batman-Spiels fertig gezockt. Hatte nach einer Weile abgebrochen, weil sie mir nicht so zusagte, hatte dann aber nach dem Joker-Film doch Lust drauf, da der Joker da ebenfalls eine zentrale Rolle spielt. Fand die erste Staffel aber viel besser, also eine zweite Runde wird es von dem Spiel nicht geben. Schade eigentlich. Trotzdem gab es einige starke Momente, für die sich das Spielen gelohnt hat.

    Ansonsten bastle ich hin und wieder mal an meinem Freizeitpark in Planet Coaster weiter.

    Ich freue mich, dass ich gar nicht so viele Süßigkeiten von gestern übrig hab, es waren mehr junge Geister unterwegs als letztes Jahr. Ich weiß, viele können mit Halloween nichts anfangen, aber ich habe immer sehr viel Freude an den Kindern, die sich teils wirklich Mühe geben mit der Verkleidung. Dazu muss ich sagen, dass bei uns alle nett sind und es sehr gesittet zugeht. Ein paar überaus höfliche Jugendliche und dann noch Gruppen kleinerer Kinder in Begleitung der Eltern. Letztes Jahr hat es nur zwei Mal geklingelt, das fand ich etwas schade. Ich signalisiere auch immer extra mit entsprechender Deko an der Tür, dass kleine Geister bei mir willkommen sind, die klingeln hier nämlich auch eher nicht wild überall, sondern entweder bei Bekannten oder eben dort, wo man erkennt, dass da ein Halloween-Liebhaber wohnt.

    Ach ja, zum Thema 2. Teil: Hmm, da bin ich zwiegespalten. Würde ich Joaquin Phoenix noch mal in der Rolle sehen wollen? Aber sicher, das ist einfach große Schauspielkunst! Andererseits finde ich aber, dass gerade Joker ein Film ist, der gut für sich alleine stehen kann. Gerade die Entwicklung zum Joker ist ja das Spannende daran. Also wenn eine Fortsetzung, dann muss da ein verdammt gutes Drehbuch her!

    Momentan lese ich parallel (also mal im einen, mal im anderen Buch):

    - Schreiben! hoch 3 (einen Schreibratgeber, dient aber trotzdem eher der Entspannung, da vieles nicht mehr neu ist)

    - Sissi - Wahrheit und Legende (also eine Biografie)

    - Batman - Hush, Band 2 (ein Comic-Buch, das in Kapitel unterteilt ist, eignet sich also gut, um stückchenweise zu lesen)

    So, ich war drin und die Vorfreude war nicht vergebens. Richtig gut, gerade weil er stilistisch wirklich mehr mit Arthouse-Kino gemein hat als mit den typischen Superheldenfilmen. Ich würde es eher als Psychodrama bezeichnen. Nach den Kritiken vorab hätte ich übrigens mehr Gewaltszenen befürchtet, aber das beschränkt sich auf wenige, wichtige Schlüsselszenen. Was diese für manche so schwer verdaulich macht, ist wahrscheinlich die realistische Darstellung. Da ist eben nichts mit "comichafter Verfremdung" (mir fällt grad keine bessere Beschreibung ein). Auf jeden Fall kann ich die Kritiken, die den Film für gefährlich halten, nachdem ich ihn gesehen habe noch viel weniger verstehen als vorher.

    Interessante Kritik :-) Bestätigt, was ich auch schon an anderer Stelle gehört, bzw. gelesen habe, nämlich dass es stilistisch eine Art Film ist, die man relativ selten im "Mainstream"-Kino sieht (wenn dann eher im Programmkino / Arthouse-Kino) Jetzt bin ich noch gespannter.

    Ja, werde ich! Ursprünglich war mal der 17. Oktober als Starttermin im Gespräch, da war ich schon etwas enttäuscht, da ich gehofft hatte, er kommt vor meinem Geburtstag am 14. Oktober ins Kino. Umso mehr habe ich mich über den neuen Kinostart am 10. Oktober gefreut. Somit werde ich mir den Film zum Geburtstag anschauen. Ich gehe ja sehr selten ins Kino, nur wenn ich etwas ganz unbedingt bald sehen möchte und nicht erst, wenn man es auch daheim auf dem Sofa legal sehen kann. Aber auf den bin ich wirklich mega gespannt, habe mich sehr lange nicht mehr so auf einen Film gefreut!


    Was die Debatte angeht: Dann müsste man grundsätzlich mit jedem Film so umgehen, der einem Bösewicht eine Hintergrundgeschichte gibt, die unter Umständen dazu in der Lage sein könnte, ihn für irgendjemanden zur Identifikationsfigur zu machen. Wie ja auch im Video sinngemäß ausgesagt: Die meisten werden sich so was anschauen, wissen dass es Fiktion ist und sich das Ganze nicht zum Vorbild nehmen. Und diejenigen, die ein Film wie "Joker" auf dumme Gedanken bringen könnte, interpretieren auch andere Dinge in ihrem Sinne um.


    Okay, beim Joker schwingt die Erinnerung an den Vorfall in Aurora mit, aber ich denke, die Figur des Joker ist hier austauschbar. Er hat das Attentat sicher nicht begangen, weil er The Dark Knight gesehen hat. Hätte es den Film nicht gegeben, hätte er vermutlich ein anderes Vorbild gefunden. Natürlich ist das ebenso Spekulation, ich kann ja nicht in seinen Kopf schauen. Aber trotzdem, die Vorwürfe finde ich teils wirklich übertrieben. Wie viele Filme enthalten Gewalt, bieten Identifikationspotential mit unmoralischen Figuren usw.? Eine ganze Menge, und trotzdem sind Nachahmertaten die Ausnahme.


    Zumal es ja auch in den klassischen Dramen teils krasse Gewaltdarstellungen gab. Man schaue sich nur Shakespeare's Titus Andronicus an ...