Tiere & Natur
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Der Wal, der erst gestern in der Lübecker Bucht befreit wurde, ist schon wieder gestrandet. Sollte man der Natur nicht einfach ihren Lauf lassen? Ich meine, das Tier kann ja offensichtlich nicht mehr. Morgen soll ein neuer Rettungsversuch starten.
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Passenderweise liegt der jetzt vor der Insel Walfisch.
Ich kann verstehen, dass man ihn retten will, gibt ja nicht so viele von denen. Die Frage ist nur, ob er dafür noch kräftig genug ist. Den ersten Annahmen nach scheint er es zu sein. Warum es ihn immer wieder ins seichte Wasser zieht, ist natürlich ein Rätsel.
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Ich weiß halt nicht ob man dem Tier einen Gefallen tut, wenn man es immer wieder rettet. Aber mir ist natürlich klar, dass ich kein Biologe bin
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Wale Orientieren sich mit einer Mischung aus Echoortung, Gehör und Magnetfeld-Wahrnehmung.
Flache Strände sind gefährlich für sie, weil sie kein deutliches Echo zurückwerfen, wie etwa Felsen, und Magnetfeld ist auch fast nur im offenen Wasser tauglich.
Das Gehör ist in dem Fall noch die beste Orientierungsmöglichkeit, aber Menschen und ihre Technik machen leider viel Lärm, der sie durcheinander bringt.
Normalerweise genügen die Sinne der Wale, um sie gar nicht erst in die Nähe der Strände zu bringen, aber wenn es mal passiert ist,wird es schwierig sie da wieder weg zu bekommen.
Man müsste erstmal alle ablenkende Lärmquellen UNTER Wasser abstellen. (Schiffe, Fabriken, Kraftwerke, Pipelines etc.), was garantiert nicht wegen eines einzelenen Wals gemacht wird.
Zu warten, bis ein Wal von selber den Weg zurück findet, ist in meinen Augen nicht gut, denn dabei verbraucht er nur seine Energie. Wie ein Blinder, der den Ausgang nicht findet. Er ist in einer Bucht. Die Inseln um ihn herum werfen ein deutliches Echo, der flache Strand nicht. Deshalb denkt er, das es in dieser Richtung ins offene Meer geht.
Das vernünftigste wäre es, ihn möglichst weit von der Küste, ins offene Wasser zu bringen. Ist aber teuer und nicht ungefährlich für das Tier. Ob das jetzt noch Sinn macht, wo er schon ziemlich erschöpft ist, kann ich nicht beurteilen.
Sollte er vielleicht noch krank oder genetisch belastet sein, kann es auch sein das seine Sinne gar nicht richtig funktionieren.
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Ich weiß halt nicht ob man dem Tier einen Gefallen tut, wenn man es immer wieder rettet. Aber mir ist natürlich klar, dass ich kein Biologe bin
Jetzt haben die Experten beschlossen, ihn "gehen zu lassen".
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Es ist trotzdem traurig.

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Es ist trotzdem traurig.

Der Wal wurde sehr vermenschlicht. Das ist immer schlecht.
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Auf Inforadio kam neulich eine Expertiin zu Wort, nicht zum Thema Wal, sondern zu der Frage, warum uns der Wal so nahegeht. Ihre Erklärung: In dieser unübersichtlichen Zeit, wo an so vielen Orten Krieg herrscht, viele Namenlose ihr Leben lassen und die Wirtschaft darunter leidet, ist der Mensch überfordert. Mit dem Wal hat er aber ein Einzelschicksal, dass er individuell verfolgen kann. Hierzu kann der Mensch eine leichtere Bindung aufnehmen.
Spontan hat mich das an Eisbär Knut erinnert. Da war es ganz genauso. Insofern galt das wohl auch für Thomas Dörflein, der aus der Masse der zahlreichen Tierpfleger herausstach.
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Ja, genau. Das glaube ich auch!
Übrigens hast du mir doch neulich einen Kommentar auf Instagram hinterlassen. Es hat geklappt

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