Clockwork Orange

  • Ich habe "Clockwork Orange" auch schon mehrfach gesehen und finde, daß es ein genial gemachter Film ist. Der Film schafft es vor allem, daß man sich mit Alex identifiziert. Der Film zeigt, wie aus einem Täter ein Opfer wird und wie aus Unrecht Recht wird. Ich sehe in dem Film, oder besser gesagt in dem Thema (es ist ja schließlich ein Film nach einer Buchvorlage) auch eine deutliche Totalitarismuskritik, die insbesondere bei den medizinischen Experimenten, die schließlich eine Gehirnwäsche zur Folge haben, augenscheinlich wirkt. Aber auf diesen Film muß man sich wirklich einlassen, sonst besteht die Gefahr, ihn als bloße Gewaltorgie mißzuverstehen.


    Übrigens gibt es auch in "Goodbye Lenin" eine kleine Hommage an diesen Film. Wer beide Filme kennt, weiß bestimmt, welche Szene gemeint ist.

  • Fällt mir spontan jetzt nicht ein. Mir fällt da nur die Hommage an "2001" ein, die aber auch genannt wird im Film. Bitte hilf mir auf die Sprünge ;-) Ich kenn nur eine "Clockwork Orange"-Hommage in "Die Simpsons" und in einem Hörspiel

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Es ist vielleicht nicht so offensichtlich. Ich meine die Szene in "Goodbye Lenin", wo im Zeitraffer das Zimmer umgebaut wird. Das erinnert an die Szene, wo Alex mit den beiden Mädels Spaß hat, die auch im Zeitraffer gezeigt wird. Aber es ist vor allem die Hintergrundmusik dieser beiden Szenen, die die Verbindung herstellt.

  • Achja stimmt, klar. Ja, das ist ne eindeutige Hommage an Clockwork Orange, aber das wurde schon in unzähligen Filmen mit eingebaut. Auch diese Zeitlupe wenn Alex und seine Gang auf die Kamera zulaufen, das gab es glaub ich dort auch erstmals.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Bin zur Zeit recht gut ausgelastet, darum erst jetzt gelesen. Habe den Film das erste Mal mit 11 gesehen (1972), obwohl er erst ab 16 freigegeben war. Aber damals sah man das noch nicht so eng, nur in die Filme ab 18 kam ich nicht rein. Die ab 16 waren aber selten ein Problem, damals war man an der Kinokasse noch nicht so streng. Da konnte man ab und an noch in Filme, die für ältere Zuschauer gedacht waren. Man war wohl über jede Mark froh, die man einnehmen konnte. Bin trotzdem keiner von der "Ultra Brutale" geworden, im Gegenteil.


    War damals beeindruckt von dem Film, denn Kubrick war mir damals schon ein Begriff durch "Dr Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben" und "2001 - Odyssee Weltraum", die ich bereits im ZDF in der Reihe "Der phantastische Film" gesehen hatte. Die Filmreihe durfte ich trotz des späten Sendeplatzes sehen, weil ich am nächsten Tag nicht in die Schule brauchte und meine Eltern meine SciFi-Vorliebe akzeptierten. Besonders erstaunt war ich aber, wie freizügig und gewalttätig dieser Film war, obwohl ich zu dem Zeitpunkt schon etliche andere "ab 16"-Filme gesehen hatte, die waren nämlich alle harmlos dagegen. Noch erstaunter war ich aber, dass das Kino fast leer war. Insgesamt waren vielleicht gerade mal ein Dutzend Leute drin.


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  • "Ultra Brutale"

    Im Original übrigens "ultra violent". Nur eine Sache ist mir bisher noch nicht ganz klar geworden. Sagt Alex "Horrorshow" oder sagt er "khorosho", das russische Wort für "gut"? Die "Drug´s" ("drug" = russ.: "Freund") benutzen ja viele russische Begriffe. "Ich fühle mich richtig khorosho" bedeutet dann "Ich fühle mich richtig gut", das würde Sinn ergeben. Nur sowohl im englischen Original als auch in der deutschen Synchronisation wird es nicht korrekt ausgesprochen, man spricht es eigentlich "charascho" aus.

  • Wollte ich immer mal sehen aber bis jetzt nur ausschnittsweise gesehen. Ich weiss dass Wendy "TRON" Carlos die Musik gemacht hat, das spricht schon mal für sich. Und im Bud Spencer Terence Hill Film Zwei ausser Rand und Band verabreden sie sich im "Uhrwerk Apfelsine" ;D

    - Oh Jegerl, gut dass mich dran erinnerst! - An wos? - Nojo, na was kommt nach dem 31. März? - Der 1. April! - Richtig! Er weiss wieder besser! Jetzt derfst weiterschnupfern!

  • Ich kenne den Film nicht; habe nur des öfteren mal den Namen des Films gehört.
    Was mich aber schon lange interessiert:
    Könnte "The legend of Zelda - Majora's mask" auf diesem Film basieren? Immerhin ist quasi der Kern der Handlung der Uhrturm in Unruh-Stadt!

  • Das könnte sein! Hab Zelda Majoras Mask schon lang nicht mehr gespielt. ;)

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  • Ben Hur hab ich nicht gesehen.


    Full Metal Jacket ist ganz gut, weil es mal ein Film ist der den Krieg nicht verherrlicht
    Clockwork Orange ist weltklasse
    Shining ist ganz gut
    2001 habe ich leider noch nicht geschafft ganz zu schauen weil ich immer ins Quatschen komme
    Eyes Wide Shut fand ich sehr gut - wieso ist der Deiner Meinung nach peinlich?

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Eyes Wide Shut fand ich sehr gut - wieso ist der Deiner Meinung nach peinlich?

    Vermutlich wg. des Cruise-Kidmann-Gespanns. Die Dialoge sind peinlich - siehe die Schlussszene, sinngemäß: "Was machen wir heute noch?" - "Ficken." --> peinlich :rolleyes:
    Die Novelle hätte eine bessere Verfilmung verdient.


    Full Metal Jacket habe ich mit elf oder zwölf gesehen und fand ihn mittelmäßig. Als ich ihn vor ein paar Jahren nochmals sah, war ich doch sehr angetan. Sicherlich einer der besten Kriegsfilme, die ich kenne.


    Shining fand ich sehr in Ordnung. Clockwork Orange vor allem die erste Hälfte, die zweite lahmt meiner Meinung nach - aber die erste Hälfte macht richtig Freude :)


    Tja, und 2001 ... mit diesen Affen ... und dieser psychedelischen Schluss-Szene ... hm! Etwa ein Drittel des Films ist brillant, und zwar die Ereignisse mit HAL, dem Schiffs-Computer :) Der Rest: schnarch

  • Full Metal Jacket, da taugt nur die erste Hälfte des Films. Die zweite ist schnarch. Bester Kriegsfilm? pustekuchen! Da ist Soldat James Ryan meilenweit besser. ;)

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