Die Feuerzangenbowle (D, 1943)

  • - Der Reichserziehungsminister hatte den Film verboten (Solche Reichserziehungsminister gibt es heute wieder)

    - Rühmann ließ keine Ruhe, fuhr zum "Führer".

    - Der Führer fragte: "Ist der Film zum Lachen?"

    - Ja, wurde versichert.

    - Darauf überstimmte der Führer den Reichserziehungsminister und der Film wurde fürs Volk frei gegeben.


    - Wunder ich mich, dass manche sich nach einem Führer sehnen? Nein!


    Moin, ich habe heute von einem Bekannten gehört das es eine colorierte Fassung von " Die Feuerzangenbowle" (1944) geben soll.


    Weiß jemand was davon?

    Noch nie von gehört. Und ich frage mich echt, ob ich den in Farbe sehen wollen würde..... Ich glaube jedoch, eher nicht.


  • Quax Was ist denn aus deinem Brief geworden? Hast du eine Antwort bekommen?


    Also ich würde den Film sehr gerne mit einer Diskussion zum Thema Zeitbezug sehen :/ Und zwar wegen der Figur des von Lutz Götz verkörperten Sportlehrers Dr. Brett. Der macht dramaturgisch nämlich überhaupt keinen Sinn und ist zudem ziemlich rabiat in die Handlung reingebrochen. Darauf weist Lucas Curstädt in einem Artikel zu dem Film im kürzlich erschienen Reclam-Buch über den NS-Film hin. Da steckt eindeutig ein Zeitbezug zur Erziehung im Dritten Reich drin. Die interessante Frage für mich ist dann halt, wie der genau zu bewerten ist :/

  • Quax Was ist denn aus deinem Brief geworden? Hast du eine Antwort bekommen?


    Also ich würde den Film sehr gerne mit einer Diskussion zum Thema Zeitbezug sehen :/ Und zwar wegen der Figur des von Lutz Götz verkörperten Sportlehrers Dr. Brett. Der macht dramaturgisch nämlich überhaupt keinen Sinn und ist zudem ziemlich rabiat in die Handlung reingebrochen. Darauf weist Lucas Curstädt in einem Artikel zu dem Film im kürzlich erschienen Reclam-Buch über den NS-Film hin. Da steckt eindeutig ein Zeitbezug zur Erziehung im Dritten Reich drin. Die interessante Frage für mich ist dann halt, wie der genau zu bewerten ist :/

    mhmmmmm verlief im Sande...:/


    "Wer mit seinem Volk nicht Not und Tod teilen will,
    der ist nicht wert, dass er mit ihm lebe."

    (Jean Paul, 1763-1825, deutscher Schriftsteller)


    Edited once, last by Quax ().

  • mhmmmmm verlief im Sande...:/

    Das ist wohl meistens so :/ Ich habe vor ein paar Jahren einen langen Brief an den ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche, Nikolaus Schneider, geschrieben, weil ich mich über eine Äußerung von ihm aufgeregt habe. Ich glaube der hat das damals nicht mal gelesen, sondern das Sekretariat hat das gleich in den Müll geschmissen X/ Allerdings gibt es auch andere Beispiele... Hab ich auch schon erlebt. Aber das sind dann eher Politiker. Peter Gauweiler, Florian Post, Beate Walter-Rosenheimer und einmal sogar Sigmar Gabriel. Aber das waren halt alles Leute, denen es um Wählerstimmen ging :/