Bei Welchen Filmen oder Serien habt ihr geweint?

  • Im Kino hab ich glaub ich nie oder selten geweint. Schade, hätte ich Nils Holgersson und Amy und die Wildgänse im Kino gesehen, hätte ich da auch wie ein Schlosshund geheult! :)

    - Oh Jegerl, gut dass mich dran erinnerst! - An wos? - Nojo, na was kommt nach dem 31. März? - Der 1. April! - Richtig! Er weiss wieder besser! Jetzt derfst weiterschnupfern!

  • Ja so ein sehnsuchtsvolles Weinen.. ja das kenne ich... Heue kurz bei "Wir machen Musik" während des Gesangs von der bezaubernden Ilse Werner... ;(;(;( Solche Frauen gibts leider nicht mehr... :love:


    "Ein Deutscher, der sein Vaterland abstreift, wie einen alten Rock, ist für mich kein Deutscher mehr."
    (Otto von Bismarck, 1815-1898, erster Reichskanzler des Deutschen Reiches)


  • Ich muss gestehen, dass mir das bei der Abschlussszene von "The singing fool" passiert ist, als Al Jolson "Sonny Boy" singt und das Gesicht seines toten Sohnes im Publikum erscheint ;-) Sehr kitschig natürlich, aber auch heute noch wirkungsvoll ;-) Ich hatte tatsächlich feuchte Augen :-)

  • Fritz Schulz

    Na, was heißt sehr kitschig? :/..und dann auch noch "natürlich"..? Das war damals eben der Zeitgeschmack. Gerade Freunde des alten Films, sollten diese Zeit eigentlich doch auch ein bisschen besser verstehen und zu würdigen wissen, als der Nicht-Interessierte.

    "Alkohol in Maßen genossen, schadet auch in größeren Mengen nicht"


    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Der "allererste" Film, bei dem ich weinen musste, war der Kriegsfilm mit "Lassie". (1946 - Held auf vier Pfoten) Und ich weiß gar nicht wie man das nennen kann, vielleicht geschockte Erleichterungs Tränen. Ich hab fest damit gerechnet, dass Mensch, wie er nun mal ist, den Hund einfach ungerecht abknallt. Und dann die Rede dessen, der den Menschen vor Gericht nen Spiegel vorhält. Das war so sagenhaft grandios.


    Mit "logischem Happy End" kannte ich mich damals noch nicht aus.

    "Als Kind, wo mir sehr viel privat verboten wurde,

    durfte ich trotzdem weit mehr als ich heute mit über 40 Jahren darf."


    (Der Kunde ist nicht mehr König und dies ist nicht mehr meine Welt)


    Der elfte September -> Willy IV

  • Kitschig klingt für mich so negativ. Gab es diesen Begriff damals bereits in DIESER Art? In den 30er Jahren wurde es auch so empfunden? Die Plattenverkäufe der 30er Jahre sprechen eine andere Sprache. Ich respektiere das Empfinden der Menschen von früher. Bei dir hab ich irgendwie so meine Zweifel. :?:

    Meine Großeltern haben sich immer darüber beklagt, dass ihre Kinder die Operette als kitschig/schmalzig empfinden würden. Für mich ist der Begriff "Kitsch" kein positiver, sondern ein rein negativer.

    "Alkohol in Maßen genossen, schadet auch in größeren Mengen nicht"


    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Für mich ist der Begriff "Kitsch" kein positiver, sondern ein rein negativer.

    Wie wäre es mit Michelangelo?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kitsch


    Quote

    „Die niederländische Malerei wird, Herrin, im allgemeinen jedem Frommen mehr gefallen als ein italienisches Werk, das ihm keine Träne entlocken wird, wie ein niederländisches es tut, jedoch nicht wegen der Trefflichkeit und Güte dieser Malerei, sondern wegen der Milde jenes frommen Beschauers. Den Frauen wird sie gut gefallen, insbesondere den sehr alten oder den ganz jungen, und ebenso auch den Mönchen und Nonnen und einigen amusischen Edelleuten, denen die Empfindung für wahre Harmonie fehlt. Die Niederländer malen recht eigentlich, um das äußere Auge zu bestechen, etwa durch Dinge, die gefallen, oder durch solche, über die man nichts Schlechtes sagen kann, wie Heilige und Propheten … und wiewohl dies alles gewissen Augen wohlgefällt, so fehlt darin in Wahrheit doch die echte Kunst, das rechte Maß und das rechte Verhältnis, die Auswahl und die klare Verteilung im Raum und schließlich sogar Inhalt und Kraft.“


    Es ist immer das Herz, die Seele, welches bei der Kritik des Kitsch verliert. Je weiter Geist und Seele auseinander liegen, umso schwieriger können sie gemeinsam betrachten.

    "Als Kind, wo mir sehr viel privat verboten wurde,

    durfte ich trotzdem weit mehr als ich heute mit über 40 Jahren darf."


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    Der elfte September -> Willy IV

  • Ursus  ;)

    Detto..aber hier heißt es eben auch "zumeist abwertend". Tja.. die "Büchse der Pandora" ...


    "Kitsch steht zumeist abwertend gemeinsprachlich für einen aus Sicht des Betrachters minderwertigen Gefühlsausdruck."

    Quelle: wikipedia


    Gerade deswegen kann dieser Gefühlsausdruck sich auch als abwertend, ja sogar als minderwertig titulierend äußern. Kein Begriff also, den man ohne weiteres verwenden sollte...

    Insbesondere wenn es um den Begriff "Minderwertiges" geht, ist der Begriff Kitsch ganz und gar nicht mehr angebracht...

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    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Tja.. die "Büchse der Pandora" ...

    Erinnerst du dich? Ich sagte dir, dass ich ganz im Gegenteil "Laie" bin und mir deshalb die "Bewertungen" erlauben kann. Viele Fiilme, die ich "von Herzen" mag, würden Profis als kitschigen Müll (Trash) bezeichnen. Und nur wenn ich Werke wie "Die zwölf Geschworenen" bennene, täten sie mir wohlwollend auf die Schulter klopfen.


    Ich bewerte den Inhalt der Filme und wie sie mich ansprechen und nicht die Form. (mir ist ein violetter Stein wertvoller als ein durchsichtiger Diamant, weil ich violett fühlend mag und nicht an den Preis schätzend denke)


    Fassbinder mag gute Filme gemacht haben, doch nur einen hab ich gesehen, weil er mich ansprach - Angst essen Seele auf. (Big Bang Theory - würde ich als Kitsch bezeichnen - andere, die es mögen, würden widersprechen, deshalb stimme ich dir zu, dass man im Reich von Filmen, Liedern, Hörspielen nicht von Kitsch sprechen sollte - sondern nur, wenn es sich um falsche Diamanten handelt & Co, sozusagen, ein wertloser Stein, obwohl er identisch optisch ausschaut)

    "Als Kind, wo mir sehr viel privat verboten wurde,

    durfte ich trotzdem weit mehr als ich heute mit über 40 Jahren darf."


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    Der elfte September -> Willy IV

  • Möglicherweise hast du diesen "Kitsch-Begriff" nicht ganz so negativ erlebt wie ich, deswegen gehst du damit anders um.

    Es liegt wie ich finde trotzdem auch immer ein Unterschied darin, über welche Jahrzehnte wir sprechen. Wenn die 30er - 50er Jahre "verkitscht" werden, ist das was anderes wie ab 1991 usw...Da müsste man meiner Meinung nach dann die Jahrzehnte an sich näher betrachten. Da kommt dann auch die Pop- und Rockkultur mit rein und es geht um epochale Unterschiede. Sowas wird gerne vergessen und von irgendwelchen selbsternannten Nostalgikern hochgeschaukelt , die es lustig finden dass man vor 50 Jahren gesanglich nicht richtig "intonierte" oder das Essen nicht mit Petersilie, Schnittlauch oder Koriandergrün betreut hatte..:/ Wie kann man nur? <X

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    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Möglicherweise hast du diesen "Kitsch-Begriff" nicht ganz so negativ erlebt wie ich, deswegen gehst du damit anders um.


    Was ist mit den Filmen um Roy Black? Glaubst du wirklich, dass ich dafür extra in die 30er muss, um ausgelacht zu werden? Oder die Heimatfilme der 50er. Für mich ist filmisch unsere gesamte Gegenwart "Kitsch", bis auf wenige Ausnahmen.


    Jeder hat seinen persönlichen Geschmack. Wie oft wurde mir gesagt: "Ach, du hast ja keinen Geschmack", wenn ich was nicht mochte.


    Du brauchst nicht jedes Jahrzehnt extra zu beleuchten. Nur, irgendwann versuchen, damit zu leben, dass die Elite nicht die eigene persönliche Welt ist.


    Als fast nur Deutsch hörender ist mir ein Elvis Presley lieber als eine Helene Fischer ertragen zu müssen.


    Oder hier - Ernst Busch - Das Lied der Arbeitslosen.



    Hört sich an wie die Weihnachtslieder, die wir in den 80ern selbst sangen....oder unter der Dusche Eigenkreationen, damit uns keiner hört.

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  • Ursus

    Dann interpretierst du "Kitsch" eben anders als ich und als nicht ganz so negativ behaftend. Warum auch nicht? An und für sich hatte ich ja meine Zeilen in diesem Strang zunächst an Fritz Schulz gerichtet. :P;)

    "dass die Elite nicht die eigene persönliche Welt ist." Ich hoffe, du meinst das jetzt nicht wörtlich - für eine sogenannte Elite bin ich nämlich noch immer viel zu volkstümlich..;) :saint:

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    Anderl Heckmair (1906-2005), deutscher Bergführer und Alpinist

  • Mathias77

    - Der Fritz wird schon noch auf dich antworten

    - Ja, mittlerweile interpretiere ich Kitsch anders, weil mir das viele Jahre zu lange auf die Nerven ging

    - Elite: Die Allgemeine Meinung (Die Meinung der Mehrheit)


    - Heute ist für mich Kitsch, das was ich nicht mag, und die für mich fehlende Qualität. (Der Kitsch kann für andere materiellen Wert von Millionen haben, z.B. ne Atomrakete oder auch nur n Regal von Ikea oder CDs mit elendigen Compilationen)



    ;)^^


    Lieber weine ich bei einem Film, wo ich natürlich weinen muss als mich vorher erst noch zu fragen: Schickt sich das, wenn ich jetzt weine oder sollte ich es unterlassen?

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  • Kitschig klingt für mich so negativ. Gab es diesen Begriff damals bereits in DIESER Art? In den 30er Jahren wurde es auch so empfunden? Die Plattenverkäufe der 30er Jahre sprechen eine andere Sprache. Ich respektiere das Empfinden der Menschen von früher. Bei dir hab ich irgendwie so meine Zweifel. :?:

    Meine Großeltern haben sich immer darüber beklagt, dass ihre Kinder die Operette als kitschig/schmalzig empfinden würden. Für mich ist der Begriff "Kitsch" kein positiver, sondern ein rein negativer.

    Ich meine schon, dass es den Begriff damals gab, aber selbst wenn nicht, kann ich mir gut vorstellen, dass es das damit verbundene Gefühl zumindest gegeben haben muss. Und das mit dem Erfolg kitschig/schnulziger Filme und Lieder kann ich dir erklären. Schau mal, heute würde auch kein vernünftiger Mensch freiwillig zugeben, dass er Helene Fischer hört, trotzdem verdient sie Millionen. Also scheinen rein statistisch viele der Menschen, die sie angeblich nicht mögen, heimlich doch ihre Platten zu kaufen ;-) Ansonsten nimm es nicht so tragisch, dass ich die Szene als kitschig bezeichnet habe, wie gesagt, sie hat es ja geschafft mich mitfühlend zu machen, also kann sie ja nicht schlecht gemacht gewesen sein. Trotzdem schämt man sich natürlich als Mann schon einwenig, wenn man an einer Stelle heult, die eigentlich älteren Damen vorbehalten sein sollte :-D

  • kürzlich "leicht" am Ende von


    - Die Geister die ich rief (Bill Murray)

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