Die Grünen

  • Freiheit ist relativ. Es kommt auf einzelne Punkte an. Was z.B. Meinungsfreiheit angeht, da ist man in den USA besser aufgehoben. Was Zensur angeht, ebenfalls. Aber das wäre ein neues großes Thema, kann man ja gerne hier neu aufgreifen: Freiheit

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Freiheit ist relativ. Es kommt auf einzelne Punkte an. Was z.B. Meinungsfreiheit angeht, da ist man in den USA besser aufgehoben. Was Zensur angeht, ebenfalls. Aber das wäre ein neues großes Thema, kann man ja gerne hier neu aufgreifen: Freiheit

    Dann geh mal los und werbe dort für die Kommunisten. Ich wünsche dir viel Vergnügen. 8o



    Herrlich ...


    ('Königs Erläuterungen': das unbeabsichtigte zweite 'nicht')

    Siegmund Freud lässt grüßen - wie peinsam! 8|:whistling:

    Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts.

    Elias Canetti

  • Hier ist man so frei, daß, wenn man z.B. aus Interesse zu einer AfD-Veranstaltung gehen möchte, Gefahr läuft, auf die Fresse zu kriegen ...

    Oder Mitglieder kriegen kein Hotelzimmer, werden ausgegrenzt, denunziert, verleumdet ... sind als Mitglieder in Sportvereinen unerwünscht usw. ...

    Große Freiheit Nr. Siebenundvierzigelf.

  • Und wenn eine Beatrix von Storch fordert, Migranten (auch Frauen und Kinder) durch den Gebrauch der Schusswaffe von einem illegalen Grenzübertritt abzuhalten, dann ist das für mich auch keine normale Auffassung.

    Wieso sich Frau von Storch zu einer solch hirnrissigen Aussage hinreißen ließ, bleibt wohl ihr Geheimnis.

    Denn erstens legt sie unter Ausblendung des gesamten Vorlaufs ein Szenario zugrunde, in welchem ein Heer von Einwanderern aus Asien und Afrika urplötzlich in Mitteleuropa steht und gewaltsam die (welche?) Grenze durchbrechen will, und zweitens gäbe es heute andere Möglichkeiten, Menschenmassen zurück bzw. in Schach zu halten.


    Doch abgesehen davon, dass es Frauen und Kinder zahlenmäßig am allerwenigsten treffen würde: wäre oder ist es generell eigentlich weniger schlimm, wenn (erwachsene) männliche Zivilisten durch Schusswaffen verletzt oder getötet werden? ;)


    Daher nur zwei Sachen: Ich weiß nicht, was du mit "sogenannter Demokratie" meinst, aber ich glaube nicht, dass du ein Land finden wirst, in dem du persönlich freier sein wirst als hier.

    Es mag sein, dass die Bundesrepublik bewusst als Vorreiter gewisser individueller Freiheitsrechte im Gegenspiel zur DDR aufgebaut wurde, nur sollten wir aufpassen, dass uns nicht bald oder bereits die entgegengesetzte Rolle innerhalb der EU zuteil wird.

    Einmal angenommen, die BRD wäre tatsächlich "der freieste Staat, den es jemals auf deutschem Boden gab", ist das noch lange kein Grund, uns darauf auszuruhen und mit den Freiheiten, die wir (noch) genießen, nur deshalb zufrieden zu geben, weil es anderswo in bestimmten Lebensbereichen unfreier zugehen mag. Wir müssen und können sowieso nur vor der eigenen Haustüre kehren.



    Zum Hauptthema:

    Ich glaube schon, dass es unter den Grünen-Wähler*innen oder sogar Mitglieder*innen noch ein paar waschechte "Ökos" gibt, die meinen, die Partei würde ihre Interessen vertreten (die helleren Köpfe sind vermutlich eher zur ÖDP abgewandert).

    Aber denen würde ich gerne die Frage stellen, was sich unter grünbeteiligter Bundes- und Landesregierung denn großartig in Sachen Natur- und Tierschutz gebessert hat, außer dass Waldflächen Windrädern weichen...

    Die Grünen versteifen sich ausgerechnet auf ein Thema, bei dem man am wenigsten mit konkreten Maßnahmen ein gewünschtes Ergebnis erzielen kann und das sich je nach Belieben für alle möglichen Zwecke ausschlachten und ausweiten lässt: den Schutz oder die Rettung des Klimas (was auch immer man darunter versteht - ich persönlich sorge mich viel mehr um das politische Klima hierzulande). Dieses Abstraktum wird dann noch mit ein paar den Wählern vorgeheuchelten klassischen Ökothemen verrührt, damit man die Absicht dahinter nicht mehr erkennt, und fertig ist die grüne Soße.

  • Dazu gibt es auch einen ausführlichen Bericht.

    Egal von welcher Seite - er stimmt.

    Das ist auch der Grund, warum ich die GRÜNEN "aus tiefsten Herzen" verabscheue, wie sonst keine andere Partei


    http://www.pi-news.net/2019/07/die-diktatur-der-gruenen/

    Allseitiger Unbeliebtheit erfreuen sich Deutsche, die über ein Gedächtnis verfügen und Geschichtskenntnisse besitzen.


    © Wilhelm Schwöbel (1920 - 2008), deutscher Zoologe und Aphoristiker

  • Es mag sein, dass die Bundesrepublik bewusst als Vorreiter gewisser individueller Freiheitsrechte im Gegenspiel zur DDR aufgebaut wurde, nur sollten wir aufpassen, dass uns nicht bald oder bereits die entgegengesetzte Rolle innerhalb der EU zuteil wird.

    Einmal angenommen, die BRD wäre tatsächlich "der freieste Staat, den es jemals auf deutschem Boden gab", ist das noch lange kein Grund, uns darauf auszuruhen und mit den Freiheiten, die wir (noch) genießen, nur deshalb zufrieden zu geben, weil es anderswo in bestimmten Lebensbereichen unfreier zugehen mag. Wir müssen und können sowieso nur vor der eigenen Haustüre kehren.

    Vollste Zustimmung! :thumbup:


    Quote

    Aber denen würde ich gerne die Frage stellen, was sich unter grünbeteiligter Bundes- und Landesregierung denn großartig in Sachen Natur- und Tierschutz gebessert hat, außer dass Waldflächen Windrädern weichen...


    Tja, ich persönlich glaube, dass wir uns an zwei Dinge gewöhnen müssen:


    1. werden wir nicht mehr alles so machen können wie bisher
    2. werden wir die Welt trotzdem nicht mehr retten können.

    Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts.

    Elias Canetti

  • Ich fürchte ja. JTVR hat ja richtigerweise darauf hingewiesen, dass für Windräder Bäume gefällt werden könnten, wenn man sie nicht auf Wiesen stellen kann. Außerdem erschlagen die Flügel Vögel aller Art.


    Erneuerbare Energien bedeuten weniger zu essen für die Hungernden in Afrika. Wir hauen ihr Futter einfach in den Schornstein. Auch Solarmodule brauchen Platz, mitten auf die Autobahn kannst du die ja auch nicht stellen.


    Energiesparlampen sind Sondermüll, Batterien und Akkus auch. Dämmstoffe zum Energiesparen im Haus sind so leicht entflammbar, dass man Angst haben muss, in so einem Haus zu wohnen.


    Das einzige, das wirklich hilft: Bäume pflanzen. Bäume lieben CO2. Und davon haben wir ja nun reichlich.

    Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts.

    Elias Canetti

  • Meine Kollegin würde jetzt sagen: vielleicht... ;)


    Man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben, und das will ich auch gar nicht. Doch mein Optimismus schmilzt so schnell wie das Eis in der Arktis.

    Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen. Es ist so leicht, und es führt zu nichts.

    Elias Canetti

  • Mein Pessimismus bezieht sich eher auf künstlich gemachte Weltuntergangspaniken, die man dann wieder dafür ausnutzt, um den Totalitarismus mehr und mehr zu installieren.


    Und damit bin ich inhaltlich komplett richtig hier in diesem Thema. Und nicht mehr "Off-Topic" ;-)

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Mein Pessimismus bezieht sich eher auf künstlich gemachte Weltuntergangspaniken, die man dann wieder dafür ausnutzt, um den Totalitarismus mehr und mehr zu installieren.


    Und damit bin ich inhaltlich komplett richtig hier in diesem Thema. Und nicht mehr "Off-Topic" ;-)

    Roger Köppel - Chefredakteuer: Weltwoche am 27.6.

    "Der Klimawandel ist heute die billigste Folie, auf der man sich als Wohltäter aufspielen kann. Wer zu den Guten gehören will, gibt sich als Klimaschützer aus".

    Allseitiger Unbeliebtheit erfreuen sich Deutsche, die über ein Gedächtnis verfügen und Geschichtskenntnisse besitzen.


    © Wilhelm Schwöbel (1920 - 2008), deutscher Zoologe und Aphoristiker

  • Und bevor man mich falsch versteht: Umweltschutzt zu 100%. Da gibts wirklich viel zu tun.


    Ich melde mich aber mal ab aus dem Thema :) Euch ein schönes Wochenende!

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Tja, ich persönlich glaube, dass wir uns an zwei Dinge gewöhnen müssen:


    1. werden wir nicht mehr alles so machen können wie bisher
    2. werden wir die Welt trotzdem nicht mehr retten können.


    Bei Punkt 1 stimme ich dir vollkommen zu. Wir sind mittlerweile verwöhnt. Und das in vielen Aspekten unseres heutigen Lebens.

    Um nur mal vier Beispiele zu nennen:

    1) Letztens bin ich in einer Reportage wieder an die Decke gegangen, dass sich Harz4-Bezieher über die niedrigen Sätze aufregen. Und dass es Ihnen damit nur schwer möglich ist, monatlich ins Kino oder zu einem Konzert zu gehen.

    2) Ständige Verfügbarkeit wird heute ja auch voraus gesetzt. Obst und Gemüse muss es an 365 Tagen im Jahr geben. Und wenn der blöde Apfel aus Neu Seeland hier her geflogen wird. Und Erdbeeren muss es auch rund ums Jahr geben, auch wenn man sich dann aufgregt, dass die im Januar nicht schmecken. Dafür fallen Äpfel, Birnen und Pflaumen auf der Streuobstwiese nebenan unbeachtet vom Baum. Will ja keiner essen, könnte ja ein Wurm drin sein.

    3) Beim Thema Urlaub geht´s weiter: Woher kommt denn das Selbstverständnis, dass man Urlaub rund um die Welt machen kann/muss? Und dafür, dass man heute schon für unter 300€ um den halben Globus geschaukelt wird, habe ich nun wirklich absolut kein Verständnis. Fliegen gehört teurer. Und prinzipiell nimmt es sich nichts, ob der deutsche Tourist auf der DomRep am Strand liegt, oder an der Talsperre Pöhl :)

    4) Wohnen - Arbeiten - Autofahren: Es ist irgendwie verquer, dass das Wohnen in den Großstädten immer teurer wird und trotzdem immer mehr Menschen in die Städte drängen. Ich unterstelle jetzt auch hier mal, dass es wieder einen Zusammenhang mit einem gewissen Lebensstandard gibt. In den Städten hat man mehr Bespaßungsprogramm und wohl mehr Auswahl an Arbeit. und das Streben nach dem perfekten Job führt auch zu viel Pendelei. Und das ist krass. Wie viel Zeit die Menschheit heute freiwillig im Stau oder mit Fahrtzeit allgemein verbringt, ist verblüffend. Und das ist auch nur möglich, weil die Fahrzeuge scheinbar noch zu preiswert sind und sich meist mit einem einfachen Jahresgehalt geleistet werden können.


    Früher gab´s das alles nicht. Die Großeltern waren froh, wenn sie genug zu Essen für die Familie auf dem Tisch hatten. Der Job musste zu Fuß, mit dem Rad oder per Bus erreichbar sein; also hat man einen Job in der umgebung genommen - auch wenn es vielleicht nicht der Traumjob war. Wenn man also mal das Leben vor ein paar Jahren mit den heutigen Ansprüchen vergleicht, so gibt´s hier eine gewaltige Lücke.

    Ich wäre bereit hier Abstriche zu machen, um die Welt noch zu retten. Da die Bevölkerung in ihrem Wohlstandshunger aber wohl kaum bereit sein wird, hier entsprechend freiwillig eine Trendumkehr zu realisieren, braucht es definitiv Gesetze zur Regulierung. Und wenn das bedeutet, dass die Innenstädte autofrei werden, dann ist es so. Und wenn das Benzin 20€/Liter kostet, dann ist das eben so. Und wenn der Flug nach New York plötzlich 6000€ kostet, dann kauft man sich sein T-Shirt eben wieder im Laden um die Ecke.


    Zu Punkt 2:

    So langsam setzt sich ja ein Verständnis dafür durch, dass es Veränderung und Gegenmaßnahmen bedarf. Nicht umsonst haben die Grünen so einen Zulauf an Wählerstimmen. Und wie in einem anderen Beitrag schon geschrieben, haben sie den auch nur, weil sämtlich sonstige große Parteien diese Notwendigkeit ignorieren.

    Ganz die Flinte ins Korn werfen will ich also noch nicht. Zumal gestern eine neue Studie vorgestellt wurde, wie viel Potential in der Wiederaufforstung steckt:

    https://www.spiegel.de/wissens…usgleichen-a-1275799.html

    Neue Bäume pflanzen ist das eine. Ich habe schon in der Schule gelernt, dass für einen gefällten alten Baum 1000 neue Bäumchen gepflanzt werden müssen. Und Jahr für Jahr beteilige ich mich an einer Aktion vom Sachsenforst und pflanze Bäume. das ist freilich nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber ich will hier meinen Beitrag leisten.

    Damit das aber alles endlich mal richtig in Fahrt kommt, ist natürlich die Politik gefordert. Und aktuell wird dort leider nur Zeit verschwendet.

    Ich wiederhole es nochmals gern: Das Wahlprogramm der ÖDP finde ich nicht schlecht. Wertkonservativ und ökologisch. Es wäre hier zu wünschen, dass diese Partei etwas mehr Aufmerksamkeit bekommt. :)

    "Wo Liebe wächst, gedeiht Leben - wo Hass aufkommt droht Untergang"


    - 8-facher "Mr. TV-Kult" -