Die große Flut in Deutschland

  • Es wundert mich schon sehr, daß dieses einschneidende Ereignis hier bisher keine Erwähnung gefunden hat. Dabei trifft diese Katastrophe doch nicht gerade wenige Menschen und die Folgen werden uns alle treffen, beispielsweise allein schon im höheren Brotpreis, da ja viele Getreideanbauflächen ausfallen bzw. wesentlich geringeren Ertrag bringen werden. Aber Aldi, Rewe und Metro werden uns schon nicht im Stich lassen und einfach mehr importieren. Insofern ist das für viele Menschen kein Problem, solange andere Länder einspringen (können).
    Es trifft aber doch wesentlich mehr Menschen als 2002, die in ihrer beruflichen Existenz bedroht sind und die sich auch die angekündigten Hilfskredite nicht leisten können werden.


    Sicher kann man auch hier wieder über alles mögliche trefflich, aber ohnmächtig schimpfen. Nur gibt es vielleicht auch Konsequenzen, die jeder in seinem persönlichen Lebensstil ziehen könnte. Es dürfte wohl einleuchten, daß der gegenwärtig immer noch stark dominierende kapitalistische und materialistische Lebensstil Katastrophen verschiedenster Art geradezu magisch anzieht. Und wenn der Boden zu wenig Nahrung hergibt, ist das existenzbedrohend, ganz zu schweigen von den dann drohenden Verteilungskämpfen. Es könnte aber möglich sein, daß ein pfleglicher Umgang mit dem Boden und der Erde positiv auch das Entstehen von Katastrophen positiv beeinflussen würde.


    Darin kann durchaus jeder einzelne schon mit seinem Kaufverhalten und seiner persönlichen Einstellung Einfluß nehmen. Ich führe das hier nicht detaillierter aus, aber es kann jeder Beispiele finden.


    Leider wird auch diese Katastrophe vielen Menschen am A.... vorbeigehen, da es ja immer noch ganz gut zu gehen scheint; im Zweifelsfall kann man sich ja immer noch die Ohren zustöpseln und in virtuelle Welten flüchten (solange es "bezahlbaren" Strom gibt).


    Hoffnung gibt der in Katastrophenzeiten sich verstärkende Zusammenhalt der Menschen. Leider verschwindet der jedoch dann auch wieder - aber es gab ihn zumindest und er ist auch wieder möglich....


    Was meint ihr dazu?

  • Ich bekomme das Ausmaß der Überflutung erst seit gestern mit, da ich
    a) in einer (bislang) noch nicht unmittelbar betroffenen Region wohne,
    b) zwecks Nervenschonung in den letzten Wochen Rundfunk und Fernsehen gemieden habe,
    c) das hysterische Gekreische der Internet-Berichte, mit denen man zwangsläufig über E-mail-Portale u.ä. konfrontiert wird, einen derartig abgestumpft hat, dass man vermutlich auch einen Atombombenabwurf erst dann ernstnehmen würde, wenn er bereits stattgefunden hat.


    Konkret mache ich mir große Sorgen um die Kulturdenkmäler der betroffenen Regionen und ein Archiv, das in einer der von der Flut am stärksten betroffenen Städte liegt. Mein Mobilisierungsgrad ist aber noch weit davon entfernt, dass ich selbst hinfahre, um Sandsäcke zu füllen.

  • Ich bin nur wenig im Forum, weil ich im Moment anderweitig viel um die Ohren habe. Aber die Flutberichte verfolge ich im Fernsehen und ich finde es großartig wie sehr in allen möglichen Varianten geholfen wird. Gerade habe ich gesehen dass jemand aus NRW nach Dresden gefahren ist - einfach um zu Helfen. Das ist großartig. Ansonsten gibt es via Forum wohl nicht sonderlich viel darüber zu schreiben. Zumindest nicht von meiner Seite. Die Katastrophe ist furchtbar, gerade was die Einzelschicksale angeht. Aber auch die Archive, wie es Detlef geschrieben hat. Aber auch persönliche Schätze gehen hier (wie auch schon zuletzt in den USA beim Wirbelsturm) verloren, was für die Betroffene besonders bitter ist.

    "Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."


    Konfizius

  • Linksextremisten haben zur Zerstörung der Deiche in Überschwemmungsgebieten aufgerufen. Diese von Politik und Medien tolerierten Grupen wollen
    die Dämme in den von den Überschwemmungen betroffenen Gebieten beschädigen, damit die Gebiete wieder überflutet werden und sich dann "am Leid der Deutschen zu erfreuen". Abwasser "mit Scheisse und Pisse" soll die "scheißdeutschen" Haushalte "vereinnahmen". In den kommenden Tagen seien "weitere Aktionen bei Dämmen und Deichen" geplant, "um Magdeburg endlich das zu geben, was unsere Freunde aus England leider nicht beendet haben."
    Übrigens ist der Ausdruck "Linksextremisten" falsch - im Neudeutschen heißt es die "wehrhafte Demokratie".


    http://s14.directupload.net/file/d/3281/lyaeucbh_pdf.htm

    „Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst.“


    (Voltaire)

  • Ach Bruno, bevor Du wieder mal in der üblichen Weise lospolterst, hättest Du vielleicht auch auf der Seite des politischen "Todfeindes" (igitt!) http://de.indymedia.org/2013/06/345842.shtmlzu dem Thema nachlesen und einen Moment innehalten können, um ohne die gewohnte reflexartige Wut auf die "Linken" möglicherweise Differenzierteres in die Tastatur zu hämmern.



    Leider wurde bisher auf keine der in meinem Post aufgeworfenen Fragen eingegangen.


    Liegt das daran,
    weil ich vermeintlichen Blödsinn, der keine Aufmerksamkeit verdient, geschrieben habe,
    ist keinerlei Änderung notwendig (weiter so, wie bisher...),
    kann man als Einzelner eh nichts ändern (Opfermentalität),
    oder geht früher oder später sowieso alles vor die Hunde?


    U.A.w.g. (Um Antwort wird gebeten)

  • Leider wurde bisher auf keine der in meinem Post aufgeworfenen Fragen eingegangen.

    Die einzige explizite Frage in Deinem Beitrag lautete: Was meint ihr dazu?


    Diese Frage wurde doch beantwortet, oder nicht?


    Was Deinen letzten Beitrag betrifft, würde ich sagen, c) und d) finde ich zutreffend, wobei ich davon ausgehe, dass der Begriff "Opfermentalität" nicht ernst gemeint ist, sondern eher eine freundliche Provokation darstellen soll.


  • Hallo Andrews, ich möchte mich nicht streiten - darum habe ich mich auch in den letzten Monaten aus der Politik herausgehalten.
    Die Flutwelle sehe ich daher auch nicht als Politikum an, sondern habe ein Gesellschaftsproblem angesprochen.
    Die meisten Sätze (Zitate) stammen von indimedya und sind kein Gepolterer von mir.


    Ich habe durchaus die Absicht, zu spenden - nur möchte ich auch wissen, wohin die Spenden gehen.
    Anrufe bei der Caritas, dem Roten Kreuz oder auch ÖR brachten nur schwammige Auskünfte.


    Ich möchte Gewissheit haben, daß meine Spende auch an die Flutopfer von Sachsen, Niedersachsen, Thüringen oder Bayern geht und nicht auch nach Tschechien oder Polen, wie es bei anderen Flutkatastrophen geschehen ist - diese Länder können für sich selbst sorgen.


    Hinweise nehme ich gerne entgegen - nur keine Moralpredigten - die prallen bei mir ab.

    „Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst.“


    (Voltaire)

  • @ Detlef: Ich finde, Du machst es Dir sehr bequem, wenn Du Dir selbst einredest, man könne als Einzelner ja doch nichts machen. Damit verkennst Du die menschlichen und kulturellen Fortschritte, die immer von Einzelnen ausgingen. Sonst hätten wir z.B. immer noch Sklaverei, gegen die man lange Zeit auch nichts unternehmen konnte. Dennoch haben Einzelne durch ihr Tun den Boden für die Abschaffung bereitet. Es gibt noch viele andere Beispiele für die Macht des Einzelmenschen. Den Begriff "Opfermentalität" meinte ich im Gegensatz zu Deiner Annahme nicht freundlich.
    Es ist für mich auch noch lange nicht ausgemacht, daß sowieso alles in der Katastrophe endet. Es gibt doch viele Menschen, die dagegen arbeiten. Ich meine das aber sicher anders als Du.
    Meine Frage: "Was meint ihr dazu?" bezog sich einerseits auf die Flut, zuvorderst jedoch auf das, was in meinem Post davor stand. So ist das in der deutschen Sprache üblich.


    @ Bruno: Ich glaube nicht, daß Du den von mir angegebenen Link mal angeklickt und gelesen hast, sondern Dich leider nur mittels "Spiegel online" und zuerst der "Junge Freiheit" informiert hast. Bei Indymedia steht nämlich doch etwas anderes.
    Übrigens, wer den Text eines Bekennerschreibens veröffentlicht, erklärt sich nicht automatisch mit seiner Aussage einverstanden. Zumal dieser hier nur in dem Kommentar eines Lesers verlinkt wurde. Hoffentlich entsteht jetzt nicht der (falsche) Eindruck, daß ich mit diesem Portal sympathisiere.

  • @ Detlef: Ich finde, Du machst es Dir sehr bequem, wenn Du Dir selbst einredest, man könne als Einzelner ja doch nichts machen. Damit verkennst Du die menschlichen und kulturellen Fortschritte, die immer von Einzelnen ausgingen. Sonst hätten wir z.B. immer noch Sklaverei, gegen die man lange Zeit auch nichts unternehmen konnte. Dennoch haben Einzelne durch ihr Tun den Boden für die Abschaffung bereitet. Es gibt noch viele andere Beispiele für die Macht des Einzelmenschen. Den Begriff "Opfermentalität" meinte ich im Gegensatz zu Deiner Annahme nicht freundlich.

    Na gut, dann brauche ich auch nicht freundlich zu antworten :D


    Ich habe übrigens so eine ganz verschwommene Ahnung, warum die Leute so ungerne mit dir diskutieren. Weil du sie nämlich ständig belehren musst, und das fällt ihnen irgendwann so auf den Wecker, dass sie es dich spüren lassen oder dich einfach ignorieren.


    Da Du ja gut im Austeilen bist, wirst Du sicherlich auch diese meine Einschätzung problemlos wegstecken können.


    Zurück zum Thema:
    Jawohl, auch ich glaube an Führungspersonen! Aber selbst die herausragendste Führernatur bedarf eines Resonanzbodens - wenn die Masse taub ist, kann er oder sie schreien, soviel er oder sie will ;)


    Jetzt mache ichs mir wieder "sehr bequem" und setze mich raus auf die Terrasse :)

  • Aha, ich versuche also ständig zu belehren? Wie kommst Du zu diesem Eindruck? Ich versuche nur, meine Sichtweise zu Gehör zu bringen, mehr nicht. Und wenn offensichtliche Irrtümer hier verbreitet werden, ist es mein gutes Recht, diese richtigzustellen (wie im Falle von Brunos Polemik). Deswegen gebe ich in der Regel auch entsprechende Belege an.


    Es ist jedoch nicht meine Absicht, zu belehren oder jemand seine festgefügte Meinung wegzunehmen. Es reizt mich allerdings schon, gewisse Selbstgewißheiten anzukratzen. Und wenn das schon zuviel ist , dann liegt das sicher nicht an mir. Detlef, Du hältst doch mit Deiner Meinung auch nicht hinter dem Berg bzw. bist ein durchaus streitbarer Geselle.


    Und wo, bitte sehr, belehre ich in meinem ersten Post? Weil ich versuche, Konsequenzen von vorherrschenden Denk- und Handlungsweisen anzudeuten? Das ist also schon belehrend und etwa gar verletzend? Merkwürdig.


    Es ging mir übrigens gar nicht um Führungspersönlichkeiten, sondern besonders um die verkannten und mißachteten Menschen, deren Ideen sich dennoch später durchgesetzt haben.



    PS: Ich sehe schon, über die von mir aufgeworfenen Gesichtspunkte will anscheinend keiner reden. Warum jedoch wird das dann nicht offen ausgesprochen bzw. geschrieben?

  • PS: Ich sehe schon, über die von mir aufgeworfenen Gesichtspunkte will anscheinend keiner reden. Warum jedoch wird das dann nicht offen ausgesprochen bzw. geschrieben?

    Das ist Teil unserer Strategie, die wir vereinbart haben, um dich besser ärgern zu können.


    .........


    Gut, Polemik OFF ;)


    Du fragtest, an welcher Stelle du belehrt hast. Ich zeichne das mal folgendermaßen nach: Du bringst in loser Folge deine Assoziationen zur aktuellen Flutkatastrophe zu Gehör. Dann erfolgen Reaktionen auf das Thema, das Du angeschnitten hast - das Thema heißt ja: "Die große Flut in Deutschland", und nicht: "Andrews philosophische Gedanken zur großen Flut in Deutschland". Du musst Dir also im Klaren sein, dass hier nicht nur Deine persönliche Meinung, sondern das Thema als solches reflektiert wird.
    Das bedeutet in der Praxis, dass wir (die anderen User) bestenfalls Gesichtspunkte aus Deinem Post herausgreifen, die uns beschäftigen.
    Ich z.B. habe mich dazu geäußert, warum ich die Flut erst jetzt allmählich zur Kenntnis nehme. Sebastian desgleichen. Bruno bringt - sicher nicht ohne Hintergedanken - das Problem des Links-Terrorismus ein.
    Und jetzt mal abgesehen davon, dass Dir Brunos Beitrag missfällt, bist Du unzufrieden, weil wir nicht so auf Deine Überlegungen geantwortet haben wie Du das wolltest.


    Prompt fühlst Du Dich übergangen und stellst allen Ernstes die Frage: "Liegt das daran, weil ich vermeintlichen Blödsinn, der keine Aufmerksamkeit verdient, geschrieben habe"?


    Also - wer legt hier bitte eine Opfer-Mentalität an den Tag?


    Wenn Dir ein Punkt besonders wichtig ist, dann greife ihn doch heraus und formuliere ihn noch mal mit der ausdrücklichen Bitte um Kommentierung. Aber verprell Deine potentiellen Gesprächspartner doch nicht dadurch, dass Du gleich wieder persönlich wirst - mit Deinem Standardspruch "Ich finde, Du machst es Dir sehr bequem..."

  • Und wenn offensichtliche Irrtümer hier verbreitet werden, ist es mein gutes Recht, diese richtigzustellen (wie im Falle von Brunos Polemik). Deswegen gebe ich in der Regel auch entsprechende Belege an.


    Hier könnte ich beispielsweise sauer sein - Du stellst also nur Irrtümer richtig, die andere verbreiten?
    Versteh mich jetzt nicht falsch - ich bin nicht beleidigt, wenn Du mir ständig Irrtümer unterstellst, nur darfst Du denn auch keine Kontras als persönlichen Angriff ansehen.


    Und ob Du es nun wahrnimmst oder nicht - wir sind schon mitten in der Diskussion.
    Ich habe bereits meine ersten Spenden getätigt - für Passau und SA.
    Ich habe aber ausdrücklich darauf hingewiesen, daß meine Spendengelder ausschließlich für diese Regionen bestimmt sind - also
    keine Abzweigungen für Tschechien und Polen.
    Aus Lauenburg hat sich bei mir schon Besuch angemeldet, falls es wirklich unangenehm werden sollte.


    Also, Du hast gesehen, daß es nicht nur Polemik gibt, sondern auch den Ansatz einer Diskussion.


    Wir können ja noch über den Sinn und Unsinn der Flußbegradigungen diskutieren

    „Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst.“


    (Voltaire)

  • @ Bruno: Was ich gemeint habe, steht in meinem Post in klarem einfachen Deutsch. Daß das für Dich als rechtsnationalen Menschen unverständlich zu sein scheint, finde ich eigenartig. Du hast bis jetzt auch immer noch nicht mit Hilfe des Links nachgeschaut, was tatsächlich in der Indymedia steht.
    Und "Linksterrorismus" (das richtet sich auch an Detlef): Wo ist der hier zu finden?
    Erstens: Es ist weder sicher, ob überhaupt Anschläge stattgefunden haben noch daß das sogenannte "Bekennerschreiben" nicht gefälscht ist.
    Zweitens: Sollte es echt sein, könnte es auch von Personen mit einem merkwürdigen Humor verfasst worden sein oder irgendwelchen Spinnern.
    Drittens: Vorsichtsmaßnahmen wurden schon längst ergriffen.


    Zu Irrtümern Deinerseits: Ich habe bewußt diesen Begriff gewählt, obwohl ich Schlimmeres vermuten muß.
    So, und nun verdrehe und verwirre wieder alles so, wie es Dir passt.


    @ Detlef: Zum "Linksterrorismus" steht weiter oben schon meine Entgegnung.
    Ich habe nicht philosophiert, sondern u.a. darauf hingewiesen, welche Folgen sich aus der Flut für uns alle ergeben.
    Auf wenigstens einen Punkt des Post einzugehen, hätte vielleicht der Grundregel des mündlichen Gesprächs entsprochen, eventuell auch einer gewissen Höflichkeit. Aber ich weiß, solche Regeln gelten im Internet nur begrenzt.


    Wer belehrt hier nun eigentlich wen? In Deinem Post Du mich, wie Fragen von meiner Seite aus in richtiger Weise zu stellen wären....(!)
    Zum Thema Flut gehört auch die Frage dazu, welche Konsequenzen daraus gezogen werden könnten. Derartige Katastrophen stellen auch immer eine Art Weckruf dar. Ob man diesen hört oder ignoriert, liegt in der freien Entscheidung jedes Einzelnen. Vielleicht wäre es aber auch nicht unwichtig, sich die Folgen dieser Entscheidung zu verdeutlichen.


    Und noch eins: Wo wurde in den Posts von Sebastian, Bruno, und Dir überhaupt auf einen der in meinem ersten Post geäußerten Gesichtspunkte Bezug genommen?


    Schließlich: Wenn Du schon behauptest, etwas sei meine Standardphrase, so wären Belege dafür nötig. Ansonsten ist das nicht sehr glaubwürdig.


  • Nicht philosophieren, sondern klotzen ist angesagt.
    Andrews: Wieviel hast Du bereits gespendet? Wieviel Sandsäcke gefüllt?
    Gehe mit gutem Beispiel voran und beantworte die Fragen - dann muß sich der Rest hier schämen.


    http://www.wiwo.de/politik/deu…eutschland/8329654-2.html

    „Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst.“


    (Voltaire)

  • Lieber Andrew,


    ich habe Deinen ersten Beitrag gerade mal in Ruhe durchgelesen und kann leider nicht viel dazu schreiben, weil ich Dir eigentlich überall zustimmen kann. Außer, dass ich nicht glaube, dass es "vielen Menschen" (wobei man natürlich definieren müsste, was "viele" sind. Bei dem Thema sind wenige eigentlich schon zu viel) am A**** vorbei geht. Gerade der Zusammenhalt ist wirklich lobenswert und erfreulich. Gerade bei solchen extremen Ereignissen ist es doch toll, dass es das gibt. Dass das danach wieder rückläufig wird, ist normal. Wenn aber eine erhöhte Aufmerksamkeit bleibt, ist das schon einmal ein Erfolg.


    Wo ich Dir besonders Zustimmen kann ist das Thema Kaufverhalten.


    Das Thema "Spenden aus dem Ausland" interessiert mich aber auch, schließlich sind die Bewohner der BRD traditionell große Spender. Die Flut dürfte sicher auch in ausländischen Medien Erwähnung finden. Dass aus diesen Quellen nicht viel kommt, ist traurig. Vielleicht denkt das Ausland, dass es der BRD sowieso so gut geht, sodass keine Spenden mehr benötigt werden.

    "Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."


    Konfizius

  • Dein Beitrag regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, doch darauf zu antworten fällt mir schwer.


    Da mich die Katastrophe nicht betrifft, wäre jegliche geäußerte Betroffenheit meinerseits nicht ernst zu nehmen.
    Ich habe nämlich keinen Schimmer, wie es ist, wenn der Keller inklusive Inventar unter Wasser steht, oder die Wohnung nur noch per Boot zu erreichen ist. Ich käme mir wohl vor wie im falschen Film. Es wäre für mich gar nicht auszumalen, wenn gerade materielle Dinge, oftmals mehr noch deren ideeller Wert, durch Wasserschäden unbrauchbar werden. In dieser jetzigen Welt ist es nun mal so, dass ich, wie die meisten, im Materiellen verhaftet bin und keineswegs über die damit verbundenen Abhängigkeiten und Sorgen erhaben bin.

    im Zweifelsfall kann man sich ja immer noch die Ohren zustöpseln und in virtuelle Welten flüchten (solange es "bezahlbaren" Strom gibt).

    Zum Glück, sag ich da nur! Traumwelten und Kunst sind die einzigen Strohhalme, an die ich mich in diesem globalen Irrenhaus noch klammern kann um dem Wahnsinn vorübergehend zu entfliehen...viel mehr Lebenswertes kann ich da nicht ausmachen.
    Nachdem ich mich lange Zeit tagein, tagaus mit dem Abgründigsten der menschlichen Zivilisation beschäftigt habe, bin ich zum Schluss gelangt, dass man sich auch mal Pausen zum Abschalten gönnen sollte und die weltweiten Schrecken, die Menschen in früherer Zeit mangels Fernsehens/Internets gar nie mitbekommen hätten, nicht zu nah an sich herankommen lassen darf.


    Dazu kommt diese Gleichgültigkeit, die Detlef Fischer hier in überspitzer Form, und doch so treffend beschrieben hat:

    Das hysterische Gekreische der Internet-Berichte, mit denen man zwangsläufig über E-mail-Portale u.ä. konfrontiert wird, einen derartig abgestumpft hat, dass man vermutlich auch einen Atombombenabwurf erst dann ernstnehmen würde, wenn er bereits stattgefunden hat.

    Ansonsten bleiben mir die Ansätze, die den Lebensstil und die persönliche Einstellung betreffen, zu unkonkret um darauf eingehen zu können.
    Selbst wenn bestimmte Konzepte und Visionen verheißungsvoll sind, stellt sich die Frage, wer die Macht hat, diese umzusetzen und ob das überhaupt sowohl von den Entscheidungsträgern als auch der Mehrheit der Gesellschaft gewünscht wird. Ich bin der Auffassung, dass man derzeit über die persönliche Lebensgestaltung hinaus weitgehend in der Beobachterposition verharren muss, zumindest konnte mich bisher niemand vom Gegenteil überzeugen.


    Inwieweit Eingriffe in die Natur die Entstehung solcher Katastrophen begünstigen, wenn nicht gar auslösen, wäre ebenfalls zu klären. Hochwasser gibt es seit jeher, aber was doch sehr ins Auge springt, ist die Häufung von Wetterextremen/-rekorden in den letzten Jahren. Ich kann nicht an Zufälle glauben und meine, dass hierbei nicht die richtigen Fragen gestellt werden (dürfen).