Die Frau, nach der man sich sehnt (D, 1929)

  • Heute zeigte ARTE den letzten Stummfilm mit Marlene Dietrich namens "Die Frau, anch der man sich sehnt". Ich habe ihn aufgezeichnet, aber noch nicht angeschaut. Lediglich mal kurz rein geschaut und ich fand die Qualität des Filmes sehr hochwertig. Habe ich das richtig mitbekommen, dass die Musik neu war? Ich fand sie sehr aufdringlich und übertrieben emotional. Habt Ihr den Film angeschaut?

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Der Eindruck der Musik war bei mir zunächst auch eher negativ. Etwas viel künstliche Opulenz - aber wenn man sich daran gewöhnt hatte, funktionierte sie sehr gut.


    Mir hat der Film recht gut gefallen - vor allem Fritz Kortner hat seine Rolle sehr überzeugend gespielt.

  • Da ich den Film nur im Schnelldurchlauf kontrolliert habe, fiel mir natürlich die hervorragende Bildqualität auf - zum Inhalt kann ich (noch) nichts sagen.
    Die Musikuntermalung ist vollkommen danebengegangen - kein Vergleich mit "Der Bettler vom Kölner Dom".
    Für mich ist es in erster Linie ein Sammlerfilm, da ich kein Fan von Marlene Dietrich bin.

    Allseitiger Unbeliebtheit erfreuen sich Deutsche, die über ein Gedächtnis verfügen und Geschichtskenntnisse besitzen.


    © Wilhelm Schwöbel (1920 - 2008), deutscher Zoologe und Aphoristiker

  • Es gab einige Filmrisse... aber ansonsten war die Qualität durchgängig auf hohem Niveau. Ich vermute, dass es sich um eine gut erhaltene Kopie und nicht um ein Negativ gehandelt hat.


    Die Kamerafahrten waren übrigens dezent, aber sehr überzeugend und haben der eigentlich unspektakulären Handlung viel Dynamik verliehen. Da spürte man die Beweglichkeit der Kamera in der späten Stummfilmzeit, die beim Übergang auf den Tonfilm leider zunächst verlorenging :huh: