Heuchlerische Moral

  • Dieter Bohlen kritisierte beim "Supertalent" völlig zu Recht, dass eine Sechsjährige auf der Bühne wie Shakira mit den Hüften wackelte und dass die Motivation für den Auftritt stark vom Vater auszugehen schien. Fragwürdig ist allerdings, dass solch ein Beitrag überhaupt ausgestrahlt wurde.
    Meine Meinung zum Thema steht etwas umfangreicher in der Kolumne unter http://www.tv-kult.com/kolumnen/89-heuchlerische-moral.html

    Wir wissen wohl, was wir sind, aber nicht, was wir werden können. (William Shakespeare)

  • Ganz so krass würde ich es nicht ausdrücken, aber es ist doch eine Form der Inszenierung, die für ein Kind eindeutig zu sexy wirkt. Wer es nicht gesehen hat und sich selbst ein Bild davon machen möchte: http://www.clipfish.de/special…1-bauchtaenzerin-melissa/, etwa ab 3:00 Minuten geht es richtig los. Besonders fragwürdig finde ich vor allem den Part, in dem sie breitbeinig und liegend auf der Decke kniet, finde ich wirklich widerlich. Bislang geb ich wirklich zu, ab und an mal wenn ich müde war und nicht sonderlich nachdenken wollte, auch mal beim Supertalent eingeschaltet zu haben, es gibt jedenfalls auch ganz sehenswerte Auftritte manchmal. Für mich ist die Sendung jedenfalls gestorben, vor allem da eine RTL-Kritikerin inzwischen die Bedenken seitens des Jugendschutzes zur Seite wischte mit der Bemerkung,das sei doch nur ein Turnanzug mit Tigermuster, und Melissa liebe schließlich Bauchtanz. In meinen Augen wurde da ganz klar eine Grenze überschritten, ich werde mir das nicht mehr anschauen - vielleicht boykottiere ich auch den ganzen Sender. Das juckt die zwar wenig, wenn ich das tue, und es werden wohl auch nur wenige machen, aber RTL ist in meiner Senderliste dennoch deutlich weiter nach hinten gerückt - so oft schaue ich das auch nicht, dass das einen Platz auf den oberen Rängen rechtfertigen würde, House kann ich auf SF2 schauen...


    Naja, wie dem auch sei, so etwas im Fernsehen zu zeigen halte ich für eine Schweinerei!

    Wir wissen wohl, was wir sind, aber nicht, was wir werden können. (William Shakespeare)