Sprachpflege

  • Das Wort "Futterfassen" habe ich in einem Kriegstagebuch 1870/71 (Jentzsch) gerade gelesen. Das nutze ich auch seit meiner Kindheit, wäre mal interessant zu erfahren, seit wann es genutzt wird.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Vor der Tagesschau kommt aktuelle eine Werbung (hab nicht aufgepasst für was), da sagt ein Kind "Anziehsachen".... da tuts mir in den Ohren weh. Und das Schlimme ist, dass es ja viele Erwachsene auch so sagen. So eine Werbung wird das nicht unbedingt besser machen :D

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Vor der Tagesschau kommt aktuelle eine Werbung (hab nicht aufgepasst für was), da sagt ein Kind "Anziehsachen".... da tuts mir in den Ohren weh. Und das Schlimme ist, dass es ja viele Erwachsene auch so sagen. So eine Werbung wird das nicht unbedingt besser machen :D

    Das Wort steht im Duden, ist also ein gebräuchliches deutsches Wort, Kategorie Umgangssprache. Und die Umgangssprache ist auch angenehmer. Wenn du so sprichst wie du schreibst, möchte ich mit dir nie ein Gespräch führen. :D


    Wenn du das Wort

    Steindingwowasserauskommt

    auch im Duden platzieren willst, musst du es nur verbreiten, ganz einfach. ;)

    Liebe ist wie die Ozonschicht: Man vermisst sie erst, wenn die nicht mehr da ist.

    Leslie Nielsen als Lt. Frank Drebin in "Die nackte Kanone"

  • Ja nur Sprachpflege wäre das dann nicht :D Zumindest nicht meiner Definition nach. Der Duden nimmt die Worte nicht auf anhand der Qualität, sondern anhand der Gebräuchlichkeit.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • So soll es aber auch sein. In den Duden gehört nicht, was schön klingt, sondern was gesprochen wird. Was nicht gesprochen wird, fällt wieder raus. Auch da kannst du dich vielleicht engagieren. ;)

    Liebe ist wie die Ozonschicht: Man vermisst sie erst, wenn die nicht mehr da ist.

    Leslie Nielsen als Lt. Frank Drebin in "Die nackte Kanone"

  • @mrhaarindersuppe

    Ja, aber wenn einem was daran liegt, dass die Sprache sich so verändert, dass es einem gefällt, dann kann man auch dazu etwas beitragen. Wenn Dir "Anziehsachen" als Wort gefällt - viel Spaß damit :)

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • @mrhaarindersuppe

    Ja, aber wenn einem was daran liegt, dass die Sprache sich so verändert, dass es einem gefällt, dann kann man auch dazu etwas beitragen.

    @Mr. Echo: Nichts anderes habe ich gesagt. Wenn du mir schon andauernd widersprichst, dann versuch es doch wenigstens dann sein zu lassen, wenn wir mal seltenerweise einer Meinung sind, okay? 8):S

    Liebe ist wie die Ozonschicht: Man vermisst sie erst, wenn die nicht mehr da ist.

    Leslie Nielsen als Lt. Frank Drebin in "Die nackte Kanone"

  • Ich finde keine Stelle an der Du mir recht gibst oder diese Art von Sprachveränderung negativ kommentierst (was du ja nicht musst).


    Im Gegenteil, ich finde nur den Versuch mir zu widersprechen ("Und die Umgangssprache ist auch angenehmer"), mich als etwas doof und ewiggestrig darzustellen und mich von oben herab zu belehren (siehe Beitrag 352), deswegen auch meine leichte Gereiztheit ;)

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Gerade wenn Beiträge wie #352 so formuliert werden als könnte man meinen, mir wäre ein ständiger Sprachwandel nicht bekannt.


    Widerspruch nur des Widerspruchs wegen (so wirkt es ständig auf mich) finde ich halt etwas unnötig.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Oh, da könnte ich jetzt ein Fass aufmachen, aber ein ganz großes!


    Tu ich aber nicht. Ich denke, das ist in deinem Sinn? :)


    Aber es stimmt, an der Stelle sehe ich das anders als du. Ich gehe aber davon aus, dass du auch Umgangssprache sprichst, auch wenn du dieses eine böse Wort (und vielleicht noch einige andere) weglässt.


    Wenn ich mich über jede sprachliche Fehlleistung aufregen würde, könnte ich darüber ein ganzes Forum betreiben.

    Liebe ist wie die Ozonschicht: Man vermisst sie erst, wenn die nicht mehr da ist.

    Leslie Nielsen als Lt. Frank Drebin in "Die nackte Kanone"

  • Es ist schon ein Unterschied, ob eine sprachliche Fehlleistung bei "Frauentausch" auf RTL2 mal zu hören ist oder wenige Sekunden vor der Tagesschau. Du musst mir ja nicht zustimmen (das musst Du natürlich nie tun, auch wenns nervig ist, wenns so wirkt, als würdest Du dauernd etwas suchen, was Du dagegen schreiben kannst, wenn es um polit-gesellschaftliche Dinge geht), aber bitte unterstelle mir keine Sachen und behandle mich nicht von oben herab. Auch "Nichts anderes habe ich gesagt" am Ende kann ich nicht ganz nachvollziehen.


    Und natürlich kann ich erahnen, welches Fass Du aufmachen willst. Vielleicht liege ich ja falsch, aber ich behaupte von mir, mir schon eigene Gedanken zu machen und die Themen von Fall zu Fall zu bewerten. Jedenfalls fahre ich keine strenge Linie, nur weil es jetzt von herrschenden Parteien befürwortet oder als schlecht eingestuft wird. Dass die Wehrpflicht vor einigen Jahren abgeschafft wurde, begrüße ich sehr (und das wurde von den herrschenden Parteien umgesetzt), und ich finde es schändlich, dass die AfD sich beispielsweise dafür einsetzt, sie wieder einzuführen. Mir gehts um die Sache, nicht um Personen, Ideologien oder Parteien.

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Es tut mir leid, wenn ich irgendwie nicht so rüberkomme wie ihr das vielleicht von mir verlangt. Aber ich kann nicht anders, und PeterC: Auch wenn du mir vielleicht Bösartigkeit unterstellst, oder eher eine Form der Oberlehrerhaftigkeit, so möchte ich dich doch um Verzeihung bitten, dass ich in keine Norm passe. Ich bin nur derjenige, der auch dir sagt, was du offiziell sagst und inoffiziell nicht. Na ja, zumindest manchmal.


    Vogel Specht: Manchmal frage ich mich, was ich schreiben soll, damit du dich nicht persönlich angegriffen fühlst. Hätte ich das große Fass vielleicht doch aufmachen sollen? Ich weiß nicht, was ihr beide dann geschrieben hättet.


    Wie ich es mache, mache ich es bei euch verkehrt. Also mache ich das so, wie ich will. Widerspruch ist selbstverständlich erwünscht, aber das setzt einiges voraus.

    Liebe ist wie die Ozonschicht: Man vermisst sie erst, wenn die nicht mehr da ist.

    Leslie Nielsen als Lt. Frank Drebin in "Die nackte Kanone"