Der Tunnel (D, 1933)

  • Ein Thema zum Film "Der Tunnel" konnte ich hier noch nicht finden. Falls es doch schon einen gibt, gebt mir bitte bescheid. Der Film ist aus dem Jahr 1933 mit Paul Hartmann. Auf DVD scheint es ihn noch nicht zu geben. Auch ihn habe ich auf Video 2000 und werde ihn bald sichten. Lohnt es sich ihn zu digitalisieren? Oder wird er oft im Fernsehen gezeigt?

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Ein wunderbarer Thriller mit den Haudegen Paul Hartmann und Attila Hörbiger. Auch Gustaf Gründgens ist dabei. Absolut lohnenswert zu Digitalisieren !!! Habe den Film in recht guter Qualität. Wir hatten den Film mal im Screenshotquiz. Hatte auch ein Foto eingestellt... (ALTER BEITRAG)


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    "Der Tunnel" ist ein deutsch/französischer Tonfilm aus dem Jahre 1933. Weiter unten ist ein kleiner Filmausschnitt zu sehen! Regie führte Kurt Bernhardt. Darsteller sind: Paul Hartmann (*08.01.1889 Fürth ; †30.06.1977 München), Attila Hörbiger (*21.04.1896 Budapest, Ungarn ; †27.04.1987 Wien-Grinzing, Österreich), Gustaf Gründgens (*22.12.1899 Düsseldorf ; †07.10.1963 Manila, Philippinen), etc... Meine Fassung ist recht gut und dauert ca. 71 Minuten.



    Titel: "Der Tunnel"
    Jahr: 1933
    Land: Deutschland (Drittes Reich / Deutsches Reich) / Frankreich
    Uraufführung: Kinostart (DE): 27.10.1933; Aufführung (DE): 03.11.1933, Berlin, Capitol
    Dreharbeiten: 1933 Deutschland und Frankreich
    Regie: Kurt Bernhardt
    Produktionsfirma: Bavaria Film AG (München-Geiselgasteig); Vandor-Film (Paris)
    Produktionsleitung: Ernst Garden
    Musik: Walter Gronostay


    Darsteller:


    Paul Hartmann (Ingenieur Mac Allan)
    Attila Hörbiger (sein bester Freund Hobby, Tunnelarbeiter)
    Gustaf Gründgens (Spekulant Woolf)
    Olly von Flint (Marry Allan)
    Otto Wernicke (Bärmann, Tunnelarbeiter)
    Ferdinand Marian (Versammlungsredner)
    Will Dohm (Brooce, ein Arbeiter)
    Josef Eichheim (Harris, Reporter)


    etc...


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    Ab Minute 05:38 hält Tunnel-Ingenieur Mac Allan (Paul Hartmann) eine starke Rede an die mutlosen und streikandrohenden Tunnelarbeiter. Zuvor versuchte ein von Spekulant Woolf (Gustaf Gründgens) engagierter Versammlungsredner (Ferdinand Marian) die Arbeiter aufzuwiegeln. Doch Ingenieur Mac Allan, der früher selbst ein einfacher Arbeiter war, zieht die Tunnelarbeiter in seinen Bann und gibt ihnen wieder Mut und Freude an der Arbeit...


    Oben ein kleiner Ausschnitt aus dem deutsch/französischem Tonfilm "Der Tunnel" aus dem Jahre 1933. Regie: Kurt Bernhardt. Darsteller: Paul Hartmann (Mac Allan), Attila Hörbiger (sein Freud Hobby), Gustaf Gründgens (Woolf), Olly von Flint (Marry Allan), Otto Wernicke (Bärmann), Ferdinand Marian (Versammlungsredner), etc...


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    Inhalt:


    Ingenieur Mac Allan entwirft einen Tunnel, der Amerika und Europa unterhalb des Meeresbodens verbinden soll. Eine Gruppe amerikanischer Milliardäre finanziert das gigantische Projekt, doch die Bauarbeiten gestalten sich ebenso aufwändig wie gefährlich. Ärgster Widersacher Mac Allans ist dabei der Spekulant Woolf, der Baugelder veruntreut hat und nun sein Vergehen durch Sabotageakte verschleiern will. So veranlasst er einen Sprengstoffanschlag, und im Zuge der Rettungsaktionen verunglückt Mac Allans Frau Mary tödlich. Als sein Plan, den Tunnel zu zerstören, fehlschlägt, begeht Woolf Selbstmord. Nach anfänglichem Zögern lässt sich Mac Allan überreden, das Projekt doch noch zu vollenden... (Quelle der Inhaltsangabe: http://www.filmportal.de/df/17…,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html)


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    weitere Informationen zu dem Film:


    Der Tunnel ist ein Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1933, der auf dem 1913 erschienenen Roman Der Tunnel von Bernhard Kellermann basiert. Der Schwarz-Weiß-Film schildert die Ereignisse um einen 15 Jahre dauernden Tunnelbau. Der Tunnel soll Amerika und Europa verbinden. Der Film wurde gemeinsam von Vandor-Film (Paris) und Bavaria-Film AG (München) produziert.


    Gleichzeitig entstand die französisch-sprachige Version Le tunnel mit demselben technischen Team und einer weitgehend anderen Schauspieler-Besetzung.


    Der Film kam am 3. November 1933 in die deutschen Kinos. Im Fernsehen wurde er zuerst am 5. Oktober 1964 im DFF und am 19. Mai 1968 im NDR gezeigt.



    Kritik:


    Die einfältige Handlung des Films, sowie die Schwarz-Weiß-Zeichnungen der Charaktere stehen hinter der mit großem technischen Aufwand verwirklichten Utopie des Tunnelbaus zurück. Der Tunnel ist ein Produkt der frühen 1930er Jahre und damit auch ein Kind seiner Zeit. Dem Film nationalsozialistische Tendenzen nachzusagen wäre falsch, doch liegen die im Film geäußerten Anschauungen nicht sehr weit von Schlagwörtern wie „Arbeit adelt“. Der Tunnel bietet großes Kino, mit einem Gustaf Gründgens als Edelschurken.


    (Zusammenfassung aus Filmbeobachter und Filmdienst)


    (Quelle ("weitere Informationen zu dem Film" und "Kritiken"): http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Tunnel_%281933%29)


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    Hier das original Filmprogramm (BFK):



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    "Ein Deutscher, der sein Vaterland abstreift, wie einen alten Rock, ist für mich kein Deutscher mehr."
    (Otto von Bismarck, 1815-1898, erster Reichskanzler des Deutschen Reiches)


    Edited 6 times, last by Quax ().

  • Auch er ist eine Rarität im Fernsehen.
    Er lief irgendwann mal in den 80ern auf N3
    Es gibt ihn nur auf VHS. Ein sehr spannender und dramatischer Film, der die Utopie eines Eisenbahntunnels unter dem Atlantik zwischen Portugal und New York beschreibt.
    Eine deutsch-französische Produktion von 1933

    Allseitiger Unbeliebtheit erfreuen sich Deutsche, die über ein Gedächtnis verfügen und Geschichtskenntnisse besitzen.


    © Wilhelm Schwöbel (1920 - 2008), deutscher Zoologe und Aphoristiker

  • Also meine Aufnahme ist vom 20.11.1985. Welcher Sender ihn übertragen hat, kann ich nicht sehen. Vielleicht gibt das Band Auskunft. Bin sehr gespannt auf den Film, da ich utopische Filme aus der Zeit sehr mag!

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“


    André Gide

  • Ich hab den Film gestern abend bzw. heute Nacht zum ersten Mal gesehen und fand ihn gut. Nicht überragend, aber gut gemacht, gerade wenn man die Zeit betrachtet, wann der Film gedreht wurde. Es gibt viele schöne Massenszenen. Die Studioaufnahmen im Tunnel sind toll und auch die Schauspieler (Otto Wernicke, Gustav Gründgens, Paul Hartmann, Attila Hörbiger, Beppo Brem) sind großartig. Ein bisschen mehr hatte ich mir aber trotzdem von diesem Film erwartet. Z.B. erfährt man wenig über die Technik bzw. den technischen Problemen, die hinter dem Tunnelbau stecken. Sowas finde ich bei Sci-Fi-Filmen und Abenteuerfilmen (wie z.B. auch "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde") immer besonders interessant.

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    André Gide

  • weiter oben ist kleiner Ausschnitt aus dem wunderbaren Film zu sehen (2. Beitrag von oben) !!! :!:


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    (Otto von Bismarck, 1815-1898, erster Reichskanzler des Deutschen Reiches)


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  • und wie gefällt euch der von mir eingestelle Filmausschnitt?


    "Ein Deutscher, der sein Vaterland abstreift, wie einen alten Rock, ist für mich kein Deutscher mehr."
    (Otto von Bismarck, 1815-1898, erster Reichskanzler des Deutschen Reiches)


  • Das ist ja unglaublich, Sebastian!


    Wo kommt man denn an Video 2000 Cassetten mit Aufnahmen von 1985 ???? Ich zerplatze vor Neugier :)


    lg
    Keylargo


    Die Kassetten habe ich von ebay. Das war eine Sammlung eines Mannes, der ab den frühen 80er Jahren bis in die frühen 90er Jahre viel aufgenommen hat und nicht wieder überspielt. Solche Sammlungen gibt es viele. Ich habe mit einem älteren Herren aus Nürnberg telefonischen Kontakt gehabt, der hat ab 1978/79 bis Mitte der 80er Jahre sehr sehr viele Filme im Fernsehen aufgenommen (und danach niemals angeschaut - also dürfte die Qualität sehr gut sein). Er wollte aber recht viel für die Bänder haben, außerdem konnte er nicht sagen, um welche Filme es sich handelt. Hinzu kommt, dass er die Filme so aufgenommen hat, dass kein Programm davor und danach zu sehen ist und das ist sehr schade. Ich bin ja nicht nur auf der Suche nach seltenen Filmen, sondern gerade auch auf der Suche nach alten Ansagen, Fernsehsendungen, Berichte usw. - deswegen waren mit diese Kassetten zu teuer. In der Regel lohnt es sich eher nicht. Viele Filme, die ich auf den Bändern finde, sind zwar selten. In der Regel existieren in Sammlerkreisen jedoch bessere Aufnahmen.

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    André Gide

  • und wie gefällt euch der von mir eingestelle Filmausschnitt?

    Sehr gut! Gründgens spitze wie immer. Marian ohne Bärtchen - für mich ungewohnt. Qualität sehr befriedigend, nicht so abgenudelt. Handlung scheint allerdings eher Schema F zu sein. Auf jeden Fall macht der Ausschnitt Lust auf mehr ;)

  • Der Vorteil an Video 2000 ist, dass das System bereits in den 80er Jahren von VHS abgelöst wurde. Viele Leute haben also in den 80er Jahren viel aufgenommen, sich dann aber ein VHS-Gerät gekauft und die Video-2000-Kassetten unberührt liegen gelassen. Auf VHS findet man nur noch selten Aufanhmen aus den 80er Jahren, weil die Geräte teilweise bis heute aktiv sind - entsprechend viel alte Aufnahmen wurden im Laufe der Zeit wieder gelöst. Bei ebay findest Du immer mal wieder gute Angebote. Viel Spaß/Glück! :-)

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    André Gide

  • Und, funktioniert Dein Video-2000 Rekorder noch? Ich habe leider keine einzige Video-2000 Kassette mehr. Wir hatten mal welche aber mein Vater hat sie vor ein paar Jahren entsorgt. Es soll aber nichts besonderes oben gewesen sein...


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  • Ja ich habe insgesamt drei Stück. Kam aber die letzten Wochen kaum dazu, die Bänder zu sichten, die ich noch hier habe. Das ändert sich hoffentlich in der nächsten Zeit ;-)

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    André Gide

  • Hier ein Video mit Ausschnitten aus Filmen mit Ferdinand Marian , zu Beginn aus " Der Tunnel " (1933) und Peer Gynt ( 1934) :



    Ein kleiner Fehler ist im Video in dem Cine Allianz Film " Dein Leben gehört mir " von 1939 spielte Ferdinand Marian nicht mit , sondern u.a Karl Schönbock und Karl Martell als Fabriani .

  • Werbeanzeige zur Wiederaufführung von "Der Tunnel" in "Film-Echo Filmwoche Nr. 59/60" vom 28. Juli 1962 (in der Nr. 57/58, Nr. 63 und Nr. 65 und wahrscheinlich in noch mehr Nummern) war die Anzeige auch mit drin.